PC-Hardware

Basic Tutorials Ratgeber: So findest du die perfekte Gaming-Maus!

Wenn‘s ums Gaming geht, werden die Benutzer immer anspruchsvoller mit ihren Erwartungen an die kleinen Nager. Dutzende Hersteller füllen den Markt mit ihren Produkten. Jedes Jahr kommen neue Modelle und neue „Fachwörter“ hinzu, da kann man schnell mal die Übersicht verlieren. Die Recherche zeigt, das Thema ist komplizierter als es zunächst scheint. Das Internet ist voll von mehr oder weniger sinnvollen oder neutralen Bestenlisten und Vergleichen. Was aber sind die wichtigsten Tipps für den Kauf einer Maus, die euren persönlichen Vorlieben gerecht werden soll? Hier wollen wir daher die wichtigsten Eigenschaften für euch zusammenfassen. Wir lösen den Begriffsdschungel auf und beantworten die Frage, worauf es beim Kauf einer Gaming-Maus ankommt.

Tipps für eilige Leser zusammengefasst:

  • Es gibt nicht „die perfekte Maus“, daher bildet euch eure eigene Meinung und guckt, welche am besten zu euch passt. Orientiert euch nicht zu sehr bei anderen.
  • Hohe DPIWerte sind oft ein Werbeargument, aber schwachsinnig. Über 2000 reichen aus, mehr ist nicht gleich besser.
  • Recherchiert, Basic Tutorials ist dafür eine gute Anlaufstelle. Mit dem Stück verbringt man viel Zeit, diese solltet ihr euch auch bei der Recherche nehmen.
  • Die Wahl nicht vom Hersteller oder Preis abhängig machen, sondern nüchtern betrachten. Nicht jede teure Maus ist auch gleich besser.
  • Welche Griffart sucht ihr? Ausprobieren, z. B. im Elektrofachhandel! Wie oft benutzt ihr die Maus?
  • Welchen Zweck soll sie erfüllen, Office, Gaming, welches Gaming (etwa FPS)?
  • Findet beim Gewicht einen Mittelweg. Für wenig DPI eine leichte Maus nehmen. Gut sind Zusatzgewichte.
  • Kabel oder kabellos? Möchtet ihr mit der Maus auch einmal die Position wechseln?
  • Wahl zwischen Lasermaus und optischen Mäusen  ist ein Glaubenskampf. Verbaute Sensoren neutral vergleichen.
  • Eine gute Gaming-Maus sollte eine Polling-Rate von 1000 Hz haben.
  • Keine Mauskorrektur oder im Treiber ausstellbar.
  • Mausbeschleunigung braucht man als Gamer nicht.
  • Mausrad soll qualitativ sein und sich angenehm bewegen lassen.
  • Achtet bei den Switches auf Qualität, die Oberfläche muss Schweiß vertragen können.
  • Wie viele Zusatztasten braucht ihr, was von euren Wünschen lässt sich mit der Maus auch tatsächlich umsetzen?
  • Was kann die Software zur Maus, was könnt ihr einstellen?  Ist sie einfach zu bedienen und verständlich?
  • Beleuchtung ist schön aber kein Muss. Sie sollte sich aber vielfältig einstellen lassen.
  • Eine Maus soll nicht nur gut aussehen, sondern auch etwas können. Sie muss in eure Hand passen und euren Vorlieben gerecht werden. Blendet die Frage nach der Optik aus,  „Raumschiff-Mäuse“ nützen euch nichts, wenn ihr Krämpfe in den Fingern bekommt.
  • Eine gute Maus ist kein alleiniger Garant für Ingame-Skill. Aber ein gutes Mauspad kann helfen 😉

Was ist die beste Maus?

… werden sich sicherlich viele fragen. Die Frage nach d e r Maus kann aber nicht allgemeingültig beantwortet werden. Eine Bestenliste á la Chip ist daher unsinnig. Die Anforderungen an die Gaming-Maus unterscheiden sich von Spiel zu Spiel und von Mensch zu Mensch. Sicher ist jedoch, dass Zocker bei beinahe jedem Spiel ein gutes Eingabegerät benötigen. Auf dem Markt sind viele günstige Modelle verfügbar, die eine akzeptable Qualität liefern und für die meisten Spiele absolut ausreichen. In einigen Bereichen herrschen jedoch deutlich höhere Anforderungen – in einem solchen Fall lohnt sich ein genauer Vergleich der zur Verfügung stehenden Mäuse.

