PC-Komponenten

APNX C1 Test – Gebogener Stahl trifft auf viel RGB

Der Hersteller APNX dürfte vielen Hardware-Enthusiasten bisher noch nicht über den Weg gelaufen sein. Das liegt schlichtweg daran, dass die Marke erst im Sommer 2023 in Taipeh das Licht der Welt erblickt hat. Der Name APNX ist dabei eine Abkürzung und steht für Advanced Performance Nexus. Auf der Computex 2023 hat der Hersteller sich zum ersten Mal präsentiert und zunächst ein Gehäuse, zwei Lüfterserien, zwei CPU-Kühler und diverse Netzteil-Prototypen vorgestellt. Das dort präsentierte Gehäuse trägt den Namen APNX C1 und wird heute von uns in diesem Test einmal genauer unter die Lupe genommen.

Preislich startet die schwarze Version des C1 mit einer UVP von €139,99. Die weiße bzw. „ChromaFlair“-Variante kosten €5 respektive €20 mehr. Damit positioniert sich das C1 in einem sehr umkämpften Preisbereich, in dem bereits viele bekannte Hersteller und sehr gute Gehäuse ihr Unwesen treiben. Überzeugen soll das C1 mit einem einem schlichten Design, welches auf einen sehr hohen Airflow ausgelegt ist. Außerdem kommt das C1 ab Werk mit vier vorinstallierten Gehäuselüftern inklusive ARGB-Beleuchtung daher. Abgerundet wird das Gesamtpaket nach Angaben des Herstellers durch eine werkzeuglose Panelmontage, eine hochwertige Materialauswahl sowie eine sehr hohe Verarbeitungsqualität und einem großzügigen Platzangebot für Hardware.

Technische Details

Modell: APNX C1
Gehäuse Typ: ATX
Abmessungen: 230 mm (B) x 502 mm (H) x 464 mm (T)
Gewicht: 9,9 kg
Material: Stahl
Farbe: Schwarz
Front-Anschlüsse: 1x USB 3.1 Typ-C, 2x USB 3.0 Typ-A, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon
Laufwerkschächte: 3x 3,5″/ 2,5″
Erweiterungsslots: 7x horizontal
Formfaktoren: ATX, mATX, ITX
Belüftung: Front: 3x 120/ 140 mm
Heck: 1x 120 mm
Deckel: 3x 120/ 2x 140 mm
Seite: 3x 120 mm
Mainboard-Tray: 1x 120 mm
Radiatoren: Heck: 1x 120 mm
Deckel: 1x 240/ 280/ 360 mm
Seite: 1x 120/ 240/ 360 mm
Max. CPU-Kühlerhöhe: 166 mm
Max. Grafikkartenlänge: 395 mm
Max. Netzteillänge: 270 mm
Platz für Kabelmanagement: 40 mm
Preis: € 123,66 *, €139,99 (UVP)
Besonderheiten: Staubfilter, Kabelmanagement, 4x vorinstallierte ARGB-Lüfter (1x 120mm, 3x 140mm) inklusive 5-Port-PWM-ARGB-Steuerplatine, Tempered Glass, werkzeuglose Panelmontage

APNX C1 Test: Der Lieferumfang

Geliefert wird das APNX C1 in einem braunen Karton aus Pappe, auf dem mit schwarzer Farbe ein Muster aufgebracht wurde. Außerdem finden wir auf der Verpackung einen farbigen Aufkleber, der ein Bild des APNX C1 sowie eine kompakte Zusammenfassung der Features und der Marke zeigt. Auf der Rückseite kann man außerdem in verschiedenen Sprachen nochmal einen Aufriss der wichtigsten Eigenschaften sowie technischen Daten nachlesen. Innerhalb der Kartonage umhüllt der Hersteller den Midi-Tower mit zwei Blöcken aus weichem Schaumstoff sowie einer Folie aus Kunststoff.

