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OKP K5 Test: Was kann der Low-Budget-Roboter?

Die Marke OKP ist dir unbekannt? Da bist du sicher nicht allein. Schließlich ist der Hersteller im Bereich der smarten Haushaltshelfer bislang noch recht unbekannt. Doch wie lange das noch so bleibt, ist fraglich. So geht das Unternehmen an den Start, sich vor allem mit erschwinglichen Saugrobotern einen großen Namen zu machen. In Zeiten, wo Hersteller wie Ecovacs, Roborock und Yeedi immer teuerere Modelle in den Handel bringen, könnte das die perfekte Nische sein. Heute wollen wir uns im OKP K5 Test ein Einsteigergerät ansehen, das mit einer UVP von gerade einmal 200 Euro ganz klar im unteren Preissegment platziert wird. Dafür gibt es recht gute technische Daten wie eine Saugkraft von 2.500 Pascal und eine Akkulaufzeit von zwei Stunden. Doch welche Kompromisse musst du im Vergleich zu hochpreisigen Flaggschiffen machen? Wir nehmen es unter die Lupe.

Technische Daten

Saugleistung 2.500 Pascal
Reinigungsmodi Auto-Modus, Zufalls-Modus, Spot-Modus, Edge-Modus
App-Bedienung Reinigungseinstellung, Kartenverwaltung, Fernsteuerung, Reinigungsplan und weitere Features
Sprachsteuerung Amazon Alexa und Google Assistant
Saugstufen Insgesamt drei Saugstufen (Stark, Standard und Leise)
Besonderheit Sehr leise Arbeitsweise und walzenfreies Design
Staubbehälter 500 ml Fassungsvermögen
Maße 28 x 28 x 7,5 cm
Farben Weiß oder Blau
Preis € 199,99 * (mit dem Gutschein 6A25ZO2C und dem 70€-Coupon auf Amazon kann der Preis auf 91,99€ gesenkt werden)

Lieferumfang

OKP K5 Test

  • Saugroboter
  • Dockingstation
  • Netzkabel
  • 4x Seitenbürsten
  • 1x Ersatzfilter
  • Reinigungstool

OKP K5 Test: Design und Verarbeitung

  • Kompaktes Design 28 x 28 x 7,5 cm
  • wahlweise in Blau oder Weiß verfügbar
  • Saugschacht ohne Walze

In seiner grundsätzlichen Formgebung entspricht der OKP K5 dem gängigen Design im Bereich der Saugroboter. So kommt auch der Low-Budget-Sauger in Kreisform daher. Die Maße von 28 x 28 x 7,5 cm sind erfreulich kompakt und sorgen dafür, dass der smarte Haushaltshelfer problemlos unter flache Möbel und in enge Nischen fahren kann. Insbesondere die niedrige Bauhöhe ist ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Modellen.

OKP K5 Test

Das lässt sich allen voran auf den fehlenden LiDAR-Turm zurückführen, der mittlerweile bereits bei Geräten der Mittelklasse zu finden ist. Inwieweit sich das negativ auf die Navigationsfähigkeit auswirkt, wollen wir zum späteren Zeitpunkt beleuchten. Die Front des OKP K5 erinnert an den Lefant M210 Pro (Test). So kommt hier kein klassischer Bumper zum Einsatz, welcher nachgibt.

okp k5 test

Stattdessen platziert der Hersteller hier zwei Schaumstoffpads, die im Falle von Kollisionen den Sauger und das Mobiliar vor Schäden bewahren sollen. Ansonsten finden wir hier die Infrarotsensoren für die Navigation vor. An der Rückseite wiederum sitzen die Lüftungslöcher. Die Parallelen zum Lefant gehen auch auf der Unterseite weiter.

okp k5 test

So finden wir hier neben den beiden obligatorischen Rädern auch zwei Bürsten vor. Obendrein gibt es hier keine klassische Hauptbürste. Stattdessen saugt der OKP K5 Staub und sonstigen Schmutz ganz einfach über einen Schacht ein. OKP selbst spricht diesbezüglich natürlich nicht von einer reinen Kostenersparnis.

