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ROCCAT Kone Pro Air im Test – 14 Jahre Designerfahrung in einer Maus

ROCCAT und die Kone – eine Story über eine Gaming-Maus, die wohl nie ein Ende nehmen wird. Seit insgesamt 14 Jahren wird an ihr getüftelt und entwickelt, um eine Gaming-Maus zu erschaffen, die für jeden Gamer perfekt zugeschnitten ist. Nun gibt es wieder mal eine neue Version aus der Modellserie in zwei Varianten, einer kabelgebundenen sowie kabellosen Variante. In diesem Beitrag wollen wir unsere volle Aufmerksamkeit auf die Kone Pro Air werfen.

Innovation finden wir demnach auch in dieser Gaming-Maus wieder. Wie schon bei der Vulcan TKL Pro sind in dieser Maus optische Schalter eingebaut worden, welche abermals für eine schnellere Performance sorgen sollen – eine Neuheit, die wir so noch nicht oft gesehen haben und ROCCAT langsam zu ihrer eigenen macht. Gleichzeitig bleibt sich ROCCAT seinem aktuellen Design-Konzept bei der RGB-Beleuchtung treu. Wie gut sich die Kone Pro Air im Praxistest schlägt, erfahrt ihr nun.

Spezifikationen

Sensor  ROCCAT® Owl-Eye (basierend auf der PAW3370)
DPI 19k
Beschleunigung 50 g
Lebensdauer 100 Millionen Klicks
Größe (LxHxB) 125,6 mm x 40 mm x 72 mm
Gewicht 75 g
Konnektivität USB-C, Wireless mit Dongle, Bluetooth
Kabellänge 1,8 Meter
Lieferumfang
  • ROCCAT® Kone Pro Air (Ash Black) / (Arctic White)
  • PhantomFlex™-USB-C-Ladekabel
  • Wireless Dongle
  • Kurzanleitung
Preis € 109,99*

Lieferumfang

Geliefert wird die Kone Air Pro in einer ROCCAT-typischen dunklen Verpackung mit bunten Akzenten. Außerdem befindet sich auf der Vorderseite ein kleiner Sticker mit den Informationen über das Gewicht und Geschwindigkeit der Maus. Auf der rechten Seite, neben der groß abgebildeten Kone Pro Air, befinden sich die Informationen über die in der Maus verbauten Technologien. Die Rückseite ist zudem noch mit ein paar Nebeninformationen in mehreren Sprachen beschriftet.

Der gesamte Karton ist ziemlich dünn und von innen mit einer Plastikhülle für die Maus bestückt. Abgesehen von der Kone Air Pro, befinden sich dort noch der Wireless Dongle, eine Kurzanleitung und ein langes USB-C-Ladekabel im Lieferumfang. Für den weiteren Transportschutz wurden an den USB-Kabeln Plastikkappen und an den Anti-Rutsch-Pads eine blaue Plastikfolie aufgetragen. In unserem Fall hatte die Kone Pro Air noch etwas an Akku übrig und nach einer kurzen Ladezeit kann man die Maus direkt in dem Betrieb nehmen. Davor schauen wir uns jedoch vorher erst mal das Design und die Verarbeitung genauer an.

Design & Verarbeitung

Wie schon erwähnt, steckt mittlerweile einiges an Erfahrung in der Kone Pro Air – dies ist aber nichts, was man auf den ersten Blick direkt feststellen kann. Grundlegend ist das Design sehr schlicht und gradlinig gestaltet. Dabei orientiert sie sich eindeutig an den Vorgängermodellen der Kone-Reihe, wobei die jetzige Kone Pro Air in ihrem Aufbau der Einzelteile kantiger ist. Die Handballenfläche und die Maustasten sind mattschwarz, leuchten können später nur die Maustasten. In der Mitte der Handballenauflage befindet sich ein weiß-silberner Schriftzug von ROCCAT, welcher das einfache Design der Maus abrundet. Nach etwas Drücken und Pressen an der Maus macht die Stabilität des Gehäuses zudem einen guten Eindruck.

Für etwas mehr Grip an den Seiten sind dort die gummierten Seiten länglich geriffelt worden. Nicht zu tief, sodass sich dort auch kein lästiger Dreck ansammeln kann und gleichzeitig angenehm an der Haut. Zudem befinden sich an der linken Seite der Kone die mittlerweile zum Standard gewordenen seitlichen Maustasten – die Größe derer sollte für jede Anwenderhand passen. Zuletzt gibt es noch das Mausrad an der Oberseite der Maus. Hier wurde ein Titan Wheel Pro verbaut. Dieses wird aus stabilem Aluminium gefräst und übermittelt einen leisen taktilen Klick beim Drehen. Nach dem ersten Testen fühlt sich das Mausrad sehr angenehm an und macht uns damit wunschlos glücklich.

Auf der Unterseite der Kone Pro Air haben wir auch noch einiges zu entdecken – hier befinden sich nämlich zwei wichtige Schalter der Maus. Mit einem lässt es sich durch die angelegten Profile der Maus, welche wir später über die Software von ROCCAT ändern können, wechseln und mit dem anderen lässt sich der Konnektivitätsmodus der Maus einstellen. Schaltet man den Regler nach links, landet man beim WiFi-Modus. Gepaart mit dem mitgelieferten Wireless-Dongle wird hier eine 2,4-GHz-Verbindung aufgebaut. Schaltet man den Regler nach rechts, landet man bei der Bluetooth-Option, welche sich für einfache Office-Anwendungen eignet.

