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Energieversorger Entega ist Opfer eines Cyberangriffs geworden

Offenbar ist es bei Entega zu einem schwerwiegenden Cyberangriff gekommen. Im Zuge dessen kann man die E-Mails der Mitarbeiter des Energieversorgers nun vorerst nicht mehr erreichen. Damit ist nun auch das Unternehmen aus Darmstadt Opfer einer Cyberattacke geworden.

Traurige Routine

Langsam aber sicher müssen wir uns wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass Cyberangriffe zu den alltäglichen Nachrichten dazugehören. Nachdem erst vor ein paar Tagen der Autovermieter Sixt Opfer eines Hackerangriffs geworden ist, hat es mit Entega nun einen Energieversorger erwischt. Laut Angaben des Darmstädter Unternehmens scheint man allerdings noch Glück im Unglück gehabt zu haben. So sei die Energieversorgung als kritische Infrastruktur unberührt geblieben. Da das Unternehmen seine Kunden mit Wasser, Strom und Gas versorgt, möchte man sich die Folgen gar nicht ausmalen, wenn auch auf diese Segmente ein Angriff geglückt wäre. Erfolg hatten die Hacker allerdings auf der Webseite sowie bei den Mail-Konten der Angestellten von Entega.

Im Zuge dessen musste man nun die insgesamt 2.000 E-Mail-Konten sowie die Webseite vorerst aus Sicherheitsgründen vom Netz nehmen. Unternehmenssprecher Michael Ortmanns hat betont, dass man sich dementsprechend um Versorgungsausfälle nicht sorgen müsse. Auch empfindliche Personendaten der Entega-Kunden seien wohl beim Angriff außen vor geblieben. Um schnellstmöglich einen Schuldigen ausfindig zu machen, hat die Strafverfolgung bereits ihre Arbeit aufgenommen. So habe ein auf Cyberangriffe spezialisiertes Team von LKA und BKA bereits seine Arbeit aufgenommen. Inwiefern sich die Attacke in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni langfristig auf Entega auswirken wird, kann man noch nicht absehen. Fest steht jedoch, dass man in den nächsten Tagen mit keiner oder zumindest nur mit einer eingeschränkten Erreichbarkeit leben muss.

Noch keine weiteren Details

BKA und LKA lassen derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse durchblicken. Offensichtlich haben sie noch keinen Schuldigen ausfindig machen können. Generell scheint in diesem Fall noch einiges unklar zu sein. So tappt man derzeit auch noch im Dunkeln, ob es sich möglicherweise um Ransomware gehandelt haben könnte. Allerdings hat das Ganze angesichts des derzeit noch immer stattfindenden Ukrainekriegs doch einen faden Beigeschmack. Schließlich wäre Entega als Energieversorger für Strom und Gas ein gefundenes Fressen für einen russischen Cyberangriff. Russische Hackergruppen wie beispielsweise Killnet hatten erst vor einigen Wochen mit Angriffen gewarnt. Das sind allerdings nur Mutmaßungen. Nähere Details herauszufinden, ist nun Aufgabe der Polizeibehörden. Entega wäre übrigens nicht das erste Energieunternehmen, welches Opfer einer Cyberattacke aus Russland wird. So hat es seit Beginn des Ukrainekrieges bereits andere Unternehmen der Branche getroffen, die nachweislich von einer Hackergruppe aus Russland attackiert wurden.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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