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Deutscher Spielemarkt wächst 2021 um 17 Prozent

Das Wachstum im deutschen Spielemarkt hält an. Bereits im zweiten Jahr in Folge legt der Games-Markt, vermutlich auch bedingt durch die COVID-19-Pandemie, deutlich zu. Der Umsatz mit Games und Games-Hardware ist 2021 um 17 Prozent gestiegen.

Deutscher Spielemarkt: 2021 fast 10 Milliarden Euro Umsatz

Der deutsche Spielemarkt boomt. Nach dem historischen Wachstumssprung im Jahr 2020 konnte der Markt auch im abgelaufenen Jahr 2021 nochmals deutlich zulegen. Zu der Erkenntnis kommt der Branchenverband Game in seiner Analyse auf Basis von Daten der Marktforschungsunternehmen GfK und data.ai.

Unter anderem bedingt durch die Corona-Pandemie verzeichnete die Games-Branche in Deutschland ein Wachstum von 32 Prozent, im Jahr 2021 waren es immerhin noch knapp 17 Prozent. Vor allem die gestiegene Nachfrage nach Spielekonsolen (+ 23 Prozent, 808 Mio. Euro) und von Gaming-Peripherie im PC-Segment (+ 22 Prozent, 1,506 Mrd. Euro) waren dabei zwei treibende Kräfte.

„Nach dem historischen Wachstumssprung 2020 konnte der deutsche Games-Markt auch 2021 weiter stark zulegen. Das zeigt auch: Diejenigen, die Games während der Lockdowns erstmals für sich entdeckt haben, finden auch langfristig Gefallen daran“, führt game-Geschäftsführer Felix Falk die Analyse aus.

Gleichzeitig ist sich Falk sicher: Hätte die hohe Nachfrage vollständig bedient werden können, was vor allem aufgrund von Lieferschwierigkeiten im Hardware- und Konsolensegment nicht möglich war, wäre sogar ein noch größerer Umsatzanstieg möglich gewesen. Gerade die PlayStation 5, aber auch High-End-Grafikkarten von NVIDIA und AMD sind bis heute oftmals gar nicht lieferbar, nachrückende Kontingente bereits binnen weniger Minuten ausverkauft.

Deutscher Spielemarkt Peripherie
Gaming-Peripherie war 2021 sehr gefragt: Der Umsatz mit Gaming-PC-Zubehör stieg um 22 Prozent.

Spiele (darunter einmalige Käufe, Abonnements, sowie In-Game- und In-App-Käufe) und Gaming-Hardware legten der Analyse zufolge im Jahr 2021 fast gleich stark zu und erzielten im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von 19 Prozent, beziehungsweise 18 Prozent.

In-Game-/In-App-Käufe steigen um 30 Prozent

Treibende Kraft beim Wachstum des deutschen Spielemarktes waren aber vor allem die In-Game- und In-App-Käufe, die im abgelaufenen Jahr um satte 30 Prozent auf 4,239 Millionen Euro gestiegen sind. Grund dafür ist laut game der weiterhin andauernde Trend von Free-to-Play-Spielen oder Live-Service-Titeln, die immer wieder mit neuen Downloadinhalten versorgt werden.

Der Umsatz mit Spielen, die mit einem einmaligen Kauf zur Kasse bitten, ist im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent eingebrochen. Auch monatliche Abonnements, beispielsweise im Bereich der MMORPGs, gingen um 11 Prozent auf 145 Mio. Euro zurück.

Konsolen und Zubehör äußerst gefragt

Stationäre und tragbare Spielekonsolen und Gaming-Peripherie für PCs (darunter Eingabegeräte, Monitore, Grafikkarten oder VR-Headsets) wiesen im deutschen Spielemarkt 2021 das größte Wachstum vor. 808 Mio. Euro investierten die Deutschen in neue Konsolen, rund 1,5 Mrd. Euro hingegen entfielen auf den Bereich des Gaming-Zubehörs. 969 Millionen Euro wurden zudem in neue Desktop-PCs oder Notebooks investiert, was einem Wachstum von rund 11 Prozent entspricht.

Deutlich weniger stark wuchs hingegen der Umsatz mit Gaming-Online-Diensten, der sich aus Cloud-Gaming-Diensten wie PlayStation Now, Google Stadia Pro oder Nvidia GeForce Now, Gaming-Abo-Diensten (Xbox Game Pass, EA Play, Ubisoft+, Apple Arcade, Google Play Pass) und Online-Gaming-Diensten wie PlayStation Plus oder Xbox Live Gold, zusammensetzt.

Xbox Game Pass Gaming-Abo-Dienst
Besonders Gaming-Abo-Dienste wie der Xbox Game Pass legten deutlich zu. (Bild: Microsoft)

Nach einem rekordverdächtigen Boom mit einem Wachstum von 50 Prozent im Jahr 2020, stieg dieses Segment im Folgejahr „nur“ um vier Prozent aus 720 Millionen Euro. Trotzdem zeichnet sich hier ein ganz klarer Trend ab, betrug das Volumen hier im Jahr 2018 doch noch 353 Mio. Euro.

Vor allem die Abo-Dienste wie die Spiele-Flatrate Xbox Game Pass (Ultimate) legten hier im Jahr 2021 deutlich zu, während der Umsatz bei Cloud-Gaming-Diensten recht deutlich und bei den Online-Gaming-Diensten minimal zurückging.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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