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iRobot: Saugroboter sollen künftig tierische „Tretminen“ erkennen können

iRobot gilt als einer der beliebtesten Hersteller von Saugrobotern. Doch egal wie teuer der smarte Roboter bislang auch war, ein Problem mussten Hundebesitzer regelmäßig befürchten – die Folgen eines übersehenen Hundehaufens. Zukünftige Modelle des Unternehmens sollen dieses Problem aus der Welt schaffen können. Eine spezielle Erkennung soll es möglich machen. Der erste Vertreter soll noch dieses Jahr an den Start gehen.

Saugroboter werden smarter

Staubsaugerroboter haben zweifelsohne den heimischen Haushalt revolutioniert. Schließlich kümmern sich die kleinen Helferlein mittlerweile automatisiert darum, dass zumindest grober Staub und Schmutz keine Chance hat. Doch das automatische Rotieren durch die eigenen vier Wände kann auch seine Tücken haben. Vor ein paar Jahren ging die Geschichte eines US-Amerikaners durch die Gazetten. Dieser berichtete davon, dass sein Saugroboter der Marke Roomba bei einer nächtlichen Reinigungstour Schlimmes vollführte. So fuhr der smarte Helfer durch einen frisch gelegten des jungen im Haushalt lebenden Hundes. Die Folgen waren kostspielig und eklig zugleich.

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Unbeaufsichtigt fuhr der Roboter dann seine komplette Runde durch die Wohnung und verteilte die Exkremente des Vierbeiners in jedem Raum. Egal ob, Kinderzimmer, Teppiche oder Tischbeine – die Hinterlassenschaften des kleinen Hundes befanden sich überall. Besonders schwerwiegend war wohl die Verschmutzung des wertvollen Jackson-Pollock-Gemäldes, welches sich im Besitz des US-Amerikaners befindet. Dieses Vorkommnis nahm sich iRobot zum Anlass, um zu handeln. Zum damaligen Zeitpunkt ließ das Unternehmen noch verlautbaren, dass man sich des Problems bewusst sei und entsprechende Szenarien nur allzu oft passieren würden. Nun scheint der Roboter-Hersteller eine Lösung gefunden zu haben.

Saugroboter mit „Tierkot-Erkennung“ bald verfügbar

Nun hat iRobot angekündigt, dass man eine Lösung des Problems gefunden habe. Noch dieses Jahr soll ein neues Modell an den Start gehen, dass eine spezielle Erkennung von Tierkot an Bord haben soll. Der Roomba J7+ soll entsprechende Haufen als zu meidendes Hindernis erkennen und anschließend umfahren können. Diesen technischen Fortschritt lässt sich iRobot aber auch einiges kosten. Satte 999 Euro soll der Saugroboter für Besitzer noch nicht stubenreiner oder inkontinenter Tiere kosten. Wer einmal einen vergleichbaren Ärger wie der Welpenbesitzer aus der eingangs berichteten Geschichte mitgemacht hat, dem wird dieses Feature den Preis wohl wert sein.

Die integrierte Kamera dient als Erkennungshilfe. (Bild: iRobot)

Doch wie macht der neue Sauger das? Natürlich möchte iRobot sein neues Erkennungskonzept nicht gänzlich preisgeben. Das Unternehmen habe lediglich davon gesprochen, dass man sich der modernen Wege des sogenannten Machine Learnings bedient habe. Insbesondere abertausende Bilder von Tierhaufen seien genutzt worden, um die KI des kleinen Staubsaugerroboters zu trainieren. Nun sei er dazu in der Lage entsprechende Hindernisse zuverlässig zu erkennen.

US-Amerikaner bekommen eine Garantie

In den USA sollen Käufer des neuen Roomba sogar eine spezielle Garantie für das Funktionieren der neuen Erkennungsmechanismen erhalten. Diese wird witzigerweise P.O.O.P. abgekürzt und setzt sich aus den Worten Pet Owner Official Promise (Deutsch: Versprechen an Tierbesitzer) zusammen. Hinter dieser Garantie steckt das Versprechen, dass sich Roomba ein Jahr lang dazu verpflichtet, ein neues Modell zu liefern, wenn das alte versagt und Tierexkremente in der gesamten Wohnung verteilt hat.

Solltest du ein Tier besitzen, das eher dazu neigt, sich zu übergeben, soll die neue Erkennungsfunktion des Roomba J7+ übrigens nicht allzu verlässlich sein. Der Hersteller bezieht sich ausdrücklich auf feste Hinterlassenschaften. Durchfall dürfte hiervon ebenfalls nicht abgedeckt sein. Der Mehrwert hält sich also in Grenzen und dürfte wohl eher in die Kategorie „Marketing-Gag“ fallen. Für Besitzer eines kleinen Welpen dürfte das Feature des neuen Roombas jedoch durchaus praktisch sein.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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