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Musegear Finder 2: Schlüsseltracker im Test

Vermutlich hat jeder Leser dieses Artikels mindestens einmal in seinem Leben nach einem wichtigen Schlüssel suchen müssen. Vielleicht war diese Suche von Erfolg gekrönt, da das wichtige Instrument lediglich verlegt wurde. Vielleicht blieb sie aber auch erfolglos und der Schlüssel liegt noch heute irgendwo im öffentlichen Raum, wo er verloren wurde, herum – was sicher ärgerlich ist, zieht es doch meist den präventiven Austausch des zugehörigen Schlosses nach sich.

Natürlich kann der Musegear Finder 2* nicht nur für Schlüssel genutzt werden. Er kann auch einfach im Auto liegen bleiben, ans Halsband des Hundes angebracht werden oder in vielen anderen Szenarios eingesetzt werden. Der eigenen Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Mit der zweiten Version des Finders von Musegear soll diese lästige Schlüsselsuche endlich der Vergangenheit angehören. In Verbindung mit einer Smartphone-App kann der am Finder angebrachte Schlüssel problemlos geortet werden – GPS-Tracking und Alarmfunktion weisen dann künftig den Weg zum verlorenen Schlüssel.
Ob das Gerät tatsächlich so funktioniert, wie wir es erwarten, soll unser Testbericht klären.

Design und Verarbeitung

Das Design des Finders ist im besten Sinne funktional. Er verfügt wahlweise über ein weißes, orangenes, dunkelblaues oder hellblaues Gehäuse aus Kunststoff. Oberseitig findet sich ein kleiner Taster, der sich unter anderem durch seine Beleuchtung vom Rest der Oberfläche absetzt. Weiterhin findet sich eine Öffnung, die zur Befestigung des Finders am Schlüsselbund genutzt wird.

Musegear Finder 2
Musegear Finder 2

Mit Abmessungen von 35 x 35 x 6 Millimetern und einem Gesamtgewicht von 7,5 Gramm ist das Gerät absolut unauffällig. Es fügt sich wunderbar zu den anderen am Schlüsselbund befestigten Utensilien und dürfte im Alltag kaum stören.

Neben dem Design überzeugt uns auch die Verarbeitung. Trotz des sehr kompakten Gehäuses wirkt es recht robust und verwindungssteif. Auch bei Druck ist kaum Knarzen zu hören.

Der Knopf des Finders ist nicht im Gehäuse versenkt, was ihn einerseits gut auslösbar macht, andererseits beim Tragen in der Hosentasche jedoch zu versehentlichem Auslösen führen könnte.

Neben dem Hauptgerät finden sich ein kleines Kunststoffwerkzeug sowie eine Nylonschleife. Damit kann das Gerät einfach geöffnet werden, um die Batterie zu tauschen. Diese hält laut Musegear ca. 6 Monate. Es handelt sich um eine handelsübliche Batterie, die überall günstig gekauft werden kann. In der App lässt sich der aktuelle Zustand der Batterie anzeigen, sodass man sie rechtzeitig tauschen kann.

Offener Musegear Finder 2
Offener Musegear Finder 2

Funktionen in der Betrachtung: Musegear Finder 2

Vor dem Praxistest steht die intensive Betrachtung der gebotenen Funktionen. Musegear bewirbt den Finder 2 vor allem mit seiner Reichweite von 50 Metern. Dies ist natürlich nur unter idealen Bedingungen zu erreichen. So wie bei allen Bluetooth-Geräten wird die Verbindung durch die Umgebung beeinflusst.

Solange eine Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone besteht, soll überdies ein Alarm ausgelöst werden können. Bei dieser Funktion handelt es sich überraschenderweise nicht um eine einseitige – über das Smartphone kann ein Alarm des Schlüsselfinders ausgelöst werden und umgekehrt kann über den Schlüsselfinder ein Alarm auf dem Smartphone ausgelöst werden. Letzteres soll auch funktionieren, wenn der Ton des Handys ausgeschaltet ist.

Rückseite des Musegear Finder 2
Rückseite des Musegear Finder 2

Darüber hinaus kann ein Alarm eingestellt werden, der beim Abreißen der Verbindung ausgelöst wird. Hier lassen sich anhand von WLAN-Netzwerken sichere Umgebungen definieren, in denen der Alarm in jedem Falle ausbleibt – was die Nerven des Nutzers angesichts der ansonsten wohl sehr häufigen Alarme in den eigenen vier Wänden schonen dürfte.

