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Geldwäsche: Ermittlungen gegen N26

Die Online-Bank N26 steht im Fokus der Berliner Staatsanwaltschaft. Aufgrund des Verdachts der Geldwäsche wird gegen das Führungspersonal des Start-ups ermittelt.

Ermittlungen gegen vier Personen

Das Handelsblatt hatte im fraglichen Fall recherchiert und sich mit einer Anfrage an die zuständige Staatsanwaltschaft gerichtet, die daraufhin bestätigte, dass gegen vier Führungskräfte des Unternehmens ermittelt wird. Konkret geht es um Konten, die für betrügerische Zwecke genutzt und seitens N26 nicht zeitnah gesperrt wurden. Dem Handelsblatt zufolge liegen zahlreiche Anzeigen von Geschädigten vor, die Geld für nicht verschickte Waren u. ä. auf bei N26 betriebene Konten überwiesen.

Die jetzigen Ermittlungen knüpfen damit nahtlos an solche der Finanzaufsicht aus dem vergangenen Jahr an. Die Bafin hatte damals Mängel im Risikomanagement bei N26 festgestellt. Verdächtige Aktivitäten seien nicht in ausreichendem Maße überwacht, verhindert und gemeldet worden. In der Folge musste die Bank eine Strafe von 4,25 Millionen Euro zahlen. Darüber hinaus hatte die Bafin eine Wachstumsbeschränkung verfügt: N26 darf seitdem nur 50.000 neue Kundinnen und Kunden pro Monat aufnehmen. Diese Sperre ist darauf zurückzuführen, dass die Bafin im massiven Wachstum des Start-ups den Hauptgrund für das mangelhafte Risikomanagement sieht.

Beschwerden über zu hohe Arbeitsbelastung

Zu diesen äußeren Problemen kommen Beschwerden aus dem Inneren der Bank, die ebenfalls ein Bild der Überforderung: Im Jahr 2020 wurde gegen den Widerstand der Geschäftsführung ein Betriebsrat gewählt; Mitarbeitende des Kundinnenservices hatten sich über eine zu hohe Arbeitsbelastung beschwert.

Die neuen Ermittlungen gegen N26 stehen damit in einer langen Reihe ähnlicher Vorfälle. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass das Unternehmen bisher keinen bleibenden Schaden genommen hat, sondern ganz im Gegenteil weiterhin wächst. Im Oktober hatte es bekanntgegeben, weitere 900 Millionen US-Dollar aus einer Finanzierungsrunde zu erhalten. N26 ist damit eines der höchstbewerteten Start-ups in Deutschland.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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