Prinzipiell ist davon abzuraten, die Wahl der Maus vom Hersteller oder vom Preis abhängig zu machen. Auch wenn viele Hersteller eine Art Produktzwang aufbauen, indem beispielsweise Tastatur und Maus besser im Paket miteinander kommunizieren sollen, sollte man sich hiervon nicht beeindrucken lassen. Ein Blick auf die Konkurrenz lohnt sich fast immer, denn nicht ein Hersteller ist in jedem Segment der Beste. Viel mehr gilt es, die objektiven Qualitäten zu betrachten.

Die Ergonomie der Maus und die verschiedenen Griffarten

In den letzten Jahren rückt die Ergonomie der klassischen Büroeinrichtung immer mehr in den Fokus der Nutzer. Auch Mäuse sollten ergonomisch sein, wenn gesundheitliche Nachteile durch die häufige Benutzung vermieden werden sollen. Eine herkömmliche Maus kann diese Ansprüche nicht erfüllen – das Handgelenk ist bei der Benutzung zu stark geknickt. Durch die „falsche“ Haltung der Maus kann ein Schmerzsyndrom entstehen, das prinzipiell den gesamten Bereich vom Handgelenk bis zur Schulter betreffen kann.

Bei der Auswahl der Gaming-Maus sollte folglich auf Ergonomie geachtet werden. Ergonomische Mäuse provozieren meistens eine leichte Drehung des Unterarms. Durch diese wird eine gesundheitlich bessere Haltung erreicht.

Die häufigsten „Mausgriffe“ werden als Palm-Grip (Palmgriff), Claw-Grip (Greifgriff) und Fingertip-Grip (Fingerspitzengriff) bezeichnet. Beim Palm-Grip liegt die gesamte Hand auf der Maus auf und umschließt diese. Diese Griffart wird am häufigsten verwendet, da jede Maus auf diese Art und Weise komfortabel gesteuert werden kann. Eine per Palm-Grip umfasste Maus sollte nach Möglichkeit groß und asymmetrisch sein. Der Claw-Grip hingegen sollte vermieden werden. Der einzige Unterschied zum Palm-Grip besteht darin, dass lediglich die Finger auf den Tasten aufliegen und die Maus seitlich umschlossen wird. Da das Gerät fast ausschließlich aus dem Handgelenk heraus bedient wird, ist von dieser Griff-Art abzuraten. Beim Fingertip-Grip wird die Maus nur durch die Finger berührt. So ist eine sehr präzise Steuerung der Maus möglich.

Ergonomische Mäuse, die eine gesundheitlich unbedenkliche Nutzung garantieren, muten zunächst recht seltsam an. So werden unter anderem „Vertikalmäuse“ angeboten. Die Geräte sind größer und unförmiger als herkömmliche Mäuse. Die Tasten liegen nicht oben auf, sondern seitlich. Für Gaming sind sie aber ungeeignet.

Die Ergonomie fürs Gaming

Die Ergonomie spielt aber nicht nur für die „Gesundheit“ eine wichtige Rolle, sondern natürlich auch für das Handling, das Mausgefühl. Sie bestimmt, wie schnell, wie präzise und wie sicher sie von der Hand bewegt werden kann. Bewegt man sie eher mit der flach aufliegenden Hand, steuert der Daumen grifffest dagegen oder schiebt man die Maus mehr mit dem Handballen? Präzision ist besonders bei Shootern gefragt, die Maus ist hier die Waffe des Gamers, es kommt also auf die Feinheiten an. Was einem persönlich eher liegt, sollte man am besten ausprobieren. Eine neue Griffart erfordert meist eine längere Umgewöhnungszeit, kann sich dann aber auch als besser erweisen.

