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Backforce One Plus Test: Backforce lässt die Konkurrenz erneut alt aussehen

Die Marke Backforce ist erst seit kurzem im Gaming-Chair-Geschäft, konnte sich dort aber bereits etablieren. Dabei zeichnete sich das bisher einzige Modell, der Backforce One, vor allem durch hohe Qualität, sinnvolle Funktionen und ein einzigartiges Design aus. Als Sponsor des BIG Clans ist das deutsche Unternehmen außerdem als Ausstatter auf der ganz großen Bühne des E-Sports präsent.

Anfang dieses Jahres hatten wir den Backforce One bereits in unserem Testlabor, um ihn auf Herz und Nieren zu überprüfen. Herausgekommen sind ein überraschend positives Ergebnis und die Vergabe unseres Gold-Awards. Gleich solch ein gutes Ergebnis mit dem ersten Produkt zu erzielen, hat auch uns stark beeindruckt. Wenngleich der Preis mit 479 Euro sehr stolz daherkam, wurde dieser durch Handarbeit, hiesige Herstellung und 10 Jahren Garantie gerechtfertigt.

Nun hat Backforce seinen mehrfach ausgezeichneten Stuhl generalüberholt und noch mal mit vielen weiteren nützlichen Funktionen ausgestattet. Wir haben uns den One Plus ebenfalls genau unter die Lupe genommen und prüfen, inwiefern das junge Unternehmen das Feedback der Community positiv umgesetzt hat. Schauen wir mal, ob das „Plus“ sich nicht nur auf den Preis, sondern auch auf unsere Wertung auswirkt.

Da wir den Backforce One bereits im Test hatten, konzentrieren wir uns in dieser Review hauptsächlich auf die neuen Funktionen, da sich sonst nichts im Vergleich zum Vorgänger verändert hat.

Die übernommenen Features aus dem Vorgänger

  • Gamer-Pulse LED in der Rückenlehne
  • Abklappbare und höhenverstellbare Armlehnen
  • Personalisierbare Patches
  • Dual Core Sitz
  • SyncSeat für optimale Ergonomie (Synchronmechanik, zurück klappbare Rückenlehne)
  • Verstärkte und atmungsaktive Rückenlehne
  • Star Base Standfuß im stylischen Felgen Look
  • Sit and Play Option spart den Aufbau (aufgebaute Lieferung)

Aussehen & Verarbeitung

Hinter der neuen Marke Backforce steht das bereits seit 1961 agierende Unternehmen Interstuhl. Das ist normalerweise für ergonomisch gut designte Bürostühle bekannt. Es hat die Zeichen der Zeit erkannt und hat das erfahrene Know-how in einen Gaming-Chair der Extraklasse gesteckt. Unter passendem Namen war der Backforce One schnell in aller Munde.

Zunächst besticht der Stuhl vor allem durch das Design, welches ohne die für einen Gaming-Stuhl charakteristischen Löcher in der Rückenlehne auskommt und vom Eleganz-Grad an noblechairs erinnert. Am Aussehen selbst wurde beim Plus-Modell nichts groß verändert – war ja auch nicht nötig. Somit bleibt die Lehne mit Schultern, farbigen Akzenten und das gesteppte Oberteil der Rückenlehne beim One Plus gleich und behält aus unserer Sicht 10 von 10 Punkten.

Äußerlich hat Backforce lediglich die Armlehnen mit Polstern ergänzt. Diese sind velourbeschichtet, wie die Sitzfläche und die untere Hälfte der Rückenlehne und lassen sich abnehmen. Dabei hat der Hersteller weitergedacht und nicht nur an Profit, da man in diesem Fall nicht gleich den One Plus kaufen muss. Um Polsterungen für die Unterarme zu bekommen, obwohl man das erste Modell besitzt, kann man diese auch für 29 Euro im Backforce-Shop kaufen. Großartig und kundenorientiert gelöst! Und sie sitzen auch fest, sodass man sich keine Sorgen machen muss, dass diese herunterfallen könnten.

Zudem hat sich das Unternehmen gleich einem weiteren Polster gewidmet, dessen Fehlen wir beim Backforce One als einen der wenigen Kritikpunkte aufgeführt hatten: das Nackenkissen. Zwar wird dieses nicht mit dem One Plus ausgeliefert, kann aber ebenfalls im Shop für beide Modelle separat bestellt werden. Die Kosten dafür liegen ebenfalls bei 29 Euro.