Das Montagezubehör verstaut APNX in einer braunen Schachtel, die mittels Kabelbinder am Mainboard-Tray befestigt wurde. Diese Schachtel beinhaltet alle notwendigen Montageschrauben zum Einbau der Hardware sowie zehn einfache und neun wiederverwendbare Kabelbinder. Außerdem gehören zum Lieferumfang eine kompakte Montageanleitung, vier vorinstallierte Lüfter (1x 120mm, 3x 140mm) vom Typ APNX FP1, eine 5-Port-PWM-ARGB-Steuerplatine sowie zwei vorinstallierte Staubfilter für die Front und den Boden.

Unserem Reviewsample lagen zudem noch zwei weitere Zubehörteile bei, die im Handel separat erworben werden müssen. Dazu gehört zum einen ein APNX FP2 120-Millimeter Lüfter (€19,90 (UVP)) und zum anderen ein VGA-Kit (€59,90 (UVP)), bestehend aus einem Stahlrahmen sowie einem passenden PCIe-4.0-Riserkabel zur vertikalen Montage der GPU. Mehr Informationen zu diesem Zubehör folgen in einem späteren Kapitel.

Außeneindruck

Optisch gestaltet APNX das C1 eher zurückhaltend bzw. zeitlos und legt den Fokus auf eine schlichte Eleganz gepaart mit einem Design, welches für einen hohen Airflow ausgelegt ist. So besteht das Frontpanel vollständig aus Stahl und verfügt über eine großflächige Belüftungsöffnung, bestehend aus kleinen Quadraten. Beidseitig abgerundete Ecken lassen den Midi-Tower zudem weniger klobig erscheinen. Eine Demontage des Frontpanels ist erst nach Entfernung der Deckelplatte möglich. Anschließend kann das Frontpanel nach oben hin entfernt werden. Die Verbindung zum Korpus erfolgt über Kunststoffstifte im unteren und kleine Stahlnasen im oberen Bereich des Panels.

Nach der Entfernung des Frontpanels fällt direkt auf, dass dieses mit einem Stück des rechten Sidepanels eine Einheit bildet. Hinter dem Frontpanel lässt sich ein fester Montagerahmen für bis zu drei 140-mm-Lüfter erkennen. Diese Montageplätze sind ab Werk bereits mit entsprechenden Lüfterexemplaren vom Typ APNX FP1 140mm belegt. Alternativ bietet der Montagerahmen auch Montagepunkte für drei 120-mm-Lüfter. Vor den Lüftern wurde ein feiner Staubfilter platziert, der einfach ausgebaut werden kann. Die seitliche Belüftungsöffnung verfügt leider nicht über einem Staubfilter.

In der Deckelpartie geht optisch identisch weiter. Auch diese besteht vollständig aus Stahl und kann mit einem kräftigen Ruck abgezogen werden. APNX setzt hier zur Befestigung ebenfalls auf Push-Pins aus Stahl. Dominiert wird die Oberseite des Weiteren von einem großen Belüftungsgitter, welches wieder aus kleinen Quadraten besteht. Unterhalb der Deckelplatte finden wir einen modularen Montagerahmen mit Platz für drei 120-mm- oder zwei 140-mm-Lüfter. Einen Staubfilter gibt es an dieser Stelle leider auch nicht.

Das I/O-Panel positioniert APNX im Deckel und stattet dieses mit einem USB-C 3.2 und zwei USB-A 3.1 Ports aus. Außerdem bekommt man eine Kombo-Buchse für Kopfhörer bzw. Mikrofon sowie einen weiß beleuchteten Power-Button. Zusätzlich gibt es einen deutlichen kleineren Taster, der entweder als Reset-Knopf oder zur Steuerung der RGB-Beleuchtung eingesetzt werden kann. Beide Taster haben eine angenehme Haptik.

