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Die besten Videobearbeitungs-Apps für Android & iOS

Videos aufzunehmen ist heutzutage keine große Kunst. Ein paar Fingertipps auf dem Smartphone oder iPhone und Zack ist in der Regel ein qualitativ hochwertiger Streifen erstellt. Was Bewegtbilder, die mit Freunden oder der Familie geteilt werden, ausmacht, ist vielmehr das richtige in Szene setzen des vorhandenen Materials. Wie sich das im Handumdrehen mit einer App bewerkstelligen lässt? Ganz einfach. In diesem Beitrag stellen wir euch 3 der besten Videobearbeitungs-Apps für Android & iOS vor.

Anforderungen an eine Videobearbeitungs-App

Manche Funktionen, wie zum Beispiel das Trimmen eines Videos, bietet oftmals die geräteeigene Software – selten jedoch Features darüber hinaus. Im Google Play Store oder aber auch Apple App Store gibt es einen ganzen Pool an Apps, die vermeintlich die besten und wichtigsten Anforderungen erfüllen. Schnell wird heruntergeladen und getestet, was das Zeug hält. Um diesen Prozess etwas einzugrenzen, haben wir uns erst einmal die Frage gestellt, was eine All-in-One-Lösung zur Videobearbeitung eigentlich alles mitbringen sollte:

  1. Eine Trimmfunktion, um Clips zu kürzen, sodass gegebenenfalls der Schritt in der geräteeigenen App entfallen kann.
  2. Natürlich ist das Schneiden eine der wichtigsten Funktionen. Schließlich sollen ja die langweiligen Parts ganz easy herausgeschnitten oder andere Clips hinzugefügt werden. Das bringt uns auch gleich zu Punkt 3.
  3. Die App sollte die Option bieten, interessante und kreative Übergänge zwischen zwei Clips oder innerhalb eines Videos zu gestalten.
  4. Einstellungen zum Format, wie zum Beispiel 16:9 oder 4:3 sollten vorhanden sein, um die Anforderungen der Anwendungen zu erfüllen, an die das Video im letzten Schritt gesendet wird.
  5. Nützliche Funktionen wie die Möglichkeit das Video rückwärts oder in einer anderen Geschwindigkeit abzuspielen, sind von Vorteil.
  6. Außerdem können zusätzliche Effekte, wie zum Beispiel ein Aufkleber, ein Filter oder geschriebener Text als Gestaltungselemente dienen.
  7. Das Ganze noch mit der passenden Musik untermalen? Klar, warum nicht.

Natürlich hat jeder Anwender unterschiedliche Anforderungen an eine Videobearbeitungs-App. Dennoch sollte ein gewisses Maß erfüllt sein, um der Kreativität freien Lauf lassen zu können. Wir haben 3 Apps für euch getestet, die alle oder zumindest einen Großteil der Features abdecken.

FilmoraGo: Videobearbeitung wie ein Profi

Unser Platz 1 geht dabei an die Videobearbeitungs-App FilmoraGo von Wondershare. Das Tool bietet alle Funktionen unserer Liste und ist sowohl für Android über den Google Play Store als auch für iOS über den Apple App Store in der Basisversion kostenfrei erhältlich. Ein großer Vorteil der App ist es, dass sie sich dank der übersichtlichen und gut strukturierten Benutzeroberfläche intuitiv und easy nutzen lässt. Fertiggestellte Inhalte können über FilmoraGo direkt in die sozialen Medien gespeist oder über andere Schnittstellen versendet werden. Allerdings geht das nur mit der Pro Version. In der Basis-Variante wird den bearbeiteten Videos zudem ein Wasserzeichen hinzugefügt und auch der Zugriff auf über 5.000+ Aufkleber und Vorlagen sowie HD 1080P-Aufnahmen bleibt verwehrt. Wer allerdings ein paar Abstriche machen kann, dem sei die App wärmstens ans Herz gelegt. Vielleicht gibst du der eingeschränkten Version mal eine Chance. Falls du dich für die FilmoraGo Pro entscheidest, hast du die Möglichkeit dich zwischen einem Monats- (2,89 €) bzw. Jahresabo (19,99 €) oder aber für eine Lifetime-Lizenz (einmalig regulär 59,99 € / derzeit im Angebot für 29,99 €) zu entscheiden.