Abgerundet wird die Ausstattung durch einen Fernauslöser für die Kamera des verbundenen Smartphones – ein echter Pluspunkt, den nur wenige Schlüsseltracker bieten.

Funktionalität in der Praxis

In der Theorie klingen die Funktionen der zweiten Version des Finders überzeugend. Kann dieser Eindruck in der Praxis bestätigt werden?

Zunächst lässt sich feststellen, dass die Hauptfunktion des Gerätes tatsächlich funktioniert. Ist der Schlüssel nicht aufzufinden, kann über die Finder-App vollkommen problemlos ein Alarm ausgelöst werden. Der dann zu hörende Ton ist vergleichsweise laut. Neben dem akustischen tritt auch ein optisches Signal ein – der Druckknopf des Finders beginnt, blau zu blinken. Vor allem bei Dunkelheit könnte sich dieses optische Signal als entscheidender Vorteil herausstellen.

Die App ist indes leicht zu überblicken und gut strukturiert. Wir finden uns ohne größere Orientierungszeit zurecht. Neben der zentralen Auslösefunktion für den Alarm findet sich hier auch eine Karte, auf der die ungefähre Position des Finders verzeichnet ist. Möglich wird dies durch die Speicherung des letzten GPS-Signals. Im Test mussten wir feststellen, dass der angezeigte Standort nicht exakt mit dem tatsächlichen übereinstimmt – was jedoch nicht weiter verwunderlich ist. Der Finder befand sich jedoch in jedem Falle in direkter Nähe zum auf der Karte verzeichneten Standort und machte durch einen lauten Alarm und das blaue Blinken auf sich aufmerksam, sodass wir ihn mit Hilfe der Karte und des Alarms ohne jedes Problem hätten finden können, wäre er tatsächlich abhandengekommen.

Auch der automatische Alarm beim Abreißen der Verbindung funktioniert im Test zuverlässig – ebenso wie die automatische Deaktivierung in sicheren Umgebungen. Hinsichtlich der zentralen Funktionen kann der Finder 2 also vollends überzeugen. Die Signalreichweite verhält sich ähnlich wie bei anderen Bluetooth-Produkten, die vom Hersteller angegebenen 50 Meter konnten wir somit nicht erreichen. Innerhalb der Wohnung ist die Verbindung auch schon bei weniger als 10 Metern abgebrochen – hier gibt es zu viele andere Netzwerke, die die Verbindung stören. Außerdem tragen die Hauswände zu einer geringeren Reichweite bei.

Auch die Zusatzfunktionen – namentlich das Auslösen der Smartphonekamera und der umgekehrte Alarm – funktionierten im Test einwandfrei, was den positiven Gesamteindruck bestätigt. Um die Fernauslösefunktion nutzen zu können, muss zunächst in der App der entsprechende Button aktiviert werden. Dank der Übersichtlichkeit der App ist dies kein Problem.

Die Funktionen der App

Einrichtung der Verbindung

Verwendung der App

Fazit zum Musegear Finder 2 Test

Beim Finder 2* handelt es sich um den mit Abstand besten Schlüssel-Tracker, der momentan erhältlich ist. Die einwandfreie Verbindung beeindruckt ebenso wie die tadellose Funktionstüchtigkeit des Gerätes. Jede der beworbenen Funktionen wurde in unserem Test näher betrachtet und konnte ohne Abzüge punkten. Hinzu kommt die Zusatzfunktion als Fernauslöser der Smartphonekamera, was im Alltag von Nutzen sein könnte. Beeindruckend ist auch der Support, der sogar am Sonntag innerhalb von Minuten antwortet.

Die einzige Kritik, die wir äußern können, ist die fehlende Wasserdichtheit des Gehäuses. Sicherlich macht das Gerät einiges mit, man sollte es hier aber nicht übertreiben.

Wir sind vollkommen überzeugt und können den Finder 2, der übrigens auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, empfehlen.

Musegear Finder 2

Design und Verarbeitung
Funktionalität
App
Preis-Leistungs-Verhältnis

Der wohl beste Schlüsselfinder auf dem Markt.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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Simon

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Natürlich kann der Musegear Finder 2 nicht nur für Schlüssel genutzt werden. Er kann auch einfach im Auto liegen bleiben, ans Halsband des Hundes angebracht werden oder in vielen anderen Szenarios eingesetzt werden. Der eigenen Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.
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