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iPhone: Achterbahnfahrten lösen Unfallerkennung aus

Einige neue Applegeräte sind mit einer Funktion ausgestattet, die Autounfälle erkennen und daraufhin einen automatisierten Notruf absetzen soll. Berichte deuten nun darauf hin, dass es zahlreiche falsch positive Ergebnisse gibt. Insbesondere Achterbahnfahrten sollen häufig als Unfälle fehlgedeutet werden und somit Notrufe auslösen.

Berichte aus mehreren Freizeitparks

Die Unfallerkennung, die im Zweifelsfalle Leben retten soll, kommt in den iPhones 14, 14 Plus, 14 Pro und 14 Pro Max sowie in der Apple Watch Series 8, der Apple Watch Ultra und der Apple Watch SE 2 zum Einsatz. Berichten der US-Zeitung Wall Street Journal zufolge ist es in mehreren Freizeitparks verstärkt zu Fehlaktivierungen dieser Funktion gekommen. Betroffen sein sollen etwa der Kings Island Amusement Park in der Nähe von Cincinnati sowie der Park Six Flags Great America in der Nähe von Chicago.

Warum ausgerechnet Achterbahnfahrten vermehrt die Unfallerkennung triggern, ist bisher nicht bekannt. Eigentlich sollte das iPhone anhand der Umgebungsgeräusche und der fehlenden Car-Play-Verbindung erkennen können, dass es sich nicht in einem Auto befindet. Andererseits entwickeln Achterbahnen enorme Beschleunigungs- und Fliehkräfte, die den bei einem schweren Unfall wirkenden Kräften ähneln können. Die neuen Geräte von Apple sind mit einem überarbeiteten Akzelerometer ausgestattet, das genaue diese Kräfte misst.

Apple selbst äußerte sich gegenüber dem Wall Street Journal ausweichend. So gab der US-Konzern dort lediglich zu Protokoll, die Funktion mit einer Million Stunden an Unfalldaten, echten Fahrten sowie Crash-Tests trainiert und geprüft zu haben. Apple gab ferner an, sie sei sehr gut in der Erkennung schwerer Unfälle und darauf ausgerichtet, kaum falsch positive Resultate zu liefern – was nun jedoch in relativ großem Maße geschieht.

Auch andere Fehlauslöser bekannt

Bekannt sind neben Achterbahnfahrten auch andere Ereignisse, die dazu führen, dass das iPhone fälschlicherweise einen Unfall erkennt und Rettungsdienste verständigt. Insbesondere das Herausfallen des iPhones aus Autofenster sowie das Ablösen des Geräts vom Motorrad während einer Fahrt können zu Fehlauslösern führen – was jedoch weit weniger verwunderlich ist als die Auslösung auf der Achterbahn.

Vorgebeugt werden kann durch das Abschalten der Funktion, durch das Versetzen des iPhones in den Flugmodus sowie dadurch, es nicht mit auf die Achterbahn zu nehmen. Letztere Vorgehensweise ist dabei besonders empfehlenswert, da ein auf der Achterbahn entgleitendes Handy zu eine potentiell tödliche Gefahr für andere Menschen auf der Achterbahn darstellt – und daher in den meisten Freizeitparks eigentlich gar nicht erst mit auf das Fahrgeschäft genommen werden darf.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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