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Trifo Lucy Pet Saugroboter Test – Selbst lästige Tierhaare sind kein Problem!

Bequem auf der Couch sitzen und jemand anderen den Job erledigen lassen? In Deutschland kennt man das von der ein oder anderen Baustelle und ihren Arbeitern. Jedoch geht es heute in diesem Artikel nicht um den Baustellenschutt, sondern wie man am besten ohne eigenen Aufwand den Baustellenschutt aus der eigenen Wohnung bekommt. Herkömmlich greift der eine oder andere zu einem Staubsauger, wir sind aber faul und lassen die Lucy von Trifon heute die Arbeit erledigen. Wie gut sich der Staubsaugroboter schlägt, erfährt ihr in den nächsten Kapiteln.

Spezifikationen

Bezeichnung Trifo Lucy Pet
Saugkraft 3000 pa (4000 pa bei Lucy Pet)
Navigation Full-HD-Kamera + Tiefensensor
App Trifo Home (AndroidiOS)
Lautstärke bis zu 90 dB
Staubkammer 0,6 l
Ladezeit 3 h
Arbeitszeit 2 h
Akku 5200 mAh
Maße (LxBxH) 36,0 x 36,0 x 8,4 cm
Steigungen 25°, bis zu 2 cm
Features
  • Mapping mit Kartenspeicherung
  • selektive Raumeinteilung (jeder Raum einzeln ansteuerbar mit Wischen und/oder Saugen)
  • Sprachsteuerung (Amazon Alexa)
  • 3D-Hinderniserkennung kleiner Gegenstände (~1 cm)
  • Pet-Edition: Tierhaaraufsatz
Preis € 552,95*

Lieferumfang

Schwarz ist edel – Die Lucy in der Pet-Variante wird in einer schwarzgoldenen Verpackung mit edlem Blick auf den Roboter versendet. Rund um die Verpackung und besonders auf der Rückseite finden wir die wichtigsten Features des Saugroboters kurz und mit eindeutigem Bild beschrieben. Macht man den Deckel auf, bekommt man einen schwarzen Umschlag zu sehen, in dem die Bedienungsanleitung zu finden ist. Das Auspacken wird hier schon zu einem Erlebnis.

Unter der ersten Karton-Haube befindet sich dann in einer wasser- und staubdichten Folie die Lucy. Davor befindet sich der restliche Lieferumfang. Dieser besteht aus der Ladestation, den Stromadapter für die Ladestation, drei Wischlappen und einen austauschbaren Saugkopf, welchen man in der Pet-Edition bekommt. Dieser ist später besonders gut, um Tierhaare aufsaugen zu können.

Lieferumfang

Design und Verarbeitung

Recht unauffällig von außen, mit einem auffälligen goldenen Kreis auf der Haube, ist die Lucy nun ausgepackt und für eine genauere Betrachtung unserer Seite bereit. Grundlegend finden wir hier das übliche Design eines Staubsaugroboters wieder. Viel Plastik mit einer glänzenden Schicht an der äußeren Haut und von innen mit Technik gefüllt. Wobei Plastik meistens etwas „billig“ wirkt, macht es hier aber einen wertigen Eindruck. Beim Stickwort billig müssen wir aber auf die Klappe aufmerksam machen. Öffnet man diese, um an die wichtigsten Funktionen zu gelangen, hat man das Gefühl, dass die dreieckige Klappe jeden Moment abbrechen könnte. Es wabbelt und fühlt sich durch die zwei kleinen Plastikscharniere sehr instabil an.

Unter dieser Klappe befinden sich ein durchsichtiger Behälter für den Staub, ein Power-, Home- und Reset-Button, eine Wi-Fi-LED und schließlich ein USB-Charging-Port. Die Knöpfe haben ein eindeutiges Feedback und lassen sich demnach gut bedienen. Wie sinnvoll ein extra USB-Ladeport ist, lässt sich bei der mitgelieferten Ladestation anzweifeln. Jedoch ist dafür der Staubbehälter in der Mitte groß genug, um einiges an Fahrten mitmachen zu können. Baut man diesen aus, indem man auf den „Push-Button“ drückt, kann man dazu noch einen Blick auf die Unterseite werfen. Die verbauten Filter befinden sich hier in einem hervorragend gefertigten Zustand und erfüllen unsere Erwartungen gänzlich. Außen herum befinden sich an der vorderen Kappe dann ein Stoßdämpfer mit einer verbauten Kamera sowie einige Sensoren.

