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„Vision-S“: Überraschende Enthüllung eines Sony-Autos auf der CES 2020

Sonys Bemühungen im Bereich der Mobilität gipfeln in einer Überraschung auf der CES 2020. Der japanische Hersteller hat nun nämlich das Konzeptauto „Vision-S“ vorgestellt. Es ist eine elektrische Konzeptionslimousine, die die vielen verschiedenen Stärken des japanischen Technologiekonzerns präsentieren soll, von Unterhaltungsprodukten bis hin zu Kamerasensoren und mehr. Das erste Prototyp-Fahrzeug wird momentan auf dem Sony-Stand auf der Messe in Las Vegas präsentiert.

Massig viele Sensoren und 360 Grad Erkennung

Tatsächlich verfügt der Vision-S über 33 verschiedene Sensoren innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs. Dazu gehören hochauflösende, HDR-kompatible CMOS-Bildsensoren für die Straßenabtastung, Objekt- und Farberkennung, Solid State LiDAR für Tag- und Nachtsicht sowie die Objekterkennung, und Radarsensoren für die Relativgeschwindigkeitserfassung und Abstandsmessung.

Dann gibt es im Innenraum eingebettete Time of Flight (ToF) Sensoren, die Personen und Objekte innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs erkennen und identifizieren können. All diese Sensoren und Technologien zusammengenommen schaffen das, was Sony sein „Safety Cocoon Concept“ nennt. Dieses soll in der Lage sein, jeden Winkel um das Auto herum zu erkennen. Die autonomen Fahrfähigkeiten des Autos sind wie immer auf Stufe 2 angesiedelt. Das bedeutet, dass das System die volle Kontrolle über das Beschleunigen, Bremsen und Lenken übernehmen kann. Der Fahrer muss aber weiterhin die Reaktionen des Autos überwachen, für den Fall, dass das System ausfällt.

Displays, wohin das Auge sieht

Im Inneren des Fahrzeugs sind außerdem mehrere Widescreen-Displays verbaut. Das Vision-S hat 360°-Audio und ständig aktive Konnektivität. Dabei stammen jedoch einige Teile von Industrieunternehmen wie BlackBerry und Bosch. Das Auto wird auch von einer „neu entworfenen EV-Plattform“ angetrieben, die anscheinend vom Autozulieferer Magna entwickelt wurde. Diese würde auch andere Fahrzeugtypen, wie z.B. SUVs, antreiben.

Die Außenseite des Fahrzeugs wurde stark dem Porsche-Design nachempfunden, vor allem um die Scheinwerfer herum. Und im Seitenprofil ähnelt es etwas dem Lucid Motors Air. Im Inneren verfügt der Vision-S über ein Armaturenbrett-übergreifendes Display, ähnlich dem, welches das chinesische EV-Startup Byton in seinen Fahrzeugen einbaut. Dazu gibt es Bildschirme in den Kopfstützen der vorderen Passagiere.

Nur wenige Details bekannt

„Dieser Prototyp verkörpert unseren Beitrag zur Zukunft der Mobilität“, sagte Sony-CEO Kenichiro Yoshida. Das Unternehmen kündigte das Auto am Ende seiner CES-Pressekonferenz an. Auf dieser enthüllte man auch kurz und knapp das Logo für die kommende PlayStation 5 (die Zahl bei „PS4“ wurde schlichtweg durch eine fünf ersetzt). Leider hat Sony nicht länger über das Vision-S-Auto gesprochen, sodass am Ende noch tonnenweise Fragen offen bleiben. Die Wichtigste ist aber wohl: Beabsichtigt das Unternehmen das Fahrzeug tatsächlich in Produktion zu geben, oder ist es nur als Referenzfahrzeug gedacht?

Immerhin hatte Sony zum Vision-S-Auto ein Datenblatt zur Hand. Das Fahrzeug ist ein Viersitzer mit zwei 200kW Motoren, und kann von 0-100 km/h in 4,8 Sekunden beschleunigen, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.

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Vera Bauer

Ich bin 24 Jahre alt und wohne in der Nähe von Wolfsburg. Hier habe ich mich als Bloggerin und YouTuberin selbstständig gemacht. Technik begleitet mich durch meinen ganzen Alltag - studiert habe ich beispielsweise "Interactive Media Design", ein Studiengang, der Technik und Design miteinander verbindet. Auf meinem YouTube-Kanal nehme ich meine Zuschauer zu Techevents mit und stelle Geräte in kreativen Reviews vor :)

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