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Acer Chromebook Plus 514 Test: Handliches Office-Chromebook mit guter Laufzeit

Chromebooks haben bei Acer schon eine lange Tradition. Wer ein handliches ChromeOS-Gerät mit gehobener Ausstattung und starken Akkulaufzeiten sucht, soll mit dem neuen Acer Chromebook Plus 514 bedient werden. Wir haben uns den handlichen Laptop im Test einmal genauer angeschaut.

Technische Daten

Produkt Chromebook Plus 514
Prozessor Intel Core i3-N305 (8 Kerne, bis zu 3,8 GHz)
Grafikleistung Intel UHD Graphics
Display 14 Zoll; Full-HD; 60 Hz
Speicherplatz 256 GB installiert
Arbeitsspeicher 8 GB LPDDR5-RAM
Tastatur Chiclet
Betriebssystem ChromeOS
Konnektivität Wi-Fi 6E; Bluetooth 5.2
Abmessungen (B x T x H) 319,0 mm x 227,0 mm x 19,9 mm
Gewicht 1.437 Gramm (ohne Netzteil)
Akkukapazität 53 Wh
Preis € 416,56 *

Acer Chromebook Plus 514 Test: Robust und etwas öde

  • robuste Verarbeitung
  • schlichtes graues Design
  • kompakt und leicht

Wie bereits in der vorangegangenen Generation, packt Acer auch das neue Modell in ein äußerst robustes Aluminium-Gehäuse, das gemäß MIL-STD-810H-Militärstandard geprüft ist und damit auch den einen oder anderen Sturz unbeschadet überstehen sollte.

Das gipfelt in einem robust wirkenden, stahlgrauen Design samt geriffeltem Displaydeckel, das zwar nicht sonderlich spannend daherkommt, seinen Zweck aber absolut erfüllt. Der 14-Zöller kommt auf eine Größe von 319 mm x 227 mm x 19,9 mm und ein Gewicht von 1,45 kg, was das Gerät auch für unterwegs angenehm mobil macht.

Das restliche Design ist Standardkost, ohne irgendwelche spannenden Akzente. Aber eben auch ohne jegliche Ausfälle: Das Acer Chromebook Plus 514 wirkt, für die Preisklasse, angenehm wertig und ist gut verarbeitet.

Wartungen sind möglich, wobei hier zehn Kreuzschlitz-Schrauben entfernt werden müssen, um den Boden des Chromebooks zu entfernen. Der Arbeitsspeicher ist dabei fest verlötet, die NVMe SSD hingegen lässt sich austauschen.

Ausstattung und Anschlüsse

  • 8-Kern-CPU; 8 GB RAM
  • detailarme 1080p Webcam
  • gute Anschlussauswahl

Gemäß der Plus-Klassifizierung muss das Acer Chromebook Plus 514 natürlich gewisse Anforderungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem ein Intel Core-Prozessor der 12. oder 13. Generation beziehungsweise AMD Ryzen 5000 oder 7000, sowie mindestens 8 GB RAM und 128 GB eMMC oder SSD-Speicher.

In diesem Falle verbaut der Hersteller einen Intel Core i3-N305-Prozessor aus dem Jahr 2023, der mit 8 Rechenkernen und Taktraten von 1,8 GHz bis 3,8 GHz aufwartet. Hinzu kommen 8 GB LPDDR5 RAM und eine 256 GB große SSD. Die Grafikberechnung erfolgt intern auf der Intel UHD Grafik.

Hinsichtlich der Konnektivität sind modernes Wi-Fi 6E samt hervorragender Übertragungsgeschwindigkeiten und niedriger Latenz, sowie Bluetooth 5.2 mit von der Partie.

Die Webcam löst in 1080p auf und verfügt über eine physische Blende, die die Kamera abdeckt. Die Bildqualität kann allerdings kaum überzeugen, dafür ist das Bild viel zu verwaschen, unscharf und detailarm.

Zwei Lautsprecher und zwei Mikrofone spendiert Acer dem Chromebook, die zudem DTS Audio unterstützen und den Google Assistant ansprechen können. Klanglich liefern die Speaker ein recht gutes Ergebnis ab, auch wenn es etwas an Bass und Detais in den Höhen fehlt.

Acer Chromebook Plus 514
Die Bildqualität der Webcam ist lediglich okay.

