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Vivid erhält eigene Investmentlizenz

Das Berliner Start-up Vivid, das eine Finanz-App betreibt, erhält seine erste eigenen Investmentlizenz und wird damit ein Stück unabhängiger von Partnerbanken. Eine eigene Banklizenz hält das Unternehmen jedoch weiterhin nicht.

Auf dem Weg zur finanziellen Super-App?

Erteilt wurde die Investmentlizenz durch die niederländische Aufsichtsbehörde. Das Unternehmen selbst sieht in der Lizenzerteilung einen Meilenstein: „Die behördliche Erlaubnis, eigenständig Investment-Services anbieten zu dürfen, ist für Vivid ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur finanziellen Super-App“.

Das Konzept des Unternehmens ist recht simpel: In einer App vereint es Angebote des klassischen Bankings mit Investmentmöglichkeiten, die neben Aktien und Fonds auch Kryptowährungen umfassen. Vivid versteht sich in diesem Sinne als All-in-One-App. Für den Zahlungsverkehr außerhalb des digitalen Raumes gibt das Unternehmen in Kooperation mit der Solaris-Bank eine Visa-Debit-Karte heraus, die mit dem in der App geführten Girokonto verknüpft ist. Auf die Zusammenarbeit mit der Solaris-Bank ist Vivid dabei angewiesen, da das Start-up selbst nicht über eine Banklizenz verfügt. Zum Angebot zählt neben den beschriebenen Services seit Kurzem auch ein Ratenzahlungsdienst, der unter dem Namen Vivid Now firmiert.

Konkurrenz für N26

Vivid ist die derzeit größte Konkurrenz für das Unternehmen N26, das ebenfalls das Ziel verfolgt, alle Banking- und Investmentgeschäfte über eine App abwickelbar zu machen, und zu Beginn des Jahres ankündigte, bald auch den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen. Insgesamt verfügt Vivid derzeit über rund 500.000 Kunden. Mehr als die Hälfte davon lebt in Deutschland. Daneben konkurriert Vivid mit Direktbanken sowie Broker-Apps. Um in diesem umkämpften Markt bestehen zu können, hat das Unternehmen zuletzt im Februar im Rahmen einer Investmentrunde Geld eingesammelt. Zusammen kamen damals rund 100 Millionen Euro. Bewertet wird Vivid derzeit mit 775 Millionen Euro.

Die Finanzszene gerät in den letzten Monaten jedoch stark unter Druck, was neben der Übersättigung des Marktes auch auf die sinkenden Aktienkurse, die zunehmende Inflation und das damit verbunden sinkende Interesse an Anlageprodukten zurückzuführen ist. So musste etwa die Kryptobank Nuri jüngst Insolvenz anmelden. Vivid bleibt dennoch optimistisch: „Für uns ist es […] genau die richtige Zeit, in diesen Bereich zu investieren, denn das Interesse an Aktien, Fonds und anderen Investment-Produkten ist ungebrochen“.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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