PC-Hardware

Basic Tutorials Ratgeber: PCs perfekt in Szene gesetzt mit RGB-Beleuchtung

Die Leuchtdiode, kurz LED (Englisch für light-emitting diode) erfreut sich nicht ausschließlich in heimischen Glühlampen und Autoscheinwerfern besonderer Beliebtheit, sondern hält zudem im PC- und Gamingsektor Einzug – und löst dort etwa veraltete Leuchtstoff- oder UV-Röhren ab.

Des Weiteren ermöglicht diese Technik vielfältige Optionen, wie zum Beispiel Rechner und weitere Komponenten in stimmungsvolles Licht zu tauchen sowie diese mit diversen Effekten zu versehen. Ermöglicht wird das durch RGB-LEDs, welche sich sowohl in Lichtstärke als auch in Farbgebung durch einen Controller steuern lassen.

Für eine reibungslose Installation dieser Hingucker gilt es jedoch, einiges zu beachten. Es existieren eine Reihe verschiedener Anschlüsse und Standards – sowohl bei Mainboards mit entsprechendem RGB-Header als auch bei eigenständigen Controllern. Da hier beinahe jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht, soll dieser Guide einen Überblick über Technik, Installation und Anwendungsfelder geben.

Licht in 16,7 Millionen Farben

Die Abkürzung RGB steht für die Farben Rot, Grün und Blau. Zugleich ist RGB ein Farbraum, in dem sich die einzelnen Primärfarben zu einem Farbton addieren. Mit Hilfe von LEDs in den Grundfarben lässt sich eine Vielfalt an Farbkombinationen erstellen: Jede LED kann in 256 Leistungsabstufungen angesteuert werden. Bei drei Grundfarben entstehen dadurch 256 x 256 x 256 verschiedene Möglichkeiten, also etwa 16,7 Millionen unterschiedlicher Farbtöne.

Tatsächlich erkennt das menschliche Auge jedoch nur in etwa eine halbe Million einzelner Nuancen. Dazu gesellt sich die Tatsache, dass beispielsweise reines Weiß bei herkömmlichen RGB-LEDs aus den drei Primärfarben gemischt wird und dadurch nicht die Leuchtkraft und Farbtemperatur erreicht, wie RGBW-LEDs. Der Buchstabe „W“ steht hier für Weiß – es existiert also eine weitere LED, welche ausschließlich weißes Licht emittiert.

Vom grauen Kunststoffgehäuse zum farbenprächtigen Hingucker

Im Wandel der Zeit entwickelten sich PC-Gehäuse aus der praktischen Nutzung zu einem echten Blickfang. Nicht nur rein optisch, sondern auch technisch wurden viele Details optimiert. Zum Beispiel lassen sich moderne Gehäuse einfacher warten und bedienen, beziehungsweise Hardwarekomponenten mit geringem Aufwand, im Vergleich zu früheren Modellen, wechseln. Schließlich hatten Gehäuse damals bloß den Zweck, die oftmals teure und empfindliche Hardware vor äußeren Einflüssen zu schützen sowie die damals noch größere Anzahl an Einzelkomponenten zusammenzuhalten. Zudem bieten aktuellere Modelle eine große Auswahl verschiedener hochwertiger Materialien, Erweiterungen und durchdachter Lüftungssysteme.

Mitte der 90er-Jahre wichen graue Plastik- und langweilige beigefarbene Metallfronten nach und nach optisch ansprechend designten Frontblenden. Die Farbgebung wechselt von weiß-grau immer mehr zu dunkleren Tönen. Doch erst innerhalb des letzten Jahrzehnts wecken modifizierte Gehäuse mit allen erdenklichen Spielereien das Interesse der breiten Masse. Ein regelrechter Trend entsteht im Laufe der Zeit, bei dem sich Designelemente nicht mehr ausschließlich auf Sichtfenster und Innenbeleuchtung fixieren. Mittlerweile existieren von nahezu jeder Hardwarekomponente eine Hand voll RGB-Varianten auf dem Markt. Doch damit hört die Vielfalt noch nicht auf: Das bunte Leuchten breitet sich auf die Peripherie aus, illuminiert Mäuse und Keyboards und macht selbst vor der gesamten Raumbeleuchtung nicht halt. Das Geheimnis liegt in flexiblen LED-Strips und deren Controllern – von denen sich erstere biegsam an nahezu jeder Stelle und letztere unauffällig abseits der Lichteffekte anbringen lassen.

