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„Vanquish“ im Test – Das Shooter-Meisterwerk lädt jetzt auch PC-Fans zum actionreichen Geballer ein

Platinum Games ist nicht erst seit gestern bekannt dafür, Games zu veröffentlichen, die durch die Bank zu begeistern wissen. Auch das rasante Vanquish zählte bereits seit der ursprünglichen Veröffentlichung 2010 zu den Größen im Actiongenre. Sieben Jahre später wagt der Third-Person-Shooter den Sprung auf den PC. Ob das Spiel auch heute noch zu überzeugen weiß, erfahrt ihr in unserem Test.

Story: Die Klischeekiste lässt grüßen

Das Geschehen ist in der nahen Zukunft angesiedelt. Das Bevölkerungswachstum ist außer Kontrolle geraten und die Ressourcen werden immer knapper. Um diesem Problem Einhalt zu gebieten, hat die USA eine gigantische Raumstation geschaffen: die Providence. Die russische Militärmacht „Order of the Russian Star“ verfolgt jedoch ihre ganz eigenen Pläne und fällt unter der Anweisung des Fieslings Victor Zaitsev in die Raumstation ein, um die Weltmacht endgültig an sich zu reißen. An dieser Stelle kommt die letzte Hoffnung der USA ins Spiel. Agent Sam Gideon soll die US – Truppen vor Ort unter die Arme greifen und auf der Raumstation mit seinem hochmodernen Augmented Reaction Suit, einem übermächtigen Anzug der besonderen Art, für Ordnung sorgen. Doch es kommt anders als gedacht und bereits bei der Landung muss ein Großteil der amerikanischen Kräfte das Zeitliche segnen. Nun ist es an euch, die mechanischen Gegner auszulöschen und den Frieden der Welt wieder herzustellen. Unterstützung erhaltet ihr durch Ivana, die euch auf eurem Abenteuer mit strategischem Geschick den rechten Weg weist.

Gameplay: Rasant, dreckig, adrenalinreich

Vanquish ist ein typischer Third-Person-Shooter, der sich vor allem durch sein enormes Tempo und der richtigen Prise Coolness von den üblichen Genrevertretern abhebt. Der Augmented Reaction Suit verleiht euch dabei nicht nur eine ungemein futuristische Optik, sondern macht aufgrund seiner Möglichkeiten das Spielerlebnis zusätzlich interessant. So könnt ihr eure Jet-Düsen nutzen, mit Schallgeschwindigkeit durch die Raumstation sausen, zur nächsten Deckung jumpen oder die Zeit verlangsamen, um punktgenau eure Gegner zu attackieren. Auch wenn ihr zweifelsohne sehr viel angreifbarer seid, als in vergleichbaren Shootern, sind es doch die Mechaniken, die das Spiel so außergewöhnlich machen. Behaltet dabei stets die Energieanzeige des Anzugs im Auge und setzt eure Manöver genau dann ein, wenn sie wirklich gefragt sind.

Das Waffenarsenal ist hingegen eher einfach gehalten und fällt nicht gerade üppig aus. Neben Schrotflinte, Sturmgewehr oder Raketenwerfer stehen euch zudem Scharfschützenknarren und stationäre Geschütze zur Verfügung, von denen ihr während eures Abenteuers immer neue Modelle einsacken könnt. Aber auch originelle Waffen, wie ein Zielsuchlaser sind mit von der Partie und lassen euch mehrere Gegner auf einen Schlag ausradieren. Die etwas gewöhnungsbedürftige LFE-Knarre feuert eine Energiekugel auf eure Feinde, die diese mit viel Krach durch die Gegend schleudert. Sämtliche Waffen lassen sich über zehn Stufen aufwerten. So könnt ihr nicht nur die Magazingröße anpassen, sondern auch mit der Zeit immer größeren Schaden anrichten.

Zu euren Gegnern zählen vor allem futuristische Roboter, die euch immer wieder herausfordern und permanent euren Weg kreuzen. So brauchen diese meist nur einen kurzen Moment, um euer Versteck anzuvisieren und es kräftig scheppern zu lassen. Spinnenartige Maschinen, leuchtende Techno-Quallen oder fett gepanzerten Kolosse sind nur einige von vielen blechernen Feinden. Was das Game in Sachen Action bietet, büßt es hinsichtlich der Storyline wieder ein. So kratzt die Geschichte doch sehr an der Oberfläche und quillt geradezu vor Klischees über. Dies tut dem originellen Geballer jedoch keinen allzu großen Abbruch und ist hinsichtlich des Szenarios auch zu vernachlässigen.

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