Betriebssysteme, Programme & Web

Sicher durchs World Wide Web: PureVPN im Test

Sicherheit im World Wide Web wird immer wichtiger. Dies kommt nicht von ungefähr. Schließlich ersetzen unsere Smartphones und Notebooks Stück für Stück auch unsere häusliche Aktenablage. Doch hier lagern nicht nur wichtige Daten. Auch bedeutsame Transaktionen wie Banküberweisungen werden heutzutage zum großen Teil online abgewickelt. Beim Ausführen dieser Tätigkeiten schlummern viele Gefahren, die man keinesfalls unterschätzen sollte. Mittlerweile ist es nämlich immer einfacher, auf Smartphones zuzugreifen, die sich im selben Netzwerk befinden wie man selbst. Dies öffnet Kriminellen Tür und Pforte, einen schwerwiegenden Datendiebstahl zu begehen. Wer auf öffentliche Netzwerke angewiesen ist, sollte sich deshalb absichern.

Die sicherste Möglichkeit ist ein sogenanntes „Virtual Private Network“ (VPN). Hierbei handelt es sich um eine Technik, welche Dir ermöglicht, verschlüsselt mit Deinem Gerät Verbindung zu einem Server in einem anderen Land aufzubauen. Damit kann keiner auf Dein Smartphone zugreifen. Da mittels VPN Dein gesamter Internetverkehr verschlüsselt wird, können empfindliche Daten nur noch schwer abgegriffen werden. PureVPN ist einer der beliebtesten Anbieter für zuverlässige VPN-Tunnel. Wozu der VPN-Client gut ist, erklärt PureVPN auf der eigenen Webseite. Bald bietet die Software eine praktische App für Windows, Mac, Android und iOS an. Wir möchten einmal einen Blick auf die neue Version der App werfen.

Unser Testsystem

Die Software haben wir auf einem iMac (21,5 Zoll, Late 2013) mit 3,1 GHz Quad-Core Intel Core i7 Prozessor, 8GB RAM und einer NVIDIA GeForce GT 750M getestet. Auf dem Mac ist macOS Catalina in der Version 10.15.7 installiert. Um PureVPN auch auf dem Smartphone auf Herz und Nieren prüfen zu können, habe ich außerdem mein iPhone 8 mit iOS 14.0 zur Hand genommen.

Preise und Pläne

Auf der offiziellen Webseite von PureVPN steht die Software zum Download bereit. Wenn man die Kosten für den PureVPN mit der Konkurrenz vergleicht, bewegt sich die Software im Mittelfeld. Man kann sich hier zwischen drei unterschiedlichen Abo-Modellen entscheiden.

  • 1-Monats-Abo = 9,60 Euro
  • 1-Jahres-Abo = 42 Euro (3,50 Euro im Monat)
  • 5-Jahres-Abo = 70,80 Euro (1,18 Euro im Monat)

Die PureVPN Software bietet (Quelle: https://www.purevpn.de/preise):

  • Apps für Microsoft, MacOS, Android und iOS 
  • Sicherheit auf Unternehmensniveau
  • 10-Multilogin, damit Sie ein Konto auf 10 Geräten gleichzeitig verwenden können.
  • Über 6500 sichere Server in über 140 Ländern
  • Rund um die Uhr Kundendienst
  • 31 Tage Geld-zurück-Garantie

Auf den ersten Blick viel Übersicht

Der erste Start der Betaversion auf dem Mac.

Nachdem die Beta rasend schnell installiert war, ging es zum ersten Start. Hier überzeugt PureVPN mit einer erfreulich guten Übersicht. Auf der linken Seite kann man sich zwischen den drei Reitern Dashboard, Locations und Support entscheiden. Dabei ist das sogenannte „Dashboard“ die Hauptseite des VPN-Clients. Hier siehst Du nicht nur, in welchem Land der Server sich befindet, mit dem Du verbunden bist. Außerdem gibt der Client Angaben zur gegenwärtigen Geschwindigkeit der Verbindung.

Viele Server stehen zur Auswahl

In dem Reiter „Locations“ kannst Du Dich zwischen verschiedenen Ländern entscheiden. Hierbei kann PureVPN richtig punkten. Schließlich stehen Dir hier insgesamt 77 unterschiedliche Länder zur Auswahl. Dies ist vor allem praktisch, um störendes Geoblocking zu umgehen. Ein Klick auf den rechten Pfeil ermöglicht Dir dann eine genauere Wahl des Servers. Dies funktioniert selbstverständlich nur, wenn der VPN-Client in dem Land mehrere Server zur Verfügung hat. So bietet beispielsweise die USA eine Reihe unterschiedlicher Server. Ein exotischer Kandidat wie Vietnam hingegen bietet nur einen Server in Hanoi.

Erfreulich: In vielen Ländern kann man sich zwischen verschiedenen Servern entscheiden.