Illuminierte Hardwarekomponenten

Der Trend zu ausgefallenen, auffallenden und mit Effekten versehenen Komponenten setzt sich weiter fort. Es entstehen Modding-Communitys und sogar Meisterschaften, in denen die bemerkenswertesten Gehäuse gekürt werden. In den meisten Fällen ist eine LED-Beleuchtung einfach zu realisieren, da die einzelnen Komponenten in den meisten Kombinationen untereinander kompatibel sind – sofern der Anschlusstyp beachtet wird (und der Hersteller kein proprietäres System verwendet, wie beispielsweise NZXT). Zum anderen verfügt RGB-Hardware bereits über integrierte LEDs, sodass eine mühsame Konfektion durch den Nutzer entfällt. Auf dem Markt existiert mittlerweile von nahezu jeder Hardware auch eine RGB-Variante. Ausgenommen sind in diesem Fall Festplatten, optische Laufwerke oder die Kabel, mit denen RGB-Komponenten am Mainboard angeschlossen werden. Doch mit dem Lian Li Strimer RGB-Stromanschlusskabel für Grafikkarten und Mainboards sowie der Team Group Delta RGB SSD werden auch diese Bereiche langsam aber sicher mit Licht geflutet.

Mainboards

Der erste Schritt beginnt mit der Wahl des passenden Mainboards, welches über einen sogenannten RGB-Header verfügt. Dieser dient dazu, einzelne Komponenten mit der Hauptplatine zu verbinden. Neuere Modelle verfügen in der Regel über einen dreipoligen Anschluss (3-Pin Header), welcher jedoch ausschließlich mit 3-Pin-Komponenten kompatibel ist. Ältere Mainboards besitzen meist einen vierpoligen Anschluss. Produkte beider Kategorien sind untereinander nicht kompatibel, da die einzelnen Pins anders belegt sind. Vereinzelt existieren fünfpolige Anschlüsse, deren Belegung durch Software frei programmierbar ist (Polung ausgeschlossen). Mit diesen ist es möglich, sowohl RGB-LEDs als auch weiße LEDs ansteuern zu können. Wichtig hierbei ist also, bereits im Vorfeld zu klären, welcher Header in Frage kommt. Die dreipoligen Anschlüsse für digital adressierbare LED-Strips scheinen aktuell eine sinnvolle Wahl zu sein, da bereits die großen Hersteller ASUS, ASRock, MSI und Gigabyte vermehrt auf diesen Typ setzen. Die dreipolige Variante könnte demnach zu einer Art Standard werden.

ASUS ROG STRIX B450-I GAMING
ASUS ROG STRIX B450-I GAMING

ASUS bietet mit seiner ROG-Serie spezielle Produkte für Spieler und RGB-Enthusiasten. Beispielsweise nimmt das ASUS ROG Strix B450-I Gaming nicht nur AMD-Prozessoren der Ryzen-2-Generation auf und ermöglicht innovative Übertaktungs- und Kühloptionen, sondern ist sogar selbst mit einer dezenten Beleuchtung bestückt. Ein weiteres Highlight mancher Mainboards stellt das Feature dar, das die Montage von Abdeckungen und Covers aus dem 3D-Druck erlaubt. Eine Handvoll dieser Modelle kann sogar direkt bei ASUS heruntergeladen werden.

Arbeitsspeicher (RAM)

Mussten anfangs noch aufwendig Leuchtstreifen auf den dünnen Einzelmodulen angebracht und verkabelt werden, so existieren heute bereits RAM-Bausteine mit integrierten LEDs von nahezu allen größeren Herstellern. Die externe Verkabelung entfällt und die Module werden beispielsweise direkt durch Asus Aura Sync, MSI Mystic Light oder Gigabyte RGB-Fusion angesteuert. Erhältlich ist RAM in einer Reihe an Ausführungen.

Ballistix Tactical Tracer RGB
Ballistix Tactical Tracer RGB

Crucial setzt bei seiner Ballistix Tactical Tracer RGB-Serie auf opake Ausleuchtung mit Hilfe eines matt-weißen Kunststoffkörpers, dessen Beleuchtung sich individuell mit ASUS Aura Sync, MSI Mystic Light Sync oder Gigabyte RGB Fusion einstellen lässt. Es gibt auch einfarbig leuchtende RAM-Riegel, wo es zwar möglich ist die Farbe der gesamten Beleuchtung zu wechseln, jedoch nicht die der einzelnen LEDs.

Grafikkarten

Das wohl wichtigste Teil und Herz eines jeden Gaming-PCs stellt die Grafikkarte dar. Der Wert dieser übersteigt in vielen Fällen den der restlichen Hardware. Und genau deshalb (oder einfach wegen der brachialen Leistung zweier NVIDIA GeForce RTX 2080 Ti im NVLink-Verbund) möchten Enthusiasten den Blick genau darauf lenken.

ASUS GeForce RTX 2080 Ti ROG STRIX O11G
ASUS GeForce RTX 2080 Ti ROG STRIX O11G

Hier bietet sich entsprechende RGB-Beleuchtung an, um edle Komponenten im angemessenen Licht erstrahlen zu lassen. Auch hier bieten MSI, ASUS und Gigabyte speziell für deren RGB-Software kompatible Modelle an. Für den Fall, dass mehrere Exemplare im PC Platz finden, sollte auch auf die Farbgebung und Form der NVLink-, SLI- oder Crossfire-Brücken geachtet werden.

Netzteile

Stromhungrige Hardware und die damit einher gehende große Anzahl an Lüftern benötigen eine potente Stromversorgung. Diese fristet in den meisten Fällen eher ein Schattendasein im der dunklen oberen oder unteren Ecke des Gehäuses. Die Zahl der Ausnahmen ist gering, jedoch existieren Netzteile mit integrierter RGB-Beleuchtung.

