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Dreame L10 Prime Test: Mittelklasse-Sauger mit Top-Ausstattung

Geht es um Saugroboter gehört Dreame zweifelsohne zu den Top-Herstellern. Ein Erfolgsrezept der Marke ist mittlerweile die hohe Produktspannweite. So hat das Unternehmen nicht nur Flaggschiffe wie einen Dreame L20 Ultra (Test) zu bieten. Auch preiswerte Einstiegsgeräte wie den Dreame D10 Plus (Test) kannst du im Portfolio finden. Im Dreame L10 Prime Test werfen wir heute einen Blick auf ein Modell der Mittelklasse. Dass es sich um die Mittelklasse handelt, kannst du aber nur am Preis ablesen. Ein Blick auf die technischen Daten sowie die Ausstattung vermittelt eher den Eindruck von Oberklasse. So bekommst du hier eine Wischfunktion mit zwei rotierenden Mopps, die der smarte Haushaltshelfer sogar anheben kann. Hinzu kommt eine Reinigungsstation, die dafür sorgt, dass die Wischflächen stets sauber bleiben. Doch ein paar Kernfeatures fehlen dann doch. Ob das ins Gewicht fällt oder wir hier einen neuen Mittelklasse-König vor uns haben? Wir finden es heraus!

Technische Daten

Saugleistung 4.000 Pascal
Maße und Gewicht 350 x 350 x 103,8 mm und 3,7 kg
Wischfunktion Ja, zwei rotierende Mopps mit Anhebefunktion
Staubbehälter 450 ml
Station Reinigungsstation zur Säuberung der Wischpads
Akku 5.200 mAh für bis zu 150 min Laufzeit
Navigation LiDAR (Oberseite) + Ultraschallsensor (Vorderseite)
App Ja, Dreame Home oder Xiaomi Home
Preis € 434,71 *

Lieferumfang

Da es sich beim Dreame L10 Prime um keinen reinen Saugroboter, sondern um ein Modell mit dazugehöriger Reinigungsstation handelt, ist der Karton auch entsprechend groß. Neben dem Saugroboter selbst und der dazugehörigen Basisstation findest du in der Verpackung die beiden runden Wischpads sowie eine Seitenbürste.

dreame l10 prime test

Natürlich darf auch das Netzkabel nicht fehlen, welches den smarten Haushaltshelfer mit Strom versorgt. Da glänzt ein hochpreisiger Dreame L20 Ultra natürlich mit deutlich mehr Zubehör. Allerdings befindet dieser sich auch in einer ganz anderen Preiskategorie. Alles in allem bin ich mit dem Lieferumfang vollkommen zufrieden.

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Verbrauchsgüter wie die Seitenbürste kannst du dir bei entsprechendem Grad des Verschleißes auch problemlos nachkaufen. Das dürfte aber frühestens nach einem halben Jahr des exzessiven Einsatzes in Frage kommen. Auch der Verzicht auf ein Ersatzpaar Wischpads fällt meines Erachtens nach nicht schwer ins Gewicht. Diese kannst du dir bei Bedarf auch im Viererpack im Onlineshop deines Vertrauens nachkaufen (19,99 Euro bei Amazon).

Dreame L10 Prime Test: Saugroboter im klassischen Design

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist der Dreame L10 Prime das neueste Mitglied der L10-Familie. Das erkennt man bereits auf den ersten Blick. Schließlich spricht dieses Modell dieselbe Designsprache wie ein Dreame L10 Ultra (Test). Das bedeutet, dass du hier sowohl bei der Reinigungsstation als auch beim Saugroboter selbst ein Gehäuse mit mattweißer Oberfläche geboten bekommst. Insbesondere die matte Farbgebung gefällt mir richtig gut.

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Schließlich macht diese einen widerstandsfähigen Eindruck und widersteht gekonnt Kratzern und hässlichen Fingertapsen. Neben der Materialwahl gefällt mir auch die sonstige Verarbeitungsqualität sehr gut. Hier bekommst du gewohnt hohe Dreame-Qualität geboten. Der Saugroboter selbst misst 350 x 350 x 103,8 mm und kommt damit in gängiger kreisrunder Form daher.