Gut gefällt, für ein Chromebook, die Anschlussauswahl des Acer Chromebook Plus 514. Auf der linken Seite stehen je einmal USB 3.2 Gen 1 Type C und USB 3.2 Gen 1 Type A neben einem microSD-Kartenleser und einem 3,5-mm-Klinkenanschluss zur Verfügung. Rechts kommen je ein weiterer USB-C- und USB-A-Port mit denselben Spezifikationen zum Einsatz.

Mattes IPS-Display, gute Tastatur

  • 14-Zoll-Display in 1.920 x 1.080 Pixeln
  • blasse Farbdarstellung
  • geringe Helligkeit

Acer stattet das Chromebook Plus 514 mit einem 14 Zoll großen ComfyView-Display aus. Das setzt auf eine matte Beschichtung und ist daher sehr gut gegen Reflexionen geschützt. Es löst in Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf und bietet eine Bildwiederholrate von 60 Hz.

Durch die matte Oberfläche lässt sich natürlich im Inneren sehr gut mit dem Chromebook arbeiten. Vollends überzeugen konnte uns der Bildschirm allerdings nicht. Das liegt einerseits daran, dass die Farben sehr blass ausfallen und es einfach an dem gewissen Punch fehlt.

Gleichzeitig ist der Weißpunkt merklich zu warm abgestimmt, was in einem nicht allzu realistischen Bild resultiert. Zudem fehlt es dem Bildschirm an Helligkeit, sodass die 300 cd/m² leider nicht erreicht werden. Beim Arbeiten im Freien dürfte es daher zu Problemen bei der Ablesbarkeit kommen.

Dennoch handelt es sich, für ein Chromebook, um ein gutes Display, das gerade aufgrund der hohen Auflösung Details angenehm fein darstellt.

Gut gefällt zudem die Tastatur des Acer Chromebook Plus 514. Diese punktet mit angenehm großzügigen Tasten, präzisem Druckpunkt und ordentlichem Hub von rund 1,5 mm. Lediglich die Enter-Taste wirkt ein wenig gestaucht – hier wäre eine größere Taste wünschenswert gewesen. Stattdessen hätte man Strg und Alt etwas weniger Platz einräumen können, wenn es schon keine Windows-Taste gibt.

Auch das Multitouch-fähige Glas-Trackpad punktet mit sehr guten Gleiteigenschaften und bietet mit 10,6 cm x 7,8 cm (Breite x Höhe) ausreichend Platz für Gesten. Schade nur, dass Acer auf eine Hintergrundbeleuchtung der Tastatur verzichtet.

Praxistest: Gute Leistung für Office und Surfen

Dass es ein Chromebook wie das Acer Chromebook Plus 514 natürlich nicht mit aktuellen Ultrabooks aufnehmen kann, versteht sich von selbst. Dennoch gibt der Laptop bei alltäglichen Aufgaben, Office-Anwendungen oder beim Surfen im Netz eine sehr gute Figur ab, was auch auf die recht starke Hardware zurückzuführen ist.

Die Navigation durch die an Android angelehnte ChromeOS-Oberfläche geht angenehm flott und ruckelfrei vonstatten und selbst wenn sich das Gerät einmal mehr anstrengen muss, bleiben die verbauten Lüfter meist flüsterleise. Auch die Kühlung arbeitet hervorragend, sodass sich das Chromebook unter Last quasi gar nicht erwärmt. Das gefällt mir ausgesprochen gut.

Acer Chromebook Plus 514 ChromeOS

Der verbaute Intel Chip stellt darüber hinaus genügend Leistung bereit, um auch abseits der nomalen Nutzung mal das eine oder andere Spiel zu zocken. Mit 1.022 Punkten in 3DMark Wild Life Extreme solltet ihr aber auch nicht zu viel erwarten.

4.557 Punkte springen im Wild Life-Benchmark heraus. Zum Vergleich: Das sind rund 1.000 Punkte mehr als im aktuellen Mittelklasse-Smartphone Samsung Galaxy A55 (unser Test) – das eine oder andere Spiel aufwändigere lässt sich auf dem Chromebook als definitiv realisieren.

Im Geekbench 6 Test liegen Acer Chromebook und Samsung Galaxy A55 auf Augenhöhe, während das Smartphone im PCMark Work 3.0 Test jedoch die Nase vorn hat. Alles in allem aber eine gute Leistung, die das Acer Chromebook Plus 514 zu einem überzeugenden Begleiter für alltägliche Aufgaben macht.