Damit man von den ganzen RGB-Effekten der Lüfter auch etwas hat, verbaut APNX beim C1 an der linken Seite ein Seitenfenster aus Hartglas. Das Glas wurde dabei auf einen Stahlrahmen geklebt, der ebenfalls über Push-Pins zur Befestigung am Korpus verfügt. Das rechte Seitenteil besteht aus Stahl und überspannt nur zwei Drittel der rechten Seite, da das letzte Drittel Teil des Frontpanels ist. Dafür verfügt es ebenfalls über eine werkzeuglose Push-Pins Befestigung sowie ein großes Belüftungsgitter. Leider ist auch diese wieder nicht gefiltert.

An der Rückseite des Midi-Towers setzt APNX auf den bewährten Standard. So kommt ein bekanntes Layout mit Netzteil im Boden zum Einsatz. Oberhalb der Stromversorgung lassen sich sieben wiederverwendbare Slotblenden sowie der vierte vorinstallierte Gehäuselüfter erkennen. Das Platzangebot zwischen Lüfter und Deckel dürfte zudem den Einbau dickerer Radiatoren im Deckel ermöglichen . Weiterhin stattet APNX die Rückseite mit drei Ösen für Kabelbinder aus.

Drei Standfüße aus solidem Kunststoff erlauben dem C1 einen festen und rutschfreien Stand auf jedem Untergrund. Die hinteren Füße sind, anders als der große Standfuß in der Front, voneinander getrennt. Dazwischen positioniert APNX den feinen Staubfilter für das Netzteil, der einfach nach hinten entfernt werden kann. Ohne Staubfilter erhält man einen freien Blick auf die perforierte Unterseite des Midi-Towers.

Inneneindruck

APNX erfindet das Rad nicht neu und setzt im Innenraum auf ein Zwei-Kammer-System. Dieses besteht aus einer großen Hauptkammer mit Platz für ein ATX-Mainboard, die Grafikkarte, diverse Lüfter und die Kühllösung der CPU. Das Mainboard-Tray ist plan gestaltet und verfügt über zahlreiche Öffnungen zum Verlegen der Kabel, die zudem auch so platziert wurden, dass ein Mainboard mit rückseitigen Anschlüssen verbaut werden kann. Ab Werk wird der rechte Bereich des Mainboard-Trays von einer schlichten Kabelmanagementabdeckung dominiert, die bei Bedarf aber auch vollständig entfernt werden kann. Ein nettes Feature ist zudem die höhenverstellbare GPU-Halterung, die Teil der Kabelmanagementabdeckung ist.

Typisch für einen Midi-Tower dieser Größe, verzichtet der Hersteller zugunsten einer besseren Kühlung auf Laufwerkschächte hinter den drei vorinstallierten Frontlüftern. Die erwärmte Luft soll dann aktiv über den vierten Lüfter im Heck sowie passiv über die Öffnungen im Deckel den Weg nach außen finden. Entfernt man zudem die bereits erwähnte Kabelmanagementabdeckung, dann lässt sich dahinter ein Montagerahmen für bis zu drei 120-mm-Lüfter oder einen entsprechenden Radiator erkennen. An der Front kann kein Radiator befestigt werden.

Die Unterteilung in zwei Kammern erfolgt über eine Netzteilabdeckung, die den gesamten unteren Bereich überspannt. Allerdings besteht die Abdeckung aus zwei Elementen, die beide aus Stahl gefertigt wurden und an der Oberseite perforiert sind. Zur Erhöhung der Kompatibilität zu einem Radiator an der Seite, kann der vordere Bereich der Abdeckung auch entfernt werden. Am hinteren Übergang zwischen der Netzteilabdeckung und dem Mainboard-Tray positioniert APNX zudem eine weitere, längliche Öffnung sowie zwei kleine Ausschnitte zur Durchführung von Kabeln.