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Vielmehr argumentiert der Hersteller damit, dass sich hier, anders als bei herkömmlichen Borsten, keine Tierhaare verfangen können. Das mag mit Ausnahme von Vollgummibürsten durchaus Sinn ergeben. Allerdings bringt das auch bedeutende Nachteile auf Teppichböden mit sich.

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Die Verarbeitungsqualität des smarten Haushaltshelfers befindet sich auf einem hohen Niveau. Das gilt für den Roboter und die an den Roborock S7 (Test) erinnernde Dockingstation. Hier knackt und knarzt es an keiner Stelle. Obendrein scheint die Oberfläche erfreulich widerstandsfähig zu sein. Kratzer oder Schmutzrückstände musst du hier nicht befürchten.

OKP K5 Test: Schnelle Inbetriebnahme

  • Einrichtung schnell und unkompliziert
  • Bedienung wahlweise per Geräteknopf, App oder Sprachsteuerung

Den smarten Haushaltshelfer einzurichten, stellt keine Herausforderung dar. Ganz im Gegenteil. Zunächst gilt es, die fehlenden Bürsten auf der Unterseite einzusetzen. Anschließend verbindest du die Dockingstation per Netzkabel mit der Steckdose. Zu guter letzt platzierst du den Roboter in der Ladestation. Unter der Klappe auf der Oberseite des K5 schaltest du nun noch das Gerät an. Sollte der Akku in einem schwachen Zustand sein, solltest du dem Haushaltshelfer nun ein wenig Zeit geben, um neue Energie zu tanken. Die Wartezeit kannst du damit verbringen, die OKP-App aus dem Apple App bzw. Google Play Store herunterzuladen.

okp k5 test
Der OKP K5 ist deutlich kleiner als Flaggschiffe unter den Saugrobotern. Hier siehst du das Modell im direkten Vergleich zum Ecovacs Deebot T20 OMNI.

Die Einrichtung über die App mag ebenfalls unkompliziert sein. Ärgerlich finde ich allerdings, dass du hier dein Nutzerkonto nicht mit einer E-Mail, sondern deiner Rufnummer anlegst. Hast du dies getan, wählst du den OKP K5 aus der Geräteliste aus und verbindest ihn mit deinem heimischen Drahtlosnetzwerk. Das funktionierte im Test schnell und zuverlässig. Ist der Akku des K5 dann voll aufgeladen, kann es auch direkt losgehen. Per einfachem Befehl über die App beginnt der Saugroboter seine erste Reinigungstour.

OKP K5 Test: Navigation

  • Orientierung ohne LiDAR
  • Infrarotsensoren an der Front für Objekterkennung und Navigation (FreeMove 3.0 Technologie)
  • Vier verschiedene Fahrmodi (Auto, Edge, Spot, Random)

Im Vergleich zu hochpreisigen Modellen aus dem Bereich der Saugroboter kommt der OKP K5 mit einem recht übersichtlichen Sensorpaket daher. Die wohl bedeutsamsten Sensoren befinden sich an der Front. Hier setzt der Hersteller auf die hauseigene Technologie FreeMove 3.0, die Kollisionen vermeiden soll. Insgesamt 13 Sätze Infrarotsensoren, welche die Umgebung nach möglichen Hindernissen scannen, befinden sich hier. In der Praxis funktioniert dies recht gut. Allerdings musst du damit leben, dass der Roboter ab und zu auch mal mit einem Hindernis kollidiert. Auch kleinere Gegenstände werden gerne übersehen, da die Sensoren sie schlichtweg nicht registrieren. Aufgrund der fehlenden Walze auf der Unterseite musst du dich allerdings nicht davor fürchten, dass sich hier ein Kabel oder ähnliches verheddert. Weiterhin kannst du die Kartierung selbstverständlich nicht mit der eines Saugroboters mit LiDAR-System vergleichen.