Benchmark Ergebnis
Cinebench 6 Multi Core 4.192 Pkt.
Cinebench 6 Single Core 1.1161 Punkte
Cinebench 6 GPU 5.762 Pkt.
PCMark Work 3.0 11.393 Pkt.
JetStream 2  194.187 Pkt.
3DMark Wild Life 4.557 Pkt.
3DMark Wild Life Extreme 1.022 Pkt.
CPDT Storage  202,41 MB/s Schreiben / 383,03 MB/s Lesen

Zudem unterstützt das Acer-Modell bereits die neuen KI-Features der Chromebook Plus-Reihe, die Google Ende Mai vorgestellt hat. Der KI-Assistent Gemini ist bereits in die Taskleiste integriert und hilft beispielsweise dabei, Texte zu generieren, Inhalte zusammenzufassen und vieles mehr.

In Google Fotos sind die von den Smartphones bekannten Funktionen wie der Magische Radierer oder der Magische Editor mit von der Partie, mit denen sich beispielsweise Personen und Objekte aus Bildern entfernen oder verschieben lassen.

Ganz allgemein gibt sich das Acer Chromebook Plus 514 hinsichtlich der Leistung eine recht gute Figur ab, wenngleich der verbaute Core i3-N305-Prozessor hinsichtlich der Performance dem Core i3 der U-Serie unterlegen ist – dafür arbeitet er eben auch deutlich effizienter, wie wir gleich noch sehen werden.

Für ein Chromebook ist die Leistung aber mehr als ausreichend. Apps der Google Workspace Suite, Surfen mit Chrome, Mails lesen und vieles mehr gleichzeitig ist für das Gerät kein Problem. Immer vorausgesetzt, es besteht eine aktive Internetverbindung oder die Dateien wurden zuvor runtergeladen – aber das ist bei Chromebooks halt so. In seiner Preisklasse ist das Chromebook Plus 514 jedenfalls gut aufgestellt.

Akkulaufzeit: Genug Saft für einen Tag

Das Acer Chromebook Plus 514 soll laut Herstellerangabe eine Akkulaufzeit von bis zu 9,5  Stunden realisieren, was wir für Videostreaming so auch bestätigen können. Im PCMark Work 3.0 Office-Benchmark ist hingegen schon deutlich früher Schluss, wenngleich die Akkulaufzeit hier mit 7 Stunden und 38 Minuten ebenfalls überzeugend ausfällt.

Acer Chromebook Plus 514

Geladen wird mithilfe des handlichen 65-Watt-Netzteils, was in gut anderthalb Stunden über die Bühne geht. Die ersten 50 Prozent Akku lädt das Chromebook Plus dabei in nur 30 Minuten, sodass wieder ein halber Arbeitstag Nutzung möglich wird.

Acer Chromebook Plus 514 Test: Fazit

Das Acer Chromebook Plus 514 ist ein gut ausgestattetes Chromebook der Plus-Reihe, das mit langer Akkulaufzeit und einer robusten Bauweise punktet. Auch die Ausstattung ist, für ein Chromebook, recht stark aufgestellt, während die SSD mit 256 GB Speicherplatz recht üppig proportioniert sind.

Das Design ist allerdings etwas öde, während der Bildschirm mit seinen blassen Farben und der inakkuraten Farbdarstellung etwas abfällt. Auch eine Hintergrundbeleuchtung der Tastatur fehlt leider.

Dennoch markiert das Acer Chromebook Plus 514 einen kompakten, leichten und zuverlässigen Begleiter für Office-Aufgaben, Schule und Uni oder für Entertainment-Zwecke.

Acer Chromebook Plus 514 Test: Silver Award

Acer Chromebook Plus 514

Design & Verarbeitung
Display
Ausstattung
Leistung
Akku
Preis-Leistungs-Verhältnis

81/100

Das Acer Chromebook Plus 514 ist ein solides Office-Chromebook mit guter Ausstattung und langer Akkulaufzeit. Kritik gibt es aber vor allem für das Display, das zu blass ausfällt und gerne heller strahlen dürfte.

Philipp Briel

Ich bin leidenschaftlicher Gamer seit meiner frühen Kindheit und habe neben dem PC nahezu jede Spielekonsole bereits besessen. Auch Technik begeistert mich, vor allem brenne ich für Peripherie, PCs, Notebooks und Gadgets.

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