Zuletzt bietet die Kone Pro Air noch die Möglichkeit, sie im kabelgebundenen Betrieb zu nutzen. Hierfür steckt man das mitgelieferte USB-C-Kabel an der Oberseite in die Maus und verbindet das USB-A-Gegenstück mit dem Computer. Gleichzeitig wird so auch die Maus geladen – ROCCAT setzt bei der Kone Pro Air auf die Rapid Charge Schnellladetechnologie, welche die Maus schon nach 10 Minuten laden für 5 Stunden betriebsfähig macht. Insgesamt hat der Akku eine Laufzeit von bis zu 100 Stunden im Betrieb. Ob das der Wahrheit entspricht, erfahren wir erst in den folgenden Kapiteln. Abschließend zu diesem Kapitel, macht die Kone Pro Air einen sehr soliden und gelungenen Eindruck!

Software & RGB-Beleuchtung

Seinem momentanen Kurs bleibt ROCCAT treu – das Warben-RBG-Design lässt sich hier bei der Kone Pro Air wieder mal finden. Verbaut ist sie dezent am oberen Rand der Maustasten und lässt sich mithilfe der SWARM-Software bearbeiten. Hierbei stehen uns die üblichen ROCCAT-Modi, wie das eigene AIMO-System oder weitere bekannte RGB-Modi zur Verfügung. Im Vergleich zu den neuesten Tastaturen wie auch Headsets ändert sich hier nicht viel. Die Farben sind sehr klar, gut hell und erzeugen einen schönen fortlaufenden Effekt.

Außerdem lassen sich hier auch die insgesamt vier Maus-Profile konfigurieren. Hier geht es mit den üblichen Konfigurationsmöglichkeiten weiter. In den Profilen kann man die RGB-Beleuchtung, die DPI-Anzahl sowie die Makrotasten manuell konfigurieren. Die Software ist dafür übersichtlich genug, sodass man nach ein paar Sekunden schon den Dreh raus hat, auf welche Punkte man klicken muss.

Praxis

Im letzten Kapitel wollen wir noch etwas zu der Ergonomie und der Praxis loswerden. Dafür haben wir die Kone Pro Air mit in unseren Alltag genommen, egal ob Office-Arbeiten im Büro, einfaches Surfen im Internet oder doch die lange und ausführliche Gaming-Session am späten Nachmittag – so viel vor weg: In jeden Fall kommt die Maus sehr gut weg. Das einzige, was in unseren Augen noch fehlt, wäre eine kleine Tasche für die Maus, die man bei dem Preis schon erwarten könnte. Im Rucksack wäre sie damit etwas besser von den äußeren Gegebenheiten geschützt. Im Bluetooth- und Wireless-Modus ist die Verbindung zum eigenen Computer stabil ohne Verbindungsaussetzer. Auf Glas, Holz und Mauspads als Untergrund lässt sich die Kone Pro Air geschmeidig bewegen und der ROCCAT Owl-Eye Sensor erledigt seine Aufgaben mit Bravour, wobei letzteres am angenehmsten und zuverlässigsten für die Anwendung ist.

Um die Akkulaufzeit auf dem Prüfstand zu stellen, haben wir die Maus für einen Testzeitraum von zwei Wochen nur ein einziges Mal voll geladen. Die Kone Pro Air wurde dabei überwiegend im Wireless-Modi mit angeschalteter RGB-Beleuchtung benutzt. Am Ende der zwei Wochen, mit einer täglichen Laufzeit von 3 bis 5 Stunden pro Tag, war die Maus bis etwas unter der Hälfte entladen – ein gutes Ergebnis, welches uns überzeugt hat. Nach einer kleinen Essenspause, bei der man die Kone Pro Air laden lässt, ist sie auch schon nach ein paar Minuten wieder komplett geladen. Die Handhabung der Maus ist zudem sehr angenehm, egal ob mit Palm Grip, Finngertip Grip oder Claw Grip – in jedem Fall ist der Halt beständig und die Bewegungen der Kone Pro Air geschmeidig. Für die Größe der Maus ist das Gewicht passend abgestimmt und hat uns überzeugt.

Fazit

Die Kone Pro Air hat einiges an Geschichte hinter sich, die man in der Qualität der Herstellung und im Design für uns eindeutig erkennt. Die gesamte Maus ist stabil, der Sensor liefert in jedem Modus eine performante Leistung und das sogar auf eine lange Akkulaufzeit. Dank der Rapid Charge Technologie ist der Akku aber auch im Handumdrehen wieder aufgeladen – es trennt einen nur eine kurze Kaffeepause vom nächsten Game, wenn der Saft mal ausgeht.

Außerdem hat uns die dezente RGB-Beleuchtung überzeugt. Das einfache Warbenmuster, welches wir bei der Roccat Burst Pro zum ersten Mal gesehen haben, macht auch hier bei der Kone Pro Air einen eleganten Eindruck. Softwareseitig lässt ROCCAT mit SWARM wieder nichts liegen. Alle Features sind eindeutig und einfach zu konfigurieren. Dem Gebrauch im Alltag steht somit nichts im Wege. Abschließend können wir nur unser Lob gegenüber der Kone Pro Air und ROCCAT aussprechen!

ROCCAT Kone Pro Air

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Wireless, Bluetooth oder doch kabelgebunden? Egal - die Performance stimmt, die RGB-Beleuchtung sieht elegant aus und die Akkulaufzeit überzeugt noch oben drauf.

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Tobias Lidzba

Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Beruflich bedingt bin ich somit immer auf den neusten Stand bei IT-Themen. Gaming ist außerdem ein großer Bestandteil in meinen Leben.

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