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Geheimes Abkommen zwischen Apple und China bekanntgeworden

Politisch ist China für die USA seit längerem ein rotes Tuch. Dies wird nicht zuletzt durch schwerwiegende Wirtschaftssanktionen deutlich. So ist es beispielsweise US-Amerikanischen Firmen untersagt, mit dem riesigen chinesischen Elektronik-Konzern Huawei zusammenzuarbeiten. Doch das Land der aufgehenden Sonne scheint nicht allen Amerikanern ein Dorn im Auge zu sein. Schließlich schlummern immense Absatzchancen im fernen Osten. Auch Apple ist an diesen interessiert und auch sehr erfolgreich, wie jüngst veröffentlichte Zahlen deutlich machen. So hat es das kalifornische Unternehmen geschafft, zum umsatzstärksten Handyhersteller in China zu werden. Ob sich der iPhone-Erfinder diesen Erfolg selbstständig erarbeitet hat, muss man nun bezweifeln.

Apple sicherte sich „Unterstützung und Hilfe“

Wie nun ans Licht gekommen ist, gab es im Jahr 2016 ein persönliches Treffen zwischen Apple-CEO Tim Cook und hochrangigen Vertretern der chinesischen Regierung. Hierbei suchte Apple händeringend nach einer Lösung, möglichen Sanktionen Chinas aus dem Weg zu gehen. Dies begann bereits bei der Pressearbeit regierungsnaher Medieninstitute. Diese hatten Apple nämlich im Visier und bezichtigten das Unternehmen, chinafeindlich zu wirtschaften. Schlussendlich kam es jedoch nicht so schlimm wie befürchtet. Doch wie schaffte es das Unternehmen seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen?

Hierfür musste Apple nicht nur das Einhalten der gesetzlichen Vorschriften garantieren. Obendrein wurde das Unternehmen angehalten, auch die chinesische Wirtschaft zu stärken. Dies wirkt ein wenig so als hätte sich Apple von der chinesischen Politik einschüchtern lassen. Fest steht, dass beide Seiten etwas von dem geheimen Abkommen haben. Während China sich über eine Stärkung inländischer Unternehmen freuen kann, soll Apple umfangreiche „Unterstützung und Hilfe“ zugesichert worden sein. Dies lies den Umsatz in die Höhe schnellen.

Umfassendes Zusagenpaket

Die Unterstützung erhielt Apple im Gegenzug zu einem umfangreichen Paket an Zusagen. So musste das kalifornische Erfolgsunternehmen zusichern, vornehmlich mit chinesischen Zulieferern zusammenzuarbeiten. Obendrein sollte man bei der Suche neuer Mitarbeiter vor allem auch Talente aus China in Betracht ziehen. Auch die Zusammenarbeit mit chinesischen Hochschulen wünschte sich China. So sollten insbesondere neue Technologien in den entsprechenden Instituten erprobt oder sogar entwickelt werden. Doch Apple sicherte China auch ganz einfach finanzielle Unterstützung zu. Wie aus den von „The Information“ veröffentlichten Schriftstücken hervorgeht, handelte es sich um „viele Millarden Dollar“. In Zahlen ausgedrückt umfasst das Zusagenpaket von Apple satte 275 Milliarden Dollar. Diese immense Summe soll innerhalb von fünf Jahren an China gewandert sein. Der entsprechende Vertrag wurde übrigens im Jahr 2016 geschlossen und lief Mitte 2021 aus. Einer Verlängerungsoption waren China und Apple jedoch nicht positiv gegenüber aufgeschlossen. Schließlich entschieden sie sich dagegen.

Skurrile Forderungen von China

Wirft man einen Blick in die ans Tageslicht gekommenen Vertragsinhalte, machen diese zum Teil einen skurrilen Eindruck. So forderte China beispielsweise, dass man die „Diaoyu-Inseln“ vergrößert darstellen solle. Diesbezüglich soll Apple sogar Ärger mit der chinesischen Behörde für Vermessung bekommen haben. Diese habe eine Korrektur gefordert. Zwischen China und Japan herrscht seit geraumer Zeit ein großer Streit um die Zugehörigkeit der Inselgruppe. Folglich möchte China mit den Vereinbarungen nicht nur eine wirtschaftspolitische Stärkung herbeiführen. Obendrein soll die geopolitische Stärkung herbeigeführt werden. Hätte Apple die Forderung der Vermessungsbehörde nicht in die Tat umgesetzt, hätte China wohl der Markteinführung der Apple Watch Steine in den Weg gelegt. So verwundert es auch nicht, dass die Inselgruppe bis heute zu groß dargestellt wird.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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