Solide Geschwindigkeit

Besonders wichtig ist natürlich auch die Geschwindigkeit eines VPN Clients. Da man das Internet mittels VPN-Tunnel betritt, ist hierbei die Internetgeschwindigkeit des häuslichen Anschlusses nicht ausschlaggebend. Hier hat sich PureVPN ganz okay geschlagen. Im Vergleich zur Konkurrenz bietet PureVPN hier eine ordentliche Leistung. Allerdings haben die Konkurrenten hier doch etwas die Nase vorne. Wenn man beispielsweise einen Blick auf VPN-Clients wie CyberGhost oder NordVPN wirft, fallen doch noch kleine Geschwindigkeitsnachteile auf. Hierbei muss man jedoch stets im Hinterkopf behalten, dass es sich noch um eine Betaversion handelt. PureVPN wird sich sicherlich noch einmal um das Thema Geschwindigkeit kümmern.

Speedtest bei Verbindung mit US-Server.

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Deshalb haben wir noch einen unabhängigen Speedtest auf www.wieistmeineip.de durchgeführt. Als Testserver stand der beliebte US-Server zur Verfügung. Hier bestätigten sich die teilweise langsamen Geschwindigkeiten. Wirkliche Aussagen zum Thema Geschwindigkeit wird man jedoch erst beim Release der fertigen Verkaufsversion treffen können.

Im Vergleich dazu die normale Geschwindigkeit meiner Internetleitung.

Endlich alles Streamen

Ein großer Vorteil von VPN-Clients ist nicht nur der Zugewinn an Daten- und allgemeiner Internetsicherheit. Freunde von umfangreichen Angeboten der gemeinhin bekannten Streaming-Dienste nutzen sehr gerne VPN-Clients. Grund dafür ist, dass viele Serien und Filme nur länderexklusiv angeboten werden. Mit dem passenden Client umgeht man dieses sogenannte „Geoblocking“. Doch die Streamingdienste geben nicht kleinbei. Mittlerweile haben sie Erkennungsmechanismen verankert, die feststellen, ob jemand einen Client nutzt oder sich wirklich in dem Land befindet. Vor allem Branchen-Primus Netflix ist diesbezüglich hinterher. PureVPN überraschte uns hier jedoch positiv. Dem Unternehmen stehen insgesamt sechs US-amerikanische Netflix-Server zur Verfügung, auf die wir zugreifen können. Nicht ohne Grund gilt PureVPN als „bestes Netflix-VPN im Jahr 2020„.  Geoblocking war somit während des Tests kein Problem.

Wie läuft es auf dem iPhone?

Die tolle Übersicht, die wir am Rechner erlebt haben, spiegelte sich auch auf dem Smartphone wieder. Hier hat PureVPN eine wirklich schnelle und unkomplizierte App gezaubert. Was besonders gut gefällt ist die zusätzliche Möglichkeit des Sortierens. So kann man die Server hier nicht nur nach dem Alphabet und der Beliebtheit sortieren. Außerdem kann man sich die Server mit den besten Ping-Zeiten als erstes anzeigen lassen. Für Gamer wäre dieses Feature auch am Rechner sehr interessant.

Fazit

Wer sich auf der Suche nach einem unkomplizierten und übersichtlichen VPN-Client befindet, wird mit PureVPN auf jeden Fall glücklich werden. Beim einfachen Surfen und dem Erledigen der alltäglichen Aufgaben leistet die App optimale Dienste und vor allem ein großes Maß an Sicherheit. Besonders erfreulich ist auch der spezielle Support von Netflix. Somit ist störendes Geoblocking kein Problem beim Streamen. Du kannst Dir ohne Probleme Serien ansehen, die ansonsten nur US-Amerikanern vorbehalten sind. Einzig bei den Geschwindigkeiten muss sich PureVPN knapp der Konkurrenz geschlagen geben. Allerdings sei hierbei gesagt, dass es sich noch um eine Beta-Version handelt. PureVPN kann diesbezüglich noch an einigen Stellschrauben drehen. Wir sind gespannt, wie das Endergebnis ausfallen wird.

PureVPN Beta

Benutzerfreundlichkeit
Funktionsumfang
Kosten vs. Leistung

82/100

PureVPN zeigt mit seiner Beta, wie man einen übersichtlichen, unkomplizierten und zuverlässigen VPN-Client zaubert. Beim Surfen profitiert man von hoher Internetsicherheit, beim Streamen von nicht vorhandenem Geoblocking.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

Ähnliche Artikel

Neue Antworten laden...

Simon

Administrator

5,495 Beiträge 4,193 Likes

Sicherheit im World Wide Web wird immer wichtiger. Dies kommt nicht von ungefähr. Schließlich ersetzen unsere Smartphones und Notebooks Stück für Stück auch unsere häusliche Aktenablage. Doch hier lagern nicht nur wichtige Daten. Auch bedeutsame Transaktionen wie Banküberweisungen werden heutzutage zum großen Teil online abgewickelt. Beim Ausführen dieser Tätigkeiten schlummern viele Gefahren, die man keinesfalls unterschätzen sollte. Mittlerweile ist es nämlich immer einfacher, auf Smartphones zuzugreifen, die sich im selben Netzwerk befinden wie man selbst. Dies öffnet Kriminellen Tür und Pforte, einen schwerwiegenden Datendiebstahl zu begehen. Wer auf öffentliche Netzwerke angewiesen ist, sollte sich deshalb absichern.

Die sicherste...

Lese weiter....

Antworten 1 Like

Zum Ausklappen klicken...
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"