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soundcore Boom 2 Test: Bluetooth-Lautsprecher mit Boom Boom Pow

Mit seinem satten Klang und robusten, wasserfesten Design mauserte sich der soundcore Motion Boom zu einem echten Verkaufsschlager im Bereich der Bluetooth-Lautsprecher. Auf der CES 2024 kündigte die Anker-Tochter endlich einen Nachfolger an. Und der wartet mit noch satterem und vollerem Klang, 60 Watt Leistung und einer LED-RGB-Beleuchtung auf. Was das Teil auf dem Kasten hat, klärt unser soundcore Boom 2 Test.

Technische Daten

Produkt soundcore Boom 2
Audioleistung 60 W
Treiber 2x Breitband-Treiber
1x Tieftöner
Bluetooth-Version 5.3
Bluetooth-Codecs SBC, AAC, LDAC
Anschlüsse USB-C (Ladeanschluss); USB-A (Powerbank-Funkton)
Akkukapazität unbekannt
Akkulaufzeit bis zu 17 Stunden
Besonderheiten IPX7-Zertifizierung (wasserdicht), BassUp-Technologie, Hi-Res-Klang samt LDAC
Größe 305 mm x 190 mm x 110 mm
Gewicht 1.695 Gamm
Farben dunkelgrau-silber
Lieferumfang soundcore Boom 2, USB-C-Ladekabel, Kurzanleitung
Preis € 129,99 *

soundcore Boom 2 Test: Design und Verarbeitung

  • Schickes, robustes Design
  • Angenehm griffige Haptik
  • Wasserfest

Rein optisch präsentiert sich der soundcore Boom 2 (jetzt ohne Motion im Namen) als gelungene Mischung zwischen seinem Vorgänger und dem kompakten soundcore Motion 300 (unser Test). Denn auch der Boom 2 setzt an der Front auf ein silbernes Gitter, das mittig durch das Hersteller-Logo unterbrochen wird.

Vom Motion Boom und dem größeren Motion Boom Plus (unser Test) erbt die Neuauflage den praktischen Tragegriff samt geriffelter Unterseite, um den Bluetooth-Lautsprecher bequem von A nach B transportieren zu können.

Mit einer Länge von 30,5 cm, einer Höhe von 19 Zentimetern und einer Tiefe von rund 11 cm eignet sich der neue Speaker auch für unterwegs und fällt mit einem Gewicht von 1.695 Gramm auch nicht zu schwer aus. Hier rangiert man im guten Durchschnitt portabler Bluetooth-Lautsprecher.

Bietet allerdings den Vorteil der Wasserfestigkeit, denn dank IPX7-Zertifizierung können auch Regen und sogar Tauchgänge dem Gerät nichts anhaben.

Doch zurück zum Design. An der Unterseite gibt es, abseits der vier gummierten Standfüße, nicht viel zu sehen. An der Rückseite finden wir, geschützt unter einer dicken Gummi-Abdeckung jeweils einen USB-A- und einen USB-C-Anschluss, wobei letzterer vor allem zum Laden des integrierten Akkus genutzt wird.

Zurück an der Front finden wir unterhalb des Tragegriffs die Bedienelemente des soundcore Boom 2. Das kennen wir in ähnlicher Form bereits von den Vorgängern, wenngleich die Anordnung ein wenig durcheinandergeworfen wurde (was zugegebenermaßen mehr Sinn macht als im Falle des Motion Boom und Motion Boom Plus).

Einen frischen Anstrich bekamen zudem die beiden Seiten spendiert. Hier setzt der Boom 2 nämlich auf Passivradiatoren, die mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sind. Die geriffelte, gummierte Außenseite der Radiatoren kann also in vielen Farben passend zu Musik oder statisch erstrahlen – einstellen lässt sich das Ganze mithilfe der soundcore-App für das Smartphone. Doch dazu später mehr.

Dank des frischen Designs wirkt der BT-Speaker sehr edel und lässt auch hinsichtlich der Verarbeitungsqualität keine Wünsche offen. Wie beim Motion 300 setzt der Hersteller hier auf eine gummierte Silikon-Oberfläche, die sich angenehm griffig anfühlt und gut gegen Kratzer und Fingerabdrücke geschützt ist.

