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Netflix und TikTok stellen ihre Dienste in Russland ein

Die digitale Isolation Russlands geht weiter. Mit Netflix und TikTok stellen zwei weitere große Anbieter ihre Dienste im Land aufgrund des Ukraine-Krieges vollständig ein. Ein weiterer Grund dafür ist aber auch das neue Gesetz gegen Fake News. Netflix reagiert damit auch auf die Propaganda-Auflagen, die ab März für den Streaming-Anbieter gelten sollten.

Netflix setzt Dienst in Russland aus

„Angesichts der Umstände vor Ort haben wir beschlossen, unseren Dienst in Russland einzustellen,“ verrät ein Netflix-Sprecher im Gespräch mit dem US-Magazin Variety. Eine Registrierung für neue Nutzerinnen und Nutzer ist in Russland ab sofort nicht mehr möglich. Bestandskunden können den Streaming-Dienst indes weiter nutzen, bis die nächste Abbuchung fällig wird. Dann wird das Abonnement automatisch beendet.

Das ist die letzte Konsequenz für Netflix, nachdem das Unternehmen bereits vor einigen Tagen bestätigt hatte, die Propaganda-Auflagen des Landes nicht zu erfüllen und keine russischen Nachrichtensender über die Plattform verfügbar zu machen. Damit folgt Netflix dem Beispiel von verschiedenen Tech-Unternehmen und Hollywood-Studios wie Disney, Warner Bros. und Universal, die bereits ankündigten, ihre Filme nicht mehr in Russland verfügbar zu machen.

Sonderlich schwer dürfte das das Unternehmen Netflix allerdings nicht treffen. Von den 221,8 Millionen Abonnenten zum Jahresende 2021 entfallen lediglich knapp eine Million auf Russland.

TikTok stellt Videofunktion ein

Das soziale  Netzwerk TikTok hingegen hat als Reaktion auf das neue russische Gesetze gegen die Verbreitung von „Falschnachrichten“ im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg seine Videofunktion in Russland vollständig eingestellt.

Man habe keine andere Wahl, als die Direktübertragung und das Hochladen neuer Inhalte vorübergehend auszusetzen, erklärte das Unternehmen, und zwar „bis wir die möglichen Folgen für die Sicherheit unserer Angestellten und der Nutzer untersucht haben“. Lediglich die Messenger-Funktion des Kurzvideo-Dienstes könne aktuell weitergenutzt werden.

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Was besagt das russische Gesetz gegen Falschnachrichten?

Am 04. März hat Russlands Präsident Wladimir Putin ein neues Gesetz erlassen, das unter anderem drastische Haftstrafen für all diejenigen vorsieht, die eine „unschöne“ Berichterstattung über das russische Militär teilen. Für die Verbreitung der laut Putin als „Falschnachrichten“ deklarierten Meldungen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Auch Ausländer sind von dem Gesetz betroffen.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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