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SteelSeries Aerox 5 Wireless Test: Luftige Gaming-Maus mit mehr Tasten

Nachdem die Neuauflage der Aerox 3 in unserem Test bereits punkten konnte, schickt der dänische Hersteller einen weiteren Nager an den Start. Dabei setzt man auf ein ähnlich luftiges Design, bietet aber insgesamt neun Tasten – inklusive eines Wippschalters an der Seite. Wie sich die Gaming-Maus schlägt, klärt unser SteelSeries Aerox 5 Wireless Test.

Technische Daten

Ergonomie Symmetrisch (für Rechtshänder)
Sensor SteelSeries TrueMove Air
Sensortyp Optisch
CPI 100 – 18.000
IPS 400
Beschleunigung 40G
Abfragerate 1.000 Hz
Hardware-Beschleunigung Keine
Tastenzahl 9
Material ABS-Kunststoff
Schalter Golden Micros mechanische Schalter (für 80 Mio. Klicks)
Beleuchtung RGB; 3 Zonen
Zertifizierungen IP54
Gewicht 74 Gramm
Abmessung (an breitesten Stellen) 128,8 mm x 68,2 mm x 42,1 mm
Länge / Material des Kabels 2,0 Meter / Stoffummantelung
Anschluss USB-Typ-A auf USB-Typ-C; 2,4-GHz-Funk; Bluetooth 5.0
Akkulaufzeit 80 Std. (2,4-GHz); 180 Std. (Bluetooth)
Kompatibilität Windows, Linux, Mac, Xbox, PlayStation, iOS/Android
Farben Mattschwarz
Preis € 59,95 *

SteelSeries Aerox 5 Wireless Test: Der Lieferumfang

Im kompakten Karton der SteelSeries Aerox 5 Wireless findest du natürlich alles, was du für den Gebrauch benötigst. Neben der Maus selbst, legt der Hersteller der Verpackung ein zwei Meter langes USB-A- auf USB-C-Ladekabel, einen USB-C-Verlängerungsadapter und den USB-C-Wireless-Dongle bei. Eine Schnellstart-Anleitung rundet den Lieferumfang ab.

SteelSeries Aerox 5 Wireless Lieferumfang

Design und Verarbeitung

  • Ergonomisches Design für Rechtshänder
  • Optik im Loch-Design
  • Vergleichsweise groß und schwer

Rein optisch orientiert sich die SteelSeries Aerox 5 Wireless am löchrigen Design der Aerox 3, die sich als klare Designsprache über die gesamte Maus-Serie des Herstellers aus Dänemark erstreckt. Auch in diesem Fall erstreckt sich das rautenförmige Muster an Öffnungen fast über die gesamte Oberseite des Nagers und nimmt sogar rund die Hälfte der beiden Primärtasten ein.

Das Gehäuse ist aus angerautem ABS-Kunststoff gefertigt, was natürlich ebenfalls seinen Teil zum niedrigen Gewicht beiträgt. 74 Gramm bringt die Aerox 5 Wireless auf die Waage. Ein angenehmes, weder zu niedriges noch zu hohes Gewicht.

Insgesamt kommt die Gaming-Maus auf eine Länge von 128,8 mm, ist vorne 62,8 mm und hinten 68,2 mm breit, sowie 26,7 mm (vorne) bzw. 42,1 mm (hinten) hoch. Damit ist sie beispielsweise deutlich schwerer und größer als eine Razer Viper V2 Pro (unser Test).

Leicht abgesetzt findest du auf der Oberseite die beiden Primärtasten, die mittig durch das abstrakt geriffelte Scrollrad, sowie den DPI-Schalter unterbrochen werden. Hinsichtlich der Ergonomie richtet sich die Maus allerdings ganz klar an Rechtshänder, was sich an der leichten Wölbung auf der linken Seite zeigt.

Hier sitzen dann auch schon die größten Unterschiede im Vergleich zur Aerox 3, die nicht nur deutlich kleiner und leichter ausfällt, sondern links nur über zwei weitere Tasten verfügt. Bei der Aerox 5 Wireless findest du hier ganze vier Zusatztasten. Oder besser gesagt fünf, denn die oberste davon ist ein Wipp-Schalter, den du sowohl nach oben als auch nach unten auslösen kannst.

SteelSeries Aerox 5 Wireless Tasten
Drei Tasten und ein Zwei-Wege-Wippschalter gibt es auf der linken Seite. Insgesamt sind es 9 Tasten.

Direkt darunter sitzen zwei zusätzliche Tasten, ebenfalls mit glänzend schwarzem Finish. Davor nimmt eine etwas größere, silbern abgesetzte Taste Platz. Eine weitere Neuerung findest du an der Unterseite der Maus, denn oberhalb des Sensors sitzt der Modus-Wahlschalter, mit dem du zwischen Bluetooth- und Funkverbindung wechseln kannst.