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Die Lasermessung ist einfach viel genauer als die IR-Methode auf die OKP hier setzt. Dennoch reicht das für unkompliziert geschnittene Räume mit nicht allzu vielen Hindernissen bestens aus. Weiterhin bietet die Infrarottechnik den Vorteil, dass sie wie auch LiDAR-Sensorik bei absoluter Dunkelheit funktioniert. Folglich ist sie der Navigation mit einfachem Kamerasystem vorzuziehen. In der Praxis fährt das Gerät keineswegs unkoordiniert durch die Wohnung. Je nach dem, ob du dich für den Auto-Modus, Zufalls-Modus, Edge-Modus oder Spot-Modus entscheidest, kannst du dich über eine gute Umsetzung des smarten Haushaltshelfers freuen. Dabei hatte ich das Gefühl, dass der Sauger im Auto-Modus mit jeder Reinigungstour dazulernte. Das Sensorpaket bekommt auf der Unterseite noch Ergänzung von Sturzsensoren. Diese sollen verhindern, dass der Roboter die Treppe oder andere hohe Absätze herunterstürzt. In der Praxis hat das stets zuverlässig funktioniert.

OKP K5 Test: App-Anbindung

Es ist theoretisch möglich, den OKP K5 als eigenständiges Gerät ohne App-Anbindung zu nutzen. Hierfür musst du einfach nur die Starttaste auf der Oberseite drücken und der Roboter beginnt, seine Kreise zu ziehen. Für den maximalen Leistungsumfang solltest du jedoch auf die hauseigene App zurückgreifen. Die OKP-App punktet auf den ersten Blick mit toller Übersicht. Hier kannst du bei der ersten Fahrt des Saugroboters erkennen, wie er langsam aber sicher die Räumlichkeiten kartiert. Aus der Übersichtlichkeit resultiert dann auch eine erfreulich intuitive Bedienung. So kannst du innerhalb der App verschiedene Einstellungen vornehmen.

Zur Auswahl stehen mit Auto-, Edge-, Zufalls- und Spotreinigung beispielsweise vier unterschiedliche Reinigungsmodi. Weiterhin kannst du dank der Zeitpläne festlegen, wann der K5 selbstständig zur Reinigungstour aufbrechen soll. Da du in der Karte erkennen kannst, welche Bereiche bereits befahren wurden, kannst du außerdem abschätzen wie lange der smarte Haushaltshelfer noch für die übrige Wohnung benötigt. Das wohl praktischste Feature ist aber sicherlich der Fernzugriff. So kannst du von unterwegs per App die Reinigung starten und überwachen.

Zu Wahl stehen drei verschiedene Leistungsstufen. Die Maximalstufe „stark“ bietet dabei die vollen 2.500 Pascal. Mit „normal“ und „leise“ sinkt entsprechend die Leistung, aber auch die Geräuschkulisse. Wobei man positiv hervorheben muss, dass es sich hier um einen extrem leisen Saugroboter handelt. Angesichts der vergleichsweise schwachen Saugleistung verwundert das nicht wirklich. So bietet beispielsweise ein Roborock S8 Pro Ultra (Test) satte 6.000 Pascal. Dieser schwebt aber auch in ganz anderen Sphären und kostet fast das Achtfache. Wer weder den Geräteknopf noch die App nutzen möchte, kann auch mithilfe von Alexa oder dem Google Assistant per Sprachsteuerung bedienen. Die Performance der App überzeugte mich durchweg. Abstürze oder Ruckler gab es nicht.

OKP K5 Test: Praxistest

  • Gute Saugleistung auf Hartböden
  • Leistung auf Teppich nicht gut
  • Unkomplizierte Wartung

Nun wollen wir einen Blick auf die Reinigungsleistung des OKP K5 werfen. Dabei sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um einen reinen Saugroboter handelt. Eine Wischfunktion bekommst du hier nicht geboten. Neben der Saugleistung selbst habe ich beim Ausprobieren auch auf die Akkuperformance sowie die Wartung geachtet.

Saugleistung

Die Reinigungsleistung des OKP K5 ist erstaunlich gut. Insbesondere meine heimischen Hartböden in Form von Vinyl und Fliesen reinigte der smarte Haushaltshelfer wirklich solide. Etwas schwieriger wurde es hingegen bei Teppichboden. Hier blieb dann doch das eine oder andere Staubkorn und Haar hängen. Da spürt man dann doch den Verzicht auf eine klassische Walze auf der Unterseite. Da ich aber ohnehin nur sehr wenig Teppiche mein eigen nenne, hat mich das ehrlich gesagt nicht weiter gestört.

okp k5 test

Den Verzicht auf die Walze empfand ich vielmehr als hilfreich. Schließlich saugte der Roboter auf diese Weise die Tierhaare meiner beiden Katzen sowie meines Hundes spielend leicht auf. Das Beste daran ist die Tatsache, dass sich die Haare nicht in den Borsten einer Walze verheddern konnten. Bei vielen anderen preiswerten Saugrobotern ist dies leider der Fall. Beim Reinigungsvorgang machen sich vor allem auch die beiden Seitenbürsten bezahlt.