Wenn ihr euch für eine Griffart entscheidet, solltet ihr euch überlegen wie viel DPI ihr in der Regel verwendet, seid ihr Feintuner oder Grobmotoriker? Kann man die Maus in alle Richtungen gleichermaßen gut bewegen oder nach unten oder zu einer Seite ggf. weniger gut schieben/ ziehen? Am Besten ist, im Geschäft einmal selber Hand anlzuegen. Wer einmal gucken möchte, mit welchen Einstellungen und welchen Mäusen die Pros spielen, kann für CS:GO einen Blick auf diese beliebte Liste werfen.

Die Modelle auf dem Markt unterscheiden sich in Größe und Form, wie in folgender Übersicht zu erkennen ist. Was habt ihr lieber?

Mäuse mit fehlerfreiem Sensor, Quelle: H1ghlander

Das Gewicht der Maus

Leichtere Mäuse können schneller bewegt werden als schwerere. Schwerere Mäuse lassen sich ruhiger führen als leichtere. Es handelt sich letztendlich um eine Frage nach den persönlichen Vorlieben des Spielers. Schwerere Mäuse belasten das Handgelenk stark. Die Maus sollte groß genug sein, um angenehm bedient werden zu können. Zudem sollte das Gewicht recht gleichmäßig verteilt sein. Bei der Auswahl der Maus ist hinsichtlich dieses Punktes vor allem auf den Komfort zu achten, den das Gerät bietet. Wer mit wenig DPI spielt, muss die Maus häufiger hochheben, die Mäuse sollten dann so leicht wie möglich sein.

Auf dem Markt sind auch Mäuse mit Zusatzgewichten erhältlich, welche sich in die Maus hineinschieben lassen. Derartige Mäuse bieten größtmögliche Flexibilität, da das Gewicht angepasst werden kann.

Die Frage nach dem Kabel

Auch hierbei handelt es sich um eine „Glaubensfrage“. Fakt ist, dass kabelgebundene Mäuse einige Millisekunden schneller sind als ihre kabellosen Pendants. Hieraus ergeben sich für den gewöhnlichen Spieler jedoch keine Vor- bzw. Nachteile. Der Vorteil im Millisekundenbereich ist allenfalls bei professionellen Spielern im Bereich sehr reaktionsintensiver Spiele zu beachten. Für den Durchschnittsmenschen ist es schlicht irrelevant, ob die Maus kabelgebunden, oder kabellos ist. Eine Maus ohne Kabel bietet mehr Comfort, man kann sie zur Couch mitnehmen und sie verheddert sich nirgendwo. Wenn der Akku aber mal leer ist oder der Treiber Probleme macht, dann ist das Geschrei mitten im Spiel aber häufig groß.

Fest steht: alle guten Spieler und alle Oberklassenmäuse bedienen das Kabelsegment, entspannter ist es aber ohne. Wenn man nicht möchte, dass das Kabel hängen bleibt, kann ein Maus-Bungee helfen. Eine Kabelummantelung ist bei guten Mäusen ein Muss. Die Anschlüsse sollten nach Möglichkeit vergoldet sein, so wird über einen längeren Zeitraum ein besserer Kontakt gewährleistet.

Optischer oder Laser-Sensor

Optische Mäuse arbeiten mit einer Leuchtdiode. Um diese zielgenau und ohne Komplikationen einzusetzen, wird in den meisten Fällen ein Mauspad benötigt. Lasermäuse hingegen arbeiten mit einer Laserdiode. Die Lasermaus ist in gewisser Weise als „Weiterentwicklung“ der herkömmlichen optischen Maus zu verstehen. Im Gegensatz zu dieser kann sie auf zahlreichen Oberflächen eingesetzt werden. Darüber hinaus verbraucht die Lasermaus weniger Strom und arbeitet oft präziser.  Aber Vorsicht, diese Regel ist mit Ausnahmen zu genießen. Jeder Hersteller verwendet bei den Sensoren eigene Bezeichnungen, was es schwierig macht, einen Überblick zu behalten. Schaut genau, welchen Sensor eure Wunschmaus hat und vergleicht im Internet.

Der Aufbau eines optischen Sensors, Quelle: Agilent

DPI / CPI

Die Werte DPI (dots per inch) oder CPI (counts per inch) geben an, wie weit der Cursor sich auf dem Bildschirm bewegt, wenn man die Maus um einen Zoll (Inch) bewegt. Bei einem DPI-Wert von 1.000 bewegt sich der Cursor auf dem Bildschirm um 1.000 Bildpunkte, wenn die Maus in der Realität um einen Zoll – 2,54 Zentimeter – bewegt wird.

