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Cyberkriminelle in der Ukraine boten 300 Millionen Nutzerdaten an

Die Ukraine erlebt gerade einen der größten globalen Datenskandale. Aufgrund des Verkaufs von persönlichen Daten von EU- und US-Bürgern wurden mittlerweile bereits 51 Verdächtige verhaftet. Dabei sollen Daten von etwa 300 Millionen Personen in dubiosen Foren zum Kauf angeboten worden sein.

Großer Schlag gegen Cyberkriminalität

Den ukrainischen Strafverfolgern ist ein gigantischer Schlag gegen die globale Cyberkriminalität gelungen. Nach umfangreichen Ermittlungen schlugen die Behörden im November zu. Im Rahmen von Razzien wurden dabei insgesamt 51 Verdächtige festgenommen. Der Vorwurf? Sie sollen empfindliche Daten von US- und EU-Bürgern in einschlägigen Foren zum Kauf angeboten haben. Als Beweismittel dienen den Behörden nun knapp 100 Datenbanken. Die Razzien, welche den Datenklau zutage förderten, wurden von den Ukrainischen Behörden auch direkt in Szene gesetzt. So hat die Strafverfolgungsbehörde ein Video veröffentlicht, in dem zu sehen war, wie sich Beamte mithilfe einer Kettensäge Zugang zu Wohnungen der Verdächtigten verschafften. Obendrein konnte man beobachten, dass die Experten erste Datenträger sichteten.

Webseite wurde offline geschaltet

Auch abseits der Festnahmen wurden die Beamten bereits aktiv. So habe man beispielsweise eine der Big Player im Bereich der „Onlineshops“ für gestohlene Daten offline genommen. Diese wurde von vielen der in Gewahrsam genommenen Cyberkriminellen für den Verkauf der Daten genutzt. Wenn man sich einmal ansieht, welche Daten dort zum Verkauf angeboten wurden, kann einem wirklich Angst und Bange werden. Neben vollständigen Namen, Telefonnummern und Wohnadressen konnte man zum Teil auch Daten zum Fahrzeug der jeweiligen Nutzer einsehen. Zum Teil gingen die Kriminellen aber nicht einmal den Weg über die Internetseite. Stattdessen nutzten sie sogar einfache Messenger oder social media, um ihre „Waren“ zu verkaufen. Bei Nutzerdaten von insgesamt 300 Millionen Personen kommt natürlich auch einiges an Daten zusammen. Die Behörden sprechen dabei von 90.000 Gigabyte.

Ukraine lässt Worten Taten folgen

Für viele Jahre galt die Ukraine als echtes Mekka für Cyberkriminalität. Diesen schlechten Ruf möchte das Land natürlich abschütteln. Um das zu erreichen, steckten sich die ukrainischen Behörden im letzten Jahr das Ziel, die Cyberkriminalität mehr in den Fokus zu rücken. Das Vorhaben trägt bereits jetzt Früchte. So konnten die Strafverfolger bereits verschiedene Angriffe mit DDoS verhindern und sogar eine Gruppe stellen, die Ransomware in den Umlauf gebracht hat.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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