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Jahr-2022-Bug legt Server von Microsoft Exchange lahm

Ein massiver Bug im Microsoft Exchange-Server sorgt seit dem 01. Januar 2022 für Probleme. Dank des Jahr-2022-Bug können keine Emails mehr zugestellt werden, Grund dafür ist der interne Malware-Scanner.

Jahr-2022-Bug schlägt zu

Der Jahreswechsel ging nicht spurlos an den Email-Diensten von Microsoft Exchange vorüber, denn der Jahr-2022-Bug oder „Y2K-Bug“ sorgt seit Neujahr 2022 für Probleme. Die FIP-FS Scan Engine, der Virenscanner von Exchange, gibt seit dem Jahreswechsel eine Fehlermeldung aus und verweigert daraufhin die Zustellung von Emails: „Can’t Convert ‚2201010001‘ to long,“ lautet der Text.

Die kurzfristige Lösung für das Problem besteht darin, den Malware-Scanner temporär zu deaktivieren. Dafür benötigt man das Script Disable-Antimalwarescanning.ps1. Alternativ dazu kann der Powershell-Befehl „Get-Transportagent Malware Agent | Disable-Transportagent“ ausgeführt werden – wie das geht, hat Microsoft in einem älteren Beitrag gezeigt.

Die FIP-FS Anti-Spam- und Anti-Malware-Scan-Engine wird seitens Microsoft bereit seit dem Exchange Server 2013 standardmäßig aktiviert. Eine Deaktivierung sei derzeit die einzige Lösung, allerdings nur sinnvoll, wenn man eine andere Malware-Lösung für seinen Emaildienst nutze.

Microsoft arbeitet an Lösung

Der Microsoft-Exchange Jahr-2022-Bug tritt nur bei selbst gehosteten Servern auf. Microsoft selbst hat den Fehler bereits bestätigt, in der Mitteilung heißt es:

„Wir haben ein Problem angegangen, das dazu führt, dass Nachrichten in den Transportwarteschlangen von Exchange Server 2016 und Exchange Server 2019 stecken bleiben. Das Problem bezieht sich auf einen Fehler bei der Datumsüberprüfung zum Jahreswechsel und nicht auf einen Fehler der AV-Engine selbst.“

Aktive Maßnahmen seitens der Nutzerinnen und Nutzer seien derzeit notwendig, um den Fehler zu beheben. Dazu bietet Microsoft eine automatisierte und manuelle Lösung an. Allerdings arbeite man daran, den Fehler schnellstmöglich zu beheben.

Der Sicherheitsforscher und Exchange-Administrator Joseph Roosen teilte über Twitter am 01. Januar mit, dass Microsoft eine int32-Variable mit Vorzeichen für die Speicherung des Datums verwendet. Sie hat den maximalen Wert von 2.147.483.647. Neue Datumsangaben im Jahr 2022 haben jedoch einen Mindestwert von 2.201.010.001 und sind daher schlicht zu lang für Microsoft Exchange.

Simon Lüthje

Ich bin der Gründer dieses Blogs und interessiere mich für alles was mit Technik zu tun hat, bin jedoch auch dem Zocken nicht abgeneigt. Geboren wurde ich in Hamburg, wohne nun jedoch in Bad Segeberg.

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