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Warum du ein CDN für deine Internetseite brauchst

Was ist ein CDN?

CDN steht für Content Delivery Network oder Content Distribution Network. Kurz ausgedrückt ist ein CDN ein Netzwerk aus optimierten Servern, die über die ganze Welt verstreut sind um die abgefragten Inhalte möglichst schnell weltweit zur Verfügung stellen zu können. Im Detail ist das ganze natürlich wesentlich komplexer, doch wir wollen hier ja auch nicht die Technik dahinter verstehen, sondern nur wissen, was es uns bringt.

Wenn du ein CDN für deine Webseite benutzt, bekommen Besucher statische Daten nicht mehr von deinem Server geliefert, sondern von einem Server aus dem Netzwerk, der ihm am nächsten ist. Dadurch sinkt zum einen die Latenz, also die Zeit bis der Besucher eine Antwort vom Server bekommt (da dieser einfach viel näher dran sein kann), und zum anderen steigt oft auch die Geschwindigkeit.

Ein Europäer bekommt seine Daten in einem CDN also von einem europäischen Server während ein Amerikaner die Daten von einem amerikanischen Server bekommt. Obwohl beide die selbe Internetseite aufrufen.

Die meisten CDNs sind total simpel zu installieren und arbeiten mit sogenannten Pull Zonen. Man gibt dort einfach nur die Internetadresse an (also z. B. https://basic-tutorials.de) und schon zieht sich das CDN alle statischen Daten von dem Server um sie weltweit zur Verfügung zu stellen. Du brauchst dich also um nichts weiter zu kümmern, sondern kannst ganz einfach deine Internetseite betreiben und die statischen Dateien (Bilder, JavaScript, CSS,…) hochladen. Lediglich den Code deiner Internetseite musst du ein wenig anpassen, sodass die Dateien nicht mehr von deinem Server ausgeliefert werden, sondern von der Adresse des CDNs. Bei HTML-Code mag sich das noch leicht anhören, einfach die URL austauschen – doch was ist mit WordPress? Keine Sorge, da helfen dir jede Menge Plugins!

Ein CDN für WordPress

Wenn du nach einem Plugin für WordPress zur Einsetzung eines CDNs suchst, wirst du schnell fündig. Dort gibt es jede Menge verschiedene Plugins, ich habe das ganze jedoch direkt mit einem Cache-Plugin verbunden. Bis vor einigen Monaten hatte ich dafür W3 Total Cache im Einsatz, mit dem ich früher sehr gute Ergebnisse erzielt habe. W3 Total Cache ist sehr umfangreich und bietet somit auch die Möglichkeit ein CDN einzusetzen, doch ich bin bei einem anderen Plugin hängen geblieben:

Derzeit hier im Einsatz ist WP-Rocket, welches bei mir einfach bessere Ergebnisse als W3 Total Cache geliefert hat und auch noch wesentlich einfacher zur bedienen ist. Ein CDN ist jedoch natürlich auch mit WP-Rocket nutzbar und so können CSS, JavaScript und Bilddateien einfach über ein CDN ausgeliefert werden.

Wer sollte ein CDN benutzen?

Durch die globale Verteilung der Daten und die gute Skalierbarkeit ist ein CDN eigentlich für fast jeden sinnvoll. Ich betrachte uns noch als „kleinen“ Blog, doch manchmal haben wir auch unsere Lastspitzen und der Server alleine wäre mit seiner 100 Mbit/s Anbindung überfordert. Da kann ein CDN sehr gut eingreifen, denn ihm stehen viel mehr Ressourcen zur Verfügung. Wenn deine Internetseite Besucher als allen Ecken der Welt hat, du ab und zu einen wahren Besucheransturm hast oder du einfach viele oder große Dateien anbietest, solltest du auf jeden Fall über die Nutzung eines CDNs nachdenken.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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