Drehen wir die Lucy auf den Kopf, können wir nun noch mehr begutachten – Zunächst fangen wir auf der hinteren Seite an. Dort befinden sich zwei längliche Kontakte für das Laden an der Ladestation. Etwas weiter darunter befindet sich ein Behälter mit Klettverschlüssen für die die Montage der Wischlappen. In der Mitte befindet sich das Herzstück des Saugroboters: der Saugkopf, für denen wir zwei Varianten haben. Standardmäßig verbaut ist eine Bürste, welche in Schlangenlinien bestückte Bürsten hat. Damit sollte in der Praxis jeder Schmutz von Beispielweise einem Teppich aufgesaugt werden. Links sowie rechts daneben befinden sich die großen Rollen für die Fortbewegung des Roboters. Am vordersten Rand ist schließlich noch eine Rolle, die sich in alle Richtungen drehen kann. Etwas seitlich befindet sich dann noch eine drehende Bürste, für diese wird leider kein Ersatz mitgeliefert.

Einrichtung per App

Für die Einrichtung des Staubsaugroboters Lucy muss man sich zunächst die App des Herstellers herunterladen. Zu finden ist diese unter dem Namen „Trifo Home“ im Google- sowie Apple-App-Store. Nach einer kurzen Wartezeit des Downloads kann die Einrichtung beginnen. Der erste Schritt findet mit einer Registrierung in der App statt. Dafür bekommt man zwei Optionen angeboten, entweder per Handynummer oder per E-Mail. Füllt man dies aus und bestätigt es, landet man auf der Startseite der App.

Um nun den Saugroboter einzurichten, geht man auf das auffällige „+“ in der Mitte des Displays. Nach Auswählen seiner Saugroboter-Version muss man fünf kleine Schritte ausführen. Als Erstes muss man die „Recharge“-Taste für fünf Sekunden drücken, damit der Saugroboter in den Kopplungsmodus geht. Danach muss man seine WiFi-Angaben in der App hinterlegen. Im nächsten Schritt bekommt man eine Anweisung für den vierten Schritt – das eigene Handy soll mit 20-40 cm Abstand vor der Kamera des Saugroboters positioniert werden. Auf dem Smartphone wird dann ein QR-Code angezeigt, welcher gescannt wird und die Kopplung startet. Nach einer kleinen Wartezeit ist schon alles erledigt. Insgesamt hat der Vorgang rund 10 bis 15 Minuten gedauert und ging einfach von der Hand.

Bevor wir den ersten Lauf gestartet haben, haben wir uns in den Einstellungen etwas umgeschaut. Hier lassen sich einige Optionen, wie zum Beispiel die Alexa-Komptabilität oder Firmware-Updates verwalten. Zweiteres haben wir vor einem Start durchführen lassen. Besonders wollen wir noch die Wartungsfunktion hervorheben, hier lässt sich die genaue Zeit und Benutzung der Düse ohne Wartung anzeigen.

Nach ein paar Minuten weiterer Konfiguration, steht dem Start nichts mehr im Weg. Bei dem wird eine Karte aufgezeichnet und eine Route im Hintergrund berechnet. Diese kann man schließlich auch schön in der App abgebildet sehen – sogar andere Räume werden farblich gekennzeichnet getrennt.

Die Saug- und Wischleistung

Genug begutachtet und gequatscht – es ist nun mehr als Zeit, die Hausarbeit zu erleichtern. Nach dem ersten „mapping“ und schließlich einem ersten Lauf merkt man der Lucy noch ein paar Anfangsschwierigkeiten an. In unserem Fall hat sich der Saugroboter an einer Ecke des flachen Teppichs im Wohnzimmer festgelaufen. Nach einem kleinen Stoß lief sie jedoch problemlos weiter. Später in den weiteren Runden ist so ein Problem nicht mehr vorgekommen – der Saugroboter lernt demnach mit! Schuld ist wahrscheinlich das fehlende Laser-Raumvermessungssystem. Hier wurde mit 3D-Raumerkennung und einer verbauten Full-HD-Kamera mit Tiefen-, Kollisions- und Absturzsensoren etwas neues versucht, was noch Verbesserungspotenzial hat.

