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Fachkräftemangel in der IT-Branche: Bitkom warnt vor Folgen

In der IT-Branche gibt es einen großen Mangel an qualifizierten Fachkräften. Das könnte die Digitalisierung in Deutschland aus Sicht von Bitkom extrem ausbremsen. Nun fordert der Digitalverband ein entschiedenes Entgegenwirken seitens der Politik.

Bitkom warnt vor schweren Folgen für Wirtschaft

Pflegebranche, Baubranche, Industrie – Die gesamte deutsche Wirtschaft scheint derzeit unter einem Fachkräftemangel zu leiden. Auch in der IT-Branche sieht es offenbar nicht anders aus. Dies geht aus einer Langzeitstudie der Bitkom hervor. Demnach sollen im Jahr 2040 höchstwahrscheinlich etwa 660.000 Fachkräfte im Bereich der IT fehlen. Das könnte schwere Folgen für die Wirtschaft haben.  Dabei geht es keineswegs nur um künftige unbesetzte Stellen in IT-Unternehmen.

Vielmehr sorgt sich der Digitalverband auch um die Besetzung von IT-Stellen im öffentlichen Dienst. Das dürfte aus Sicht von Ralf Wintergerst, Präsident der Bitkom, „die dringend notwendige Digitalisierung“ ausbremsen. In einem Statement gegenüber der dpa macht er deutlich, dass das schwere Folgen haben kann. So sagt er „ohne IT-Spezialistinnen und Spezialisten verspielt Deutschland seine digitale Zukunft“.

Forderung an die Politik

Doch aus Sicht von Wintergerst ist die Lage nicht aussichtslos. Vielmehr könne man mit den passenden Mitteln entgegensteuern. Ziel Nummer Eins sei es dabei, neue potentielle Fachkräfte für die Branche zu begeistern. Hierfür müssten die Zahlen an Auszubildenden und Studenten in der IT-Branche erhöht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll bereits das Schulsystem einen größeren IT-Fokus erhalten.

Lehrpläne müssten dahingehend geändert werden, dass bereits in der Sekundarstufe 1 Informatik gelehrt wird. Und nicht nur das. Außerdem solle es nicht mehr nur Informatik als IT-Fach geben. Auch Themen wie KI und Digitatilisierung könnten als eigenständige Fächer angeboten werden. Weiterhin kann es zielführend sein, Personal nach Erreichen des Rentenalters weiter im aktiven Berufsleben zu behalten.

bitkom

Anders als beispielsweise im Handwerk sprechen nämlich meist keine körperlichen Einschränkungen gegen eine Weiterbeschäftigung in der IT. Weiterhin wirbt der Bitkom-Präsident dafür, Personal aus anderen Branchen zu gewinnen. Doch ein wenig ernüchternd ist die Aussicht von Wintergerst dann doch. Schließlich ist es aus seiner Sicht aussichtslos, das Problem allein zu lösen. Man müsse Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen.

Und die sind in nahezu allen Industrienationen äußerst begehrt. Aus seiner Sicht müsse man hierfür zunächst einmal das Fachkräfteeinwanderungsgesetz novellieren und beispielsweise aus Ausländerbehörden „Willkommensagenturen“ machen. In Kombination zu einer Werbekampagne für Deutschland als attraktives Zielland für internationale IT-Fachkräfte könnte das womöglich zielführend sein.

Quelle: dpa

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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