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Huawei will als Reaktion auf Android-Ausschluss eigenes Betriebssystem entwickeln

Laut einem Bericht des chinesischen Finanzmagazins Caijing plant Huawei als Reaktion auf den anhaltenden Handelskrieg zwischen den USA und China und das daraus entstandene Handelsverbot die Einführung eines eigenen Betriebssystems. Die Arbeiten daran sollen schon vor langer Zeit begonnen haben, als die USA dem ebenfalls chinesischem Unternehmen ZTE die Nutzung von Android aufgrund von geschäftlichen Beziehungen mit Nordkorea und dem Iran untersagt hat, da diese gegen US-Sanktionen verstoßen.

Das „Huawei-OS“ könnte deshalb bereits im laufenden Jahr erscheinen und eine Alternative zu Googles Betriebssystem schaffen, die das Unternehmen weitestgehend unabhängig von Entscheidungen der US-Politik machen würde. Auch bei der Prozessorentwicklung ist Huawei durch die Kirin-Prozessoren bereits unabhängig von den USA. Viele andere Smartphone-Hersteller beziehen ihre SoCs von Qualcomm und sind somit von eventuellen Handelsverboten betroffen.

Quellen berichten davon, dass Huawei-OS mit Android-Apps kompatibel sein soll, die allerdings neu kompiliert werden müssen. Die Leistung soll im Vergleich Android-Smartphones um bis zu 60 Prozent höher liegen. Als Quelle nennt das auch als China Business News bekannte Magazin Richard Yu, Chef von Huaweis Consumer Business Group. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens gibt es bisher nicht. Die Aussagen von Yu stammen aus einer WeChat-Unterhaltung, weitere Belege hat das Magazin nicht.

Neben Smartphones soll das neue Betriebssystem auch für Tablets, Computer, Internet-of-Things (IoT) Geräte und im Automobilbereich genutzt werden können. Als erstes Gerät, dass mit dem auch als HongMeng OS bezeichneten Betriebssystem auf den Markt kommen könnte, ist das Mate 30 im Gespräch.

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