Verarbeitung der SteelSeries Aerox 5 Wireless

  • Sehr hochwertige Verarbeitungsqualität
  • IP54-Zertifizierung als Schutz vor Wasser und Staub
  • Umfangreich anpassbare RGB-Beleuchtung

Die Verarbeitungsqualität der SteelSeries Aerox 5 Wireless rangiert auf sehr gutem Niveau. Trotz löchrigem Design wirkt die Maus sehr hochwertig und robust und gibt selbst unter großer Kraft nicht nach.

Das Gehäuse ist präzise gefertigt und weist keinerlei Spaltmaße oder Ungereimtheiten auf. Geboten wird zudem eine IP54-Zertifizierung, dank der die Maus theoretisch auch Flüssigkeiten standhalten sollte. Die Haptik empfinde ich durch die raue Oberfläche als sehr angenehm, besonders die präzise und leise auslösenden Tasten gefallen mir zudem ausgesprochen gut. Auch das Scrollrad weist eine vergleichsweise recht schwergängige, dafür aber präzise Rasterung auf.

SteelSeries Aerox 5 Wireless
Die Verarbeitungsqualität lässt keine Wünsche offen. Vor allem Scrollrad und mechanische Tasten begeistern.

Hinzu gesellt sich eine 3-Zonen-RGB-Beleuchtung, die wir bereits aus der Aerox 3 kennen. Diese kommt natürlich, dem offenen Gehäuse sei Dank, besonders gut zur Geltung und erstreckt über den unteren Bereich, einen Leuchtstreifen, der sich um den hinteren Rahmen der Maus zieht, sowie fast über den gesamten Maus-Boden.

Hier kannst du innerhalb der Begleit-Software sogar alle drei Zonen getrennt voneinander mit Effekten versehen. Außerdem lässt sich hier die Helligkeit einstellen, während du zusätzlich eigene Farbverläufe oder Muster erstellen darfst. Deiner Kreativität sind also nahezu keine Grenzen gesetzt.

Sensor und Praxistest der Aerox 5 Wireless

  • Hervorragender Sensor mir 18.000 CPI, 400 IPS und 40G
  • Sehr angenehme klickende mechanische Tasten

Deutlich zugelegt hat die SteelSeries Aerox 5 Wireless im Vergleich zur Aerox 3 auch beim Sensor. Hier kommt der eigens entwickelte TrueMove Air zum Einsatz, der wiederum gemeinsam mit Hersteller PixArt, basierend auf deren PAW-Reihe, entwickelt wurde.

Er kommt auf eine maximale Auflösung von 18.000 CPI und ist damit mehr als doppelt so rasant wie das Core-Pendant des 3er-Modells. Auch die maximale Geschwindigkeit von 400 IPS, sowie die Beschleunigung von 40G erreichen deutlich höhere Werte, was du in der Praxis auch deutlich spürst. Auf Augenhöhe mit High-End-Mäusen bewegt sich der Nager damit zwar noch immer nicht, in der Praxis sind die realisierten Werte aber für schätzungsweise 95 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer mehr als ausreichend.

SteelSeries Aerox 5 Wireless
Beim Sensor und den Gleitfüßen distanziert die Aerox 5 das 3er-Modell deutlich.

Die PTFE-Gleitfüße fliegen nahezu widerstandlos über Mauspad, Schreibtisch oder andere Oberflächen, während ich im Test einmal mehr feststellte, dass die mechanischen „clicky“ Primärtasten von SteelSeries Hersteller-übergreifend einfach meine Favoriten sind.

Gaming-Eigenschaften

  • 9 frei programmierbare Tasten
  • Ergonomie für kleinere Hände nur bedingt geeignet

Aufgrund der Formgebung eignet sich die Aerox 5 Wireless speziell für den Palm- oder Claw-Griff. Gerade mit letztem lassen sich die Seitentasten sehr gut bedienen. Diese sind standardmäßig mit den F1-F3 Tasten, sowie zwei zusätzlichen Funktionen belegt. Natürlich kannst du sie innerhalb der Software aber – wie alle neun Tasten – völlig frei konfigurieren.

Position und Druckpunkt sämtlicher Tasten wissen zudem ebenfalls zu gefallen und sind – zumindest mit großen Händen – auch in hitzigen Gefechten problemlos zu erreichen. Sie lösen sehr präzise, aber nicht zu leichtgängig aus, was es fast unmöglich macht, sie versehentlich zu drücken.

Vor allem den Wipp-Schalter halte ich persönlich in verschiedenen Gaming-Genres für interessant. So kannst du beispielsweise in einem MOBA wie League of Legends eine Fähigkeit mit der Bewegung nach oben und eine andere mit der Betätigung nach unten auslösen. Ähnliches könnte ich mir auch ein Shootern oder Battle-Royale-Titeln gut vorstellen.

SteelSeries Aerox 5 Wireless Seitentasten

Allerdings ist gerade der vordere, silberne Knopf, eine Spur zu weit vorne platziert und daher nur mit leichtem Umgreifen erreichbar. Gerade, wenn du kleinere Hände hast, solltest du die Maus vielleicht zunächst einmal ausprobieren. Die CPI-Einstellung erfolgt zudem in 100er Schritten und damit nicht ganz so präzise, wie bei manch anderer Gaming-Maus.