Eine gute Gaming-Maus zeichnet sich – entgegen der landläufigen Meinung – nicht durch einen möglichst hohen DPI-Wert aus. Die Maus muss nur tatsächlich über einen DPI-Wert verfügen, der die Ansprüche des Nutzers deckt. Dieses Ziel ist bei etwa 1.600 DPI in den meisten Fällen erreicht. Mäuse mit – beispielsweise – 10.000 DPI braucht kein Mensch. Viel mehr als durch einen hohen DPI-Wert zeichnet die einfache Verstellbarkeit dieses Wertes eine gute Gaming-Maus aus. Der höchstmögliche DPI-Wert wird angegeben – niedrigere Werte können eingestellt werden. Im Gaming-Bereich ist es sinnvoll, eine Maus zu wählen, deren DPI-Wert sich in 200er-Schritten (oder noch weniger) einstellen lässt. Für jedes Spiel benötigt man einen anderen DPI-Wert. Es gilt: Je höher der DPI-Wert, desto schneller bewegt sich der Cursor. Hierunter leidet jedoch die Präzision.

Polling-Rate

Die Polling-Rate gibt – laienhaft ausgedrückt – die Geschwindigkeit der Kommunikation zwischen Maus und Treiber an. Je höher die Polling-Rate, desto häufiger „befragt“ der Treiber die Maus. Je häufiger diese Abfrage erfolgt, desto schneller werden Mausbewegungen und Tastendrücke verarbeitet. Kommt es also auf die Geschwindigkeit an, sind Mäuse mit höheren Polling-Raten zu bevorzugen. Mäuse mit geringeren Polling-Rates wie etwa 125 „stottern“, d.h. Übertragungen, setzen gelegentlich aus. Es ist jedoch zu beachten, dass eine extrem hohe Polling-Rate den Treiber überlasten kann – in diesem Falle würden die Anfragen der Maus verspätet bearbeitet. In der Praxis ist die Polling-Rate in den meisten Fällen irrelevant. Solltest du jedoch besonderen Wert auf eine extrem schnelle Reaktion legen, da die von dir favorisierten Spiele eine enorme Schnelligkeit erfordern, solltest du eine Maus mit hoher Polling-Rate wählen.

Mauskorrektur

Die Mauskorrektur, auch Angle-Snapping oder Mouse Prediction genannt, ist vor allem im Bereich von Grafikprogrammen eine sinnvolle Funktion. Es handelt sich um eine Funktion zur „Verfälschung“ der tatsächlichen Mausbewegung. Erkennt die Maus, dass eine gerade Linie gezogen wird, wird sie alle anderen einkommenden Signale ausblenden und den Cursor auf der geraden Linie halten. Die gezogene Mauslinie wird sozusagen künstlich geglättet. Im Gaming-Bereich ist eine solche Mauskorrektur enorm hinderlich. Versucht man, die Maus zielgenau zu bewegen, kann es dazu kommen, dass die Mauskorrektur eingreift und es verhindert. Aus diesem Grund sollte die Mauskorrektur zumindest im Maustreiber deaktiviert werden können.

Womit könnte man das schöner ausprobieren und illustrieren als mit Paint?

Mittleres Angle-Snapping im Vergleich zu keinem bei der Roccat Kone Aimo

Lift-Off-Distance

Die Lift-Off-Distance gibt den Abstand an, den der Maussensor zum Untergrund aufweisen muss, um keine Abtastung mehr vorzunehmen. Dieser Wert ist vor allem für Spieler interessant, die die Maus anheben und sie neu positionieren. Bei einem nicht limitierten Lift-Off-Distance-Wert, würde dieses neue Platzieren zu ungewollten und unkontrollierten Cursorbewegungen führen. Bei Gaming-Mäusen sollte der Wert im Normalfall zwischen 1,5 und 1,8 Millimetern liegen.