ASUS ROG Thor Gaming-Netzteil mit RGB-Beleuchtung
ASUS ROG Thor Gaming-Netzteil mit RGB-Beleuchtung

Für saubere Verkabelung sorgt ein vollmodularer Aufbau, sodass nur die Kabel ans Netzteil angeschlossen werden, die auch tatsächlich notwendig sind. Hersteller wie Thermaltake bieten sowohl Modelle mit beleuchteten Lüftern, als auch welche mit RGB-Schnittstellen. Erwähnt sei an dieser Stelle das Nonplusultra, FSP Fortron vertreibt ein Netzteil mit beleuchtetem Wasserkühlungsanschluss und RGB-Lüfter.

Gehäuse

Was wäre ein System aus RGB-Komponenten ohne das dazu passende Gehäuse – ohne Sichtfenster mit Blick ins Innere wäre die gesamte Installation nichtig. Gehäuse mit Sichtfenster (oder gar mehreren) existierten bereits vor der RGB-Ära. Damals wurden noch Neon- oder UV-Röhren, eher semiprofessionell, hineingeklebt, was zwar für den einen oder anderen Hingucker auf LAN-Partys sorgte, aber die Begriffe „Kabelmanagement“ oder „Ästhetik“ waren dem Consumer-Bereich meist fremd. Mesh-Fronten sorgen mit ihrer Gitterstruktur für bessere Luftzufuhr und bieten außerdem den Vorteil, dass dahinter montierte Lüfter besser zur Geltung kommen. Für den Fall, dass schlichte Sichtfenster nicht den gewünschten Effekt erzielen, gibt es Modelle, deren gesamtes Seitenpanel aus Echtglas besteht. Zwar existieren auch sogenannte Benchtables ohne jegliches Außengehäuse, welche einen tollen Blick auf alle Effekte gewähren. Jedoch bietet diese Variante so gut wie keinen Schutz gegen äußere Einflüsse und ist auch kühltechnisch wegen des mangelnden Luftstroms den geschlossenen Gehäusen unterlegen.

Mittlerweile wartet eine Vielzahl an Gehäusen mit diversen Optionen in puncto Kabelführung und -management auf. Oftmals lassen sich diese gänzlich unterhalb der Hauptplatine verstecken, in einem Schacht zwischen Mainboardschlitten und Außenwand. Es gibt jedoch auch einen anderen Weg, die Verkabelung in ein besseres Licht zu rücken: Mit Beleuchtung, die entweder selbst installiert werden kann oder mit Gehäusemodellen, welche bereits mit RGB-LEDs konfektioniert sind, wie zum Beispiel das Enthoo Evolv X oder Eclipse P350X aus dem Hause Phanteks.

Kabel und Adapter

Für den Fall, dass Kabelverbindungen als Designelement und Blickfang verwendet werden sollen, empfiehlt sich die Verwendung von RGB-beleuchteten Kabeln. Meist sind diese weiß ummantelt, um die eigentliche Kabelfarbe zu kaschieren und dadurch maximale Farbechtheit zu garantieren. Eine einheitliche Beleuchtung wird durch den Einsatz von Glasfasern ermöglicht, welche sich direkt unter den einzelnen Adern befinden. Lian Li bietet zum Beispiel adressierbare 8- oder 24-Pin-ATX- Verlängerungskabel an, welche entweder mit eigenem Controller angesteuert oder mittels 3-Pin-Kabel an ein kompatibles Mainboard angeschlossen werden können. SATA- oder Kabel zur Stromversorgung mit Molex-Stecker (wie zum Beispiel für ältere optische Laufwerke) sucht man jedoch vergebens.

Lian Li Strimer RGB Anschlusskabel
Lian Li Strimer RGB Anschlusskabel

Dass Kabel viel mehr als nur Stromüberträger sein können, haben zahlreiche Modding-Projekte bereits unter Beweis gestellt. Saubere Kabelführung kann selbst ohne Beleuchtung ein wahrer Eyecatcher sein. Die meisten Kabel sind zusätzlich zum konventionellen Kunststoff bereits mit einem Nylongewebe umflochten, sind verwicklungssicher und optisch hochwertig. Werden diese nun mit Kabelbindern oder Schrumpfschläuchen in Form gebracht, kann ein ästhetisches Kunstwerk entstehen. Selbiges gilt für maßgefertigte Rohre einer Wasserkühlung – auch diese können, perfekt gestutzt und gebogen – die gesamte Konstruktion optisch aufwerten.

Accessoires

Die Palette an Zubehör und Gimmicks ist bereits vielfältig und wächst weiterhin stetig. Zum Beispiel hat ASUS einen Mini-Projektor (ROG Spotlight) im Sortiment, der das „ROG“-Logo (Republic of Gamers) an geeignete Flächen projiziert und sich mit der Software ASUS Aura Sync vollständig synchronisieren lässt.