Unterhalb der Netzteilabdeckung lässt sich der Montageplatz für das Netzteil erkennen. Dieses ruht auf zwei länglichen Plateaus, die jedoch ohne zusätzliche Gummistreifen zur Vibrationsminimierung auskommen müssen. Einen HDD-Käfig gibt es unterhalb der Netzteilabdeckung gar nicht. Dafür gibt es an der Rückseite mit bis zu 40 Millimetern aber sehr viel Platz für Kabel, zahlreiche Ösen für Kabelbinder sowie eine 5-Port-PWM-ARGB-Steuerplatine im oberen Bereich.

Für Datenträger gibt es stattdessen einen modularen Montagerahmen, der einen Großteil der Mainboard-Tray-Rückseite überspannt. Er bietet Platz für drei 3,5″- oder 2,5″-Festplatten bzw. SSDs. Alternativ kann hier auch ein weiterer 120-mm-Lüfter platziert werden, der dann die Rückseite des Mainboard-Trays kühlt. Sowohl die Datenträgermontage als auch die Befestigung des Rahmens erfordert Werkzeug, erfolgt dafür aber entkoppelt.

Verarbeitung

Da APNX beim C1 größtenteils Stahl einsetzt, wirkt der Midi-Tower wertig und stabil. Die einzigen Kunststoffelemente sind die drei Standfüße sowie die Aufnahmen der Push-Pins an den Außenpanelen. Die Materialstärke des Stahls wird vom Hersteller mit 0,8 Millimeter angegeben, wodurch eine hohe Verwindungssteifigkeit erreicht wird. Etwas weniger stabil ist das Mainboard-Tray am rechten Rand. Das liegt aber grundsätzlich daran, dass das Tray für rückwärtige Mainboard-Anschlüsse ausgelegt ist und es deshalb stellenweise nur dünne Haltepunkte gibt. Scharfe Kanten oder sonstige Verarbeitungsfehler konnten wir nicht finden.

Nicht ganz ausgereift ist hingegen die Halterung des gebogenen Frontpanels. Im unteren Bereich kommen zwei Kunststoffnasen am Standfuß zum Einsatz und im oberen Bereich setzt der Hersteller auf drei flache Stahlnasen, die in eine Nut am Korpus geschoben werden müssen. Berührt man das Frontpanel aber im oberen linken Bereich, dann lässt es sich leicht bewegen, was wiederum zum einem leichtern Klappern führt. Eine dünne Schicht Moosgummi oder Schaumstoff hätten diese Problem vermutlich verhindern können. Insgesamt ist die Befestigung des Frontpanels am Korpus aufgrund der implementierten Montageart leider etwas mühselig.

Die Lackierung ist beim gesamten Gehäuse größtenteils tadellos. Einen unnötigen Schnitzer leistet sich APNX jedoch im Bereich des Halterahmens für die HDDs. So sind auf dem gesamten Rahmen so offensichtliche Lackierungsfehler vorhanden, dass es uns wundert, wie dieser Fehler bei der Qualitätskontrolle nicht auffallen konnten. Immerhin ist dieser Bereich in den meisten Fällen aber sowieso nicht sichtbar. Punktabzug gibt es dafür dennoch.

APNX C1 Test: Einbau der Komponenten

Nun kommen wir zum Systemeinbau beim APNX C1 Test. Als Hardware verwenden wir einen AMD Ryzen 5 1400* auf einem ASUS TUF Gaming B550M-Plus* mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT grau DDR4-2666*. Der Ryzen wird von einem Alpenföhn Brocken 4* gekühlt und ist auf 3,8 GHz (1,175 V) übertaktet. Für die Bildausgabe ist eine Gigabyte AORUS GTX 1060 6GB zuständig. Die Stromversorgung erledigt das vollmodulare LC-Power LC550 V2.31 Platinum*.

