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Petgugu Pet Water Fountain PF1 Test – Katzenbrunnen mit App

Wer nach Trinkbrunnen für Katzen (oder auch nicht allzu große Hunde) sucht, findet inzwischen eine große Auswahl. Entsprechend groß ist die Qualitätsspanne. Der Petgugu Pet Water Fountain PF1 ist ein Trinkbrunnen der deutlich gehobenen Preisklasse. Dementsprechend sind die Erwartungen recht groß und der Blick wird auf die Gründe für den hohen Preis gerichtet. So gibt es eine Überwachung über eine Smartphone-App. Kann der Petgugu PF1 die Erwartungen des hohen Preises erfüllen? Im gründlichen Petgugu Pet Water Fountain PF1 Test werfen wir einen Blick auf den Katzen-Trinkbrunnen, die App – und lassen natürlich auch die Katzen ihre Meinung geben.

Spezifikationen

Größe 22,9 x 17,8 x 17,8 cm
Wasserkapazität 2 Liter
Farbe Marmor-weiß
Gewicht 2,79 kg
Pumpe Induktion
Netzwerk WLAN 2,4 Ghz + App-Steuerung
Preis Preis nicht verfügbar *
Petgugu Pet Water Fountain PF1
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Petgugu PF1 Test der Verpackung

  • Verpackung sieht zunächst ungewöhnlich aus
  • Sie lässt sich in eine kleine Hütte für Katzen falten

Die Verpackung des Petgugu PF1 ist auf den ersten Blick etwas seltsam, denn es ist keinerlei Aufdruck zu sehen, der auf den Inhalt hinweist. Bis auf eine kleine Aufschrift auf der Unterseite. Ansonsten wirkt der Karton vom Design her wie ein kleines Haus. Okay – da kommt die erste Idee auf, denn Katzen und Versandkartons werden schnell in Verbindung gebracht. Es finden sich häufig Witze im Internet über Katzenzubehör, das zugunsten der Verpackung ignoriert wird.

Und tatsächlich wird die Verpackung des Katzen-Trinkbrunnens Petgugu PF1 zum ersten wirklichen Highlight. Ist die Plastikfolie entfernt, merkt man, dass die Oberseite mit Klettverschlüssen gesichert ist. Außerdem finden sich beim Öffnen Knick-Kanten. Der erste Blick ins Innere geht auf eine Schnellanleitung – inklusive Faltplan. Und in der Tat ist der Karton nach der Entnahme des Inhalts recht schnell und einfach in Form gebracht. Geknickt, gesteckt und mit den Klett-Verbindern geschlossen finden sich auf mehreren Seiten auch perforierte Stellen. So lassen sich auch Öffnungen schaffen. Fertig ist das Katzenhaus!

Das ist schon eine sehr geniale Idee. Das einzige Problem ist allenfalls die Größe. Je nach Größe und Körperfülle werden erwachsene Katzen oftmals keinen Platz finden. Meine beiden passen.

Lieferumfang

  • Katzenbrunnen (mehrteilig) mit Anleitungen
  • Netzteil
  • Ein einzelner Wasserfilter ohne Ersatzfilter

Zurück zum eigentlichen Testobjekt. Neben der Schnellanleitung findet sich im Lieferumfang noch eine ausführlichere Anleitung, ein Netzteil, ein einzelner Filter und natürlich der mehrteilige Katzenbrunnen selbst. Der Petgugu PF1 wird von zwei großen Schalen aus „Eierkarton“-Pappe gehalten. Und einzelne Teile sind noch in Plastikfolie gepackt. Der Katzen-Trinkbrunnen Petgugu Pet Water Fountain PF1 besteht aus dem Unterteil mit der Steuerung, dann dem Wassertank und aus dem „Wasserfall“ mit daran angeschlossener Pumpe. An der Vorderseite der oberen Teils findet sich eine kleine Schublade, in die der Filter eingesetzt werden soll.