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Diese Formgebung ist uns nicht nur von Dreame, sondern auch dem Großteil des übrigen Saugroboter-Marktes bestens bekannt. Auf der Oberseite des Gerätes thront der LiDAR-Sensor. Darüber hinaus findest du hier eine minimalistische Schaltzentrale mit drei beleuchteten Buttons sowie das Firmenlogo. Weiterhin erhältst du hier über eine Wartungsklappe Zugriff zum 450 ml großen Staubbehälter. Darüber hinaus platziert Dreame im Innenraum eine LED-Leuchte, die über den Status der Netzwerkverbindung Auskunft gibt.

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An der Front findest du Ultraschallsensoren, rückseitig sitzen die Ladeverbindungen und seitlich findest du neben Lüftungsschlitzen auch einen weiteren Sensor. Ein Blick auf die Unterseite macht deutlich, dass der L10 Prime auf zwei rotierende Wischmopps setzt. Diese werden mittels Magnetmechanismus ein- und ausgebaut. Weiterhin findest du hier die Seiten- sowie die Hauptbürste. Bei letzterer setzt Dreame auf eine Vollgummi-Lösung, was insbesondere Tierbesitzer freuen dürfte. Schließlich verhindert die Materialwahl erfahrungsgemäß ein Verheddern der Haare.

Dreame L10 Prime Test: Reinigungsstation sorgt für saubere Mopps

Mit ihren Maßen von 423 x 340 x 440 mm nimmt die Basisstation natürlich deutlich mehr Platz in Anspruch als eine herkömmliche Ladestation. Doch sie ist auch kompakter als es bei Reinigungsstationen inklusive Absaugstation der Fall ist. Über die Klappe auf der Oberseite erhältst du hier Zugang zu den beiden Wassertanks für Frisch- und Schmutzwasser. Diese bieten jeweils ein Volumen von 2,5 l. Während der Reinigungstour ist es die Aufgabe der Station, die Wischpads des smarten Haushaltshelfers stets feucht, aber auch sauber zu behalten.

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So kehrt der Roboter in regelmäßigen Abständen immer wieder zur Station zurück, um die beiden Wischflächen mit Frischwasser durchspülen zu lassen. Schmutzwasser, welches dabei entsteht, wird abgesaugt und landet im entsprechenden Tank. Doch wozu braucht man das überhaupt? Herkömmliche Saugroboter mit Wischfunktion mögen am Anfang ihrer Reinigungstour vielleicht noch für einen sauberen Boden sorgen.

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Minute für Minute wird die Wischeinheit auf der Unterseite aber immer schmutziger. Infolgedessen verteilt der Roboter irgendwann nur noch den Schmutz in der Wohnung. Dem beugt eine Reinigungsstation wie die des L10 Prime dahingehend vor, dass die Wischflächen stets sauber bleiben. Deine Aufgaben bei der Wartung des Saugroboters fällt damit deutlich geringer aus als bei Pendants ohne Reinigungsstation.

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So musst du hier lediglich bei Bedarf das Schmutzwasser entsorgen und für neues Frischwasser sorgen. Durch den Verzicht auf eine Absaugfunktion musst du obendrein den Staubbehälter des Roboters manuell entleeren. Ab und zu solltest du auch mal die Wanne reinigen, in der der Dreame L10 Prime gesäubert wird. Hier sammelt sich nämlich mit der Zeit ziemlich viel Schmutz an. Richtig cool finde ich, dass Dreame eigens dafür ein Reinigungs-Feature in der App implementiert hat.

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Per Klick über die Smartphone-Anwendung wird dann etwas Wasser in die Wanne gespritzt und du musst diese nur auswischen. Um schlechten Gerüchen und der Bildung von Bakterien entgegen zu wirken bietet der Dreame L10 Prime übrigens eine Trocknungsfunktion. Nach erfolgter Reinigung der Wischpads werden selbige wahlweise 2, 3 oder 4 Stunden lang mit Heißluft getrocknet. Das ist in der Mittelklasse alles andere als typisch!