Der Einbau unseres Testsystems stellte uns im APNX C1 vor keine Probleme. Die Abstandshalter für das Mainboards waren bereits vorinstalliert und der mittlere Stand-Off verfügt über eine Nase, die dem Mainboard beim vertikalen Einbau temporär Halt geben soll. Außerdem gibt es im gesamten Innenraum genug Platz zum Arbeiten und Schrauben. Auch die Verkabelung stellte uns im APNX C1 vor keine Herausforderungen. Alle Öffnungen wurden sinnvoll platziert sowie ausreichend groß gestaltet und das Platzangebot hinter dem Mainboard-Tray ist mit 40 Millimetern ausgezeichnet. Unabhängig ob mit horizontal oder vertikal verbauter GPU, das Gesamtergebnis sind sieht immer schick und ordentlich aus.

Auch im Bereich der Hardwarekompatibilität kann das APNX C1 überzeugen. Es bietet Platz für 166 Millimeter hohe CPU-Kühler sowie 395 Millimeter lange Grafikkarten. Das Netzteil darf eine Maximallänge von 270 Millimetern nicht überschreiten. Damit gibt es keine Grafikkarte, kein Netzteil und nur sehr wenige CPU-Kühler, die nicht ins APNX C1 passen. Dazu gesellen sich insgesamt elf bestückbare Lüfterplätze sowie drei Montagepunkte für Radiatoren. Maximal möglich sind ein 280-mm- bzw. 360-mm-Radiator, die gleichzeitig verbaut werden können. Je nach Radiatortiefe wären aber eventuell auch zwei 360-mm-Radiatoren an der Seite und im Deckel denkbar.

Wie bereits erwähnt, bietet APNX für das C1 auch ein VGA-Kit zur vertikalen Montage der GPU an. Dieses Kit kostet €59,90 (UVP) und besteht aus einem schwarzem Stahlrahmen, Montageschrauben und einem PCIe-4.0-Riserkabel. Der Rahmen verfügt über drei Montagepunkte sowie eine Auflagefläche aus Gummi. Nachdem man das Riserkabel an einer der zwei Positionen auf dem Rahmen befestigt hat, müssen alle Slotblenden an der Rückseite des C1 entfernt und der Rahmen eingebaut werden. Anschließend wird das Riser-Kabel in den PCIe-Slot gesteckt und der Einbau der GPU kann erfolgen. Bei besonders breiten GPUs könnte es jedoch zu Kompatibilitätsproblemen mit Luftkühlern kommen, weshalb in diesem Fall eher der Einbau einer Kompaktwasserkühlung zu empfehlen wäre.

Ab Werk kommt das APNX C1 mit vier vorinstallierten Lüftern vom Typ APNX FP1. Diese haben eine Rahmenbreite von 120 bzw. 140 und eine Rahmentiefe von 30 Millimetern. Als Maximaldrehzahl gibt der Hersteller 1600 Umdrehungen pro Minute an. Der Anschluss an der vorinstallierten Steuerplatine oder am Mainboard erfolgt über ein 4-Pin-PWM-Stecker für Strom und einen 3-Pin-5V-ARGB-Stecker für die Beleuchtung. Die ARGB-LEDS befinden sich bei der FP1-Serie ausschließlich in der Lüfternabe des milchigen Rotors, der von einem schwarzen Lüfterrahmen aus Kunststoff umrandet wird. An allen vier Ecken verbaut APNX zudem beidseitig dünne Gummiflächen zur Entkopplung.

 

Zusätzlich zu den APNX FP1 hat der Hersteller auch die FP2-Serie vorgestellt. Optisch sind Lüfter dieser Serie sehr ähnlich zu den FP1-Lüftern, bieten aber zusätzlich vier Beleuchtungsstreifen auf der Innenseite des Lüfterrahmens sowie einen Lüfterrahmen aus Aluminium. Technische Unterschiede gibt es bei der, mit 1800 Umdrehungen pro Minute, etwas höheren Drehzahl sowie dem zum Einsatz kommenden Lüfterlager (Fluid Dynamic Bearing). Außerdem gehören zum Lieferumfang der Lüfter drei verschiedene Typen von Montageschrauben, ein invertierter Rotor sowie ein Entkopplungsrahmen aus Gummi. Zum Austausch des Rotors kann der dieser einfach abgezogen unddie invertierte Variante aufgesteckt werden.