Mausbeschleunigung

Mäuse, die eine Mausbeschleunigung integriert haben, ermöglichen eine Abhängigkeit des Cursors von der Geschwindigkeit der tatsächlichen Mausbewegung. Im Alltag bedeutet das: Je schneller man die Maus bewegt, desto größer ist die vom Cursor auf dem Bildschirm zurückgelegte Distanz. Es handelt sich also um eine künstliche Beschleunigung des Cursors durch den Sensor der Maus.

Im Gaming-Bereich ist die Mausbeschleunigung zumeist nicht erwünscht. Der durchschnittliche Spieler möchte eine für höchste Präzision eine exakte Wiedergabe seiner Mausbewegungen erreichen. Verfügt der Sensor jedoch über eine Mausbeschleunigung, verfälscht das die Übertragung absichtlich. Daraus resultiert eine unnatürliche Bewegung im Spiel. Im Gaming-Bereich ist von einer solchen Mausbeschleunigung also dringend abzuraten. Wenn man schnell aimen möchte (was ja oft vorkommt), dann schießt man „über das Ziel hinaus“.

Das Mausrad, die dritte Taste einer Gaming-Maus

Im Alltag verwendet man das Mausrad zumeist nur zum Scrollen. Darüber hinaus lässt es sich jedoch als dritte Maustaste verwenden und in zahlreichen Spielen mit Zusatzfunktionen belegen. Im Gamingbereich sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Rasterung des Mausrades sich ein- bzw. umstellen lässt. Auch die Empfindlichkeit des Mausrads sollte sich einfach einstellen lassen. Empfehlenswert ist ein 4-Achsen-Mausrad (z.B. Roccat Titan Wheel), das sich auch nach links oder rechts bedienen lässt. Für Grafik- oder Videobearbeitung oder zum Scrollen in Dokumenten ist das sehr nützlich.

Ein Mausrad sollte möglichst häufige Abtastraten haben, also zum Auslösen nur wenig gedreht werden müssen, um z. B. in CS:GO Präzision für Sprünge zu liefern. Das Loslassen lässt sich dann besser timen. Bei einigen Modellen fängt das Mausrad irgendwann an zu quietschen, achtet also auf Qualität. Es sollte nicht zu nah an der Maus liegen, aber auch nicht zu weit herausstehen, da man sonst andere Finger beim Bedienen absetzen müsste.

Switches & Oberfläche

Hinsichtlich der Switches (linke und rechte Maustaste) ist zu sagen, dass eine durchschnittliche Gaming-Maus in der Regel über Omron-Switches und eine Lebensdauer von 20 bis 30 Millionen Klicks verfügen sollte. Beinahe jede auf dem Markt erhältliche Gaming-Maus erfüllt diese Anforderungen. Manche Hersteller bieten aber noch mehr. Die Druckpunkte bei einer Maus sind auch zu beachten: sind sie zu schnell oder zu langsam – lösen sie also zu früh oder zu spät aus? Das mag zunächst kleinlich klingen, ist bei Klicks im Millionenbereich, die man mit einer Maus tätigt, fast das Wichtigste.

Die Beschichtung einer Maus gehört mit zur Ergonomie. Wenn es beim Gaming einmal stressig oder im Sommer zu heiß wird, sollten die Maus Handschweiß vertragen können, ohne glitschig zu werden oder sich abzulösen.

Zusatztasten

„Normale“ Mäuse verfügen lediglich über zwei Tasten und ein Mausrad. Gaming-Mäuse hingegen können zahlreiche Zusatztasten aufweisen, die sich mit unterschiedlichsten Befehlen belegen lassen. Beinahe jede Gaming-Maus verfügt über zwei zusätzliche Daumen-Tasten. Einige Exemplare weisen jedoch bis zu zehn verschiedene Tasten an einer Seite der Maus auf – diese sind aufgebaut wie die Nummerntasten eines herkömmlichen Mobiltelefons. In den verschiedenen Spielen lässt sich jede Taste mit einem Befehl belegen. Im Normalfall liegen die meisten Befehle auf der Tastatur. Dies lässt sich jedoch umstellen. Geübte Spieler können zahlreiche Befehle innerhalb von Sekundenbruchteilen ausführen, wenn sie auf die Zusatztasten der Maus zurückgreifen. Vor allem für Anhänger von Online-Rollenspielen bietet sich eine Maus mit vielen Zusatztasten an. Bei Shootern hingegen braucht man die Zusatztasten in der Regel nicht.