ASUS Rog Spotlight
ASUS Rog Spotlight

Für den Betrieb zweier Grafikkarten im SLI- oder Crossfire-Verbund bieten Hersteller eine Reihe beleuchteter Brücken (mit denen die einzelnen Karten verbunden werden) an. Hier sollte auf jeden Fall die Höhe beachtet werden, da, je nach Hauptplatine entweder 60 mm oder 80 mm zwischen den beiden Schnittstellen auf den Grafikkarten liegen. ASUS bietet mit seiner ROG NVLink Bridge bereits eine Möglichkeit, die GeForce 2080er Serie zu nutzen und dabei nicht auf das notwendige Leuchten verzichten zu müssen.

Gamdias Achilles M1-L
Gamdias Achilles M1-L

Doch auch abseits des PCs sorgen einige Produkte für einen Hingucker – beispielsweise mit einem RGB-Komfortsessel aus dem Hause Gamdias. Dieser kann über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden werden. Die mitgelieferte Software ermöglicht es, diverse Effekte für die illuminierte Rückenlehne festzulegen – allerdings nur mit einer begrenzten Zahl an Farben und Akkulaufzeit – als Stromquelle dient eine USB-Verbindung, an die man eine Powerbank anschließt.

Lüfter

High-End Hardware benötigt oftmals sehr viel Energie, welche in Form von Abwärme abgegeben wird. Diese muss aus dem PC-Gehäuse abtransportiert werden. Lüfter beziehungsweise Ventilatoren sorgen hierbei für den notwendigen Luftstrom.

Raijintek IRIS 14 Rainbow RGB LED-Lüfter
Raijintek IRIS 14 Rainbow RGB LED-Lüfter

Schwarze Rahmen mit ebenso schwarzen Rotorblättern waren lange Zeit das Maß der Dinge. Doch stellten die Lüfter die ersten Hardwarekomponenten dar, welche mit integrierter Beleuchtung erhältlich waren. Anfangs zwar ausschließlich einfarbig und ohne Softwaresteuerung. Manche ließen sich, wenn überhaupt, durch einen einfachen Druckschalter aus- und einschalten. Doch diese Modelle wurden aber schon bald durch RGB-Varianten abgelöst, welche sich sowohl in Farbe, als auch Intensität softwaregesteuert regeln lassen. Hier gilt es, abzuwägen. Ein Modell mit dickem LED-Ring leuchtet heller und punktet mit seiner Optik, jedoch bieten Lüfter mit außenliegender Beleuchtung größere Rotorblätter und höheren Luftdurchsatz. Werden beispielsweise mehrere in der Front des PCs verbaut, fällt der Unterschied eher marginal aus.

Sind bereits nicht-RGB-fähige Lüfter in Betrieb, können diese mit speziellen Rahmen nachgerüstet werden. Phanteks nennt diese Konstruktion „Halos“ und bietet diese mit gängigen Softwaresteuerungen kompatiblen Rahmen in verschiedenen Größen an. Ein Diffusor streut hierbei das Licht und sorgt für weiche Verläufe.

Wasserkühlung

Eine weitere Möglichkeit neben konventioneller Luftkühlung ist die Kühlung mit Wasser. Der Kreislauf besteht hier in der Regel aus Pumpe, Radiator, Ausgleichsbehälter, Lüftern und einem Kühlblock, der auf der zu kühlenden Fläche sitzt – alles verbunden durch Schläuche oder starre Verrohrung.

Fluoreszierende Flüssigkeiten sind bereits veraltet, RGB hält auch hier Einzug. Phanteks liefert mit der Glacier-Serie Kühlblöcke für nahezu jeden CPU-Sockel, aber auch für Grafikkarten. Passende Pumpen gibt es zum Beispiel von Aqua Computer, welche nicht nur einen dezent schicken Ring aus leuchtenden Farben tragen, sondern darüber hinaus sogar über ein schwarzweiß-LCD verfügen. An diesem lassen sich Werte wie Wassertemperatur oder Durchflussmenge ablesen.

Transparente Ausgleichsbehälter gewähren direkten Einblick auf die Kühlflüssigkeit und sind selbst ohne Beleuchtung ein Highlight. RGB-LEDs steigern diesen Effekt und sind bereits in einigen Modellen verbaut. Je nach Typ sind diese mit nahezu allen Standards der Mainboard-Header oder Steuergeräte kompatibel.

Die Verbindungsschläuche selbst sind zwar noch in keiner RGB-fähigen Variante auf dem Markt, jedoch kann in diesem Fall mit speziellen Fittings (Verbindungsglied zwischen Schlauch und Verschraubung) nachgeholfen werden. Raijintek deckt mit der PELIAS RGB-Serie genau diese Nische ab. Die Fittings sind entweder per Fernbedienung oder direkt über die Hauptplatine und Software steuerbar.

Die Beleuchtung kann durch diverse Zusätze im Kühlwasser noch weiter optimiert werden, beispielsweise mit weißer oder UV-aktiver Farbe.