Wireless-Betrieb und Akkulaufzeit

  • Verbindung per Bluetooth und 2,4-GHz-Funk möglich
  • Bis zu 180 Stunden Akkulaufzeit (BT); bis zu 80 Std. (Funk)

Kabellos lässt sich die Aerox 5 Wireless sowohl via 2,4-GHz-Funk als auch per Bluetooth 5.0 nutzen. Wie immer ist dabei zumindest für anspruchsvolle Gamerinnen und Gamer der Funk-Modus zu bevorzugen, da dieser in einer spürbar niedrigen, nahezu nicht vorhandenen Latenz (Eingabeverzögerung) resultiert.

Die Bluetooth-Modus erlaubt dafür natürlich die Kopplung mit vielen weiteren Geräten, beispielsweise Tablet oder sogar Smartphone. Wechselst du in den BT-Modus, beginnt die Unterseite der Maus im Pairing-Betrieb blau zu blinken und wird von entsprechenden Abnehmern sofort erkannt. Das funktioniert in der Praxis tadellos.

SteelSeries Aerox 5 Wireless
Über Bluetooth ist die Kopplung selbst mit dem Smartphone kein Problem. 2,4-GHz-Funk gibt’s (gleichzeitig) dazu.

Was die Akkulaufzeit betrifft, so verspricht der Hersteller bis zu 80 Stunden Laufzeit im Funk-Betrieb und sogar satte 180 Stunden bei Nutzung via Bluetooth. Beides sind wirklich sehr gute Werte, die wir in der Praxis weitestgehend bestätigen können.

Eine Akkustandsanzeige bietet die Maus allerdings leider nicht, diese findest du lediglich als Prozentanzeige in der Begleit-Software. Somit lässt sich also recht schwer abschätzen, wann der Aerox 5 Wireless die Puste ausgeht.

Software-Anbindung: SteelSeries GG / Engine

Als Begleit-Software für die SteelSeries Aerox 5 Wireless kommt natürlich einmal mehr die Allzweckwaffe des Herstellers, namentlich SteelSeries GG samt darin befindlicher Engine zum Einsatz, die schön klar und strukturiert aufgebaut ist.

Beim Funktionsumfang bleiben zudem keine Wünsche offen. Du kannst sämtliche Tasten frei umbelegen und sogar mit Makros versehen. Natürlich besteht hier auch die Möglichkeit, die fünf vordefinierten CPI-Auflösungen frei anzupassen, die standardmäßig mit maximal 3.200 CPI nur einen Bruchteil dessen abdecken, was der Sensor zu leisten in der Lage ist.

SteelSeries GG
Die Beleuchtung kann für alle drei Zonen individuell eingestellt werden. Und das sowohl aktiv als auch reaktiv, wenn du die Maus bewegst.

Profis bekommen zudem viele weitere Optionen an die Hand, mit denen du Angle Snapping – die Begradigung von Mauslinien -, Beschleunigung und Verzögerung, sowie die Abtastrate (Polling Rate) einstellen kannst.

Außerdem legst du fest, wann sich die Maus bei Nichtnutzung automatisch in den Schlaf-Modus versetzen oder die Beleuchtung herunterregeln soll. Alles in allem vielleicht nicht die umfangreichste Begleit-Software, mir persönlich fehlen aber keine Funktionen.

SteelSeries Aerox 5 Wireless Test: Fazit

Die neue SteelSeries Aerox 5 Wireless liefert, wie auch bereits der kleine Bruder in Form der Aerox 3, eine überzeugende Vorstellung ab. Zumindest, wenn du dich mit dem luftig-löchrigen Design anfreunden kannst, bekommst du hier eine vielseitig anpassbare und hochwertige Gaming-Maus mit praktischen Seitentasten.

Besonders der Sensor und die hervorragenden Druckpunkte sämtlicher Tasten haben mir im SteelSeries Aerox 5 Wireless Test ausgesprochen gut gefallen. Probleme bekommen könnten allerdings Nutzerinnen und Nutzer mit eher kleinen Händen, denn dann ist die vordere Seitentaste vermutlich schwer bis gar nicht erreichbar, ohne umzugreifen.

Technisch liefert der Nager jedenfalls auf ganzer Linie ab und punktet mit Funk- und Bluetooth-Konnektivität, sowie einer überzeugenden Akkulaufzeit. RGB-Enthusiasten müssen sich zudem damit abfinden, dass der größte Teil der umfangreich anpassbaren Beleuchtung unter der Hand bzw. unter der kompletten Maus verschwindet.

Dafür passt hier einfach das Preis-Leistungsverhältnis, zumal der Preis im Vergleich zur UVP mittlerweile bereits deutlich gesunken ist. Einen ähnlich hohen Funktionsumfang lässt sich manch ein Hersteller jedenfalls deutlich teurer bezahlen.

SteelSeries Aerox 5 Wireless Test: Gold Award

SteelSeries Aerox 5 Wireless

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

92/100

Hochwertige und stark individualisierbare Gaming-Maus mit hervorragendem Sensor und sehr guten Tasten. Hinsichtlich der Größe werden allerdings Menschen mit kleineren Händen nur bedingt glücklich.

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Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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