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Riesiges Datenleck: 106 Millionen Thailand-Urlauber betroffen

So schnell kann die schöne Urlaubserholung passé sein. Über 100 Millionen Thailand-Reisende dürften sich nun über einen Leak überaus empfindlicher Daten ärgern. Dabei sind nicht nur frische Urlaubsrückkehrer betroffen. Die Daten stammen nämlich von Urlaubern, die innerhalb der letzten zehn Jahre das wunderschöne Fleckchen Erde in Südostasien heimgesucht haben.

Sogar Reisepassnummern wurden geleakt

Bei einem extrem großen Datenleck wurden empfindlichste Daten von mehr als 106 Millionen Thailand-Urlaubern geleakt. Neben vollständigen Namen sind mit den Reisepassnummern auch extrem wichtige Daten zugänglich gewesen, die große Gefahren wie Identitätsdiebstahl in sich bergen. Bekannt geworden ist das Datenleck am 22. August diesen Jahres. Ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma „Comparitech“ stieß auf selbiges. Dieser informierte nach eigenen Angaben schnellstmöglich die zuständigen Stellen in Thailand. Nachdem auch von offizieller Seite eine Bestätigung des Lecks stattgefunden hat, habe eine umfangreiche Sicherung der frei zugänglichen Datenbank stattgefunden. Nun steht jedoch ein großes Fragezeichen im Raum: Wie lange waren die empfindlichen Daten bereits zugänglich?

Zugriff habe noch nicht stattgefunden

Laut Angaben der thailändischen Behörden habe während der gesamten Zeit kein einziger Zugriff auf die Datenbank stattgefunden. Eine wirkliche Bestätigung dieser Behauptung gibt es bislang aber noch nicht. Die betroffene Datenbank umfasst 106 Millionen Datensätze, welche umfassende persönliche Informationen beinhalten. Insbesondere wichtige Reise- und Personendaten seien Bestandteil eines jeden Datensatzes. Neben dem vollständigen Namen und der Ankunft in Thailand sei sogar die Reisepassnummer zugänglich.

Kein Einzelfall

Doch was passiert eigentlich, wenn Kriminelle sich nun an einem lukrativen Datenklau versuchen? Hierzu lässt Bob Diachenko, Mitarbeiter bei Comparitech, verlautbaren, dass unter der entsprechenden IP-Adresse ein Honeypot läuft. Dieser zeigt im Falle eines Zugriffs folgende Meldung an: „Dies ist ein Honeypot, alle Zugriffe wurden protokolliert“. Mittlerweile lässt die zunehmende Häufigkeit vergleichbarer Datenlecks Sicherheitsexperten aufhorchen. So gelangte erst vergangene Woche ein Leak bei einem Autovermieter auf der beliebten Urlaubsinsel Gran Canaria in den Fokus der Öffentlichkeit. Allerdings sind hier einige der Betroffenen wohl nicht so glimpflich davongekommen. Schließlich boten Internet-Kriminelle bereits komplette Datensätze für ein paar Euro zum Download an. Es wird Zeit, dass eine Offensive für Datensicherheit ins Leben gerufen wird.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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