Maustasten sind „nice to have“. Es stellt sich aber die Frage, was man mit ihnen tatsächlich umsetzen kann. Die Entwickler arbeiten hier mit den Spieleherstellern zusammen, um möglichst viele ausgefallene und sinnvolle Features zu erarbeiten. Einer zusätzlichen Maustaste einen Macro aufzulegen oder einen einfachen Befehl wie das Ersetzen einer Tastaturtaste sind heutzutage kaum der Rede wert. Maustasten sollten bei der Bedienung auf keinen Fall störend sein. Kann man alle Zusatztasten bequem erreichen und haptisch voneinander unterscheiden? Man möchte sich in einem Spiel mit Fähigkeiten schließlich ungerne verdrücken. Eine Bewerbung von 6 Tasten heißt in der Regel nur 3 Zusatztasten. Die Tasten kann man im Idealfall bequem mit dem Daumen erreichen und die Maus auch bei dessen Bedienung problemlos über das Mauspad weiterführen.

Software & Beleuchtung

Fast alle namhaften Hardwareschmieden bieten zu einer Gaming-Maus auch einen entsprechenden Treiber an. Hier gibt es einen Wettkampf zwischen Features und Gadgets, die hiermit umgesetzt werden können. Wichtig ist, dass ein Maustreiber übersichtlich ist. Alle „Fachbegriffe“ sollten noch einmal kurz erklärt werden – gerne auch auf Deutsch. Einstellungen wie Mausradgeschwindigkeit, DPI, Angle-Snapping, eine einfache Makroaufnahme, viele Zusatzfeatures und Beleuchtung zeichnen eine nützliche Maus aus. Ein Treiber sollte zuverlässig sowie einfach sein und möglichst viele Funktionen bieten. Sinnvoll ist es auch, zwischen verschiedenen Profilen wählen zu können. Je nach Anwendungsbereich reicht dann ein Knopfdruck, und die Einstellungen sind dem neuen Spiel oder Gebiet angepasst. Manche Hersteller lassen ihre Software aber auch gerne veralten, achtet daher darauf, dass eure Marke den Treiber auch in Zukunft aktualisieren wird (etwa für neue Spiele).

Bei immer mehr Modellen zählt auch hier die Beleuchtung zu den Einstellungsmöglichkeiten der Software. Von Flackern bis zu Breathing ist fast alles dabei, und das meistens in 16,8 Millionen möglichen Farben. Das kann schön aussehen, besonders wenn man es nach eigenen Wünschen konfigurieren kann. Man sollte sich von den Lichtern an der Maus aber nicht „blenden“ lassen, besonders nicht beim Kauf! Es hat zwar einen LAN-Style-Faktor, aber in der Regel guckt man beim Gaming auf den Monitor.

Weitere nützliche Links zum Thema:

  • Eine Übersicht über beliebte Mäuse: hier
  • Eine Übersicht über alle Sensoren: hier
  • Wer das Thema studieren möchte, kann hier vorbeischauen.

Unsere Empfehlungen – Die besten Gaming-Mäuse 2019

Wenn ihr euch immer noch nicht sicher seid, welche Maus wohl in Frage kommen könnte und ihr nach einer Maus-Empfehlung sucht, haben wir im Folgenden einige Mäuse für euch zusammengestellt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um subjektive Entscheidungen handelt. Falls ihr eine andere Gaming-Maus empfehlen könnt, freuen wir uns über euren Kommentar. Falls ihr noch Fragen habt, sind diese ebenso Willkommen – wir helfen dir gerne beim Finden der für dich perfekten Maus.