Design und Verarbeitung

  • Hochwertig verarbeitete Teile
  • Durch per Induktion betriebene Pumpe vom Stromnetz entkoppelt
  • Wanne hält auch im Standby etwas Wasser

Im Petgugu PF1 Test zeigt sich die Verarbeitung des Trinkbrunnens als ordentlich und hochwertig. Alle Teile sind sauber verarbeitet, haben ein ordentliches Eigengewicht, das vor einem versehentlichen Verschieben schützt und es gibt keinerlei scharfe Kanten. Auch sehr schön ist das Konzept, denn bei vielen anderen Trinkbrunnen hängt die Pumpe direkt mit einem Kabel am Strom. Aber beim Petgugu PF1 ist das mit Strom versorgte Unterteil gänzlich frei von direktem Wasserkontakt. Die Pumpe wird also durch Induktion angetrieben. Das gibt ein sicheres Gefühl, keine direkte Verbindung zwischen Wasser und Stromnetz zu haben.

Petgugu PF1 Test in Einzelteilen
Ist alles ausgepackt, sollen die Teile zunächst gereinigt werden.

Designmäßig ist der obere Teil so geformt, dass das Wasser oben herausgepumpt wird und dann den kleinen Wasserfall herunterläuft. Darunter gibt es eine kleine Wanne, in der das Wasser etwas tiefer steht, bevor es über den Überlauf durch den Filter in den Tank zurückläuft.

Der verwendete Kunststoff wirkt zwar hochwertig, aber das Design der Strukturierung ist durchaus eher Geschmacksache. Ein wenig schwer zu sehen ist der Schriftzug „MAX“, der den maximalen Wasserfüllstand des Wassertanks anzeigen soll. Gerade wenn der Trinkbrunnen auf dem Boden steht, ist das nicht mehr zu sehen. Positiv gesehen muss man den Schriftzug nicht immer sehen, wenn man sich merkt, dass dieser quasi direkt auf einem Knick im Kunststoff liegt, der auch so gut zu sehen ist.

Inbetriebnahme und Bedienung

  • Alle Teile werden zunächst ausgespült
  • Wasserfilter wird eingesetzt
  • Netzteil wird angeschlossen und das Kabel zur Zugentlastung eingeklemmt

Für die Inbetriebnahme des Petgugu PF1 sollen zunächst der Wassertank und der „Wasserfall“ einmal gründlich ausgewaschen werden. Auch der eine Filter soll ein paar Minuten unter fließendes Wasser gehalten werden. Nun wird die kleine Schublade vorne herausgenommen und der Filter eingesetzt. Dann wird das Netzteil am Bedienteil unten angeschlossen und zur Zugentlastung sollte das Kabel hinten eingeklemmt werden, was etwas Kraft benötigt, aber dann sicher hält.

Zuletzt kann der Petgugu PF1 zusammengesetzt werden: Der Wassertank kommt ins Unterteil und nun kommt der Wasserfall mit der Pumpe darüber, wobei die Pumpe ganz unten im Wassertank aufsetzen sollte.

Wenn man den Petgugu PF1 nun anschließt, kann er über den Knopf vorne unten gestartet werden. Ein kurzer Druck wechselt zwischen zwei Modi: Dauerhaft laufend und Intervall-Fluss. Der Dauer-Modus lässt die Pumpe immer laufen und der Intervall-Modus drückt das Wasser drei Minuten lang hoch, macht dann drei Minuten Pause und läuft so im ständigen 3-Minuten-Wechsel weiter. Das spart letztendlich Strom und erhöht die Nutzungsdauer des Filters. Trinken können die Haustiere dennoch, denn die Vertiefung hält immer etwas Wasser parat. Ein 5-Sekunden-Druck auf die Taste startet den Netzwerk-Modus für den App-Zugriff. Doch dazu später mehr.

Davon abgesehen zeigt sich im Petgugu Pet Water Fountein PF1 Test, dass die Lautstärke des Trinkbrunnens sehr niedrig ist. Kein Plätschern, kein Spritzen, sondern er arbeitet sehr ruhig. Wenn es sehr leise ist, hört man kaum mehr als ein sanftes Brummen der Pumpe. Dass er nicht spritzt, ist durchaus gut für den Boden, denn

Was sagen eigentlich die pelzigen Kollegen?

  • „Test-Katzen“ haben den Trinkbrunnen sofort erkundet
  • Gute Nutzung seitdem
  • Keine Irritationen durch Geräuschentwicklung

Okay, sie sagen nicht so wirklich viel, aber Zeichen gibt es. Der Katzen-Trinkbrunnen Petgugu PF1 war innerhalb kürzester Zeit adoptiert. Nach einer kurzen Inspektion haben beide Katzen ihn bereits in der ersten Stunde ausprobiert und das auch recht ausgiebig. Klar – Katzen unterscheiden sich. Unsere ältere Katze fängt beispielsweise im Intervall-Modus nur dann an zu trinken, wenn das Wasser wirklich läuft. Sie trink auch weiter, wenn es dann aufhört, aber sie fängt eben nicht an, wenn es stillsteht. Unser kleines Katerchen dagegen stört sich an keinem Modus.