Diese schieben den Dreck zuverlässig in die Mitte und ermöglichen dem Saugroboter auf diese Weise das problemlose Einsaugen. Auch, wenn der smarte Haushaltshelfer insgesamt drei Saugstufen zur Auswahl stellt, rate ich stets zur Wahl der höchsten Stufe. Dies förderte mit Abstand die besten Ergebnisse zutage. Natürlich fordert die höchste Stufe auch den Akku am meisten. Wer eine große Fläche zu reinigen hat und auf eine möglichst schnelle Reinigung ohne zwischenzeitliche Ladepause verzichten möchte, kommt um den Schongang wohl nicht herum.

Akkuleistung

Laut Herstellerangaben soll der OKP K5 bis zu 120 Minuten durchhalten können. Wie sooft bei derartigen Angaben handelt es sich um einen Maximalwert. Ich persönlich konnte im Leise-Modus maximal 100 Minuten aus dem kleinen Haushaltshelfer heraus kitzeln. Danach war Schluss. Allerdings muss man sich ernsthaft die Frage stellen, wer einen Saugroboter ohne Wischfunktion derart lange durch die eigenen vier Wände fahren lässt.

Da muss die Grundfläche der Wohnung schon extrem groß sein. Schließlich bewegt sich der Roboter erfreulich flink auf seinen beiden Rädern. Ich persönlich erachte die Akkulaufzeit als ausreichend. Schließlich benötigt der K5 für eine volle Akkuladung nur knapp vier Stunden. Sollte er also einmal nicht fertig geworden sein, lässt man ihn im Anschluss einfach nochmal ungereinigte Stellen befahren.

Wartung

Früher oder später kommst du nicht umhin, auch deinen Saugroboter mal zu reinigen. Das ist natürlich auch beim OKP K5 der Fall. Die Wartung des Gerätes ist recht unkompliziert. Öffnest du die Wartungsklappe auf der Oberseite, kannst du den 500 ml fassenden Staubbehälter samt HEPA-Filter erkennen. Diesen musst du je nach Verschmutzung alle paar Tage im Mülleimer entleeren.

okp k5 test

Den Filter wiederum wischst du mit einem feuchten Tuch ab. Nach einigen Monaten der Nutzung solltest du ihn wiederum ersetzen. Einen Ersatzfilter legt OKP zum Glück bereits bei. Durch den Verzicht auf eine Walze kommt es kaum zu verhedderten Haaren. Sollte dies dennoch einmal der Fall sein, nutzt du einfach das beiliegende Reinigungstool.

Fazit

Das Urteil „klein, aber fein“ mag abgedroschen klingen. Zum OKP K5 passt es aber wie die Faust aufs Auge. So passt der kleine smarte Haushaltshelfer dank seiner kompakten Maße in enge Nischen und unter sehr flache Möbel. Dabei ist die Formgebung nicht nur praktisch. Obendrein ist das Gerät gut verarbeitet und punktet mit einer modernen Optik. Die Steuerung über die App und die Sprachassistenten Alexa sowie Google Assistant ist komfortabel und zeitgemäß. In der Praxis punktet der Roboter vor allem auf Hartböden. Teppichböden wiederum sind angesichts der nur befriedigenden Saugleistung und einer fehlenden Hauptbürste hingegen ein rotes Tuch. Wer hauptsächlich Hartböden in den eigenen vier Wänden hat und auf eine Wischfunktion verzichten kann, bekommt mit dem OKP K5 einen guten Saugroboter zum überaus fairen Preis.

OKP K5

Verarbeitung und Design
Hardware
Leistung
Preis-Leistungs-Verhältnis

86/100

Der OKP K5 punktet mit guter Saugleistung auf Hartböden, unkomplizierter App-Bedienung und kompaktem Design. Über fehlende Wischfunktion und schwache Performance auf Teppichen tröstet das gute Preis-Leistungs-Verhältnis hinweg.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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