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Forscher entwickeln Koffer zur Umwandlung von Salz- in Süßwasser

Am namhaften MIT (Massachusetts Institute of Technology) haben Forscher offenbar ein neues Forschungsprojekt auf den Weg gebracht, das künftige Probleme des globalen Wassermangels beheben könnte. So soll man mithilfe eines Koffers Salzwasser in trinkbares Wasser umwandeln können. Ein spezieller Filter soll dabei nicht zum Einsatz kommen.

Salzwasser ohne Filter in Trinkwasser verwandeln

Mit wachsender Weltbevölkerung müssen wir uns auch damit abfinden, dass Ressourcen immer knapper werden. Das gilt nicht nur für Öl, Kohle und Gas. Auch die für uns selbstverständliche Versorgung mit Wasser könnte auf lange Sicht zu einem echten Problem werden. Gegen drohenden Wassermangel hat nun ein Forscherteam am MIT eine Lösung gefunden. In einer Art Koffer soll sich all das befinden, was man benötigt, um Salzwasser in Trinkwasser umwandeln zu können – alles ohne Filter. In dem tragbaren Kasten, der nur ein paar Kilo wiegen soll, soll mittels elektrischer Energie die Umwandlung stattfinden. Im Endeffekt versprechen die Forscher trinkbares Wasser, das sogar eine noch höhere Qualität aufweisen soll, als von der WHO empfohlen.

Salzwasser in Trinkwasser umzuwandeln ist kein Hexenwerk. Unter Zuhilfenahme von passenden Filtern ist dies auch jetzt schon problemlos möglich. Allerdings kann man dies als Privatperson nicht wirklich in die Tat umsetzen. Auch die Mobilität, die der spezielle Koffer ermöglicht, klingt vielversprechend. Schließlich ist es derzeit nicht nur vonnöten, spezielle Filter zu nutzen. Diese sind nur dann wirksam, wenn man sie gemeinsam mit einer leistungsstarken Hochdruckpumpe nutzt. Hier setzten die Forscher des MIT an. Sie nahmen sich zur Aufgabe, eine Umwandlung auch mobil möglich zu machen.

Umwandlung mithilfe eines elektrischen Feldes

Doch wie erreichen die Forscher die Umgehung der bisherigen Technik? Statt auf Filter und Hochdruckpumpe zu setzen, nutzen die Forscher elektrische Energie. Laut den Forschern des MIT nennt sich die spezielle Technik „Ionenkonzentrationspolarisation“. Hierbei wird ein elektrisches Feld erzeugt, welches die Teilchenzusammensetzung des Salzwassers derart ändert, dass es zu Süßwasser wird. Insbesondere die Salzmoleküle, aber auch andere unliebsame Bestandteile wie Bakterien filtert das System heraus. Die gesundheitsschädlichen Stoffe sowie das Salz werden dann in einem speziellen Wasserstrom aus der Flüssigkeit herausgespült.

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Doch das war es noch nicht. Im Anschluss daran findet die sogenannte „Elektrodialyse“ statt. Diese entfernt auch die letzten Salzionen aus der Flüssigkeit. Was nach komplizierter Physik und Chemie klingt, soll laut dem Forscherteam idiotensicher in der Anwendung sein. Für uns bedeutet das, dass das marktreife Produkt ganz einfach per Knopfdruck funktionieren dürfte. Mit der Umwandlung von Salz- in Süßwasser ist das Gerät dann fertig, wenn der gewünschte Schwellenwert erreicht wurde. Laut MIT soll dies in der Praxis eine knappe halbe Stunde dauern.

MIT erhofft sich Unterstützung von Startup

Natürlich hat das MIT seinen speziellen Koffer nicht ohne Grund entwickelt. Insbesondere in Gebieten mit wenig Trinkwasser ist der Einsatz natürlich denkbar. Auch auf Schiffen, kann man daran denken, da eine derartige Absicherung sehr praktisch ist. Weiterhin kann der Koffer als Notfallset beim Ausflug auf eine Insel hilfreich sein. Schließlich dürfte kaum etwas frustrierender sein, als durstig von sehr viel Wasser umgeben zu sein, das man aber einfach nicht trinken kann. Dabei soll der Koffer keinen großen Strombedarf haben. Ein Ladegerät für Smartphones soll ausreichen.

Filter sind nicht vonnöten. Das soll den Wartungsaufwand reduzieren. (Bild: M. Scott Brauer, MIT)

Alternativ soll man den Koffer auch mit einem Solar-Paneel kombinieren können. Das Forscherteam ist voll und ganz von seiner Erfindung überzeugt. Allerdings weist der Koffer noch einige Kinderkrankheiten auf. So ist er beispielsweise schwer zu warten. Insbesondere bei der Verwendung mit sehr schmutzigem Wasser soll eine anschließende Reinigung aufwendig sein. Hier versprechen sich die Forscher allerdings tatkräftige Unterstützung von smarten Startups. Wir sind schon jetzt gespannt auf das Ergebnis und sind uns sicher, dass diese Erfindung vielen Menschen helfen kann.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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