Bedienung, Akkulaufzeit und Reichweite

  • Modernes Bluetooth 5.3
  • Tadellose Bedienung
  • 17 Stunden Akkulaufzeit

Natürlich setzt auch der soundcore Boom 2 auf den modernen Bluetooth 5.3-Standard und punktet mit einer überzeugenden Reichweite und Stabilität. So können wir und problemlos mehr als 10 Meter von dem Lautsprecher entfernen, ohne dass es zu Aussetzern oder Verbindungsabbrüchen kommt.

Details zur Akkukapazität liefert der Hersteller einmal mehr nicht, verrät allerdings, dass die integrierte Batterie bis zu 17 Stunden lang durchhalten soll. Zum Vergleich: Der Vorgänger kam hier noch auf 24 Stunden.

Das dürfte vor allem den etwas kompakteren Abmessungen, zum anderen aber der LED-Beleuchtung geschuldet sein. Ein ordentlicher, aber keineswegs überragender Wert. Doch selbst für längere Parties oder Abende am See reicht die Laufzeit meist aus. Zumal der Boom 2 dank Powerbank-Funktion auch in der Lage ist, angeschlossene Geräte wie Smartphones mit Energie zu versorgen.

Geladen wird der Bluetooth-Lautsprecher mit maximal 11 Watt. Rund drei Stunden dauert es, bis der Akku wieder vollständig mit Energie versorgt ist.

Sehr gut gefällt mir die Bedienung des Bluetooth-Lautsprechers, die dank großzügiger und beleuchteter Tasten auch im Dunklen kein Problem ist, wenn du mal nicht dein Smartphone zur Hand nehmen möchtest.

Die Bedienelemente selbst sind quasi dieselben wie bei den Vorgängern, nur in einer anderen Anordnung. Von links nach rechts findest du folgende Knöpfe vor:

  • Ein- und Ausschalttaste
  • Bluetooth-Taste: Für das Pairing und Stereo-Pairing zweier Lautsprecher
  • Leiser-Taste
  • Play/Pause-Taste: Auch zum Springen zum vorherigen oder nächsten Song (2x oder 3x drücken), Annehmen und Ablehnen von Anrufen, sowie Aufrufen des Sprachassistenten (2s gedrückt halten)
  • Lauter-Taste
  • Party-Cast-Taste: Pairing von bis zu 100 kompatiblen soundcore-Lautsprechern, sowie Wechsel zwischen Equalizer-Einstellungen
  • BassUp-Taste: Hinzuschalten oder deaktivieren des Bass Boost

Die Bedienung klappt tadellos und ist auf Wunsch auch innerhalb der Begleit-App problemlos möglich.

App-Anbindung: soundcore App

  • Übersichtliche App
  • Guter Funktionsumfang

Als Begleit-App kommt, wie immer beim Hersteller, die hauseigene soundcore App zum Einsatz. Diese erkennt beim Starten den soundcore Boom 2 zuverlässig und verfrachtet uns danach direkt ins Hauptmenü.

Dort können wir mithilfe eines Schiebereglers schnell die Lautstärke anpassen, sowie die Wiedergabe pausieren oder fortsetzen. Unter dem Punkt „Mehr Bass“ kann zudem die Bass Boost-Funktion aktiviert werden, während wir im Bereich „Equalizer“ nicht nur zwischen vier Presets (soundcore Signature, Voice, Treble Boost und Balanced) wählen, sondern mit einem umfangreichen 9-Band-EQ auch dein eigenes Klangbild festlegen kannst.

Ganz unten kannst du zwischen dem Audio- und Licht-Bereich wechseln. Letzterer ist natürlich für die LED-Beleuchtung zuständig. Hier kannst du nicht nur die Helligkeit anpassen oder das Bling Bling komplett ausschalten, sondern auch zwischen unterschiedlichen Beleuchtungseffekten wählen, die du ebenfalls noch einmal farblich anpassen kannst.

Über das Zahnrad-Symbol oben rechts geht es in die Einstellungen, in der sich einige grundlegende Optionen anpassen lassen. Alles in allem eine gute und übersichtliche App, die nichts vermissen lässt.

