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Gravatar: Daten von über 100 Millionen Usern geleakt

Leider müssen wir schon wieder über einen neuen Datenskandal bei einem großen Onlinedienst berichten. Dieses Mal hat es den beliebten Service „Gravatar“ erwischt. Laut Angaben des Betreibers sollen bei einer Cyber-Attacke die persönlichen Daten von etwa 114 Millionen Usern gestohlen worden sein. Im Anschluss daran wurden diese im Darknet zugänglich gemacht.

Beliebter Dienst zur Profilbild-Verwaltung

Du hast noch nie etwas von Gravatar gehört? Dann wollen wir dir einmal auf die Sprünge helfen. Den Service konnte man als praktische Verwaltung für die im Netz befindlichen Profilbilder nutzen. Angesichts der vielen Profile, die oftmals mit der Erstellung eines Accounts einhergehen, ist das eine wirklich praktische Sache. Da verwundert es auch kaum, dass sich der Service eine erstaunlich große Community aufbauen konnte. Wer bei Gravatar angemeldet ist, muss nun jedoch darum fürchten, dass persönliche Daten in die Hände Krimineller gelangt sind. Grund hierfür scheint unter anderem ein zu laxer Schutz zu sein.

Gigantisches Datenpaket

Wir haben in letzter Zeit leider immer häufiger von Datendiebstählen im Netz berichten müssen. Der Umfang, in dem Gravatar nun jedoch bestohlen wurde, sucht wirklich seinesgleichen. Mit knapp 114 Millionen erbeuteten Datensätzen handelt es sich hier definitiv um einen der größten Cyber-Angriffe in den letzten Wochen. Nun hat man auch Gewissheit, was mit den geklauten Daten angestellt wurde. Die kriminellen Hacker haben sie kurzerhand im Darknet hochgeladen.

Umso erschreckender ist die Tatsache, dass Gravatar bereits vor knapp einem Jahr in der Kritik stand, zu unvorsichtig mit der Sicherheit der Nutzerdaten umzugehen. So hat die Sicherheitsplattform „HaveIbeenPwned.com“ ausgeführt, dass bereits im Jahr 2020 seitens eines Sicherheitsforschers auf die Missstände des Onlineservices hingewiesen wurde. Dabei beschrieb der IT-Experte auch, mit welcher einfachen Taktik man an die Daten kommen könnte. Nun ist aus der Warnung Realität geworden.

So sicherst du dich ab

Die 114 Millionen betroffenen User müssen nun fürchten, dass ihre E-Mail-Adresse von Kriminellen im Darknet genutzt wird, um Straftaten zu begehen. Für viele ist dabei die Ungewissheit die größte Belastung. Dabei kannst du ganz leicht überprüfen, ob du im Besitz einer betroffenen E-Mail-Adresse bist. Ein Besuch der Webseite „HaveIbeenpwned.com“ genügt bereits. Hier musst du einfach deine E-Mail eingeben und schon wird überprüft, ob du Opfer der Attacke geworden bist oder nicht. Dabei überprüft die Webseite auch, ob deine E-Mail-Adresse bei einem anderen Angriff geklaut wurde. Sollte dies der Fall, ist es dringend ratsam, das Passwort umgehend zu ändern.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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