Dreame L10 Prime Test: Installation

Der Aufbau des smarten Haushaltshelfers ging kinderleicht von der Hand. Das liegt nicht nur daran, dass ich bisher bereits eine Vielzahl von Saugrobotern testen und aufbauen durfte. Vielmehr kommt das Gerät bereits ab Werk im nahezu komplett montierten Zustand daher. Deine Aufgaben bei der Montage sind also schnell erledigt. Suche dir zunächst einen passenden Ort, der als Platz für die Reinigungsstation des Haushaltshelfers dienen soll. Hier bieten sich durchaus Küche oder Bad an.

Schließlich ist es von großem Vorteil ein Waschbecken in unmittelbarer Nähe zu haben, um Schmutzwasser entsorgen und Frischwasser nachfüllen zu können. Weiterhin benötigst du eine Steckdose in der Nähe, damit die Station auch mit Strom versorgt werden kann. Hast du die Station am Stromnetz angeschlossen, füllst du am besten direkt den hellblauen Frischwassertank auf. Den Saugroboter selbst hast du ebenfalls blitzschnell aufgebaut. Hier musst du nur Seitenbürste und die beiden Wischpads einsetzen. Stelle nun den Roboter in die Reinigungsstation, damit dieser zunächst einmal seinen Akku aufladen kann.

Dreame L10 Prime Test: Die App-Nutzung

Hast du den smarten Haushaltshelfer einmal aufgebaut, führt dich der nächste Schritt in den Google Play Store oder den Apple App Store. Hier lädst du dir wahlweise die Dreame Home App oder Xiaomi Home App herunter. Ich empfehle dir die hauseigene App von Dreame. Schließlich ist diese mittlerweile mindestens genauso gut wie das Pendant von Xiaomi. Einmal geöffnet nimmt dich die App selbsterklärend an die Hand und geht die Einrichtung Schritt für Schritt mit dir durch. Dabei überführst du den smarten Haushaltshelfer unter anderem in dein Heimnetzwerk. Der große Vorteil daran ist, dass du auf das Gerät von überall aus zugreifen kannst. So lässt sich beispielsweise vom Arbeitsplatz aus kontrollieren, ob der Roboter gerade seiner Arbeit nachgeht. Alternativ kannst du ihn auch von unterwegs starten oder anhalten. Generell sei gesagt, dass die Smartphone-Anwendung nur optional ist.

Grundsätzlich lässt sich der smarte Haushaltshelfer nämlich auch ohne die App steuern. Allerdings sind die Bedienmöglichkeiten über die drei am Gerät befindlichen Knöpfe doch recht limitiert. Hier kannst du einen Reinigungsvorgang starten oder pausieren, eine sogenannte Spot-Reinigung durchführen lassen oder aber den L10 Prime zurück in seine Ladestation schicken. Um den vollen Umfang an Einstellungen und Features zu erhalten, solltest du unbedingt die App nutzen. Diese punktet mit einer tollen Übersicht. Nach kurzer Eingewöhnungszeit findest du dich hier bestens zurecht. Dabei kannst du Reinigungspläne erstellen, die Saug- und Wischleistung anpassen und vieles mehr. Auch das Einzeichnen sogenannter No-Zonen oder unsichtbarer Wände ist möglich. Weiterhin lassen sich über die App Sprachassistenten freischalten. Zur Wahl stehen dir der Google Assistant sowie Amazon Alexa.

Dreame L10 Prime Test: LiDAR-Navigation

Innerhalb der App kannst du dich auch in der vom Saugroboter erstellten Karte austoben. So kannst du beispielsweise bestimmte Räume reinigen lassen oder No-Go-Zonen festlegen, die der smarte Haushaltshelfer meiden soll. Das Ganze mag überaus praktisch klingen. Einstellungsmöglichkeiten in der Karte sind aber nur dann sinnvoll, wenn das Gerät auch eine zuverlässige Kartierung deiner Wohnung vollführt. Bevor der Roboter beginnt, deine eigenen vier Wände zu säubern, möchte er zunächst einmal eine Karte von deinen Örtlichkeiten erstellen. Dabei hast du die Wahl zwischen zwei verschiedenen Möglichkeiten. Wer eine schnelle Kartierung bevorzugt, wählt diese aus. Hier verzichtet das Gerät auf Saugen und Wischen und scannt im Rahmen seiner Jungfernfahrt ausschließlich deine Wohnung.