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Features von FilmoraGo auf einen Blick:

  • Videos und Fotos umfangreich bearbeiten
  • Einsteigerfreundliche Benutzeroberfläche
  • Schnitt- und Trimmfunktion sind natürlich mit von der Partie
  • kreative Übergänge
  • unterschiedliche Bildformate
  • Geschwindigkeiten regeln (zudem Rückwärtswiedergabe)
  • coole Effekte (z. B. Filter, Aufkleber oder Textelemente)
  • Clips mit dem passenden Soundtrack oder Soundeffekten aus der Soundbibliothek versehen
  • Auflösung bis zu 1080P HD
  • Inhalte über FilmoraGo auf den sozialen Medien teilen
Google Play Store

Splice: Kostenloser Video-Editor

Etwas magerer als FilmoraGo fällt hingegen die Videobearbeitung-App Splice vom Entwickler Bending Spoons aus. Jedoch ist das Tool in vollem Umfang gratis und sogar ohne Werbung über die jeweiligen App Stores zu beziehen. Die Benutzeroberfläche ist eher minimalistisch gehalten, weshalb nicht alle Features direkt auf den ersten Blick zu erkennen sind. Alles in allem beschränkt sich der Funktionsumfang der App aber hauptsächlich auf die Basics der Videobearbeitung. Wem also ein simples Schnittprogramm mit ein paar zusätzlichen Gimmicks reicht, ist mit Splice gut bedient. Neben der einfachen Bearbeitung lassen sich deine Lieblingsmomente einfangen, Textoverlays verfassen und Zeitlupenkreationen erstellen. Abgerundet mit dem passenden Hintergrundsoundtrack, der aus einer großen Musikbibliothek ausgewählt werden kann, setzt du dein Video perfekt in Szene. Zudem lässt die App verschiedene Bildformate und eine Auflösung von bis zu 4K Ultra HD zu.

Features von Splice auf einen Blick:

  • Videos trimmen und schneiden
  • Diashows erstellen
  • unterschiedliche Bildformate
  • Geschwindigkeiten regeln (Zeitraffer, Zeitlupe)
  • Titel und Textoverlays
  • Hintergrundmusik aus einer umfangreichen Musikbibliothek
  • Auflösung bis zu 4K Ultra HD
  • Inhalte über Splice auf den Sozialen Medien teilen
Google Play Store

PowerDirector: Professioneller Alleskönner

Wem Splice und auch FilmoraGo zu langweilig sind, der kann auf den PowerDirector von Cyberlink zurückgreifen. Allerdings erfordert der Umgang mit der App für den passionierten Laien etwas Zeit, um sich zurechtzufinden. Dafür stellt der Anbieter jedoch viele Tutorials bereit. Sobald man in der Anwendung jedoch etwas Fuß gefasst hat, bieten sie neben den grundlegenden Features, die wir bereits vor der Vorstellung der Apps aufgelistet haben, auch Möglichkeiten aus dem (semi-)professionellen Bereich. Allerdings ist der Zugang zu beispielsweise Effekten wie Stickern, Overlays und Ebenen stark eingeschränkt, sodass erst mit dem Erwerb der Premium-Version der volle Umfang freigeschaltet ist. Auch mit einem Wasserzeichen muss der User in der Testversion klarkommen. Der Kostenpunkt liegt entweder bei 34,99 € jährlich, 9,99 € im Quartal oder 5,99 € monatlich. Eine Lifetime-Lizenz ist für das Produkt jedoch nicht vorgesehen. Damit ist die App die teuerste in unserer Liste. Im Gegenzug bietet die Anwendung für den User auch einiges, wie zum Beispiel Auflösung in 4K Ultra HD, anpassbare und animierte Titel, kreative Übergänge, Musiktracks, Stimmenumwandler und Videostabilisierung. Der Entwickler wirbt zudem damit, den Funktionsumfang regelmäßig zu erweitern. Darüber hinaus lassen sich die Inhalte (auch in der Testversion) direkt auf gängigen Social-Media-Plattformen teilen.

Features von PowerDirector auf einen Blick:

  • (semi-)professionelle Videobearbeitung
  • Schneiden und Drehen
  • Videostabilisierung für verwackelte Aufnahmen
  • kreative Übergänge
  • unterschiedliche Bildformate
  • Zeitraffer und Slow Motion
  • animierte Titel
  • Filter, Aufkleber und Textelemente
  • Musik, Soundeffekte und Stimmumwandler
  • Auflösung bis 4K Ultra HD
  • Inhalte über PowerDirector auf den sozialen Medien teilen
Google Play Store

Auswertung: Welche Videobearbeitungs-App für Android & iOS eignet sich für welchen Zweck am besten?

Alle 3 hier vorgestellten Apps eignen sich gut, um Videos zu bearbeiten und einzigartige Geschichten zu komponieren. Allerdings hat jede App ihre Stärken und Schwächen. Während beispielsweise Splice zwar mit vollem Leistungsumfang kostenlos zur Verfügung steht, bleiben die Möglichkeiten der Videobearbeitung im direkten Vergleich zur Konkurrenz aber auf der Strecke. Das komplette Gegenteil dazu bildet der PowerDirector, dessen Umfang wesentlich mehr Anforderungen ausschöpft. Jedoch richtet sich die App unserer Meinung nach eher an fortgeschrittene und ambitionierte Anwender. Zudem ist sie preislich gesehen eher kostspielig. Die goldene Mitte geht an FilmoraGo. Die App hat nicht nur eine intuitive Benutzeroberfläche, sondern stellt auch alle essenziellen Basic-Features bereit. On top kommen Funktionen aus dem (semi-)professionellen Bereich hinzu. Damit hat uns die App wirklich überzeugt.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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