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Basic Tutorials Ratgeber: Wie finde ich den richtigen Monitor?

Die Bildschirmauflösung: Wie scharf soll das Bild sein?

Alle auf dem Bildschirm angezeigten Bilder setzen sich aus Pixeln zusammen. Wird also beispielsweise ein Hai angezeigt, ist tatsächlich kein Hai vorhanden – wer den Bildschirm sehr genau betrachtet, sieht, dass das zu sehende Bild sich aus unzähligen verschiedenfarbigen Pixeln zusammensetzt. Ein Bildwechsel wiederum wird durch eine Änderung der Farbgebung der einzelnen Pixel erreicht. Die Farbgebung der einzelnen Pixel entscheidet also darüber, was auf dem Bildschirm zu sehen ist. Weiterhin entscheiden die Pixel – genauer gesagt ihre Anzahl – darüber, wie das Bild dargestellt wird – je mehr Pixel vorhanden sind und somit mit verschiedenen Farben besetzt werden können, desto schärfer erscheint das Bild.

Samsung U28E590D
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Angegeben wird die Anzahl der Pixel in der Form „Horizontal x Vertikal“. Bei einer Bildschirmauflösung von 1.920 x 1.080 sind also 2.073.600 Pixel vorhanden, denen je eine Farbe zugeordnet werden kann.

Mit der Auflösung wird also die Gesamtzahl der Bildpunkte in einer Rastergrafik angegeben. Diese wird in Bezug zur Fläche gesetzt, auf der das Raster dargestellt wird. So lässt sich angeben, in welchem Seitenverhältnis die einzelnen Pixel vorliegen. Um wissen zu können, wie nah eine solche Darstellung dem analog Wahrgenommenen kommt, muss jedoch auch die absolute Größe der Rasterfläche, also des Displays, bekannt sein. Nur so können wir wissen, wie groß die Pixel letztendlich sind, wie feinkörnig das Bild somit wirkt und wie real es uns erscheinen wird.

Eine digitale Bilddatei wird auf einem Bildschirm in Form quadratischer Pixel dargestellt. Das Ziel besteht darin, diese Pixel nicht sichtbar werden zu lassen. Je höher die Auflösung ist, desto näher kommt das dargestellte Bild an das analog wahrnehmbare Bild heran. Technisch wichtig ist die Unterscheidung zwischen der nativen Bildauflösung, also der Anzahl an Pixeln, die das Display gleichzeitig darstellen kann, und der Datenmenge, die die Bilddatei liefert – werden nur wenige Daten geliefert, kann auch eine hohe native Auflösung nicht viel ausrichten, um ein real wirkendes Bild zu erzeugen. Andersherum kann auch eine sehr große, detaillierte Bilddatei nicht ideal dargestellt werden, wenn es dem Display an Pixeln mangelt. In der heutigen Zeit liegt das Problem in aller Regel bei den Displays – moderne Kameras liefern nämlich extrem hochauflösende Bilder. Können diese nicht ansprechend genug dargestellt werden, ist meist eine zu niedrige native Bildauflösung das Problem.

Je niedriger die Auflösung, desto deutlicher sind die einzelnen Pixel sichtbar. Eine höhere Auflösung verbessert also die Detailschärfe und lässt das Bild realistischer wirken. Gleichzeitig verbessert sie auch die Farbdarstellung. Wird ein Bereich X bei Display 1 von einem Pixel bedeckt und bei Display 2 von zwei Pixeln, ist die Farbdarstellung beim zweiten Display in jedem Falle besser – hier können mehr Details und einzelne Farben dargestellt werden, während bei Display 1 ein gemittelter Farbwert eingesetzt werden muss. Eine höhere Auflösung ist also erstrebenswert, da sie schärfere, detailreichere und farblich stimmigere Bilder ermöglicht.

Es muss immer beachtet werden, dass das Verhältnis von Displaygröße und Auflösung stimmig sein muss. Je größer ein Display ist, desto mehr Pixel muss es aufweisen. Ist Monitor X größer als Monitor Y, weist jedoch die gleiche Auflösung auf, werden die Bilder auf Monitor Y schärfer und detailreicher dargestellt werden. Prinzipiell muss mit der Größe eines Bildschirms also auch die Auflösung steigen.

Prinzipiell wird ein Bild optimal dargestellt, wenn die tatsächliche Auflösung mit der nativen Auflösung – also mit der physikalischen digitalen Auflösung des Anzeigegeräts – übereinstimmt. Besonders hohe Auflösungen sind indes nicht immer sinnvoll oder besser als geringere Auflösungen. So reicht die Standardauflösung 1080p für die meisten Privatnutzer vollkommen aus. Eine Erhöhung der Auflösung um jeden Preis sollte vermieden werden. Andernfalls könnten auch Skalierungsprobleme drohen. Entscheide dich also nicht ohne Beachtung anderer Faktoren für den Bildschirm mit der höchsten Auflösung.

1.920 x 1.080

Bei dieser Auflösung, die einführend als Beispiel gewählt wurde, handelt es sich um die heutige Standardauflösung, die häufig nur als „1080p“ bezeichnet wird. Diese Auflösung, die teilweise auch als „Full HD“ beworben wird, kommt in den allermeisten 16:9-Monitoren zum Einsatz und dürfte für den durchschnittlichen Nutzer vollkommen ausreichen.

1.920 x 1.200

Diese minimal vom Standard abweichende Auflösung kommt in der Regel nur in Businessmonitoren, die beispielsweise zur Grafikbearbeitung verwendet werden, zum Einsatz. Wer einen Monitor für den privaten Gebrauch sucht, wird hingegen nur selten Modelle mit dieser Auflösung finden.

2.560 x 1.440

Diese auch unter dem Namen „2K“ oder „WQHD“ bekannte Auflösung kommt manchmal in 16:9-Monitoren zum Einsatz. Bilder wirken mit dieser Auflösung schärfer als bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080. Monitore ab 27 Zoll sollten nicht unter dieser Auflösung liegen, da die Darstellung sonst unscharf erscheinen kann.

2.560 x 1.600

Diese Auflösung stellt das in 16:10-Bildschirmen zum Einsatz kommende Pendant der zuvor vorgestellten Auflösung dar.

3.840 x 2.160

Wer gestochen scharf wirkende Bilder bevorzugt – meist handelt es sich um Gamer und Kreative – greift zur „4K-Auflösung“. Die Bezeichnung rührt übrigens daher, dass viermal so viele Pixel wie bei der Standardauflösung vorhanden sind – was nicht bedeutet, dass das Bild automatisch schärfer ist. Ist der Bildschirm viermal größer als ein Durchschnittsbildschirm, wird die 4K-Auflösung hier nicht schärfer wirken als die Standardauflösung auf einem viermal kleineren Bildschirm.

Neben den vorgestellten Auflösungen existieren einige weitere, mit denen ein durchschnittlicher Nutzer jedoch nicht in Berührung kommen wird. 5K- oder 8K-Auflösungen sind beispielsweise ausschließlich in Premium-Monitoren zu finden, die für einen Durchschnittsnutzer nicht erschwinglich sind. Außerdem existieren einige weitere Auflösungen, die für superweite Monitore geeignet sind.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Berlin.

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