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Blaupunkt PVA 100 Smart-Lautsprecher im Test

Auf der letztjährigen IFA präsentierte Blaupunkt mit dem PVA 100* einen kleinen Bluetooth-Lautsprecher mit integriertem Sprachassistenten von Google. Seit einigen Wochen ist das Gerät nun im Handel erhältlich. Wir haben es einem ausführlichen Praxistest unterzogen – die Ergebnisse des Tests sowie unsere Einschätzung zum Gerät finden sich in den nachfolgenden Zeilen.

Lieferumfang, Design und Verarbeitung

Bereits kurz nach dem Auspacken des Geräts ist klar, dass die Einrichtung nicht sonderlich lange dauern wird. Neben dem fertig zusammengebauten Lautsprecher finden sich ein Stromstecker für die Steckdose sowie eine Bedienungsanleitung. Das Gerät wird also bereits beinahe einsatzfertig angeliefert, was für viele Nutzer sicherlich einen Vorteil darstellt.

Blaupunkt PVA 100
Blaupunkt PVA 100

Hinsichtlich des Designs wagt Blaupunkt keine Experimente. Der Lautsprecher ist mit Maßen von 10 x 10 x 8,5 Zentimetern klein, quadratisch und absolut unauffällig gestaltet. Dominiert wird das Gerät vom weißen Hochglanz-Kunststoff. Bedingt durch die weiße Farbe, die geringe Größe und die quadratische Form lässt der Lautsprecher sich problemlos in verschiedensten Einrichtungen unterbringen. Er kann recht unabhängig von der Gestaltung des Wohnraums aufgestellt werden, da er keine Blicke auf sich zieht und somit nicht störend auffällt.

Ferner ist positiv anzumerken, dass das Gerät direkt in die Steckdose gesteckt wird. Weitere Verkabelungen sind nicht nötig. Hierdurch lässt der Lautsprecher sich ebenfalls sehr viel einfacher und ohne großen Aufwand unterbringen – störende Kabel müssen beim Suchen eines geeigneten Aufstellungsortes nicht bedacht werden.

Die Verarbeitung erscheint uns im Test hochwertig. Der Lautsprecher besteht zwar vorwiegend aus Kunststoff, was nicht optimal ist, wurde aber tadellos verarbeitet. Insgesamt fallen Design und Verarbeitung also gut aus.

Einrichtung

Funktionsfähig ist der Lautsprecher bereits nach dem Einstecken in die Steckdose. Der PVA 100 kann also sofort als Bluetooth-Lautsprecher genutzt werden. Soll der integrierte Sprachassistent verfügbar sein, ist jedoch eine zusätzliche Einrichtung dieses Assistenten nötig. Hierzu wird sowohl die Google-Home-App als auch ein Google-Konto benötigt.

Eine Alternative zu dieser Einrichtung über Google besteht – sofern der Sprachassistent genutzt werden soll – nicht. Nutzer müssen also zunächst ein Google-Konto anlegen, sofern sie keines besitzen. Dies gelingt über die Internetseite accounts.google.com bzw. direkt in der Google-Home-App. Im Rahmen des Registrierungsprozesses muss auch ein Google-Mail-Konto angelegt werden.

Ist die Erstellung der Konten erledigt, kann die Einrichtung des Sprachassistenten beginnen. Diese Einrichtung gelingt zügig und problemlos. Der Nutzer muss das sogenannte Voice-Match durchlaufen und kann anschließend Sprachbefehle erteilen. Wollen mehrere Personen die Möglichkeit erhalten, mit dem Sprachassistenten zu kommunizieren, müssen auch diese Personen das Voice-Match durchlaufen.

Darüber hinaus kann der Lautsprecher über die Google-Home-App ins heimische WLAN-Netz eingebunden werden. Eine alternative Möglichkeit der Einbindung ins WLAN existiert nicht. Dies gelingt ebenfalls schnell und unkompliziert. Werden die in der App erscheinenden Anweisungen befolgt, baut der Lautsprecher zunächst eine Verbindung zum Smartphone, auf dem die App installiert ist auf. Anschließend wird eine Verbindung zum WLAN-Netzwerk aufgebaut. Diese WLAN-Nutzung stellt eine Alternative zur Bluetooth-Verbindung dar, ist also nicht zwingend nötig.

Insgesamt ließ die Einrichtung des Sprachassistenten sich im Test in wenigen Minuten erledigen. Die Tatsache, dass ein Google-Konto für die Nutzung des Sprachassistenten zwingend nötig ist, erscheint einleuchtend. Dass ein solches Konto jedoch auch für die reine Einbindung ins WLAN-Netzwerk benötigt wird, könnte von einigen Nutzern negativ bewertet werden. Hier hätte Blaupunkt durchaus eine eigene App zur Verfügung stellen können. Wer kein Google-Konto anlegen möchte, kann als Alternative eine Bluetooth-Verbindung nutzen.