Raijintek Orcus RGB Rainbow Komplett-Wasserkühlung
Raijintek Orcus RGB Rainbow Komplett-Wasserkühlung

Radiatoren sind bauartbedingt aus Kupfer oder Aluminium hergestellt. Hier LEDs zu integrieren wäre ein aufwendiger Prozess – aber dafür steht hier das gesamte Sortiment bunter Lüfter zur Verfügung, welche auf dem Radiator Platz finden und diesen angemessen ins rechte Licht rücken.

Abseits der Custom-Build-Wasserkühlungen existiert zudem eine Reihe Komplettsysteme. Diese bieten den Vorteil, dass die Einzelkomponenten in der Regel optimal aufeinander abgestimmt sind und sich der Planungs- und Einbauaufwand auf ein Minimum reduzieren lässt.

Vom Schreibtisch zur Gaming-Station

Sind Rechner und Peripherie erst einmal illuminiert, stellt sich die Frage nach der passenden Beleuchtung für das Interieur des Raumes. Zwar entfaltet die gesamte Effektkulisse erst bei Dunkelheit ihr wahres Potential, jedoch ist das Arbeiten bei wenig Licht auf Dauer anstrengend und ermüdend. Mit nur wenigen Tricks lässt sich ein Arbeitsplatz so beleuchten, dass die Räumlichkeit in angenehm indirektem Licht erstrahlt oder die Effekte des PCs nach außen hin erweitert und verstärkt werden.

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Mit RGB-LED-Streifen oder LED-Lampen von Philips Hue ist das ein Kinderspiel. Diese lassen sich beispielsweise über Razer Chroma ansteuern. Die Steuerung erfolgt teilweise über einen Controller, der im PC-Gehäuse installiert wird und dessen Kabel durch eine Blende nach außen verlegt werden. Oftmals können LED-Streifen in Reihe geschaltet werden, wodurch lange Beleuchtungsketten erstellt werden können. So kann beispielsweise die Rückseite der Tischkante oder des Monitors mit einer indirekten Beleuchtung versorgt werden. Je nach Controller können die LEDs softwaregesteuert und mit der restlichen Beleuchtung synchronisiert werden.

Die Technik im Detail

LEDs beziehungsweise Leuchtdioden emittieren Licht, sobald elektrischer Strom in Durchlassrichtung fließt. Je nach verwendetem Halbleitermaterial ändert sich die Wellenlänge und in Folge dessen die Farbe des ausgesendeten Lichts. Die Helligkeit wird mit Hilfe sogenannter Pulsweitenmodulation (PWM) geregelt. Hier wird die LED mit einer variablen Frequenz aus- und eingeschaltet, sodass für das menschliche Auge der Eindruck entsteht, die LED leuchte konstant. Wird diese Frequenz verringert, sinkt auch die Helligkeit.

Da Leuchtdioden auf eine Farbe beschränkt sind, kommen bei einer RGB-Beleuchtung – wie der Begriff bereits andeutet – sowohl rote, grüne und blaue Varianten zum Einsatz. Aus diesen drei Grundfarben lässt sich dann in Kombination mit unterschiedlicher Helligkeit nahezu jede Farbe mischen.

Weißes Licht entsteht entweder durch die drei Primärfarben oder durch separate, weiße Dioden. Letztere sind ultraviolette oder blau strahlende Exemplare, welche mit einer gelben Phosphorschicht überzogen sind und dadurch entweder kaltweiß, warmweiß oder neutralweiß leuchten können.

Eine Vielzahl dieser Leuchtdioden, angebracht in miniaturisierte Dreiergruppen (für jede Primärfarbe eine LED) auf einen flexiblen, selbstklebenden Streifen, bildet den LED-Strip. Von diesen bieten einige Varianten die Möglichkeit, auch in einer sogenannten Daisy-Chain (in Reihe geschaltete Komponenten) betrieben werden. Dadurch wird die Verkabelung vereinfacht und Anschlüsse eingespart, jedoch erhöht sich die Stromstärke, weshalb nicht unendlich viele Module in Reihe geschaltet werden können. Gängige Boards unterstützen eine Last von maximal 2 Ampere und eine Strip-Länge von 2 Metern.

Verschiedene Hersteller, verschiedene Anschlüsse

Für RGB-Hardware existieren aktuell drei verschiedene Anschlusstypen. Der 12-Volt-RGB-Header mit 4 Anschlusspins wird bei ASUS‘ AURA verwendet, meist in mehrfacher Ausführung. Die Pin-Belegung lässt sich direkt darunter ablesen. Seltener existiert vom 4-Pin-Header eine 5-Volt-Ausführung. Wird dort eine 12-Volt-Komponente angeschlossen, leuchtet diese weniger hell. Im umgekehrten Fall, also wenn 5-Volt-LEDs am 12-Volt-Header betrieben werden, ist eine Beschädigung der Leuchtdioden oder des Controllers wahrscheinlich.