Entscheidest du dich hingegen für eine normale Reinigungsfahrt, kartiert der Staubsauger nicht nur die Wohnung. Obendrein reinigt er sie direkt das erste Mal. Das nimmt zwar deutlich mehr Zeit in Anspruch, dafür schlägst du aber auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Insgesamt lassen sich drei Karten in der App speichern. Das ist vor allem für Hausbewohner interessant, da du somit verschiedene Stockwerke speichern kannst. Hat der Saugroboter deine Wohnung kartiert, erstellt er automatisch einen Grundriss und weist diesem Räume zu. Bei standardmäßigen Grundrissen funktioniert das richtig gut.

An der Front sitzt der Ultraschallsensor.

Wer einen exotischen Grundriss hat, der falsch vom Roboter interpretiert wird, kann hier im Nachhinein aber problemlos Nachbesserungen in der App vornehmen. Die Raumeinteilung erweist sich in der Praxis als überaus hilfreich. Schließlich kannst du jedem Raum die gewünschte Saug- und Wischleistung zuordnen. Außerdem kannst du eine Reihenfolge festlegen, in der die Räume abgearbeitet werden. Für die Kartierung nutzt der L10 Prime den LiDAR-Sensor auf der Oberseite. Die Vorteile dieser Technologie auf Basis von Laserstrahlen sind Geschwindigkeit und Genauigkeit bei der Kartierung. Selbst bei absoluter Dunkelheit findet sich der smarte Haushaltshelfer bestens zurecht.

Dreame L10 Prime Test: Objekterkennung mit Ultraschall

Unterstützung bekommt der LiDAR-Sensor von einem Ultraschallsensor an der Front. Dieser soll Objekte erkennen, die sich dem Saugroboter in den Weg stellen. Im Gegensatz zum Dreame L10s Ultra (Test) bekommst du hier keine AI Action Objekterkennung. Diese erkennt selbst kleine Gegenstände dank Kameraeinheit und zeitgleicher KI-Auswertung. Anders sieht es allerdings beim L10 Prime aus. Leider übersieht dieser in der Praxis gerne Gegenstände, die im Raum herumliegen. Das sollten vor allem Eltern und Tierbesitzer im Hinterkopf behalten. Spielzeuge dürften hier gerne übersehen werden.

Kabel werden vom Ultraschallsensor gerne übersehen.

Beispielsweise fuhr der Saugroboter mehrfach gegen meine Hausschuhe. Wer im Raum offene Kabel herumliegen hat, sollte also dringend für ein gutes Kabelmanagement sorgen. Schließlich kann es im worst case dazu kommen, dass der Roboter deine Kabel verheddert. Sollte der smarte Haushaltshelfer dann einmal gegen ein wertvolles Möbelstück oder andere Gegenstände fahren, musst du dir keine Sorgen um Schäden am Saugroboter oder dem Möbelstück machen. Das liegt daran, dass der Roboter erfreulich vorsichtig durch deine Wohnung fährt. Kommt es einmal zu einer Kollision sorgt der Bumper an der Front dafür, dass diese abgefedert werden.

Dreame L10 Prime Test: Reinigungsleistung

Beim Dreame L10 Prime handelt es sich um keinen reinen Saugroboter. Stattdessen stattet der Experte für smarte Haushaltshelfer seinen Roboter zusätzlich mit einer Wischfunktion aus. Bei vielen Modellen der Mittelklasse handelt es sich bei der Wischfunktion meist um eine recht nutzlose Beigabe. Angesichts der beiden rotierenden Wischmopps, die sogar anhebbar sind, dürfte der L10 Prime allerdings ein deutlich besseres Bild hinterlassen.

Saugfunktion

Mit einer Saugleistung von 4.000 Pascal stellt der Dreame L10 Prime natürlich keinen neuen Rekord auf. So bietet beispielsweise das Flaggschiff Roborock S8 Pro Ultra (Test) stolze 6.000 Pascal. In der Praxis dürftest du den Leistungsunterschied aber nur dann spüren, wenn du hauptsächlich über Teppichboden verfügst. Wer hingegen zum Großteil Hartböden in den eigenen vier Wänden hat, wird kaum einen Unterschied erkennen. In der Praxis punktet der L10 Prime mit einem sehr guten Reinigungsergebnis.

