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Intertech C-702 Diorama – Hotbox oder solides Show-Case?

Mit dem C-702 Diorama hat Inter-Tech eine kompaktere Variante des C-701 Panorama im Angebot. Mit kleinen Änderungen innen und außen versprechen wir uns in erster Linie eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit in Verbindung mit einer soliden Verarbeitungsqualität. Die technischen Daten sind vielversprechenden und garantieren Kompatibilität sogar bei ATX-Mainboards und großen Grafikkarten. Ob Inter-Techs C-702 Diorama überzeugen konnte, erfährst du im folgenden Testbericht.

Spezifikationen

Modell: C-702 Diorama
Gehäusetyp: Midi-Tower
Abmessungen (L x B x H in mm): 360 x 285 x 430
Material: Stahl, Glas, Kunststoff
Front I/O-Anschlüsse: 1x USB 3.0 / 2x USB 2.0 / Mikrofon + Kopfhörer
Mainboard: ATX / mATX / mITX
Farbe: schwarz, innen schwarz
Netzteil: ATX
CPU-Kühler (max. Höhe): 160 mm
Grafikkarten (max. Länge): 325 mm
Vorinstallierte Lüfter: Keine
Mögliche Lüfter: Deckel: 2x 120 / 140 mm
Boden: 2x 120 / 140 mm
Rückseite: 1x 120 mm
Optionale Radiatoren (mm): Deckel: 1x 240 / 280 mm
Rückseite: 1x 120 mm
Besonderheiten: Front- und Seitenteil aus Glas
Staubfilter, Kabelmanagement, Glasseitenteil mit Magnetverschluss
Preis: € 76,90 *

Lieferumfang

Das Zubehör ist nicht sonderlich umfangreich gestaltet. Neben dem Gehäuse selbst liegt ein beidseitig bedrucktes Blatt bei, auf dem eine grobe Anleitung sowie die Garantiebedingungen abgebildet sind. Hierauf lässt sich erkennen, an welcher Stelle Lüfter und Radiatoren verbaut werden können. Auch wird hier gezeigt, wo der Einbau von Festplatten und SSDs möglich ist. Ebenfalls enthalten ist ein kleiner Beutel, in dem alle benötigten Schrauben untergebracht sind. Auch an extra Kabelbinder für das spätere Kabelmanagement wurde gedacht.

Äußerer Eindruck

Vorder- und Seitenteil bestehen aus transparentem Tempered Glas, der Rest des Gehäuses ist in Schwarz gehalten. Optisch, und das ist wohl kaum zu übersehen, ähnelt Inter-Techs Gehäuse stark dem PC-O11 von Lian Li. Dennoch ist es um einiges kürzer und reiht sich als „kleinen Bruder“ des C-701 Panorama in Inter-Techs Showcase-Reihe ein. Betrachten wir die Front und das linke Seitenteil einmal genauer, lässt sich ein glänzend schwarzer Rand erkennen, der das Sichtfeld auf das wesentliche begrenzt und so die metallischen Teile des Rahmens sowie des Gehäuses überdeckt. Dadurch entsteht ein cleaner Look und die Hardware steht im Fokus. Das Glasseitenteil lässt sich bequem mithilfe einer Lasche aufziehen und wird von zwei Magneten fest geschlossen gehalten.

Dem rechten Seitenteil wurde eine Perforierung spendiert, durch die das Netzteil frei atmen kann. Auch auf der Rückseite finden sich genügend Lüftungsschlitze wieder, durch die die warme Luft entweichen kann. Auf der linken Seite des Hecks befindet sich der Netzteilschacht und darüber eine Möglichkeit eine SSD zu befestigen.

Sieht man sich das C-702 genauer von oben an, erkennt man auch hier eine großflächige Perforierung sowie die Befestigungsmöglichkeiten für einen 240- bzw. 280-mm-Radiator oder zwei 120/140-mm-Lüfter. Bedeckt wird das Ganze mit einem magnetischen Staubgitter. An der Oberseite finden wir ebenfalls die I/O-Anschlüsse wieder. Inter-Tech hat dem Diorama einen USB-A 3.0, zwei USB-A 2.0 sowie jeweils einen Kopfhörer- und Mikrofon-Anschluss spendiert. Einen USB-C-Port sucht man hier leider vergebens. Zusätzlich befindet sich hier der Power-Button, ein Knopf zur LED-Steuerung und der Reset-Button.

Innenraum

Der neu gestaltete Innenraum glänzt mit einer überdachten Kabelmanagementlösung. Im Gegensatz zum C-701 ist die zweite Kammer besser verschlossen und die vorinstallierten und gummierten Kabeldurchführungen sorgen zusätzlich für eine gewisse Blickdichtigkeit. Sind die Scheiben einmal demontiert, kann der Anschein entstehen, dass die Fruchtzwerge aus der Kindheit plötzlich wirken. Denn ohne die Scheiben wiegt das Gehäuse nur noch schätzungsweise 2 kg.

Trotz des kompakten Aufbaus bietet der Innenraum genügend Platz, selbst für Highend-Grafikkarten mit einer maximalen Länge von 325 mm. Im Deckel bietet sich die Möglichkeit einen Radiator zu verbauen. Passend sind 240-mm- und auch 280-mm-Radiatoren. Auch der Heckbereich bietet Platz für einen 120-mm-Radiator oder alternativ einen 120-mm-Lüfter, dessen Einbau empfehlenswert ist. Im Boden haben wir zusätzlich die Möglichkeit zwei 120- bzw. 140-mm-Lüfter zu verbauen. Diese sind ein Must-have, da sie für die kalte Luftzufuhr von unten zuständig sind.

