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Intel schwächt absichtlich eigene CPUs

Eigentlich kennt man es von Intel, dass akribisch an immer schnelleren und leistungsstärkeren Prozessoren getüftelt wird. Nun ist allerdings herausgekommen, dass der Chip-Experten seine Alder-Lake-Prozessoren offenbar mit Absicht langsamer gemacht hat. Geschehen ist dies durch das Entfernen der sogenannten AVX-512-Erweiterung. Die Folge? Einige Anwendungen sollen nun unter Leistungseinbußen leiden.

Microcode-Update drückt auf die Bremse

Von der gebremsten Leistung sind insbesondere die günstigen Prozessoren von Intel betroffen. Ursache dafür ist ein Firmware-Update der Z690-Hauptplatine. Dieses sorgt dafür, dass die leistungssteigernde AVX-512-Erweiterung kurzerhand deaktiviert wird. Eigentlich sollte diese auf den herkömmlichen Intel-CPUs gar nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen wurde sie ursprünglich für Prozessoren konzipiert, die durch den Einsatz in Serverstrukturen viel Leistung bringen müssen. Obwohl man als herkömmlicher Nutzer also nichts von der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Intel-CPU merken dürfte, handelt es sich dennoch um Fahren mit angezogener Handbremse.

Nutzung möglich, aber sinnlos

In der Theorie ist es möglich, den entsprechenden Teil der Hauptplatine auch in den normalen Consumer-CPUs von Intel zu nutzen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass man die Leistung des Prozessors so anpasst. dass er lediglich über seine Performance-Kerne arbeitet. Interessanterweise ist dies bei Einsteiger-CPUs wie beispielsweise einem Core i5 stets der Fall. Bei leistungsstarken Ablegern wie bspw. dem Core i9-12900K sind die betroffenen Performance-Cores ab Werk gar nicht erst aktiviert. Um dies im Nachhinein zu tun, muss man zunächst die sogenannten Efficiency-Cores deaktivieren. Nun ist es in keinem der Prozessoren mehr möglich. Es sei denn, du hast noch eine Microcode-Revision Nummer 12.

Über Sinn und Zweck des Ganzen lässt sich allerdings getrost streiten. Schließlich kamen die leistungsstarken Parts des Prozessors ohnehin nie zum Einsatz. Insbesondere beim Spielen von Games und auch herkömmlichen Anwendungen, hat das Fehlen von AVX-512 keinerlei Auswirkungen. Dennoch wird von einigen Usern berichtet, dass es mit Microcode-Revision Nummer 18 zu einem messbaren Einbruch der Leistung kommt. Angesichts der Tatsache, dass es sich hierbei um eine künstliche Verschlechterung seitens des Herstellers handelt, ist dies wirklich schade. In der Fanbase wird Intel damit keine Freunde sammeln können. Führt man sich das zunehmende Erstarken der Konkurrenz aus dem Hause AMD vor Augen, könnte das Timing kaum schlechter sein.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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