Die Features des Backforce One Plus im Überblick

Auch wenn das Nackenkissen nicht mit dabei ist, hat sich Backforce ganz besonders der Verstärkung der Ergonomie gewidmet. Die Rückenlehne hat demnach eine neue Lordosenstütze bekommen, die nun horizontal und vertikal einstellbar ist. Wenngleich eine derartige Stütze eine Selbstverständlichkeit in Gaming-Stühlen sein sollte, ist sie es bei vielen anderen Herstellern nicht. Daher macht das Vorhandensein einer individuell verstellbaren Rückenstütze den Backforce One Plus schon allein damit für einen Kauf lohnend. Für mich persönlich war der Backforce One bereits sehr bequem und beim One Plus fahre ich die Lordosenstütze nicht aus, aber das kann nun ja jeder nach seinen Vorlieben gestalten.

Die Armlehnen können weiterhin nach hinten weggeklappt werden, sind aber darüber hinaus deutlich flexibler geworden. Statt 2D-Armlehnen gibt es nun 5D-Armlehnen. Das heißt man kann diese nicht nur in der Höhe verstellen und wegklappen, sondern darüber hinaus auch in alle Richtungen bewegen, inklusive Drehung. Mehr Flexibilität geht also kaum. So viel Flexibilität geht natürlich auch mit mehr unbeabsichtigten Bewegungen einher. So muss man sich bewusst sein, dass die Armlehnen zwar fest am Stuhl verankert sind, die beweglichen Teile sich aber durchaus bewegen, wenn man dagegen kommt. So ist es mir durchaus passiert, dass ich die Armlehne ungewollt weiter nach vorne geschoben habe.

Weiterhin verwendet wird eine Formholzplatte in der Rückenlehne. Das Beste, was einem Stuhl passieren kann, schließlich ist Holz beweglich, anders als Hartplastik. Entsprechend tut das Holz dem Rücken gut.

Zu der Synchronmechanik hat Backforce außerdem noch eine Sitztiefen- und Sitzneigeverstellung eingebaut. Jetzt hat man bei Bedarf also mehr Platz auf der Sitzfläche. Besonders Menschen denen beim Sitzen gerne die Beine abgeschnürt werden, werden sich auch über die Neigeverstellung freuen. Und auch die Sitzfläche kann somit ja quasi verlängert werden, denn von der etwa 8 Zentimeter großen Spalte merkt man nichts. Ich kann mir vorstellen, dass diese im Sommer auch zu einer besseren Belüftung beitragen könnte.

Das waren auch schon die Veränderungen, die der Backforce One Plus mitbringt. Kommen wir zu unserem – diesmal begründet etwas längerem – Fazit.

Fazit

Generell war der Backforce One bereits ein echtes Highlight in unserer Testgeschichte. Mit dem One Plus hat der frisch gebackene Hersteller noch einige Features hinzugefügt, die allesamt brauchbar sind. Zudem erhält die Tatsache, dass Nackenkissen und die gepolsterten Armlehnen im Shop von Backforce separat erhältlich sind, noch weitere Pluspunkte.

Unterm Strich wurden unsere Kritikpunkte erhört und bestmöglich umgesetzt. Der Backforce One Plus unterliegt nun solch einer hohen Individualitätsrate, dass fast jeder Nutzer zwischen 150 und 192 cm Größe, angepasst auf den Körper, lange und bequem auf ihm sitzen kann. Besonders hat uns jedoch die horizontal und vertikal einstellbare Lordosenstütze begeistert.

Zwar ist der Preis durch die vielen neuen Funktionen auf 609 Euro gestiegen, allerdings finden wir noch immer, dass der Preis gerechtfertigt ist. Wir erinnern nochmal: Der Stuhl wird komplett per Handarbeit in Deutschland hergestellt, hat hochwertige Materialien verarbeitet, bekommt 10 Jahre Garantie und besitzt eine Vielzahl an großartigen Extras. Beim Backforce-Gaming-Chair wird eben nicht nur auf das Äußere und Chinateile geachtet.

Auf den Punkt gebracht: Aus dem Gold Award wird ein Platin Award!

Backforce One Plus

Design und Verarbeitung
Ausstattung
Sitzkomfort
Preis-Leistungs-Verhältnis

95/100

Der Backforce One Plus vereint ergonomische Features mit deutscher Handwerkskunst und 10 Jahren Garantie zu einem absolut fairen Preis.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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ML1984

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Toller Ausführlicher Testbericht vom Backforce One Plus @Simon BasicTutorials

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