PC-Hardware

Welchen SSD-Typ brauche ich? Wir helfen dir bei der Entscheidung!

Mithilfe einer SSD kannst du deinem PC zu höheren Geschwindigkeiten verhelfen. Da die schnellen Flashspeicher immer günstiger werden, ist dies eine ökologische und ökonomische Alternative zum Kauf eines nagelneuen Rechners. Allerdings ist SSD schon längst nicht mehr gleich SSD. Es gibt vielmehr unterschiedliche Typen, deren Besonderheiten du beim Kauf unbedingt beachten solltest. Wir zeigen dir, welcher SSD Typ für deinen PC der richtige ist.

Der passende Formfaktor

Am wichtigsten ist auf den ersten Blick der Formfaktor. Dieser beschreibt schlicht die Größe der SSD. Während die schnellen Flashspeicher bis vor ein paar Jahren nur in einer Größe verfügbar waren, kann man sie inzwischen in zwei Formfaktoren kaufen. Die klassische SSD kommt im Formfaktor 2,5 Zoll daher. Im Gegensatz dazu setzen die modernen SSDs im Steckkartenformat auf den sogenannten Formfaktor M.2.

2,5 Zoll – Der Klassiker unter den SSDs

Das älteste und nach wie vor gängigste Format unter den SSDs ist die 2,5-Zoll-SSD. Alle SSDs dieser Gruppe setzen auf die Schnittstelle SATA. Diese Verbindung kommt auch bei alten Magnetfestplatten zum Einsatz. Aus diesem Grund kann man dank 2,5-Zoll-SSDs auch alte Rechner wieder zu neuer Power verhelfen. So werden die alten HDDs ganz einfach durch schnelle SSDs ersetzt. Anders ausgedrückt sind SSDs diesen Formfaktors bei Rechnern, die älter als vier oder fünf Jahre sind, alternativlos. Schließlich gibt es dort in der Regel keine anderen Schnittstellen für Laufwerke. In Sachen Geschwindigkeit stellen diese SSDs keinesfalls Geschwindigkeitsrekorde auf. Grund hierfür ist die SATA-Schnittstelle.

Die Samsung 870 QVO kannst du in Größen bis zu 8 TB kaufen. Sie zählt zu den beliebtesten SSDs im Formfaktor 2,5 Zoll.

Selbst, wenn die SSD-Technik höhere Geschwindigkeiten erlaubt, scheitert dies an der Begrenzung von SATA und dem von der Verbindung genutzten Protokoll AHCI. Hieraus folgt, dass du mit SSDs im Formfaktor 2,5 Zoll maximal zwischen 550 MB/s und 600 MB/s erreichen kannst. Damit bist du zwar um einiges schneller als mit herkömmlichen Magnetfestplatten, mit modernen SSDs im Mini-Format kann dies jedoch nicht mithalten. Zu 2,5-Zoll-Festplatten solltest du also nur dann greifen, wenn du in deinem System nur einen SATA-Steckplatz und keinen M.2-Steckplatz als Alternative zur Verfügung hast.

M.2 – Das Steckkartenformat

Viel kleiner sind SSDs im Formfaktor M.2. Diese kommen in unterschiedlichen Größen daher. Alle eint die Breite. Diese liegt stets bei 22 mm. Doch in der Länge gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Riegeln. Zwischen 40 mm und 110 mm ist hier alles möglich. Das gängigste Format der M.2-SSDs ist jedoch die Größe 22 mm x 80 mm. Innerhalb der M.2-SSDs gibt es Unterschiede. So sind nicht alle M.2-SSDs rasend schnell. Ausschlaggebend ist nämlich auch hier die verwendete Schnittstelle. Manche M.2-SSDs setzen ebenfalls auf SATA. Dementsprechend sind auch bei ihnen nur maximal 600 MB/s möglich.

So richtig schnell wird’s mit M.2 SSDs, die dank PCIe das NVMe Protokoll unterstützen.

Wer schnellere Geschwindigkeiten haben möchte, muss zu PCIe-Steckkarten greifen. Diese nutzen die PCI-Express-Schnittstelle, welche weit schnellere Geschwindigkeiten ermöglicht. So richtig schnell sind die PCIe-SSDs dann, wenn sie das Protokoll NVMe verwenden. Dank dieser Verbindung sind bei sehr modernen SSDs Geschwindigkeiten von bis zu 7.000 MB/s möglich. Allerdings solltest du immer darauf achten, dass dein Mainboard auch die moderne SSD unterstützt. Diesbezüglich musst du auf die Version des PCIe-Anschlusses an deinem Mainboard achten. Ist dieses viel älter als das der SSD, sind selbstverständlich auch die hohen Geschwindigkeiten nicht möglich. Mittlerweile gibt es SSDs der Generation PCIe Gen4. Bevor du also viel Geld für eine nagelneue PCIe-SSD ausgibst, kontrolliere zuvor, oben dein Mainboard den neuen Standard überhaupt schon unterstützt. So lässt sich einiges an Geld sparen.

Wann ist welcher SSD-Typ richtig?

Anhand der Geschwindigkeiten sind die M.2-SSDs mit PCIe-Anschluss den SATA SSDs zweifelsohne haushoch überlegen. Doch unter Umständen kann auch der Griff zu einer 2,5-Zoll-SSD ratsam oder gar alternativlos sein. Ein großer Vorteil von 2,5-Zoll-SSDs ist noch immer der Preis pro Gigabyte. So kann man sich die größeren SSDs auch mit mehr Speicherplatz sichern, ohne allzu tief in die Taschen greifen zu müssen. Wer also günstig schnellen Speicherplatz sucht, sollte vielleicht lieber zu einer Variante in 2,5 Zoll greifen. Ein weiteres Argument für 2,5 Zoll ist die Verfügbarkeit von SATA-Anschlüssen. Diese findet man auch in etwas betagteren Systemen problemlos. Auch bei neueren PCs ist dieser Anschluss noch immer vorhanden und darüber hinaus nicht so begehrt wie PCIe-Steckplätze. Die rar gesäten Steckplätze lassen sich nämlich auch für andere „Riegel“ bequem nutzen. Wer also andere Anwendungsbereiche für die schnelle Schnittstelle bevorzugt, sollte ebenfalls über eine SATA-SSD nachdenken.

Der Größenunterschied von 2,5 Zoll und M.2 SSDs ist schon beachtlich.

Doch das war es auch schon mit den Argumenten, die für eine weitaus langsamere SATA-SSD sprechen. Um den eigentlichen Vorteil von modernen PCIe-SSDs zu klären, sollte man zunächst den Sinn und Zweck einer SSD hinterfragen. Sie soll dem System zu einer hohen Geschwindigkeit verhelfen. Und das machen PCIe-SSDs wie kein zweiter. Auch, wenn der Preis für Modelle mit viel Speicherplatz hoch ausfällt, sollte dies nicht als Kontra-Argument herangezogen werden. Schließlich können als zusätzliche Datenspeicher auch 2,5 Zoll-SATA-SSDs oder aber klassische HDDs genutzt werden, die viel günstiger im Preis sind. Wer also einen passenden PCIe-Steckplatz besitzt, sollte sich eine entsprechende SSD zulegen. Speichergrößen von 512 GB oder 1 TB dürften den meisten voll und ganz ausreichen. Schließlich soll die SSD nur dem Speichern des Betriebssystems, der wichtigsten Programme und der beliebtesten Games dienen. Für die Absicherung von Dokumenten, Fotos und Videos können große HDDs herhalten.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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