Dagegen haben wir bei der Saugleistung nur Positives zu berichten. In unserem Test haben wir die Lucy in der Pet-Variante getestet, welche statt die standardmäßigen 3000 pa jetzt bis zu 4000 pa Saugleistung aufweisen kann. Einziger Abzug bei der hohen Saugleistung ist die Lautstärke, die teilweise über 90 dB gehen kann und damit sehr laut ist.

Bei Teppichen ist es bekanntlich immer schwierig, Tierhaare beim ersten Versuch souverän vom Teppich zu lösen. Hier macht die Lucy einen exzellenten Job. Hat man keine Teppiche in der Wohnung und nur Hartböden, reichen einem auch die 3000 pa mehr als aus. Als Belohnung dafür hat man dann eine deutlich leisere Wohnung.

Durch das Wechseln der Düse, zur Pet-Varianten-Düse, hat man einen kleinen Schacht mit ordentlicher Saugkraft, die die Haare aufsagt. Jedoch muss man sich der fehlenden Bürste bewusst sein, wodurch die Saugkraft des Saugroboters etwas höher eingestellt werden muss, um die gleichen Ergebnisse zu erzielen. Lässt man die Lucy laufen, wenn man nicht daheim ist, und Hunde sowie Katzen hat, liefert sie eine deutliche Erleichterung im häuslichen Alltag.

Lucy im Einsatz

Zuletzt nehmen wir uns noch die Wischfunktion vor. Hier müssen wir sagen, dass diese uns etwas enttäuscht hat. Um das Abfallen des Wischaufsatzes muss man sich dank der haftfähigen Klettverschlüsse nicht sorgen, jedoch gibt es hier keine elektrische Wasserabgabe oder sonstige moderne Wischtechniken in der Lucy verbaut. Der Lappen wird zwar dauerhaft befeuchtet, aber im Grunde wird einfach nur ein nasser Lappen hinterhergezogen. Zudem hatten wir bei uns das Problem, dass sich der Tank etwas nach einer Seite ablässt. Manchmal hat sich der Saugroboter so, durch die entstandene Kante am Tank, am Teppich festgefahren.

Fazit

Wir sind am Ende unseren Testbericht angekommen und unsere Ergebnisse sind positiv als auch negativ aufgefallen – ein gewogener Mix aus allem. Den Lieferumfang können wir dabei nicht bemängeln. Das Gleiche gilt auch für die Verarbeitung des Sauroboters. Leider müssen wir hier jedoch kleine Abzüge für die Verarbeitung der Klappe machen. Besonders einfach und schnell verlief das Konfigurieren der Lucy über die App. Diese ist schlicht und farblich abgestimmt, alle Konfigurationsmöglichkeiten sind einfach zu erreichen.

Das Wichtigste, die Saugleistung, hat uns in unserem Test sehr gut überzeugen können. 3000 pa mit Bürste sind gut geeignet für Hartböden. Stellt man auf 4000 pa, ist selbst der Teppich kein Problem. Ein weiterer optionaler Saugkopf in der Pet-Version beseitigt souverän die Tierhaare von allen Oberflächen. Bedauerlicherweise ist dafür die Wischleitung noch verbesserungsfähig. Insgesamt ist der Saugroboter Lucy in der Pet-Version von Trifo ein guter Haushaltshelfer.

Trifo Lucy Pet

Design & Verarbeitung
Ausstattung
App
Saugleistung
Wischleistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

85/100

Ein einfacher handlicher und simpel zum einrichtender Saugroboter, welcher besonders den Tierhaaren in der eigenen Wohnung den Kampf ansagt.

Tobias Lidzba

Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Beruflich bedingt bin ich somit immer auf den neusten Stand bei IT-Themen. Gaming ist außerdem ein großer Bestandteil in meinen Leben.

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