Die hintere Kammer überrascht mit viel Platz für allerhand an Kabeln. Auch an Klettkabelbinder wurde gedacht, diese sind vorinstalliert und unserer Meinung nach auch sinnvoll positioniert. Für Netzteile wurden zwei kleine Auflageflächen geschaffen, so hat es einen sicheren Platz, der etwas erhöht ist. Zusätzlich bietet der Innenraum genügend Platz in der Länge, selbst für größere ATX-Netzteile. Oberhalb der Netzteilöffnung ist es möglich eine SSD, direkt an die Rückwand des Gehäuses zu verschrauben. Auch wurde eine Befestigungsmöglichkeit für zwei 2,5-Zoll-Festplatten oder SSDs und zwei 3,5-Zoll-Festplatten geschaffen. Diese werden bequem an einem Träger hinter dem Prozessor befestigt, für die Montage lässt sich dieser auch herauslösen.

Verarbeitung

Insgesamt ist uns die Verarbeitungsqualität sehr positiv aufgefallen, sodass wir hier keine Kritikpunkte äußern können. Auch die Materialwahl hat überzeugt, so ist zum Beispiel die rechte Seitenwand aus schön dickem Metall gefertigt und wirkt keinesfalls billig. Selbiges gilt auch für die Gläser und Materialien des restlichen Gehäuses.

Systembau & Leistungstest

Für unseren Leistungstest haben die folgenden Komponenten einen Platz im C-702 gefunden:

Insgesamt verlief der Einbau sehr problemlos und bequem, das Herauslösen der Frontscheibe trug positiv dazu bei. Ein paar negative Dinge sind uns dennoch aufgefallen. Problematisch wird das Durchführen der Kabel sowie das Anschließen ans Mainboard an den unteren Anschlüssen, sobald man hier Lüfter verbaut. Gerade wenn man sich für 140-mm-Lüfter entscheidet, werden die Anschlüsse und die Durchführungen stark verdeckt. Das Einstecken, in Verbindung mit vernünftiger Kabelführung des starren USB-3.0-Steckers wird dadurch zur Herausforderung. Ein Adapter wie dieser kann Abhilfe schaffen.

Als weiteren Punkt möchten wir gerne noch die Schläuche der AiO in Verbindung mit einer vertikal verbauten Grafikkarte anmerken. Diese kommen sich in die Quere, sodass die Schläuche etwas gegen die Seitenscheibe drücken. Die Scheibe muss man nun mit etwas Druck verschließen, anschließend wird sie durch die Magneten geschlossen gehalten. Bedenken, dass die Scheibe aufspringt, muss man hier allerdings nicht haben.

Kabelmanagement

Die Kabelführung und gerade die Möglichkeit Kabel zu verstecken hat uns wirklich sehr gut gefallen. Die rechte Kammer ist schön tief und selbst unter dem Netzteil bleibt Luft, um Kabel zu verlegen. Hinter dem Festplattenschlitten bleibt ebenfalls viel Platz für Kabel und Lüftersteuerungen.

Temperaturen

Für unseren Leistungstest haben wir den verbauten Komponenten mal ein bisschen etwas abverlangt. Den Prozessor haben wir mit dem Prime95 Stresstest für 20 Minuten belastet und diesen Durchgang dann mit unterschiedlichen Lüfterdrehzahlen wiederholt. Auch die Grafikkarte haben wir einem Stresstest unterzogen. Dabei wurde sie für 20 Minuten mit dem Grafikkartenstresstest FurMark belastet. Die dabei entstandenen Temperaturen kannst Du aus der Tabelle unterhalb entnehmen.

Lüfterleistung Temperatur (°C) Prozessor Temperatur (°C) Grafikkarte
50% PWM ∅ 74.8 max. 81
100% PWM ∅ 70.1 max. 77

Beim Gaming fallen die Temperaturen natürlich besser aus. Bei einer Runde Call of Duty Warzone in Ultrawide, mit maximalen Settings (Raytracing off) und einer 50 prozentigen Lüfterdrehzahl der Gehäuselüfter, erreichte die Grafikkarte eine maximale Temperatur von 68 °C. Durchaus solide, wie wir finden.

Fazit

Das Inter-Tech C-702 konnte uns überzeugen. Unsere Befürchtungen, dass das Gehäuse zu einer Hotbox werden könnte, wurden im Leistungstest nicht bestätigt. Die Temperaturen blieben während des Tests und auch beim Gaming auf einem durchaus akzeptablen Level. Auch die Verarbeitungsqualität hat überzeugt, sodass wir hier keine Kritikpunkte äußern können. Insgesamt aber hat das C-702 leichte Schwächen im Aufbau (Thema Mainboardanschlüsse unterhalb, gepaart mit 140-mm-Lüftern) und auch das Zubehör fällt eher dürftig aus. Der Preis von rund 70 Euro (aktuell € 76,90 *) stellt diese Kritikpunkte aber in den Schatten, sodass man hier beherzt zugreifen kann.

Inter-Tech C-702 Diorama

Verarbeitung
Aufbau
Ausstattung
Dämmung
Kühlung
Preis-Leistungs-Verhältnis

90/100

Ein kompaktes Showcase, mit viel Platz für Kabelmanagement und große Grafikkarten.

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Alexander Wulke

Als Technikbegeisteter verfasse ich Testberichte für allerlei technische Geräte. Speziell die Themen PC-Hardware und Gaming haben es mir aber am meisten angetan. In meinen Tests gebe ich gerne Tipps und verschaffe euch einen unabhängigen und ehrlichen Eindruck zu dem jeweiligen Produkt.

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