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CES 2022: Federleichtes VR-Headset vorgestellt

Die diesjährige CES steckt wieder voller Überraschungen. Auch im Bereich der Virtual Reality haben wir mit der PlayStation VR2 schon einiges geboten bekommen. Neben Sonys VR-Erlebnis sorgt aber noch ein weiteres Headset für Aufsehen. Mit MeganeX kommt nämlich eine VR-Brille, die gerade einmal 250 Gramm auf die Waage bringt. Dank OLED-Technik soll das SteamVR-Headset unter anderem ein brillante Bildqualität bieten. Wir schauen uns das Ganze mal genauer an.

Panasonics Prototyp erlangt Serienreife

Ganz so überraschend war der Auftritt von Panasonic allerdings nicht. Schließlich hat das Unternehmen bereits bei den beiden letzten CES in Las Vegas mit Prototypen von VR-Brillen Spannendes gezeigt. Dabei sticht das japanische Unternehmen für Unterhaltungselektrik vor allem mit seiner etwas anderen Optik aus der Masse hervor. Schließlich erinnert die MeganeX eher an eine Schweißerbrille, denn an ein VR-Headset. Während Panasonic in den letzten Jahren bereits seine hochqualitativen OLEDs präsentierte, fehlte das restliche Technikgerüst noch.

Dies hat sich nun offensichtlich geändert. So haben die Japaner ihre VR-Lösung nun mit dem passenden Chipsatz und einer Reihe wichtiger Sensoren ausgestattet. Im Endergebnis kann Panasonic auf der diesjährigen CES endlich ein Produkt mit Reife zur Serienproduktion vorstellen. Offensichtlich scheint die Produktion auch schon im vollen Gange zu sein. Schließlich soll die MeganeX bereits im Frühling diesen Jahres in den Handel kommen. Panasonic spricht von einem Einführungspreis von unter 900 US-Dollar.

OLED-Bildschirme im Mini-Format

Wie bei einem VR-Headset üblich, befindet sich auch beim MeganeX jeweils ein kleines Display vor den Augen des Trägers. Bei Panasonics Brille lösen die 1,3 Zoll großen Bildschirme mit 2.560 x 2.560 Pixeln auf, was für scharfe Bilder spricht. Auch die sonstigen technischen Details lesen sich hervorragend. Neben einer Bildwiederholrate von butterweichen 120 Hz soll auch HDR mit an Bord sein. Kopfbewegungen werden mithilfe des sogenannten „6DoF-Kopftracking“ registriert und auf das Spielgeschehen übertragen. Ergänzt wird dies durch Kameras an der Außenseite. Diese sollen für das benötigte Inside-out-Tracking sorgen. Neben der Steuerung per Kopfbewegung soll natürlich auch ein Controller zum Einsatz kommen. Information zu diesem möchte Panasonic noch nachreichen.

VR-Brille mit PC-Zwang

Ob das MeganeX kabellos funktioniert oder nicht, wissen wir bislang noch nicht. Da Panasonic zu diesem Thema aber keine Aussagen getätigt hat, gehen wir davon aus, dass das VR-Headset nur mit Kabelverbindung genutzt werden kann. Dies verwundert zumindest dann, wenn man einen Blick auf die Rechenleistung wirft. Panasonic setzt nämlich auf den leistungsstarken Snapdragon XR1 aus dem Hause Qualcomm. Eine Verbindung zum PC stellt man mittels USB-C-Port her. Die spannendste Eigenschaft der MeganeX ist aber zweifelsohne ihr vergleichsweise geringes Gewicht von gerade einmal 250 Gramm. Damit lässt Panasonic die Konkurrenz meilenweit hinter sich.

Die Vorstellung VR genießen zu können, ohne gewissermaßen einen Helm aufsetzen zu müssen, macht definitiv Lust auf mehr. Und genau das scheint es zu sein, was Panasonic hier verfolgt. So trägt man die MeganeX ganz einfach wie eine klassische Brille. Erst ein Praxistest wird zeigen, ob dieses minimalistische Design auch seine Tücken hat. Insbesondere ein fester Sitz spielt nämlich im Bereich von VR-Headsets eine nicht zu verachtende Rolle. Vor allem bei schnellen Spielen, die ruckartige Kopfbewegungen verlangen, ist ein wackeliges Gestell Gift für die Spielererfahrung. Das einzige Element, das offenbar für Stabilität sorgen soll, ist der rückseitig angebrachte Haltebügel. Hier befinden sich übrigens auch die Speaker der VR-Brille.

Aus einer Idee wird ein marktreifes Produkt

Das Beispiel der MeganeX macht klar, welche Vorteile Tochterunternehmen für so große Tech-Konzerne wie Panasonic mit sich bringen. Hier können sich die Mutterkonzerne ohne gefährliche Fallhöhe austoben und neue Ideen entwickeln. Der japanische Konzern hat sich bei der Entwicklung der MeganeX voll und ganz auf sein Tochterunternehmen Shiftall verlassen. Von einem entsprechend kleinen Unternehmen erwartet man auch keine allzu hohen Stückzahlen, wenn ein neues Produkt an den Start geht. Dies wird sicherlich auch bei der MeganeX der Fall sein. So kann Philips in aller Ruhe Marktforschung am lebenden Objekt betreiben. Sollte das schlanke VR-Headset allerdings erfolgreich sein, könnten spannende Weiterentwicklungen auf uns zukommen. Besonders cool wäre es beispielsweise, wenn man eine so kompakte VR-Brille wie die MeganeX als eigenständiges Gerät ohne PC-Zwang nutzen könnte.

VR wird immer leichter

Panasonics Tochterunternehmen entspricht durchaus dem Zeitgeist aktueller VR-Technik. Schließlich werden Lösungen immer beliebter, die das Ziel verfolgen, möglichst kompakt zu sein. Ein Beispiel hierfür ist die Vive Flow von HTC. Während diese beim Formfaktor zwar mit der MeganeX mithalten kann, hinkt sie in technischer Hinsicht hinterher. Das gilt insbesondere für das Display, welches nicht auf OLED, sondern klassische LCD-Technik setzt. Auf der anderen Seite kommt in HTCs VR-Lösung mit dem Qualcomm Snapdragon XR1 der gleiche Prozessor zum Einsatz. Allerdings verfolgt die Vive Flow auch andere Zwecke. So ist sie eher für den räumlichen Genuss von Filmen und Serien, denn fürs Gaming konzipiert.

MeganeX ist nur der Anfang

Mindestens genauso überraschend wie die Serienreife von MeganeX sind die Pläne für die Zukunft, die Panasonics Tochterunternehmen hat. So sollen neben der kleinen VR-Brille noch weitere Geräte für Virtual Reality an den Start gehen. Diese sollen in aller erster Linie der Immersion des Spielers dienen. Ein spannendes Beispiel ist ein Gadget namens „Pebble Feel“. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Gurt, welcher Vibrationen und Temperaturen an den Spieler weitergeben kann. Obendrein soll mit „HoritoraX“ ein Set an den Start gehen, welches deine Körperbewegungen tracken soll.

Release ist noch unbekannt

Doch für die Gadgets gilt das gleiche wie für die VR-Brille selbst. So haben weder Shiftall, noch Panasonic genaue Angaben zu einem Release gemacht. Einen ungefähren Zeitraum kennen wir aber zumindest für die MeganeX. Die federleichte VR-Brille soll noch im Frühjahr 2022 an den Start gehen. Wir sind gespannt, ob Panasonic dieses ambitionierte Ziel einhalten kann.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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