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Mastercard arbeitet an Gesichtserkennung beim Bezahlvorgang

PIN oder NFC-Chip waren gestern. Das Kreditkarten-Unternehmen Mastercard möchte schon bald auf eine biometrische Authentifizierung setzen. Hierbei soll das Gesicht oder die Hand als Schlüssel dienen.

Bezahlen ohne Smartphone oder PIN

Mittlerweile ist es für uns selbstverständlich, das eigene Smartphone oder Notebook mittels Gesichtserkennung zu entsperren. Mastercard möchte nun noch einen Schritt weitergehen und sogar Bezahlvorgänge per Gesichtserkennung möglich machen. Hierfür hat das Unternehmen global Versuche gestartet. An den unterschiedlichsten Standorten weltweit möchte man den Einzelhandel als Versuchsaufbau nutzen. Das System, bei dem man mittels Lächeln oder einer Winkgeste den Bezahlvoqrgang authentifiziert, dürfte man dann wohl zunächst einmal bei self-checkout-Kassen antreffen. Möglich soll das Ganze dann sein, wenn man sich im Vorhinein mit der passenden App verifiziert. Ist das einmal geschehen, soll ein rasend schneller Bezahlvorgang ohne Kreditkarte oder Smartphone kein Problem mehr sein. Die ersten Regionen mit entsprechenden Pilotprojekten sind Südamerika, Asien und der Nahe Osten.

Ein echter Entwicklungsschub durch Corona

Hinter der Idee, mithilfe seines Gesichts oder einer Handgeste zu bezahlen, steckt sicherlich nicht nur bloße Zeitersparnis. Obendrein handelt es sich hierbei um einen überaus hygienischen Bezahlvorgang. Schließlich kann man auf das Tippen eines Nummernfeldes oder das Unterschreiben mithilfe eines Stifts verzichten. Alles was man machen muss, ist, in eine Kamera zu blicken. Dies macht auch eine von Mastercard in Auftrag gegebene Marktanalyse deutlich. So soll nach Angaben des Kreditkartenanbieters in den nächsten Jahren eine gigantische Nachfrage nach eben solchen Systemen entstehen. Laut Mastercard können sie dann nicht nur beim Bezahlen zum Einsatz kommen. Auch Kundenprogramme wie beispielsweise Payback könnte man so bequemer nutzen.

Doch wie so oft bei neuen Wegen der Authentifizierung, werden auch hier Themen wie Sicherheitsstandard und vor allem auch der Datenschutz relevant. Schließlich muss man die Gesichter der registrierten Personen auch irgendwo speichern. Dort wo sie gespeichert werden, dürfte sich außerdem eine Verknüpfung zu den dazugehörigen Kreditkartendaten befinden. Gefundenes Fressen für Cyberkriminelle, mag man denken. Um entsprechende Bedenken gleich im Vorhinein auszuräumen, betont Mastercard, dass man gemeinsam mit allen Beteiligten an sehr hohen Sicherheitsstandards arbeiten werde. Dies betrifft nicht nur das Unternehmen, in dem bezahlt wird, sondern auch die entsprechende Bank des Kunden.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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