Die besten Gaming-Mäuse bis 50 Euro

SteelSeries Rival 3 Gaming Maus
SteelSeries Rival 3 Gaming Maus*
von SteelSeries
  • Außerst robuste Materialien - mit hochwertigem polymer für eine lange Lebensdauer
  • mechanische Schalter für 60 Millionen Klicks - solides Gefühl vom ersten bis zum letzten Klick
  • truemove Core optischer gaming-sensor - echtes 1-zu-1-tracking, 8. 500 cpi, 300 ips, 35g-beschleunigung
  • komfortable ergonomische Konstruktion - Ergonomisches Design für Komfort bei intensiven Spielsessions
  • brillante prismabeleuchtung - neu gestaltete Beleuchtung bietet 3 Zonen mit 16, 8 Millionen wunderschönen, gestochen scharfen Farben
Für Ein Optische Gaming Maus Steelseries Rival 100 62341 Rechts
Für Ein Optische Gaming Maus Steelseries Rival 10*
von LOGICOOL
  • Neu,
  • Produktart: Nicht zutreffend
 Preis: € 70,32 Jetzt kaufen*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Trust GXT 180 Kusan Gaming Maus (100-5000 DPI, 6 programmierbaren Tasten, USB, CO-development Epsilon Esports) schwarz
Trust GXT 180 Kusan Gaming Maus (100-5000 DPI, 6 p*
von Trust
  • Hochpräziser optischer Sensor mit max. 5,000 DPI. 6 reaktionsschnelle und programmierbare Tasten
  • Onboard-Speicher zum Speichern von 5 Gaming-Profilen. Individuell anpassbare RGB-Beleuchtung
  • Hochentwickelte Software für die Programmierung von Tasten und Beleuchtung. Ergonomisches, leichtes Design
  • Gemeinsam mit professionellen eSportlern von Epsilon eSports entwickelt
Unverb. Preisempf.: € 49,99 Du sparst: € 29,00  Preis: € 20,99 Jetzt bei Amazon ansehen!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Die besten Gaming-Mäuse bis 100 Euro

Razer Basilisk - Ergonomische FPS Gaming Maus (Abnehmbare DPI-Schaltung, Anpassbarer Mausrad-Widerstand, Optischer 5G-Sensor mit 16.000 DPI, Mechanische Maus-Schalter & Razer Chroma RGB)
Razer Basilisk - Ergonomische FPS Gaming Maus (Abn*
von Razer Inc.
  • Gamer Maus; Optischer 5G-Sensor mit echten 16.000 DPI
  • Anpassbarer Mausrad-Widerstand für eine individuelle Anpassung der Empfindlichkeit
  • FPS-Maus mit abnehmbarer DPI-Schaltung zur vorübergehenden Anpassung der Empfindlichkeit
  • Mechanische Maus-Schalter von Razer extra widerstandsfähig - bis zu 50 Millionen Klicks
  • Shooter Maus mit optimierte Auslösungsgeschwindigkeit für ein Höchstmaß an Reaktionsgeschwindigkeit
Unverb. Preisempf.: € 69,99 Du sparst: € 43,75  Preis: € 26,24 Jetzt bei Amazon ansehen!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Razer Lancehead - Beidhändige Kabellose Gaming Maus (AFT-Sensor, Ergonomischer Formfaktor, 16.000 DPI Gaming-Sensor, Mechanische Maus-Schalter und Chroma RGB Beleuchtung)
Razer Lancehead - Beidhändige Kabellose Gaming Ma*
von Razer Inc.
  • Kabellose Performance in Gaming-Qualität
  • Unser 5G-Laser-Sensor zeichnet sich durch 16.000 DPI und Tracking mit 250 Zoll pro Sekunde (IPS) aus, wodurch die Razer Lancehead den offensichtlichen Vorteil verschafft.
  • Powered by Razer Synapse Pro; Integrierter Hybrid- sowie Cloud-Speicher
  • Für Gaming optimierte Mechanische Maus-Schalter von Razer; Extra widerstandsfähig - bis zu 50 Millionen Klicks
  • Razer Chroma Beleuchtung; Mit 16,8 Millionen anpassbaren Farboptionen
  • Geräteübergreifende Farbsynchronisierung
 Preis: € 99,99 Jetzt bei Amazon ansehen!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Die besten Gaming-Mäuse über 100 Euro

SteelSeries Rival 650
SteelSeries Rival 650*

Die nächste Stufe kabelloser Präzision Die erste voll und ganz auf Performance ausgelegte kabellose Gaming-Maus ist da. Die Rival 650 Wireless bietet verlustfreie Leistung mit 1 ms dank der Quantum WirelessTM-Technologie, blitzschnelles Laden und den präzisesten Gaming-Sensor aller Zeiten. Quantum WirelessTM Schnelles Laden. 1 ms Latenz. Polling bei 1.000 Hz. Optisches System TrueMove3+ 2 Senso...

