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Marsback Zephyr Pro RGB Test: Leichte Gaming-Maus mit Ventilator

Langanhaltenden Gaming-Genuss ohne schwitzige Hände, das verspricht Hersteller Marsback mit der Gaming-Maus Zephyr Pro RGB, die unter dem Wabenmuster mit einer Besonderheit aufwartet: Ein beleuchteter Lüfter soll für eine aktive Kühlung der Handfläche sorgen. Ob die innovative Idee Sinn ergibt und was der Nager auf dem Kasten hat, verrät unser Test.

Technische Daten

Anschluss USB-Typ-A
Sensor Pixart PMW-3389
DPI 50 – 16.000
Polling-Rate 1.000 Hz
Max. Geschwindigkeit 400 IPS
Max. Beschleunigung 50 G
Gewicht 69g (ohne Kabel)
Abmessungen (L x B x H) 131 x 65,7 x 40,5 mm
Anzahl Tasten 6
Schalter mechanisch; Omron (mind. 50 Millionen Klicks)
Kabel Textilummantelt (1,8m Länge)
Lieferumfang  Zephyr Pro RGB, Anleitung, Aufkleber, Rabatt-Code
Preis circa € 41 (mit -$10 Gutschein „BTONLY“)

Design und Ausstattung

Die Marsback Zephyr Pro RGB ist anders. Das wird bereits bei der Verpackung der Gaming-Maus offensichtlich, die nicht in einem typischen Karton daherkommt. Stattdessen nehmen Nager samt Anleitung und Aufklebern in einem unorthodoxen, schwarzen Karton samt türkiser Details Platz. Einen 10-prozentigen Rabattcode für den eigenen Onlineshop gibt es obendrauf.

Dabei setzt die Zephyr Pro auf ein symmetrisches Design zum beidhändigen Spielen, aufgrund der beiden linksseitig angeordneten Zusatztasten richtet sich die Maus allerdings vornehmlich an Rechtshänder. Mit einer Länge von 13,1 Zentimetern und einer Breite von 6,57 cm ist die Gaming-Maus auch für größere Hände geeignet und kann mit allen gängigen Griffarten verwendet werden.

Das auffällige Wabenmuster samt Prismen-Anordnung zieht sich über den Mausrücken, sowie die Seiten der Zephyr Pro RGB und fällt dabei etwas großmaschiger aus als beispielsweise bei der von uns zuletzt getesteten Sharkoon Light² 180. Trotzdem gefällt uns die Verarbeitung der mit rund 69 Gramm sehr leichten Marsback etwas besser. Selbst unter Druck gibt die offene Oberseite nicht nach und fühlt sich wirklich hochwertig an. Die RGB-Beleuchtung taucht zudem alle Seiten der Maus in Farbe. Vom Scrollrad über den Lüfter bis hin zu einem Streifen, der die Unterseite vollständig einrahmt.

Insgesamt verfügt die Zephyr Pro über sechs Tasten, die sich aus den beiden primären Schaltern (mechanische Omron-Switches), klickbarem Mausrad, DPI-Taste und den beiden Zusatztasten zusammensetzen. Hinzu gesellen sich zwei weitere Tasten auf der Unterseite, mit denen die RGB-Beleuchtung sowie die Lüfterdrehzahl angepasst werden kann. Zwei großflächige und gut verarbeitete PTFE-Mausfüße runden den Unterbau gekonnt ab.

Der Lüfter: Ein echter Mehrwert

Bereits die ursprüngliche Marsback Zephyr Gaming-Maus setzte auf einen im Gehäuse eingelassenen Lüfter. Beim neuen Pro-Modell wurde dieser nun aber parallel zum Boden der Maus eingebaut und sitzt nicht mehr in einem 45-Grad-Winkel unter der Haube.

Hält man den Fan-Button an der Unterseite für 3 Sekunden gedrückt, wird er deaktiviert, was eine genauere Betrachtung ermöglicht. Dabei fällt auf, dass Marsback den Lüfter auf schwarzen Kunststoffstiften montiert hat und dieser somit etwas über dem Boden schwebt. Damit kann er von allen Seiten Frischluft ansaugen und von unten direkt auf die Handinnenfläche blasen.

Diese Kühlung merkt man allerdings kaum und sie ist keinesfalls mit der eines echten Ventilator zu vergleichen. Und dennoch: ein leichter, kühlender Lufthauch wird bereits nach kurzer Zeit spürbar, der wirklich sehr angenehm ausfällt. Die Drehzahl soll sich mithilfe des Fan-Buttons in mehreren Stufen anpassen lassen, im Test haben wir bei den verschiedenen Optionen allerdings keinen Unterschied feststellen können.

