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Du willst anonym anrufen? – so geht’s!

Hast du ein ungutes Gefühl, wenn du jemanden mit unterdrückter Rufnummer anrufst? Du möchtest nicht, dass man am anderen Ende denken könnte, ein Stalker möchte womöglich durchklingen? Lege diese Gedanken lieber schnell wieder ab. Es ist kein Verbrechen, wenn du jemanden mit unterdrückter Nummer anrufen möchtest. Ganz im Gegenteil!

Die eigene Handynummer gehört heutzutage zu den empfindlichsten Daten. Deshalb ist es noch nicht einmal unehrlich oder gar feige, wenn du eine andere Person anonym anrufst. Insbesondere dann, wenn du eine dir fremde Person anrufst, ist es mehr als nachvollziehbar, dass du deine eigene Nummer nicht preisgeben möchtest. Wir wollen dir heute einmal zeigen, welche Wege es gibt, um deine Rufnummer zu unterdrücken.

Warum die eigene Nummer unterdrücken?

Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du deine Telefonnummer nicht offen zeigen möchtest. Schließlich kann die Preisgabe der wichtigen Zahlenkombination heutzutage nervige Folgen haben. Oder hast du etwa noch nie einen fragwürdigen Werbeanruf samt störendem Verkaufsgespräch am Telefon gehabt? Woher die deine Nummer haben? Möglicherweise hast du bei deiner letzten Essensbestellung oder dem gestrigen Anruf im Callcenter mit offener Rufnummer durchgeklingelt. Doch abseits der Werbeanrufe kann deine Handynummer noch weitere Folgen für dich haben, die überaus bedenklich sind. So kannst du beispielsweise per Messenger kontaktiert werden.

Solchen Kontaktversuchen kannst du nicht so leicht entgehen wie einem bloßen Anruf. Wer seine Handynummer zur Verifizierung bspw. bei Facebook nutzt, sollte außerdem darauf achten, sie nach Möglichkeit nicht offen auf dem Profil zur Schau zu stellen. Ansonsten lässt sich mithilfe deiner Handynummer bereits deine gesamte Identität ermitteln. Gleichzeitig möchte man aber nicht darauf verzichten, jede Telefonnummer problemlos anrufen zu können, ohne sich Gedanken über etwaige Folgen machen zu müssen. Das Unterdrücken der eigenen Rufnummer ist also das beste Mittel, um beides miteinander in Einklang zu bringen.

So kannst du für Anonymität beim Anruf sorgen

Es gibt unterschiedliche Wege, um deine Rufnummer zu unterdrücken. Wir wollen dir fünf verschiedene Möglichkeiten vorstellen.

Mit GSM-Code zur unterdrückten Rufnummer

Bei unserer ersten Möglichkeit kommt dein persönlicher Provider ins Spiel. Du kannst diesen nämlich mithilfe sogenannter GSM-Codes dazu anweisen, deine Rufnummer bei von dir angerufenen Personen nicht anzuzeigen. Hierfür reicht das bloße Vorwegnehmen des passenden Codes. Ein Beispiel soll einmal verdeutlichen, wie einfach das ist.

Stellen wir uns einmal vor, du möchtest die Telefonnummer 1234/5678910 anrufen. Normalerweise kann der Gesprächspartner am anderen Ende nun deine Nummer auf seinem Display erkennen. Tippst du allerdings die Kombination #31# vorweg ein und im Anschluss daran die gewünschte Telefonnummer wird deine Nummer unterdrückt. Möchtest du das, gibst du in dein Tastenfeld also folgende Nummer ein #31#1234/567910.

Entscheidest du dich für diesen GSM-Code, unterdrückt dein Handyanbieter deiner Rufnummer lediglich einmal. Doch es gibt auch die Möglichkeit, mithilfe eines GSM-Codes grundsätzlich deine Nummer zu unterdrücken. Hierfür musst du den Code *31# in das Rufnummernfeld eintippen und anschließend anrufen. Nun hat dein Provider abgespeichert, dass du stets anonym anrufen möchtest.

Doch das sind nicht die einzigen GSM-Codes, die im Rahmen der Rufnummernunterdrückung zum Einsatz kommen können. Hast du dich für ein dauerhaftes Unterdrücken deiner Nummer entschieden, kannst du mit dem vor der Rufnummer eingetippten Code *31# festlegen, dass deine Rufnummer einmalig angezeigt wird. Beim nächsten Anruf ist sie dann wieder unterdrückt.

Rufst du den Code #31# an, wird die Rufnummernunterdrückung wiederum aufgehoben. Bei all den unterdrückten und nicht unterdrückten Rufnummern kann man allerdings schnell mal den Überblick verlieren. Dann hilft dir das Kürzel *#31# weiter. Rufst du dieses an, kannst du deine gegenwärtige Einstellung überprüfen. Das verhindert, dass du aus Versehen nicht anonym anrufst.

Doch es muss nicht unbedingt ein Code sein, der für Anonymität bei deinen Anrufen sorgt. Alternativ kannst du auch einfach in den Einstellungen deines Smartphones nachsehen. Hier findest du dann Optionen wie bspw. „eigene Nummer anzeigen“ vor. Doch obwohl dies auf den ersten Blick einfacher wirken mag, hat es auch seine Nachteile.