Belastungstest

Zuletzt kommen wir noch zu den Temperaturen, die im APNX C1 Test erreicht wurden. Während des Belastungstests wurden bei einer Raumtemperatur von 20 °C 15 Minuten lang Prime95 und FurMark ausgeführt. Außerdem wurde der Test mit zwei verschiedenen Lüftergeschwindigkeiten durchgeführt.

Szenario
Temperatur
CPU: 50% PWM (950rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
Open-Air-Benchtable (keine weiteren Lüfter)
CPU: 58,3 °C
GPU: 58,2 °C
CPU: 50% PWM (950 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x 140 mm 50% PWM (630 rpm)
1x 120 mm 100% PWM (770 rpm)
GPU horizontal
CPU: 61,0 °C
GPU: 60,8 °C
CPU: 50% PWM (950 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x 140 mm 50% PWM (1420 rpm)
1x 120 mm 100% PWM (1710 rpm)
GPU horizontal
CPU: 54,2 °C
GPU: 60,2 °C
CPU: 50% PWM (950 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x 140 mm 50% PWM (630 rpm)
1x 120 mm 100% PWM (770 rpm)
GPU vertikal
CPU: 59,4 °C
GPU: 59,1 °C
CPU: 50% PWM (950 rpm)
GPU: 50% PWM (1650 rpm)
3x 140 mm 50% PWM (1420 rpm)
1x 120 mm 100% PWM (1710 rpm)
GPU vertikal
CPU: 54,8 °C
GPU: 58,0 °C

Aufgrund des airflow-freundlichen Aufbaus sowie den vier vorinstallierten Lüftern, stellt die Kühlung unseres Testsystems überhaupt kein Problem dar. Egal ob mit reduzierter oder voller Drehzahl, die Komponenten erreichen zu keiner Zeit einen kritischen Temperaturbereich. Deshalb sind wir uns sicher, das auch stärkere Komponenten im APNX C1 problemlos gekühlt werden können. Sollte der Einsatz einer Luftkühlung nicht reichen, dann besteht zudem die Möglichkeit auch eine Wasserkühlung mit bis zu zwei Radiatoren im C1 zu verbauen.

Wie zu erwarten, sind die vorinstallierten Gehäuselüfter bei höchster Umdrehungszahl (1600 rpm) nicht gerade leise und auch die minimal möglichen Drehzahlen könnten etwas niedriger sein. Zudem waren leider von allen vier Lüftern gut wahrnehmbare Lagergeräuschen in Form eines „Ratterns“ hörbar. Der APNX FP2 war jedoch frei von jeglichen Lagergeräuschen.

APNX C1 Test: Beleuchtungsoptionen

Die Beleuchtung wird im APNX C1 vollständig über die vier vorinstallierten Lüfter erzeugt, in deren Lüfternabe sich die ARGB-LEDs befinden. Der Anschluss für die Beleuchtung der Lüfter erfolgt über ein klassisches 3-Pin-5V-ARGB-Kabel. Diese Kabel können entweder direkt am Mainboard oder an der vorinstallierten 5-Port-PWM-ARGB-Steuerplatine angeschlossen werden. Von der Platine gehen dann nur noch zwei Kabel zum Mainboard (1x 4-Pin-PWM, 1x 3-Pin-5V-ARGB) sowie ein SATA-Stromkabel zum Netzteil. Ab Werk ist zudem der Reset-Taster mit der Platine verbunden und ermöglicht eine Steuerung der Beleuchtung über ebenjenen. Ein Mainboard mit 3-Pin-ARGB-Stecker ist also nicht zwingend erforderlich.