Funktionen und Bedienung in der Praxis

Sind alle Einstellungen vorgenommen, kann der Lautsprecher in vollem Umfang verwendet werden. Über den Sprachassistenten lassen sich zahlreiche Informationen erfragen und Befehle ausführen. Aktiviert wird der Assistent durch die Phrasen „Hey Google“ oder „Ok Google“.

Im Test fiel auf, dass das Mikrofon äußerst sensibel ist und selbst bei lauter Musik oder starken Umgebungsgeräuschen immer reagierte. Dieser Umstand stellt einen klaren Pluspunkt dar. Viele andere Lautsprecher mit integrierten Sprachassistenten reagieren bereits bei deutlich geringeren Lärmpegeln nicht mehr. Die Erkennung ist auf einem ähnlichen Niveau wie vom Google Home Mini.

Ebenfalls positiv ist aufgefallen, dass der Sprachassistent durch Knopfdruck ausgeschaltet werden kann. Der Knopf befindet sich an der Oberseite des Lautsprechers. Wird er gedrückt, hört das Gerät nicht mehr mit. Wer besonderen Wert auf seine Privatsphäre legt, kann also unbesorgt zum PVA 100 von Blaupunkt greifen.

Blaupunkt PVA 100 Oberseite
Blaupunkt PVA 100 Oberseite

Der Funktionsumfang ist durch die Anbindung an die Google-App sehr breit. Alle Funktionen des Sprachassistenten stehen zur Verfügung. Darüber hinaus kann das Gerät auf diesem Wege mit diversen Streamingdiensten wie Spotify oder Deezer verbunden werden. Darüber hinaus lassen sich über den Lautsprecher alle in die Google-Home-App eingebundenen Smart-Home-Geräte per Sprachbefehl steuern. Im Test funktionierte dies problemlos.

Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, dass der Lautsprecher mit anderen Chromecast-Lautsprechern zu einem Multiroom-Set werden kann. So lassen sich mehrere Räume des Hauses zur gleichen Zeit beschallen. Auch dies gelang im Praxistest problemlos.

Hinsichtlich der Funktionalität und der Bedienung lässt sich also festhalten, dass das Gerät sehr viele Funktionen bietet, dank der Google-Home- und Chromecast-Anbindung sehr umfassend und auch mit anderen Geräten nutzbar ist und einfach bedient werden kann.

Einschränkend sei hier angemerkt, dass all diese Funktionen nur nutzbar sind, wenn das Gerät mit Google verbunden wird. Wird der Lautsprecher ohne Google-Home-Anbindung und ohne den Sprachassistenten genutzt, ist er einfacher Bluetooth-Lautsprecher. Dies stellt jedoch keinen Kritikpunkt dar, da Käufer sich darüber – angesichts der Tatsache, dass Blaupunkt das Gerät mit dem integrierten Google-Sprachassistenten bewirbt – im Klaren sein sollten. Wer seinen Lautsprecher nicht mit Googles Diensten verbinden will, wird also gar nicht erst auf die Idee kommen, ein Gerät zu kaufen, welches vorrangig dafür geschaffen wurde.

Klang

Der Klang fiel im Test weder besonders positiv noch besonders negativ auf. Überragende Akustik kann bei einem derart kleinen Gerät nicht erwartet werden. Angesichts der Maße des Geräts und der vielfältigen, über die Musikwiedergabe hinausgehenden Einsatzbereiche ist der Klang als angemessen und den genannten Umständen entsprechend gut zu bewerten. Er ist weitgehend ausgewogen.

Herausragende Akustik, die von High-End-Lautsprechern, die für die Musikwiedergabe optimiert sind, geboten wird, kann selbstverständlich nicht erwartet werden. Dennoch waren wir im Test zufrieden mit dem gebotenen Klang.

Fazit zum Blaupunkt PVA 100 Test

Insgesamt bietet das getestete Gerät in Verbindung mit dem Sprachassistenten von Google einen sehr weitreichenden Funktionsumfang. Es lässt sich zur Steuerung diverser Smart-Home-Gerät, in der Rolle des Wiedergabegeräts des Sprachassistenten und als Musikausgabegerät nutzen. In letzterer Nutzungsweise profitiert der Nutzer wiederum von der Verbindung mit Googles Diensten, da über Chromecast diverse Streamingdienste genutzt werden können.

Der Blaupunkt PVA 100* ist flexibel einsetzbar und konnte uns im Test überzeugen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Ordnung.

Blaupunkt PVA 100

Design und Verarbeitung
Einrichtung
Funktionen
Klang
Preis-Leistungs-Verhältnis

Ein sehr flexibler Lautsprecher mit breitem Funktionsumfang.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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