Neuere Mainboards sind mit einem zusätzlichen 3-Pin RGB-Header ausgestattet, welcher mit nur 5 Volt Betriebsspannung arbeitet. Hier sollte unbedingt auf den korrekten Anschluss geachtet werden, da die Stecker auf beiden Headern passen. Der Unterschied liegt in der Anzahl der Einzeldrähte. 3-Pin-Header haben den Vorteil, dass sie LEDs digital adressieren können. Das bedeutet, dass jede Leuchtdiode einzeln angesprochen werden kann und sich dadurch noch spektakulärere Lichteffekte abbilden lassen.

Eine Sonderform bildet der des Unternehmens Gigabyte 5-Pin-GRBW-Header, welcher mit einem zusätzlichen, weißen Kanal versehen ist. Die passenden Komponenten vorausgesetzt, wird damit mehr Farbechtheit und Helligkeit ermöglicht.

Konfigurieren lässt sich die Beleuchtung entweder direkt über den Header der Hauptplatine und der damit verknüpften Software oder durch Steuergeräte. Letztere ermöglichen jedoch nur eingeschränkten Funktionsumfang und eine beschränkte Farbpalette.

RGB-Anschlüsse auf dem Mainboard tragen in der Regel die Bezeichnungen RGB_HEADER (wobei am ersten Pin die Spannung angegeben ist), ADD_HEADER (für ein digital adressierbares LED-Gerät) oder RGBW (für LED-Hardware mit zusätzlichen weißen LEDs).

Die Pin-Belegung der verschiedenen Anschlüsse ist herstellerunabhängig gleich. Im Zweifelsfall sollte jedoch die Aufschrift auf dem Mainboard oder dessen Handbuch Licht in die Angelegenheit bringen.

Software zur Ansteuerung

Die mit dem RGB-Header verbundenen LEDs lassen sich über herstellerspezifische Softwaresuiten konfigurieren. Hier können nicht nur eine Vielzahl bereits vordefinierter Effekte geladen, sondern auch eigene Kreationen realisiert werden. Versierte Anwender können bestimmte Effekte oder Farben mit Ereignissen in Spielen verknüpfen. Beispielsweise ist es dadurch möglich, die gesamte Beleuchtung auf Rot zu wechseln, sobald der Charakter im Spiel Schaden erleidet. Eine weitere Möglichkeit wäre die temperaturabhängige Illumination einzelner Hardwarekomponenten. Kühle Komponenten in Blau, (zu) heiße Hardware in Rot. Dies lässt sich beispielsweise in ASUS‘ Aura Sync Software festlegen, allerdings ohne fließendem Übergang. Wird ein Grenzwert überschritten, ändert sich die Beleuchtung. Mehr Einstellungsmöglichkeiten bietet der HUE+ Controller von NZXT mit eigener Software. Den Möglichkeiten hier sind kaum Grenzen gesetzt. So lässt sich RGB selbst zur Musikvisualisierung nutzen – und dem Disco-PC steht nichts mehr im Weg.

Die vom Hersteller bereitgestellten Effekte sind bei allen Softwarepaketen ähnlich. Die Effekte reichen vom „Atmen“, bei dem Teile der Hardware ein- und wieder ausgeblendet werden, über Feuer und Wellenbewegungen bis hin zur reaktiven Tastenbeleuchtung, bei der sich die zuletzt betätigten Tasten erhellen und wieder verblassen. Im Normalfall decken die Voreinstellungen selbst hohe Ansprüche ausreichend ab.

Die Verwendung von Produkten unterschiedlicher Hersteller und damit verbundener Software könnte jedoch zu Inkompatibilitäten führen. Deshalb ist es ratsam, sich auf einen Hersteller und Header-Standard festzulegen. Dadurch wird nicht nur die einwandfreie Installation gewährleistet, sondern schafft auch seitens der Software Kompatibilität. Jeder Hersteller setzt auf sein eigenes Softwarepaket, um seine Produkte steuern zu können. Deren Funktionsumfang unterscheidet sich nur gering voneinander.

ASUS Aura Sync / ASUS Aura RGB

Mit einer großen Diversität an verschiedenen Hardwarekomponenten bietet ASUS von Mainboards, Grafikkarten und Kühlern bis hin zu Monitoren, Tastaturen und Mäusen eine entsprechende Auswahl. Der große Vorteil der ASUS Aura Software ist auch die Kompatibilität zu anderer Hardware – nicht nur von ASUS selbst. Die Palette der unterstützten Geräte deckt nahezu alle Bauteile und Peripherie ab. Mit einer Vielzahl an Beleuchtungsmodi können eigene Effekte kreiert oder voreingestellte genutzt werden. Darüber hinaus wird die Synchronisation mit Musik oder temperaturabhängige Beleuchtung unterstützt. Asus Aura unterstützt außerdem die Philips Hue-Serie und ermöglicht dadurch die Lichtsteuerung in den eigenen vier Wänden ohne zusätzliche Software. ASUS‘ Softwarepaket scheint aktuell das am weitesten gereifte Produkt zu sein, wobei auch Gigabyte auf ähnlich hohem Niveau spielt.