Dank der Seitenbürste erwischt der smarte Haushaltshelfer auch Schmutz in den Ecken und an der Fußenbodenleiste recht gut. Mitunter bleibt aber auch mal etwas liegen. Hier wäre es sicherlich nicht schlecht gewesen, wenn eine zweite Seitenbürste zum Einsatz gekommen wäre. Als Besitzer von zwei Langhaarkatzen und eines ebenso langhaarigen Hundes weiß ich die Materialwahl bei der Hauptbürste zu schätzen. Hier setzt Dreame nämlich auf eine vollgummierte Bürste.

Der Vorteil gegenüber klassischen Borsten besteht darin, dass sich Tierhaare hier gar nicht erst verheddern können. Stattdessen kannst du die überschüssigen Haare, welche nicht vom Vakuum erwischt werden, kurzerhand abstreifen. Das spart dir bei der regelmäßigen Wartung des Saugroboters jede Menge Nerven. Auch der Ultraschallsensor liefert bei der automatischen Teppicherkennung eine gute Performance ab. Erkennt der smarte Haushaltshelfer einen Teppichboden, schaltet er automatisch in den Boost-Modus, wo er seine 4.000 Pascal voll ausspielt.

Wischfunktion

Dass die Saugleistung des Dreame L10 Prime gut ist, hat mich ehrlich gesagt nicht wirklich überrascht. Viel gespannter war ich auf die Performance beim Wischen. Der Saugroboter setzt dabei auf zwei sich drehende Wischpads an der Unterseite, die mit 180 Umdrehungen in der Minute rotieren. In Kombination zu dem Anpressdruck, welchen diese auf den Boden ausüben, kann der Saugwischer selbst hartnäckige Flecken recht zuverlässig beseitigen. Auch beim Wischen kommt die Teppicherkennung zum Einsatz. Allerdings erhöht der Sauger hier selbstverständlich nicht die Wischintensität. Stattdessen werden die beiden Wischpads um 7 mm angehoben. Das soll deinen Teppich davor bewahren, befeuchtet zu werden.

Leider wird dir dieses Feature bei einem Langfloorteppich nicht wirklich weiterhelfen. Die Reinigungsstation ist ein essentieller Bestandteil für die hohe Qualität der Wischfunktion. Schließlich kehrt der smarte Haushaltshelfer während der Reinigung in regelmäßigen Abständen zur Basis zurück, um die Wischpads durchspülen zu lassen. Wie oft das Ganze passiert, kannst du in der App regulieren. Wer die nötige Zeit mitbringt, sollte den Abstand hier so gering wie möglich wählen. Schließlich bekommst du so das beste Ergebnis. Um doppeltes Wischen zu verhindern kommt die Anhebefunktion übrigens nicht nur auf Teppichen zum Einsatz.

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Obendrein hebt der Staubsauger seine Wischpads an, wenn er Bereiche überquert, die bereits gereinigt wurden. Beim Wischen stehen dir insgesamt drei verschieden starke Stufen zur Auswahl. Auf Fliesenböden darfst du hier gerne die höchste Stufe wählen. Für Holzböden würde ich eine geringere Wasserdurchflussrate wählen. Der Blick auf das Reinigungsergebnis nach erfolgter Wischtour fällt überaus positiv aus. Doch auch beim Dreame L10 Prime darfst du keine Wunder erwarten. Die Wischfunktion eignet sich, um deine Böden auf einem konstant guten Reinigungslevel zu behalten. Um das händische Wischen einmal im Monat kommst du aber auch hier nicht umhin, wenn du diesbezüglich penibel veranlagt bist.

Dreame L10 Prime Test: Akku

Im Test erwies sich der Dreame L10 Prime als Helferlein mit jeder Menge Ausdauer. Lässt du ihn auf niedrigster Saugstufe durch deine Wohnung fahren, sorgt der 5.200 mAh große Akku für stolze 210 Minuten Laufzeit. Allerdings dürften die meisten das Gerät wohl eher auf der Standard-Stufe reinigen lassen. Hier bekommst du dann bis zu 150 Minuten Laufzeit geboten – Und das bei zeitgleich aktivierter Wischfunktion. Das ist ein richtig guter Wert! Entscheidest du dich dann für Stufe 3 oder 4, schrumpft entsprechend auch das Durchhaltevermögen.