So ist die Anonymität per Einstellungen nicht annähernd so weitreichend wie es bei der oben beschriebenen Variante der Fall ist. Schließlich gibt es mittlerweile Möglichkeiten, unterdrückte Nummern ganz einfach sichtbar zu machen. Während dies bei der Unterdrückung per Telefoneinstellungen ganz einfach funktioniert, ist es bei der Anonymität per Provider nicht möglich.

Lege dir eine zweite SIM zu

Kommen wir zur zweiten Möglichkeit wie du eine andere Person anonym anrufen kannst. Diese ist simpel wie genial. Alles, was du brauchst sind zwei unterschiedliche Telefonnummern. Klingt verrückt? Dann wirf mal einen Blick in deine E-Mail-Postfächer. Ich wette, dass es viele unter euch gibt, die einen E-Mail-Account für Arbeit/Seriöses haben und daneben einen weniger seriösen Account. Zweiterer kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn man sich einmal einen Newsletter-Gutschein sichern oder bei einem sozialen Netzwerk anmelden möchte. Warum sollte man nicht auch bei seinem Smartphone so vorgehen?

Hierfür benötigst du ein Smartphone, das über ein Dual-SIM-Feature verfügt. Dabei unterscheidet man zwischen Geräten, die Platz für zwei physische SIM-Karten bieten und Geräten, in denen neben der herkömmlichen SIM-Karte eine sogenannte eSIM zum Einsatz kommt. Diese elektronische SIM-Karte ist in der Regel im Smartphone vorinstalliert. Eine Freischaltung erfolgt häufig über einen QR-Code. Egal, ob deine zweite SIM-Karte elektronisch oder physisch ist. In beiden Fällen bekommst du damit eine zweite Telefonnummer.

Wer sich neben seiner herkömmlichen Handynummer eine zweite zulegt, kann diese immer dann nutzen, wenn man nicht möchte, dass die „richtige“ Handynummer gesehen wird. Der große Vorteil daran ist, dass der Angerufene nicht erschrocken ist, weil auf seinem Display „Private Nummer“ oder „Anonym“ erscheint. Eine normale Handynummer macht stets einen besseren Eindruck. Und teuer ist das Ganze auch nicht. Mittlerweile kannst du dir supergünstig einen Vertrag mit Allnet-Flat sichern.

Besorge dir ein zweites Handy

Einen Schritt weiter gehst du, wenn du dir nicht nur eine zweite SIM-Karte, sondern gleich ein zweites Smartphone mit separatem Vertrag oder Prepaid-Karte zulegst. Dies hat gegenüber der Lösung per Dual-SIM einen entscheidenden Vorteil. Während du beim Dual-SIM nach wie vor alles über ein Gerät managen musst, kannst du bei einem zweiten Smartphone eine saubere Trennung durchführen. Lege dir beispielsweise ein Geschäftshandy und ein Privathandy zu. Manch einer verspürt vielleicht auch das Verlangen ein Smartphone speziell für Tinder oder andere Dating-Apps zu nutzen. Der große Vorteil ist, dass deine Tinder-Nummer dann nicht gleich deine Person verrät.

Erstelle eine virtuelle Handynummer

Wusstest du, dass du dir auch deine ganz persönliche „Fantasie-Nummer“ zusammenstellen kannst? Naja, ein paar Grenzen werden dir im Rahmen unserer nächsten Möglichkeit schon gesetzt. Das Schlüsselwort hierbei lautet „virtuelle Telefonnummer“. Mittlerweile hat sich diesbezüglich ein großer Markt mit vielen verschiedenen Anbietern eröffnet. In der Praxis funktioniert dies wie folgt. Wenn du jemanden anrufst, wird dem gegenüber eine andere Telefonnummer als die deines Handys angezeigt. Der Gesprächspartner kann diese Nummer dann auch zurückrufen und gelangt dank Rufnummernweiterleitung wieder bei dir.

Damit bleibt deine Telefonnummer anonym, aber du kannst trotzdem zurückgerufen werden. Was nach großer Zauberei klingt, ist bei Callcentern mittlerweile Gang und Gäbe. Hierbei muss man allerdings eine klare Grenze zum verbotenen „Call ID-Spoofing“ ziehen. Dieses stellt tatsächlich das Vortäuschen einer gänzlich falschen Telefonnummer dar. Da du bei seriösen Anbietern für virtuelle Handynummern an deine Vorwahl gebunden bist, entspricht es nicht dem gesetzlichen Verbot.

Anonym SMS verschicken?

Manchmal wünscht man sich, nicht nur mit unterdrückter Nummer anzurufen. Auch eine anonyme SMS möchte man vielleicht einmal verschicken. Auch hierfür gibt es verschiedene Anbieter. Manche kosten Geld, andere wiederum bieten ihren Services kostenfrei an. Je nach dem wie häufig du anonyme SMS verschicken möchtest, solltest du über die Ausgabe von Geld wirklich nachdenken. Warum? Die Anbieter, welche einen kostenfreien Dienst bieten, setzen in der Regel auf nervige Werbeeinblendungen. Einer der berühmtesten Anbieter einer anonymen SMS ist bspw. Skype. Der Empfänger erhält die SMS ohne deine Nummer. Antworten kann er dennoch.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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