Und wie bei allem, was Katzen angeht, gibt es keine Garantie, was die Begeisterung angeht. Meine Katzen finden den Petgugu PF1 super und bevorzugen ihn gegenüber dem alten Brunnen offensichtlich. Aber es besteht natürlich durchaus die Möglichkeit, dass andere Katzen wieder anders darauf reagieren.

Wartung des Petgugu Pet Water Fountain PF1

  • Regelmäßig Wasser auffüllen
  • Wöchentliche Reinigung empfohlen
  • Filterwechsel ist teuer

Die typischste Wartung wird es sein, Wasser aufzufüllen. Wo der Wassertank recht groß ist, soll er jedoch nicht über die Grenze der Anzeige „MAX“ gefüllt werden, was am Ende rund zwei Liter sind. Je nach Anzahl der Katzen, Temperatur und alternativen Trinkstellen sollte man also 1-3x pro Woche das Wasser nachfüllen. Hierfür kann man einfach langsam weiteres Wasser von oben hinzugießen.

Wöchentlich wird eine Reinigung empfohlen, also eine Rundumerneuerung des Wassers und eine Befreiung des Geräts von Staub, Haaren und sonstigem Schmutz, der sich im Laufe der Zeit ansammelt.

Für den Betrieb wird empfohlen, den Filter monatlich zu wechseln. Und das wird echt zum Knackpunkt, denn mein erster Gedanke war sowas wie: „HOLY MOLY! Ist das deren Ernst?“. Zum Zeitpunkt des Tests kostet ein Pack Filter rund 50€ (aktueller Preis € 19,95 * ). Und das ist kein Jahresvorrat, sondern es sind drei Stück. Einzeln gekauft wird’s sogar noch teurer.

Einrichtung der Petgugu-App

  • Sprache der App Chinesisch und Englisch
  • Standort benötigt
  • Tier muss mit vielen Pflichtangaben angelegt werden vor der Verbindung des Geräts

Die App in Betrieb zu nehmen war zu Beginn nicht allzu einfach. Die Installation war simpel, aber zu Beginn gab es keinerlei App-Bewertungen, was darauf hindeutete, dass die App noch neu ist. Nun muss man sich einen Account registrieren, was zunächst durch fehlerhaft beschriftete Felder und ein technisches Problem nicht so einfach war. Aber nach etwas Konversation mit Petgugu gab es ein App-Update und das Problem war soweit behoben. Und die App funktioniert aktuell nur auf Englisch und Chinesisch.

Aber gut – sobald man es geschafft hat, sich anzumelden (E-Mail-Adresse mit einem Bestätigungscode, den man eingeben muss), geht es darum, das Gerät hinzuzufügen. Hierfür muss man zunächst gute 5 Sekunden auf den Knopf des Petgugu PF1 drücken, um den Pairing-Modus zu aktivieren. Außerdem ist neben dem angemeldeten Account eine WLAN-Verbindung des Smartphones nötig und GPS muss aktiviert sein. Diverse Tablets ohne GPS-Funktion sind also vermutlich inkompatibel. Fühlt sich für mich seltsam an. Warum braucht ein Wasserbrunnen die Standort-Daten? Aber gut, ohne diese geht nicht weiter und daher wird es aktiviert. Okay – da taucht nun das Gerät auf. Click & go? Noch nicht ganz.

Denn wenn man auf das Gerät drückt, poppt der nächste Hinweis auf: Man muss zunächst ein Tier hinzufügen. Eine reine Information ohne angelegtes Haustier gibt es also nicht. Es gibt sechs Pflichtangaben, die benötigt werden, bevor man das Haustier speichern kann. Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Kastrierung, Rasse und Gewicht. Gerade die Rassen sind ziemlich querbeet sortiert. Wenn man alles angegeben und gespeichert hat, darf man endlich das Gerät hinzufügen. Das braucht natürlich auch noch die WLAN-Daten.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt mussten im Petgugu PF1 Test für meinen Geschmack zu viele Daten eingegeben werden.