Der Staubbehälter lässt sich unkompliziert ausbauen.

Mit meiner Testfläche von knapp 50 m² kam der Haushaltshelfer auf alle Fälle bestens zurecht. Der Akkustand lag nach vollendeter Reinigung bei 43% (Standard-Modus + Wischen). Beim Zeitaufwand haben viele Saugroboter die Nase vorn. Nach 50 Minuten war er mit meinen 50 m² fertig. Das liegt aber nicht daran, dass der L10 Prime ein langsames Helferlein ohne Orientierung ist. Vielmehr kostet das regelmäßige Reinigen der Wischpads in der Station einfach entsprechend viel Zeit.

Den Schmutzwassertank musst du regelmäßig entleeren.

Das sorgt dafür, dass Saugroboter ohne Reinigungsstation und vergleichbar starkem Akku mitunter größere Flächen mit einer Akkuladung reinigen können. In der Praxis dürfte dir das aber kaum auffallen, wenn du dich nicht gerade im Raum befindest, der gereinigt wird. Sollte dem L10 Prime während der Reinigungstour einmal der Saft ausgehen, ist das kein Problem. In diesem Fall kehrt er einfach in seine Basisstation zurück und lässt sich wieder seinen Akku aufladen. Ist das geschehen, setzt er seine Reinigung an der Stelle fort, die zuletzt gereinigt wurde.

Fazit

Der Dreame L10 Prime ist ein richtig guter Saugroboter und damit eine tolle Bereicherung für die Mittelklasse der smarten Haushaltshelfer. Solltest du derzeit auf der Suche nach einem Saugroboter sein, bekommst du hier nicht nur eine gute Reinigungsleistung, sondern auch hohen Bedienkomfort geboten. Der L10 Prime kommt dabei in gewohnt hoher Verarbeitungsqualität daher und punktet mit einem schicken, weil zurückhaltenden Design. Die Saugergebnisse sind ebenfalls solide. Lediglich Personen mit viel Teppichböden sollten sich vielleicht für ein Modell mit mehr Saugleistung entscheiden. Schließlich könnten 4.000 Pascal bei Langfloorteppichen durchaus an ihre Grenzen stoßen. Mein persönliches Highlight ist die Wischfunktion in Kombination zur Reinigungsstation. So hinterlässt der L10 Prime nicht nur tolle Wischergebnisse, die aus den schnell rotierenden und auf den Boden drückenden Wischpads resultieren.

Obendrein lassen sich die Wischflächen um 7 mm anheben, was einem versehentlichen Befeuchten von kurzfloorigen Teppichböden vorbeugt. In der Reinigungsstation gibt es dann sogar eine Heißluft-Trocknung, die man in der Regel nur in der Oberklasse antrifft. Der eine oder andere dürfte allerdings den Verzicht auf eine Absaugfunktion bemängeln. Da du hier selbstständig den Staubbehälter entleeren musst, ist dieses Modell weniger autark als ähnlich teure All-in-One-Lösungen wie beispielsweise ein Yeedi Cube (Test). Dafür bekommst du hier LiDAR-Technologie geboten, die für eine schnelle Kartierung deiner Räumlichkeiten sorgt. Bei der Objekterkennung hapert es allerdings. Die Ultraschallsensoren übersahen im Test selbst meine Schuhe. Bei den kleinen Kritikpunkten muss man aber auch stets den Preis im Auge behalten. Dieser ist mit knapp 600 Euro hier nämlich äußerst fair bemessen.

Dreame L10 Prime

Verarbeitung und Design
Saugleistung
Wischleistung
Bedienkomfort
Preis-Leistungs-Verhältnis

92/100

Der Dreame L10 Prime bietet Oberklasse-Features zum Mittelklasse-Preis. Eine schwache Objekterkennung und etwas zu wenig Saugleistung verhindern den Platinum-Award.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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