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Google WorldSense: Ohne Smartphone in virtuelle Realitäten abtauchen

Den VR-Markt eroberte Google zunächst mit seinem Cardboard. Die Pläne für die VR-Brille konnte man im Internet herunterladen und sich so aus Pappe eine eigene VR-Brille basteln. Wer sich die Bastelarbeiten nicht zutraute, konnte für wenige Euro im Internet ein Cardboard kaufen. Die virtuelle Realität wurde somit jedem Interessiertem für wenig Geld näher gebracht. Als nächstes ging Google mit „Daydream“ einen Schritt weiter. Sowohl in das Cardboard als auch in „Daydream“ muss man sein Smartphone einstecken, um die virtuelle Realität genießen zu können. Mit WorldSense soll alles anders werden.

Google WorldSense – VR ohne Smartphone

Daydream ist eine VR Plattform, die drei Komponenten erforderlich macht und zwar eine Software für Android, ein VR-Gestell und ein kompatibles Smartphone. Auf der Google I/O gab das Unternehmen nun bekannt, das in Zusammenarbeit mit Qualcomm an einer Standalone-Variante gearbeitet werde. In Zukunft wird für den Genuss der virtuellen Realität also kein Smartphone mehr benötigt. Einsetzt werden soll ein Snapdragon 835 Grafikprozessor.

WorldSense soll es ermöglichen, dass VR-Brillen mit zahlreichen Sensoren ausgestattet sein können, die das VR-Erlebnis verbessern. Durch die Sensoren wird zum Beispiel die Umgebung des Nutzers abgescannt. Kameras können die Position bestimmen. Das sogenannte ‚Inside-Out-Tracking wird unter anderem auch von der Microsoft Holo Lens und Intels Project Alloy verwendet.

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Project Tango diente als Basis

Als Basis für WorldSense bediente sich Google den Erkenntnissen, die durch Project Tango entstanden sind. An diesem Projekt arbeitete das Unternehmen seit dem Jahr 2014. Project Tango kann mit Hilfe von drei Kameras, einem Lage- und Beschleunigungsmesser nicht nur Räume in 3D vermessen, sondern auch virtuelle Objekte innerhalb der 3D-Räume platzieren und erlaubt es dort virtuelle Spiele zu spielen. Für diesen Zweck werden eine RGB-Kamera, eine Kamera für die Tiefen- und eine für die Bewegungserfassung verwendet.

Die ersten Geräte ab 2017 erhältlich

Das Qualcomm an einer VR-Lösung mit Snapdragon 835 arbeitet ist nichts Neues. Das Googles WorldSense dabei zum Einsatz kommen soll hingegen schon. Vor kurzem erst ist bekannt geworden, das Vive und Lenovo Geräte auf Basis von WorldSense angekündigt haben. Namen für die Produkte gibt es bisher noch nicht. Vive stellt sein Produkt jedoch unter das Motto „No Phone. No PC. Standalone VR.“

Noch bleibt also abzuwarten, wie gut Googles WorldSense wirklich ist.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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