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MSI Mystic Light

Der Hersteller MSI bietet mit seinem Mystic Light beziehungsweise Mystic Light Sync eine Möglichkeit, eine Vielzahl vordefinierter Effekte (unter Anderem zu verschiedenen Musikrichtungen, Filmen oder angepasst an Temperatur) zur Innen- und Außenbeleuchtung des PCs zu konfigurieren. Das RGB-Produktsortiment von MSI beinhaltet Mainboards, Grafikkarten, Tastaturen, Mäuse und sogar Headsets. Gesteuert wird die Kulisse entweder über die MSI Gaming App oder die MSI Mystic Light App – abhängig vom jeweiligen Mainboard. Für erweiterbare Konfiguration sorgt das Mystic Light SDK (Software Development Kit), über das die einzelnen LED-Komponenten eigenständig programmiert werden können. Kompatibilität mit Drittherstellern ist ein großer Pluspunkt des Mystic Light, der bisher aber noch nicht vollständig ausgereift ist. So werden beispielsweise Produkte von Crucial, Phanteks oder Cooler Master out-of-the-box unterstützt. Die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern wie Razer wurde bisher aber nur angekündigt und funktioniert noch nicht. Leider scheint die Software von MSI noch nicht besonders ausgereift, da es bei der Steuerung immer wieder zu Problemen kommt.

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Gigabyte RGB Fusion

Gigabyte bringt mit seiner AORUS-Reihe RGB-LEDs direkt auf ausgewählte Mainboards. Das bedeutet, dass zum Beispiel bereits RAM- oder PCI Express-Steckplätze mit kleinen Leuchtdioden bestückt sind. Dies verstärkt den Leuchteffekt, der ansonsten nur durch bereits installierte RGB-Hardwarekomponenten entsteht. Auch hier lässt sich unterstützte Hardware und Peripherie (Gigabyte bietet auch entsprechende Grafikkarten, Tastaturen, Mäuse, Headsets und Gehäuse an) mit Hilfe der RGB-Fusion-Software synchronisieren. Das zusätzlich erhältliche RGB Fusion SDK erlaubt erweiterte Anpassung – auch im Hinblick auf Drittanbieterhardware.

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Biostar Vivid LED

Mit dem VIVID LED DJ, einem Feature auf Hauptplatinen der RACING-Serie und der gleichnamigen Software haben Nutzer die Möglichkeit, Effekte festzulegen – allerdings nur in eingeschränktem Umfang. Die Software ist nicht so ausgereift wie die der Konkurrenz. Auch auf adressierbare RGB-LEDs verzichtet Biostar derzeit noch. Auch wenn sie den RGB-Trend angeführt haben, haben sich sich somit leider von den anderen Herstellern abhängen lassen.

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ASRock Polychrome RGB

Besitzer eines kompatiblen ASRock-Mainboards können mit Hilfe von ASRock Polychrome RGB und Polychrome Sync über mitgelieferte Software diverse Einstellungen an der RGB-Beleuchtung vornehmen. Diese reichen von simpler Farbänderung über Effekte, bis hin zur temperatur- und performanceabhängigen Beleuchtung einzelner Hardwarekomponenten. Zu diesen Boards kompatible LED-Komponenten gibt es von Reeven, Ainex, Akasa, Cougar und Silverstone.

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Corsair iCUE

Corsair führt eine breite Palette an RGB-fähigen Komponenten, welche sich unabhängig vom Mainboard über ein Steuergerät (Commander PRO) und entsprechende Software (iCUE) ansprechen lassen – wie beispielsweise CPU-Kühler oder Netzteile. RGB-Arbeitsspeicher wird direkt über den SM-Bus angesteuert. Zusätzlich bietet Corsair RGB-Peripherie, wie Tastaturen, Mauspads, Mäuse, Headsets oder Headset-Ständer an. Besonders ist an Corsair die Zusammenarbeit mit Mainboard-Herstellern wie MSI, die auf ihren Mainboards dedizierte Corsair-RGB-Header integrieren. So kann die weitaus ausgereiftere Software von Corsair genutzt werden, um LED-Strips und andere RGB-Produkte zu synchronisieren.

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Weitere Hersteller

Der Trend zu RGB-Beleuchtung setzt sich fort und eine Vielzahl an Herstellern bietet für jeden Header passende Produkte, beziehungsweise beteiligt sich selbst an der Entwicklung von Standards, wie beispielsweise Razer. Mit seiner Chroma-Serie lassen sich, unabhängig vom Hauptplatinenhersteller Effekte auf Razer-Hardware erzeugen. Die Palette beinhaltet Tastaturen, Mäuse, Headsets und sogar beleuchtete Mauspads. Zudem lässt sich mit Razer Chroma-Software das Philips Hue-System kontrollieren.

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Der Hersteller Akasa ist auf Kühllösungen spezialisiert und hat sowohl RGB-fähige Lüfter als auch Wasserkühlungen im Repertoire. Zudem bietet Akasa magnetische LED-Strips, wahlweise mit RGB- oder RGBW-Bestückung. Kompatibel ist diese Hardware mit allen gängigen Mainboards, mit Ausnahme von Biostar. Auch Raijintek führt eine Reihe verschiedener RGB-Lüfter, welche entweder über einen eigenen Controller oder direkt am 3- bzw. 4-Pin-Header auf der Hauptplatine angeschlossen werden.

