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Was ist ein VPN und welche Vorteile bietet es?

Anonym und umfassend: Die Vorteile von VPN-Zugängen

Der wohl größte Vorteil eines VPN-Zugangs wurde damit bereits vorgestellt: Er erlaubt weitreichende Anonymität im Netz. Nutzen wir virtuelle private Netzwerke, um Zugang zum Internet zu erhalten, kann nicht so leicht nachverfolgt werden, wer wir sind, wo wir uns aufhalten, was wir im Netz treiben und wofür wir uns interessieren. Dadurch schaffen wir uns einen tatsächlich weitgehend freien Raum, in dem wir uns nahezu anonym bewegen können.

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Ferner profitieren wir von weiteren Vorteilen: Angezeigte Inhalte werden nicht mehr automatisch auf die in der Vergangenheit ermittelten Interessen und Vorlieben zugeschnitten. Wir erhalten in diesem Sinne unzensierte, ungefilterte Werbeanzeigen, aber auch redaktionelle Inhalte und Vorschläge. Viele Seiten streben an, den Nutzern ein möglichst tolles Erlebnis zu bescheren, um sie von den eigenen Diensten zu überzeugen und sie zum Verweilen auf der Seite anzuregen, was sich für den Betreiber über Umwege letztendlich finanziell positiv bemerkbar macht. Aus diesem Grund sorgen Algorithmen vielfach dafür, dass uns vorwiegend Inhalte angezeigt werden, die uns mit höherer Wahrscheinlichkeit – das heißt: basierend auf unserem bisherigen Netzverhalten – gefallen oder anderweitig interessieren werden. Positiv gedeutet, erhöht das vielleicht die Attraktivität der Inhalte. Negativ gedeutet, laufen wir damit jedoch Gefahr, immer tiefer in einer Filterblase zu verschwinden und außerhalb dieser Filterblase kaum noch etwas wahrzunehmen, geschweige denn differenziert betrachten zu können. VPN-Zugänge befreien uns aus dieser Einengung, indem sie wieder ungefilterten Zugang gewähren.

Doch damit sind die Vorteile der VPN-Zugänge noch lange nicht erschöpft. So gewährt uns der Zugang, der auch unseren Aufenthaltsort verschleiert, beispielsweise den Zugang zu Daten, die in unserem tatsächlichen geographischen Aufenthaltsort normalerweise geblockt werden. Klammern wir die politischen Möglichkeiten, die sich hieraus ergeben, einmal aus, ist das vor allem im Unterhaltungssektor vorteilhaft – so winkt uns etwa der Zugang zum US-Netflix oder ähnlichen Diensten, die in Deutschland normalerweise nicht zugänglich sind. Das funktioniert, indem der VPN-Server dem die Daten liefernden Server vorgaukelt, der Zugreifer würde sich in einem Land befinden, in dem der Zugriff auf die angeforderten Daten freigegeben ist.

Auf politischer Ebene sind die Vorteile weit größer – so ermöglicht ein nicht von Geo-Blocking betroffener VPN-Zugang einen weitreichenden Zugriff auf Informationen aus aller Welt, die am Aufenthaltsort des VPN-Nutzers normalerweise vielleicht nicht zugänglich wären.

Wie funktionieren derartige VPN-Zugänge?

Die Funktionsweise von virtuellen privaten Netzwerken ist recht simpel. Benötigt wird eine VPN-Software – ein Programm, das vom internetfähigen Gerät des Nutzers aus bedient wird. Über dieses Programm verbindet das Gerät, das so zum VPN-Client wird, sich mit dem VPN-Server des VPN-Anbieters. Der Zugriff auf das Internet erfolgt dann nicht direkt über das genutzte Gerät, sondern über den VPN-Server. Auf diesem Weg wird die nachverfolgbare IP-Adresse des genutzten Geräts durch die IP-Adresse des VPN-Servers ersetzt.

Die Anfrage, die beispielsweise an eine Webseite gestellt wird, gelangt also nicht unmittelbar zu dieser, sondern geht den Umweg über den VPN-Server. Dabei sind die Daten, die über den VPN-Server übermittelt werden, verschlüsselt. Von außen kann also nicht oder nur äußerst schwer nachverfolgt werden, wer wann was über den VPN-Server anfordert. So wird durch die Nutzung des VPN-Servers die Identität des Nutzers bestmöglich verschleiert.

Erhöht wird die Sicherheit des Nutzers dabei dadurch, dass alle Nutzer eines VPN-Servers sich einen kleinen Pool an IP-Adressen teilen. Die genutzte IP-Adresse kann also nicht einem einzelnen VPN-Nutzer zugeordnet werden. Nachverfolgen lassen sich jedoch Anzahl und Größe der gesendeten Datenpakete sowie die Häufigkeit der VPN-Nutzung. Hieraus könnten im Zweifelsfalle Rückschlüsse auf die Art der angeforderten Daten gezogen werden. Dennoch sind VPN-Zugänge im Vergleich zum normalen, unverschlüsselten Internetzugang extrem sicher und anonym.

Hierbei bieten die meisten VPN-Anbietet ihren Nutzern die Möglichkeit, auszuwählen, welchem Land die ausgegebene IP-Adresse zugeordnet sein soll. So kann zwischen verschiedenen Ländern gewählt werden, was die Möglichkeit bietet, Geoblocking in großem Maße zu entgehen.

Anbieter von VPN-Servern

Mittlerweile existieren etliche VPN-Anbieter. Die allermeisten dieser Anbieter bieten Abonnements, die mehr oder minder erschwinglich sind. Eine kostenlose Alternative, die jedoch nicht alle Funktionen eines VPN-Servers bietet, ist der Opera-Browser. Dieser ganz gewöhnliche Internetbrowser verfügt über einen eingebauten VPN-Zugang, der sich per Mausklick aktivieren lässt. Ist er aktiviert, surft der Nutzer vollkommen anonym. Die Auswahl an Ländern, aus denen die ausgegebene IP-Adresse stammen kann, ist beim Opera-Browser jedoch keineswegs umfangreich. Wer Geoblocking umgehen möchte, um im EU-Ausland auf sein Netflix-Abo zuzugreifen oder um Zugang zu Unterhaltungsseiten aus den USA zu erhalten, dürfte mit dem Browser dennoch gut bedient sein. Wer noch mehr Möglichkeiten haben will, könnte mit CyberGhost glücklich werden – die Kosten halten sich bei diesem VPN-Anbieter in Grenzen.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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