Bei den Lüftern der FP2-Serie befinden sich zusätzlich zu den LEDs in der Lüfternabe auch noch vier beleuchtete Streifen im Lüfterrahmen selbst. Auch hier erfolgt der Anschluss für die Beleuchtung der Lüfter über ein klassisches 3-Pin-5V-ARGB-Kabel. Durch den beigelegten, invertierten Rotor kann der FP2-Lüfter seitlich oder im Boden montiert werden, ohne das der Blick auf die Beleuchtung durch die Lüfterstreben getrübt wird.

APNX C1 Test: Fazit

Ist APNX mit dem C1 das Debüt geglückt? Aus unserer Sicht trifft diese Aussage zu. Mit dem C1 hat APNX ein interessantes und konkurrenzfähiges Gehäuse entwickelt, welches mit vielen Features überzeugen kann. Haptik und Verarbeitung sind aufgrund des Einsatzes von 0,8 Millimeter dickem Stahl größtenteils hervorragend. Zudem wirken alle modularen Bauteile stabil und langlebig. Hinzu kommt die schlichte aber keineswegs langweilige Optik, welche aufgrund der Meshstrukturen die perfekte Grundlage für einen ausgezeichneten Airflow bietet.

Zu den weiteren positiven Eigenschaften gehören das sehr gute Platzangebot für Hardware und Verkabelung, die vier vorinstallierten ARGB-Lüfter vom Typ APNX FP1 inklusive 5-Port-PWM-ARGB-Steuerplatine sowie das werkzeuglose Montagesystem aller Außenpanele. Auch der Innenraum glänzt aufgrund von modularen Bauteilen mit einer hohen Flexibilität und ist ab Werk sogar bereits für den Einbau von Mainboards mit rückwärtigen Anschlüssen geeignet.

Etwas Feintuning muss der Hersteller aber definitiv noch betreiben. So gab es bei unserem Exemplar ein Bauteil (HDD-Rahmen), das so offensichtliche Lackierungsfehler aufgewiesen hat, dass es im Bereich der Qualitätskontrolle hätte auffallen müssen. Die restliche Lackierung war zum Glück tadellos, weshalb wir auf einen Einzelfall hoffen. Außerdem waren wir von den vorinstallierten FP1-Lüftern etwas enttäuscht. Der erzeugte Airflow ist zwar sehr gut und auch die Beleuchtung sieht schick aus, aufgrund der gut hörbaren Laufgeräusche, würden die Lüfter bei vielen Käufern aber vermutlich umgehend ersetzt werden.

Nachgearbeitet werden müsste aus unserer Sicht auch beim Montagesystem des gebogenen Frontpanels. Die Montage ist etwas unhandlich und aufgrund der implementierten Montageart klappert das Panel teilweise bei Berührung bestimmter Stellen. Zuletzt vermissen wir beim APNX C1 noch Staubfilter für die seitlichen Öffnungen und den Deckel. Gerade wenn man seitlich einen Radiator mit einblasenden Lüftern verbauen möchte, gelangt die Luft ungefiltert ins Gehäuse.

Wie eingangs bereits erwähnt, kostet das APNX C1 in der schwarzen Version €139,99 (UVP) und platziert sich damit in einem sehr umkämpften Preisbereich. In Bezug auf das mitgebrachte Gesamtpaket ist das ANPX C1, trotz der Makel, aus unserer Sicht definitiv konkurrenzfähig. An der ein oder anderen Stelle muss APNX aber nochmal Hand anlegen. Außerdem wäre eine Version mit reduziertem Preis und ohne bzw. mit weniger Lüftern noch wünschenswert gewesen.

APNX C1

Aufbau
Verarbeitung
Ausstattung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Das APNX C1 kann mit einer größtenteils hochwertigen Verarbeitung, einer ausgezeichneten Kühlleistung sowie einem sehr guten Ausstattungspaket inklusive vier ARGB-Lüfter und Steuerplatine überzeugen. Punktabzug gibt es für teils fehlende Staubfilter sowie deutliche hörbare Laufgeräusche der vorinstallierten FP1-Lüfter.

Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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