Beleuchtete Gehäuse – mit bereits vorinstallierten RGB-Strips und Leisten – führen Phanteks und BitFenix in ihren Produktpaletten, neben Lüftern, Controllern und LED-Strips. Die Kompatibilität beschränkt sich bei Phanteks offiziell auf ASUS Aura Sync und MSI Mystic Light Sync, während Produkte von BitFenix nur ASUS Aura Sync unterstützen. Bei gleichem 3-Pin-Anschluss sollte es jedoch auch bei anderen Mainboard-Herstellern zu keinen Problemen kommen. Phanteks und BitFenix werden die Kompatibilitätsangabe daher in Zukunft sicherlich noch anpassen.

RGB in der Praxis

Der Wandel vom klassischen PC zum künstlerischen Meisterstück ist unter anderem der LED-Technologie zu verdanken. Ästhetik und Individualität stehen demnach an erster Stelle. Davon abgesehen tauchen RGB-PCs den Raum in stimmungsvolles Licht und sorgen für angenehmes Ambiente. Die Möglichkeit, auf bestimmte Ereignisse mit bestimmten Farben oder Animationen zu reagieren, sorgt ebenfalls für eine einmalige Atmosphäre. Der Nutzen von beleuchteten Stühlen sei dahingestellt, doch für den Fall, dass bereits Schreibtisch und andere Komponenten im regenbogenfarbenen Licht erstrahlen, rundet ein dazu passender Chefsessel mit integrierter RGB-Beleuchtung das Sortiment ab.

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Sind die Einzelkomponenten untereinander kompatibel, lässt sich eine Synchronisierung der Effekte über die gesamte Hardware einfach realisieren. Die Software erkennt die jeweiligen RGB-fähigen Bauteile, beziehungsweise Peripherie und bietet Einstellungen zur synchronen oder unabhängigen Effektwiedergabe.

Mit speziellen Steuergeräten ist es sogar möglich, smarte Lichtsysteme im gesamten Haus anzusprechen, wie zum Beispiel Philips Hue oder Osram Smart+LED. Hierbei wird eine sogenannte Brücke verwendet, welche am Router angeschlossen wird und dadurch über das lokale Netzwerk erreichbar ist. Mit Hilfe einer App für Smartphones oder PC/Mac können dadurch kompatible Leuchtmittel angesprochen und gesteuert werden. Die Effekte sind aber noch eingeschränkt und werden automatisiert generiert – wie zum Beispiel das sogenannte Ambilight aus dem TV-Sektor – und bringen Lichteffekte vom Monitor auf die Umgebung. Zusätzlich können Lampen der Philips Hue-Serie mit ASUS Aura Sync synchronisiert werden, wodurch die Palette der möglichen Effekte erweitert wird.

RGB – Nur ein Hype oder die Zukunft des PCs?

RGB-Beleuchtung ist eine immer beliebter werdende Methode, um den Rechner und nahezu jede Peripherie (mit Ausnahme von Druckern – die arbeiten schließlich im Farbraum CMYK) perfekt in Szene zu setzen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, Effekte lassen sich nach Belieben programmieren und über alle LEDs synchronisieren. Über Softwarelösungen ist es sogar möglich, die Lichter im Takt der Musik zu steuern. Zwar ist bei der Installation auf den richtigen Anschluss zu achten, jedoch gestaltet sich die weitere Konfiguration als relativ einfach. Jedem Mainboard liegt ein herstellerspezifisches Softwarepaket bei, mit dem vielfältige Beleuchtungseinstellungen festgelegt werden können. Hier kann der Anwender seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Der Trend liegt aktuell nicht nur auf illuminierter Hardware, sondern weitet sich auf die gesamte Umgebung des PCs aus. Oftmals werden sogar Arbeitsplätze mit Lichteffekten versehen – die Ideen reichen hier von simpler indirekter Beleuchtung bis hin zu kompliziert verkabelten und mit eigener Powerbank versehenen RGB-Gaming-Drehstühlen. Die Frage, ob diese Installationen noch übertroffen werden können, wird bereits die nahe Zukunft beantworten – die Chancen auf RGB-beleuchtete Haushaltsgeräte sind jedenfalls vielversprechend.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Des Weiteren ermöglicht diese Technik vielfältige Optionen, wie zum Beispiel Rechner und weitere Komponenten in stimmungsvolles Licht zu tauchen sowie diese mit diversen Effekten zu versehen. Ermöglicht wird das durch RGB-LEDs, welche sich sowohl in Lichtstärke als auch in Farbgebung durch einen Controller steuern lassen.
Für eine reibungslose Installation dieser Hingucker gilt es jedoch, einiges zu beachten. Es existieren eine Reihe verschiedener Anschlüsse und Standards – sowohl bei Mainboards mit entsprechendem RGB-Header als auch bei eigenständigen Controllern. Da hier beinahe jeder...

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