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WhatsApp: Messenger wehrt sich gegen Sanktion irischer Behörde

Im September diesen Jahres wurde WhatsApp zu einem horrenden Bußgeld verdonnert. Grund hierfür war der Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Doch der weltweit erfolgreiche Messengerdienst möchte sich damit nicht abfinden. Nun hat Facebooks Tochterunternehmen gegen den Beschluss der Datenschutzbehörde Irlands juristische Schritte angekündigt und bereits in die Tat umgesetzt. Die Klage sei bereits eingereicht.

Saftiges Bußgeld in Höhe von 225 Millionen Euro

Angesichts der gigantischen Strafzahlung von 225 Millionen Euro kann man durchaus verstehen, warum WhatsApp nicht gut auf die irische Politik zu sprechen ist. Da offensichtlich außergerichtliche Schritte nicht mehr der Schlüssel zum Erfolg sind, möchte der Messenger nun juristisch gegen das Bußgeld vorgehen. Über die Rechtmäßigkeit der Strafzahlung soll nun kein geringerer als der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden. Doch wie kommt es dazu, dass ausgerechnet Irlands Behörde über einen Verstoß gegen die DSGVO entsprechende Strafen aussprechen kann?

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Unternehmen von Facebook mit der DSGVO „kollidiert“.

Das Land im Norden Europas gilt seit Jahren als echtes Steuerparadies für US-Amerikanische Firmen, die in Europa das große Geld machen wollen. Insbesondere Internet-Unternehmen aus dem sagenumwobenen Silicon Valley lassen sich nicht zuletzt aufgrund der eher laxen Steuerpolitik gerne in Irland nieder. Selbiges gilt auch für Facebook und damit auch für den dazugehörigen Messenger. Doch als Mitglied der Europäischen Union (EU) liegt es auch an Irland, europaweit geltende Verordnungen durchzusetzen – So auch die seit bereits einigen Jahren geltende DSGVO.

Unverhältnismäßige Sanktion?

Die irische Aufsichtsbehörde ist natürlich nicht von ungefähr zu ihrem Urteil gelangt. Facebook steht seit einigen Jahren in der Kritik, einen eher „lockeren“ Umgang beim Thema Datenschutz an den Tag zu legen. Bei WhatsApp ist nichts anderes der Fall. Insbesondere die Transparenz bei der Weiterverarbeitung und auch Bereitstellung von Nutzerdaten sei schlichtweg undurchsichtig. Hier müsse Facebook im Allgemeinen und auch WhatsApp im Besonderen unbedingt umdenken. Weiterhin hieß es seitens der irischen Datenschutzbehörde, dass WhatsApp dringend seine Datenverarbeitung überarbeiten müsse. Hierbei wird die Behörde unter anderem die Tatsache meinen, dass Daten europäischer Nutzer auf in den USA befindlichen Servern gespeichert und verarbeitet werden. WhatsApp selbst empfindet die Strafzahlung als unverhältnismäßig hoch. In der irischen Geschichte ist diese tatsächlich erstaunlich hoch. Schließlich hat die Datenschutzbehörde Irlands Zeit ihres Bestehens kein höheres Bußgeld verhängt.

Jens Scharfenberg

Gaming und Technik waren stets meine Leidenschaft. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Als passionierter "Konsolero" und kleiner "Technik-Geek" begleiten mich diese Themen tagtäglich.

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