Erfreulicherweise fällt die Kühlung dabei relativ leise aus und ist bei einer normalen Geräuschkulisse kaum wahrzunehmen. Lediglich wenn man die Zephyr Pro RGB direkt ans Ohr hält oder in einer absolut stillen Umgebung zockt, kann man den Lüfter arbeiten hören. Vibrationen des Motors, wie sie noch beim Vorgängermodell vorhanden waren, konnten wir ebenfalls nicht bemerken. Hier scheint Marsback bei der Weiterentwicklung ganze Arbeit geleistet zu haben.

Sensor und Praxistest

Marsback verbaut den High-End-Sensor Pixart PMW 3389, der mit satten 16.000 DPI auflöst und wirklich ausgesprochen präzise arbeitet. Erfreulicherweise kann auch ohne Software die volle Leistung abgerufen werden: 7 Stufen sind beim DPI-Schalter voreingestellt (400, 800, 1.200, 1.600, 2.400, 3.200 und 16.000 DPI – sehr löblich! Softwareseitig sind sogar Anpassungen von jeweils 50 DPI möglich.

Die maximale Polling-Rate von 1.000 Hz in Kombination mit einem Tempo von 400 IPS sowie einer Beschleunigung von bis zu 50 G sorgen dafür, dass beim Gaming-Einsatz Freude aufkommt. Zusammen mit den guten Mausfüßen gleitet die Marsback Zephyr Pro RGB butterweich über verschiedene Unterlagen und bietet ein präzises Feedback.

Auch die Tasten hinterlassen im Test einen äußerst positiven Eindruck, allem voran die primären Omron-Switches, die 50 Millionen Klicks standhalten sollen und Klicks mit einem gelungenen Feedback umsetzen. Auch die beiden Zusatztasten überzeugen mit einem stimmigen Druckpunkt, Anlass zur Kritik bietet aber einmal mehr das Scrollrad dessen Rasterung zu leichtgängig und daher etwas schwammig ausfällt.

Software

Etwas Anlass zur Kritik liefert die Begleit-Software der Marsback Zephyr Pro und das aus mehreren Gründen. Zum einen führt der in der Schnellstart-Anleitung angegebene Link zum Download ins Leere, weshalb man sich für die Erstinstallation durch die Website des Herstellers hangeln muss.

Zum anderen wird man nach dem Download von chinesischen Schriftzeichen begrüßt und das, obwohl sich Englisch als Sprache auswählen lässt. Immerhin ist die Software nach dem Ausführen vollständig in Englisch gehalten und bietet die typischen, dafür sehr detaillierten Optionen.

Marsback Zephyr Pro Software
Trotz englischer Sprachoption begrüßt die Software anfangs mit chinesischen Schriftzeichen.

Dazu gehören eine Anpassung der RGB-Beleuchtung mit verschiedenen Effekten, die Erstellung von Makros oder die individuelle alternative Belegung sämtlicher Tasten. Besonders umfangreich fallen jedoch die Performance-Einstellungen aus, in denen verschiedene Profile angelegt und im Onboard-Speicher der Maus abgespeichert werden können.

Hier lassen sich die DPI-Stufen frei anpassen, die Polling-Rate herunterregeln sowie Maus- und Scrolling-Geschwindigkeit feinjustieren. Auch eine Einstellung der Lift-off-Distanz ist möglich, allerdings nur in den Stufen „Niedrig“ und „Hoch“ ohne konkrete Angaben, wie es beispielsweise bei der SPC Gear GEM Plus (unser Test) der Fall ist.

Fazit

Die Gaming-Maus Marsback Zephyr Pro RGB hinterlässt im Test einen durchweg positiven Eindruck. Der verbaute Pixart PMW 3389-Sensor arbeitet sehr präzise und vor allem die beiden mechanischen Omron-Schalter überzeugen mit einem angenehmen und genauen Feedback. Doch auch die Zusatztasten, die bei so manchem Konkurrenten nicht mithalten können, arbeiten auf wirklich hohem Niveau.

Zudem stimmt die Verarbeitungsqualität und bietet keinerlei Anlass zur Kritik. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal stellt jedoch der integrierte Lüfter dar, der je nach Anwendungsgebiet einen wirklichen Mehrwert bietet. Im Vergleich zum Vorgängermodell arbeitet er deutlich leiser und hat nicht mehr unter unschönen Vibrationen zu leiden.

Lediglich das etwas schwammige Mausrad und die umständliche Erstinstallation der Software stoßen sauer auf, doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Die rund 50 Euro teure Marsback Zephyr Pro RGB punktet mit einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis. Gamer, die mit schwitzigen Händen zu kämpfen haben, kommen damit voll auf ihre Kosten.

Marsback Zephyr PRO RGB

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

88/100

Überzeugende, leichte Gaming-Maus mit hochwertiger Verarbeitung und erstklassigem Sensor. Der verbaute Lüfter bietet einen wirklichen Mehrwert.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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