PC-Hardware

Basic Tutorials Ratgeber: Wie finde ich den richtigen Monitor?

Die Bildschirmgröße: Abhängig vom Einsatzzweck

Die Bildschirmgröße stellt im Rahmen der Kaufentscheidung einen weiteren entscheidenden Faktor dar. Prinzipiell steigt mit der Größe eines Monitors auch sein Preis – und zwar deutlich. Die Entscheidung für eine bestimmte Monitorgröße sollte also bewusst getroffen werden. Es handelt sich bei der Frage nach der Bildschirmgröße in erster Linie um eine Frage des persönlichen Geschmacks. Darüber hinaus sollte jedoch auch der angedachte Einsatzzweck des Bildschirms bedacht werden. Schließlich sind für bestimmte Arbeiten größere Monitore nötig als für andere. Auch der Platz, an dem der Monitor stehen sollte, hat einen Einfluss auf die Wahl der Bildschirmgröße. Platzmangel und eine geringe Distanz zum Bildschirm sprechen beispielsweise eher für ein kleineres Modell.

Philips 349X7FJEW
Philips 349X7FJEW

Große Bildschirme werden vor allem bei sehr grafikintensiven Tätigkeiten benötigt. Wer Bilder bearbeitet, Webseiten gestaltet, grafikintensive Spiele spielt oder häufig Videos schaut, sollte also zu einem eher größeren Modell greifen. Auch im beruflichen Kontext machen sich größere Monitore meist bezahlt, da sie beispielsweise im Rahmen des Multitaskings große Vorteile bieten. Wer seinen PC jedoch nur selten für einen der genannten Zwecke nutzt, kommt meist auch mit einem kleineren Monitor aus.

Des Weiteren sollte der Sitzabstand recht genau ermittelt werden. Liegt ein durchschnittlicher Sitzabstand vor, sollte die Bildschirmdiagonale 34 Zoll nicht überschreiten. Andernfalls ist angenehmes Arbeiten beinahe unmöglich.

Das Seitenverhältnis: Breitbildmonitore sind der Standard

Auch das Seitenverhältnis wirkt sich stark auf das Bildschirmerlebnis aus. Ein Monitor im 4:3-Format sorgt beispielsweise für einen komplett anderen Eindruck als ein Bildschirm im 16:9-Format. Das Verhältnis von Bildschirmbreite und -höhe sollte also in jedem Falle beachtet werden.

Das Display des Philips 245C7QJSB
Philips 245C7QJSB von vorne

Seitenverhältnisse von 4:3 oder 5:4 kommen beinahe ausschließlich in alten Monitoren zum Einsatz. Die klassischen Röhrenmonitore weisen beispielsweise meist derartige Seitenverhältnisse auf. Heute gelten diese Formate als überholt. Am weitesten verbreitet ist das 16:9-Format, welches auch bei den meisten Fernseher zum Einsatz kommt. Das leicht abweichende 16:10-Format, das nur selten zu finden ist, wird hingegen vor allem im professionellen Kontext – beispielsweise in der Kreativbranche, in der regelmäßig Bilder bearbeitet werden – eingesetzt.

Samsung C49HG90
Samsung C49HG90 im 32:9-Format

In der letzten Zeit werden außerdem zahlreiche noch deutlich breitere Monitore entwickelt. Diese Geräte, die ein Format von 21:9 oder höher erreichen, sind leider derzeit noch relativ teuer, bieten vor allem im Curved-Format jedoch ein deutlich immersiveres Gaming-Erlebnis und auch im Office ist das Format von Vorteil, da keine zwei Monitore nebeneinander gestellt werden müssen und somit der störende Rand zwischen zwei Monitoren wegfällt.

Curved: Selten nötig, aber ein schönes Extra

In den letzten Jahren gewinnen gekrümmte Bildschirme an Beliebtheit. Diese sogenannten Curved-Monitore sind mehr oder weniger stark nach innen gebogen. Laut Herstellern dieser Monitore soll so die Krümmung des menschlichen Auges nachgebildet werden, was zu einer wesentlichen Verbesserung des Seherlebnisses führen soll. Vor allem der annähernd natürliche Betrachtungswinkel wird als großer Vorteil dieser neuen Monitore angeführt.

Samsung CH49G90
Samsung C49HG90

Der Krümmungsradius wird in Millimetern angegeben. Umso niedriger der Wert ist, umso stärker ist der Monitor gekrümmt. Ein Monitor mit 1500R ist somit deutlich stärker gekrümmt als einer mit 3000R. Ein sehr beliebtes Format ist 1800R.

Leider sind Curved-Monitore derzeit noch recht teuer, obwohl sie einen großen Vorteil bieten. Propagiert werden Vorteile vor allem für längere Bildschirmarbeiten sowie für Spiele. In letzterem Bereich finden die Curved-Monitore bereits eine recht weite Verbreitung, während sie in den meisten Büros heute noch nicht zu finden sind. Stehst du vor der Entscheidung, einen Curved-Monitor zu kaufen, solltest du also vor allem überlegen, ob die dadurch gebotenen Vorteile ihren Preis wert sind. Im Gaming-Bereich kann dies durchaus der Fall sein. Auch bei bestimmten Büroarbeiten stellen Curved-Monitore einen leichten Vorteil dar – wenn man einen Ultrawide-Monitor im 21:9- oder 32:9-Format nutzt, lohnt sich ein Curved-Monitor auf jeden Fall, da die Ecken nicht weiter vom Auge entfernt sind als die Mitte. Ob die Krümmung den Aufpreis wert ist, muss jeder selber entscheiden, wir sind jedoch Fans von Curved-Monitoren.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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