PC-Komponenten

Raijintek Pallas 120 RGB – Top-Blower in schickem Schwarz im Test

Ersteindruck

Die größte Besonderheit des Raijintek Pallas 120 (RGB) ist zweifellos die Farbe des Kühlkörpers: Schwarz eingefärbte Kühler sind an sich bereits ein Seltenheit, bei Top-Blowern gilt das umso mehr. Das einzige vergleichbare Modell ist Alpenföhns Black Ridge, der allerdings, trotz gleichem Preis, auf einen kleineren 92-mm-Lüfter und einen schmaleren Radiator setzt.

Der Raijintek Pallas setzt auf sechs Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils sechs Millimetern. Diese verbinden die Baseplate mit dem Radiator, der flach über dem Mainboard liegt. Abseits der direkt auf dem CPU-Kühler aufliegenden Fläche sind alle Teile des Kühlers vollständig in schwarz gehalten

Die Bodenplatte wiederum ist in der Heatpipe-Direct-Touch-Bauweise ausgeführt, die Heatpipes liegen also direkt auf der CPU auf. Trotzdem ist die Fläche absolut flach, Lücken zwischen den einzelnen Heatpipes gibt es nicht.

Mitsamt dem Lüfter misst der Kühler 147 Millimeter in der Breite, 130 Millimeter in der Tiefe und 68 Millimeter in der Höhe. Laut Raijintek wiegt er 550 Gramm, unser Testmuster bringt es auf gemessene 486 Gramm. Der Kühlkörper allein wiegt 396 Gramm

Der Lüfter des Pallas 120 RGB ist 13 Millimeter tief und hat die besagte Rahmenbreite von 120 Millimetern. Im Gegensatz zum originalen Pallas, dessen Lüfter einen roten Rahmen und weiße Blätter hatte, ist der Rahmen beim Lüfter des Pallas 120 RGB schwarz. Die Rotorblätter sind transluzent, sodass die am Motor verbauten LEDs durch den Kunststoff scheinen können.

Angeschlossen wird der Lüfter über den üblichen 4-Pin-PWM-Anschluss sowie einen 4-Pin-RGB-Anschluss (12V/G/R/B). Die beiden Kabel sind schwarz, nicht gesleevet und jeweils 48 Zentimeter lang.

Montage

Mit der Vorstellung des AM4-Sockel hat Raijintek das Montagekit des originalen Pallas-Kühlers aktualisiert. Diese aktualisierte Version liegt nun auch dem Pallas 120 RGB bei. Sofern man nicht auf Intels Großsockel (20XX) setzt, wird immer dieselbe Universal-Backplate eingesetzt. Diese hat passende Bohrungen für die gängigen Sockel von AMD und Intel.

Zur Installation müssen die passenden vier Bohrungen in der Backplate mit langen Schrauben versehen werden. Anschließend setzt man die Backplate von der Rückseite des Mainboards her ein und fixiert sie mit vier Kontermuttern. Zwischen den Muttern und der Platine müssen manuell Gummiringe eingefügt werden, die zur Isolation dienen.

Als nächstes folgt der Halterahmen, der, wie die Backplate, aus schwarzem Stahl besteht. Er wird über die vier hervorragenden Gewinde gesetzt und mit vier weiteren Muttern fixiert. Anschließend muss man zwei Abstandshalter einsetzen, die die Ausrichtung des Kühlers vorgeben. Löblicherweise kann der Rajintek Pallas 120 so auch auf AMD-Sockeln beliebig gedreht werden.

Zuletzt erfolgt die Fixierung des Kühlers durch eine Metallbrücke. Diese wird auf den Kühler gelegt und dort durch zwei Nuten in Position gehalten. Anschließend kann man den Kühler auf die Montagevorrichtung setzen und von oben, durch die Öffnungen in den Lamellen, festschrauben.

Unterm Strich ist die von Raijintek gewählte Montageart recht leicht zu verstehen und in der Praxis flexibel und stabil. Kritik muss sich das Unternehmen allerdings für den mäßigen Komfort gefallen lassen.

Die Isolierung der Backplate ist beispielsweise zu eng geschnitten, sodass sie sich beim Einsetzen der Schrauben ablöst. Also muss man die Schrauben zuerst von der Gegenseite her einführen, um die Öffnungen im Schaumstoff aufzuweiten. Auch ist die Montage mit ihren vielen Kleinteilen verhältnismäßig aufwändig: Eine fest angebrachte Haltebrücke sowie angeklebte Isolierungen an den Kontermuttern wären hier besser gewesen.

Zudem gibt es ein weiteres Problem, das aber nicht der Montage, sondern den Ausmaßen des Kühlers geschuldet ist: Auf unserem Mainboard überragt er in jeder möglichen Ausrichtung den Rand der ITX-Platine. Dadurch kann er in besonders kleinen ITX-Gehäusen nicht untergebracht werden. Besteht allerdings etwas Platz in eine Richtung, beispielsweise weil sich dort Öffnungen für Kabel befinden, so sollte die Montage möglich sein.

Beleuchtung

Ganz dem Trend folgend spendiert Raijintek dem Pallas 120 RGB eine entsprechende Beleuchtung. Hier ist auch der einzige Unterschied zum normalen Pallas 120 zu finden: Dieser hat einen unbeleuchteten Lüfter verbaut.

Die Beleuchtung im Pallas 120 RGB wird ausschließlich über den verbauten 120-mm-Lüfter realisiert. Dieser verfügt, wie bereits erwähnt, über einen zusätzlichen RGB-Anschluss mit 12V/G/R/B-Belegung. Dadurch kann der Lüfter über eine externe Lichtsteuerung kontrolliert werden, in den meisten Fällen wohl die des Mainboards. Auf eine solche Steuerung ist man auch angewiesen: Ein zusätzlicher RGB-Controller wird nicht mitgeliefert.

Die Beleuchtung im Lüfter erfolgt durch zehn am Motor verbaute LEDs. Diese beleuchten insbesondere das Zentrum des Lüfters, zu den Rahmen hin ist die Lichtintensität nur noch schwach; einen entsprechenden Eindruck liefern unsere Bilder. Damit ist die RGB-Beleuchtung des Pallas 120 RGB nur nettes Beiwerk und optisch nicht so ausgefeilt wie die Beleuchtung manch anderer RGB-Lüfter, die zusätzliche LEDs im Rahmen unterbringen und somit eine deutlich homogenere Beleuchtung erreichen.

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