SteelSeries Rival 710
SteelSeries Rival 710*

Die fortgeschrittenste Gaming-Maus der Welt Die Rival 710 ist die einzige Maus mit OLED-Anzeige, Taktilfeedback und dem präzisesten Sensor aller Zeiten. Anpassbare OLED-Anzeige Visuelle Benachrichtigungen. Game-Statistiken. Tastenzuweisungen. Warnungen per Vibration Taktilbenachrichtigungen. Sofort einsehbare Hinweise zum Game. Angepasste Vibrationsmuster. Optischer Sensor TrueMove3 Echtes 1-zu-1...

Corsair Dark Core RGB SE - kabellose Gaming-Maus
Corsair Dark Core RGB SE - kabellose Gaming-Maus*

› 9 Tasten | 2-Wege-Scrollrad › Sensor: Pixart PMW-3367 | 16.000 dpi › Gewicht: 128 g › Ergonomisch, RGB-Beleuchtung, integrierter Speicher

 Preis: € 109,90 Jetzt kaufen bei bestware!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Die besten kabellosen Gaming-Mäuse

SteelSeries Rival 650
SteelSeries Rival 650*

Die nächste Stufe kabelloser Präzision Die erste voll und ganz auf Performance ausgelegte kabellose Gaming-Maus ist da. Die Rival 650 Wireless bietet verlustfreie Leistung mit 1 ms dank der Quantum WirelessTM-Technologie, blitzschnelles Laden und den präzisesten Gaming-Sensor aller Zeiten. Quantum WirelessTM Schnelles Laden. 1 ms Latenz. Polling bei 1.000 Hz. Optisches System TrueMove3+ 2 Senso...

Razer Lancehead - Beidhändige Kabellose Gaming Maus (AFT-Sensor, Ergonomischer Formfaktor, 16.000 DPI Gaming-Sensor, Mechanische Maus-Schalter und Chroma RGB Beleuchtung)
Razer Lancehead - Beidhändige Kabellose Gaming Ma*
von Razer Inc.
  • Kabellose Performance in Gaming-Qualität
  • Unser 5G-Laser-Sensor zeichnet sich durch 16.000 DPI und Tracking mit 250 Zoll pro Sekunde (IPS) aus, wodurch die Razer Lancehead den offensichtlichen Vorteil verschafft.
  • Powered by Razer Synapse Pro; Integrierter Hybrid- sowie Cloud-Speicher
  • Für Gaming optimierte Mechanische Maus-Schalter von Razer; Extra widerstandsfähig - bis zu 50 Millionen Klicks
  • Razer Chroma Beleuchtung; Mit 16,8 Millionen anpassbaren Farboptionen
  • Geräteübergreifende Farbsynchronisierung
 Preis: € 99,99 Jetzt bei Amazon ansehen!*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

Ähnliche Artikel

Neue Antworten laden...

Simon

Administrator

5,509 Beiträge 4,196 Likes

Wenn‘s ums Gaming geht, werden die Benutzer immer anspruchsvoller mit ihren Erwartungen an die kleinen Nager. Dutzende Hersteller füllen den Markt mit ihren Produkten. Jedes Jahr kommen neue Modelle und neue „Fachwörter“ hinzu, da kann man schnell mal die Übersicht verlieren. Die Recherche zeigt, das Thema ist komplizierter als es zunächst scheint. Das Internet ist voll von mehr oder weniger sinnvollen oder neutralen Bestenlisten und Vergleichen. Was aber sind die wichtigsten Tipps für den Kauf einer Maus, die euren persönlichen Vorlieben gerecht werden soll? Hier wollen wir daher die wichtigsten Eigenschaften für euch zusammenfassen. Wir lösen den Begriffsdschungel auf und beantworten die Frage, worauf es beim Kauf einer Gaming-Maus ankommt.
Tipps für eilige Leser zusammengefasst:

Es gibt nicht „die perfekte Maus“, daher bildet euch eure eigene Meinung und guckt, welche am besten zu...

Lese weiter....

Antworten 1 Like

Zum Ausklappen klicken...
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"