Einsatz der Petgugu-App

  • Firmware-Update ist einfach
  • Trinkvorgänge werden mit einer Push-Nachricht gemeldet
  • Statistik für den Tag, die Woche, den Monat und das Jahr möglich

Gut, was kann man nun in der App so alles machen? Zunächst einmal die Firmware updaten. Wer hätte gedacht, dass ein Trinkbrunnen ein Firmware-Update brauchen könnte?

Das Update lief im Petgugu PF1 Test flott und problemlos. Und jetzt? Jetzt beginnt die Überwachung des Trinkverhaltens der Katze(n). Schwupps – Push-Nachricht auf das Smartphone! Die Katze hat 9 ml getrunken! Push-Nachrichten? Hui, mal ganz abgesehen davon, dass in den Minuten seit der Einrichtung keine Katze da war, die etwas getrunken haben könnte, sind Push-Nachrichten zu jedem tatsächlichen oder vermeintlichen Trinken des Haustiers durchaus kein Grund, für den x-mal am Tag mein Handy rappeln muss. Das wird hier mal sehr schnell wieder in den App-Berechtigungen abgestellt.

Die Trink-Statistik ist dennoch interessant anzusehen und es wird der Vergleich zu den vorangegangenen Tagen dargestellt. Außerdem kann man sehen, wann der Filter gewechselt werden sollte.

Ein Hinweis

  • Praktisch bedingt ein großer Spielraum bei der Messtoleranz
  • Weitere Geräte von Petgugu können mit der App gesteuert werden

Jede andere Trinkquelle kann und wird das Ergebnis verfälschen. Wenn jetzt andernorts noch ein Wasserschälchen steht oder die Gieskanne mit Wasser auf dem Balkon, dann wird es gelegentlich zu starken Schwankungen kommen, wo sich das Haustier das Wasser genehmigt. Ich sehe es jedoch als problematisch an, keine Alternative zuzulassen, nur um eine vollständige Statistik in der App zu haben.

Auch bei Freigängern ist der Überwachungsnutzen nur mäßig, da diese auch unterwegs etwas trinken werden.

Abgesehen vom Trinkbrunnen gibt es noch andere Gerätschaften von Petgugu, die mit der App angesteuert werden können, wie ein auf Haustiere optimierter Staubsaugerroboter oder ein automatischer Futterspender.

Fazit

Es ist nicht leicht, zu einem allgemeingültigen Fazit im Petgugu PF1 Test zu kommen. Für manche Nutzer fällt der Petgugu PF1 aus diesem Test bereits durch seinen hohen Preis aus dem Rennen. Wieder andere werden für die durchaus sehr hochwertige Hardware bereit sein, die Investition zu tätigen. Ein Hindernis könnten jedoch die hohen Folgekosten durch die teuren Ersatzfilter sein. Davon abgesehen ist die App ein Alleinstellungsmerkmal, das durchaus interessant ist, um das Trinkverhalten und damit die Gesundheit der Katzen zu kontrollieren. Doch um diesen wirklich komplett entsprechend seines Sinns einzusetzen, muss der Katzenbrunnen Petgugu PF1 die einzige Trinkquelle sein, den die Katzen nutzen.

Somit: Ja, die Verarbeitung ist sehr hochwertig und der Betrieb ausgesprochen leise, aber die praktische Zielgruppe beschränkt sich auf Wohnungskatzen-Besitzer mit einer gewissen Technikaffinität und einem höheren Einkommen, um die Investition samt der Folgekosten rechtfertigen zu können.

Petgugu Pet Water Fountain PF1 Test Bronze Award

Petgugu Pet Water Fountain PF1

Verarbeitung
Hardware
Betriebslautstärke
App
Preis-Leistungs-Verhältnis

75/100

Der Petgugu PF1 ist ein sehr hochwertig verarbeiteter und leiser Katzenbrunnen, der jedoch teuer ist. Über eine App kann unter Umständen das Trinkverhalten kontrolliert werden.

Petgugu Pet Water Fountain PF1
Dieses Produkt ist nicht verfügbar.

Simon Deobald

Schon zu Kindertagen, noch bevor ich wirklich lesen konnte, wusste ich unter DOS, was einzutippen ist, um "Die Siedler" zu starten. Wenige Jahrzehnte später beschäftige ich mich auch weit intensiver mit PCs und entsprechender Hardware, bin ansonsten als Feuerwehrmann, (Produkt-)Fotograf und Redakteur tätig, wie auch ein Gitarren-Nerd.

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