Microsoft Surface Pro 4 inkl. Type Cover im Test

Display
Die größte Besonderheit des Displays ist die PixelSense Technologie. Das ist nicht nur ein einfacher Touchscreen, sondern ermöglicht Eingaben an bis zu 10 Punkten gleichzeitig. Dies ist aber auch nötig, denn schließlich soll das Display mit dieser Technologie im Zweifel Maus und Tastatur ersetzen.
Die Auflösung beträgt 2736 x 1824 Pixel (267 PPI) und bietet eine mehr als ausreichende Schärfe. Das Seitenverhältnis von 3:2 empfand ich ebenfalls als angenehm, außer bei Videos in 16:9, auf Grund der Streifen oben und unten. Was man über Blickwinkel, Helligkeit und Farbwiedergabe sagen kann? Nur Gutes – ich war mit dem Display in jeder Situation glücklich. Zwar konnte ich mangels Sonne nicht direkte Einstrahlung testen, aber die Helligkeit war ausreichend hoch. Bei Tageslicht gab es ein paar Spiegelungen. Sehr beeindruckend war die Blickwinkelstabilität. Ich würde sagen, dass es einen bis 179° stabilen Blickwinkel hat. Außerdem bietet das Display einen hohen Kontrast, natürliche, nicht überzeichnete, Farben und ausgewogene Ausleuchtung.
Etwas skeptisch bin ich bei der Druckempfindlichkeit. Insbesondere beim Surface-Pen hat sich das Glas auf das IPS-Display durchgedrückt und damit für ,,Regenbogenwellen“ gesorgt. In einigen Kundenrezensionen und auch bei den Kollegen von Notebookcheck, wird von einem Display-Flackern bei Helligkeit von unter 50%, insbesondere in dunklen Räumen berichtet. Bei mir vor Ort habe ich derartiges nicht bemerkt, prüfen solltet Ihr dies jedoch. Es bleibt zusammen genommen aber immernoch ein sehr guter Gesamteindruck des Displays.
Hardware
Man muss dem Surface zugestehen, dass es Hardware bietet, was man bei der Größe des Surface kaum glauben mag, die sich auch in jedem Ultrabook sehr gut machen würde. Es kann mit Laptops und Ultrabooks locker mithalten und kann sogar einen kleineren Desktop-PC ersetzen, sofern man nicht die letzten 3D-Kracher darauf spielen möchte. Aber Schritt für Schritt – der Prozessor in unserem Testgerät ist ein Skylake Core i5 der aktuellen 6ten Generation und taktet mit 2.4 GHz und mit maximal 3.0 GHz Turbotakt. Ein Core i5 in einem Tablet – ja, da habt Ihr richtig gelesen. Der Prozessor würde auch in jedem Ultrabook oder Laptop eine gute Figur machen. Wer wissen möchte, wie sich das auf die Laufzeit auswirkt, sollte sofort den Akkuabschnitt lesen.
Dem Prozessor zur Seite steht die ,,Intel HD Graphics 520“. Mit dieser Grafikkarte lassen sich sogar ältere 3D-Titel mit reduzierten Grafikdetails spielen. Für eine integrierte Grafik ist das mehr als beachtlich und die Intel HD Graphics bieten generell eine gute Leistung. Ich hatte daher auch mit den aktuellen Spielen aus dem Windows-Store einigen Spaß. Nur als das Surface in den Stromsparmodus wechselte, da der Akku leer war und sich trotz Ladens, nicht wieder daraus befreien wollte, war ich ein wenig irritiert. Nun ja, da hilft das allseits bekannte AEG-Prinzip (Ausschalten, Einschalten, Geht wieder) und nach Neustart lief es auch wieder perfekt.
Als Speicher ist eine SSD verbaut. Da Windows in den letzten Jahren nicht gerade weniger Speicherplatz benötigt., müsst Ihr davon knapp 20 GB abziehen. Euch stehen verschiedene Größen zur Verfügung. Leider lassen sich die Komponenten nicht frei kombinieren. Wer also die gröte SSD haben möchte (512GB), muss auch zur teuersten Variante greifen. Das gleiche Prinzip gilt beim Arbeitsspeicher- Schade!
In den meisten Anwendungen ist die passive Kühlung ausreichend, aber auch wenn es mal zu warm wird, gibt es eine aktive Kühlung (außer m3 Prozessor). Microsoft verwendet eine hochwertige Kupfer-Heatpipe. Die Rückseite wird auch schon mal deutlich warm.
Ferner kommen Stereo-Lautsprecher, das bereits erwähnte hochauflösende Display und der Surface-Pen mit 1024 Druckpunkten auf die Feature-Liste. Weiterhin unterstützt das Surface Pro 4 WLAN nach den neuesten Standards (inklusive 5 GHz Band) sowie Bluetooth 4.0 und hat einen USB 3.0 Anschluss. Wieso es keine Variante gibt, die LTE unterstützt, erschließt sich mir nicht. Auch der USB Typ C, fehlt als Anschluss mal eben.
Ich finde die Hardware insgesamt sehr performant und auch auf einem noch aktuellem Stand. Tatsächlich ist ausreichend Power vorhanden, um selbst einen Desktop-PC zu ersetzen.
| SSD Speicher | 128 – 512 GB je nach Modell |
|---|---|
| Arbeitsspeicher | 4 – 16 GB je nach Modell |
| Prozessor | Intel m3, i5, i7 getestet: i5 6300U |
| Takt | 2.4 GHZ / 2 Kerne, 4 Threads |
| Displaydiagonale | 12.3 Zoll IPS / 3:2 Seitenverhältnis |
| Auflösung | 2736 x 1824 (267 PPI) |
| Helligkeit | 436 cd/m³ |
| Software | Windows 10 Pro |
| Maße | 292.10 x 201.42 mm x 8.45 mm, 766 – 786 g |
| Speicherkarte | MicroSD |
| Kamera / Video | 8 MP Back / 5 MP Front / Full HD |
| Konnektivität | BT 4.0, WLAN a b g n |
| Akku | LiIon mit 5087 mAh |