Da wir den soundcore Boom 2 zu Testzwecken allerdings bereits vor dem Marktstart erhalten haben, waren noch nicht alle Funktionen der App verfügbar. Beispielsweise ließ sich der hochauflösende LDAC-Codec noch nicht auswählen. Der Umfang sollte zum Release also noch einmal steigen.

Soundqualität: Mehr Leistung für satten Klang

  • Überzeugender 2.1 Klang
  • 60 Watt Leistung
  • Leichte Schwächen im Sub-Bass-Bereich

Auch bei der Leistung legt der soundcore Boom 2 im Vergleich zum Vorgänger noch einmal deutlich zu. Mit 60 Watt übertrumpft der Bluetooth-Lautsprecher den Motion Boom deutlich, kam dieser seinerzeit doch auf 30 Watt.

Und was da klanglich aus den 2.1-Boxen dringt, kann sich absolut hören lassen. So punktet der Speaker mit einem klaren und detailreichen Klangbild, das selbst auf hohen Lautstärken nicht zu unschönen Verzerrungen neigt.

soundcore Boom 2 vs Motion 300
Hier der soundcore Boom 2 (hinten) im Vergleich zum Motion 300 (vorne).

Auf maximaler Lautstärke kann es in den Höhen ein wenig schrill werden, das ist allerdings wenig problematisch, denn der Boom 2 wird derart laut, dass er selbst größere Strand- und Gartenparties mit Musik versorgen kann. Im normalen Hausgebrauch pendeln wir uns eher bei 40-50 Prozent der Lautstärke ein.

Vor allem die detailreichen Mitten wissen zu gefallen, doch auch in den Höhen erreicht der Boom 2 eine angenehme Luftigkeit. Die Bässe stehen dabei etwas zurück, wobei du hier mithilfe der BassUp-Funktion entgegenwirken kannst. Dann bekommen die Tieftöne einen überzeugenden Wumms, der vor allem bei Electro-Musik besonders zum Tragen kommt. Grundsätzlich sollte der Bass-Boost eigentlich fast immer aktiv sein, da er sich in meinen Augen positiv auf die Akustik auswirkt.

Ganz allgemein kommt der soundcore Boom 2 jedoch mit sämtlichen Genres hervorragend klar und leistet sich keine groben Patzer. Lediglich im Sub-Bass-Bereich kommt es auf hohen Lautstärken zu einem leichten Verlust an Details.

soundcore Boom 2 Test: Fazit

Wirkliche Patzer liefert sich der soundcore Boom 2 im Test nicht. Der Bluetooth-Lautsprecher legt im Vergleich zu den Vorgängern nicht nur beim Design zu, sondern packt auch technisch und klanglich gleich mehrere Schippen drauf.

Das neue robuste und wasserfeste Design wirkt zwar nicht ganz so edel wie ein Metall-Finish, lässt dafür aber Kratzern und Fingerabdrücken keine Chance. Die neue RGB-LED-Beleuchtung sorgt zudem für Party-Stimmung und verleiht dem Speaker so einen ganz besonderen Touch. Auch die verschiedenen und anpassbaren Effekte gefallen.

Klanglich punktet der Speaker mit einem satten 60-Watt-Klang und einem detailreichen, räumlichen 2.1-Klangbild. Maximallautstärke und Detailgrad überzeugen, lediglich in den Sub-Bässen fehlt es etwas an Klarheit.

Schade ist hingegen, dass die Akkulaufzeit deutlich reduziert wurde. 17 Stunden sind zwar kein schlechter Wert, die meisten Konkurrenten bieten aber mehr.

So zeichnet sich für den soundcore Boom 2 ein absolut stimmiges Gesamtbild, das kaum echte Schwächen offenbart. Für den aufgerufenen Preis hat der Bluetooth-Lautsprecher einiges zu bieten und ist sein Geld zweifelsohne wert.

soundcore Boom 2 Test: Gold Award

soundcore Boom 2

Verarbeitung
Nutzerkomfort
Soundqualität
Ausstattung
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Überzeugender und robuster Bluetooth-Lautsprecher, der mit sattem Klang und stimmiger LED-Beleuchtung zu einem fairen Preis punktet. Etwas mehr Akkulaufzeit wäre jedoch schön gewesen.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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