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ACEMAGIC AX15 Test – Günstiger Laptop mit einem großen Makel

Der Hersteller ACEMagician wurde 2013 geründet und war bisher nur als Marke für sehr kompakte Mini-PCs bekannt. Im Sommer 2023 wurde mit dem ACEMAGIC ‎AX15 jedoch der erste Laptop ins Portfolio mit aufgenommen. Anschließend kamen eine weitere 16-Zoll-Variante (AX16) sowie eine AMD-Variante (AX 16 Pro) dazu. Das günstige ACEMAGIC AX15 haben wir heute im Test.

Laut Hersteller zeichnet sich das ACEMAGIC AX15 durch viele Features aus. Dazu gehört unter anderem die Ausstattung mit einem sparsamen Intel N95 Prozessor, 16GB Arbeitsspeicher und einer 512GB SSD. Dazu gesellen sich ein Gehäuse, das zu großen Teilen aus Aluminium besteht, der USB-C-Lademöglichkeit sowie ein Full-HD-IPS-Display. Außerdem bewirbt ACEMAGIC das AX15 mit einem großen Touchpad, einer langen Akkulaufzeit sowie guten Wartungs- und Reinigungsmöglichkeiten. Preislich liegt das ACEMAGIC AX15 derzeit bei € 1,00 *. Über die eigene Homepage oder Amazon gibt es aber immer wieder Gutscheine mit denen das Gerät unter die 300€-Grenze fällt.

Technische Daten

Modellbezeichnung ACEMAGIC AX15
Farbe Grau
Prozessor Intel Processor N95 (Alder Lake, bis zu 4 x 3.4 GHz)
Grafikleistung Intel UHD Graphics Xe (Tiger Lake-H, 16EUs, 1200 MHz)
Display 15,6″, IPS, 1920×1080 (Full-HD), 16:9, 60 Hz
Speicherplatz CYX S1000 512 GB SSD (m.2 SATA)
Arbeitsspeicher 1x 16GB DDR4 2666 MHz
Tastatur Chiclet-Tastatur, unbeleuchtet, nur US-Layout (andere Layouts als Silikonauflagen im Lieferumfang)
Betriebssystem Windows 11 Pro
Konnektivität Realtek C8821CE (Wi-Fi 5; Bluetooth 5.0)
Anschlüsse 2x USB-C (1x Strom, 1x Daten), 2x USB 3.0 Typ-A, 1x USB 2.0 Typ-A, 1x HDMI, 1x HD-Audio Comboport, 1x microSD (USB2.0)
Akku 38-Wh-Lithium-Ionen
Abmessungen (B x T x H) 350 x 220 x 16 mm
Gewicht 1,7 kg
Preis € 1,00 *
€ 1,00
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ACEMAGIC AX15 Test: Lieferumfang

ACEMAGIC verpackt das AX15 in einem schlichten Karton aus brauner Pappe. Auf der Vorderseite lässt nicht nur der Schriftzug des Herstellers erkennen. Auf der Rückseite platziert der Hersteller Angaben zum Produktionsort, Angaben zur deutschen und britischen Distribution von ACEMAGIC sowie eine Tabelle mit den wichtigsten, technischen Daten. Die zutreffenden Spezifikationen sind entsprechend angehakt.

Im Karton hüllt ACEMAGIC das AX15 in einen weißen Beutel aus Stoff sowie in drei Elemente aus weichem Schaumstoff. Diese sollten den Laptop während des Transports gut vor Beschädigungen schützen. Weiterhin legt ACEMAGIC zum Schutz des Displays eine dünne Stoffmatte zwischen die Tastatur und das Display. Des Weiteren gehören zum Lieferumfang ein USB-C-Netzteil mit einer Leistung von 40 Watt, eine Kurzanleitung in mehreren Sprachen sowie eine kleine weiße Schachtel mit vier Tastaturmatten aus Silikon. Was es damit auf sich hat, klären wir im Kapitel „Tastatur und Touchpad“.

ACEMAGIC AX15 Test: Design und Verarbeitung

ACEMAGIC bietet das AX15 in einer grauen und einer silbernen Farbvariante an. Das Design ist insgesamt sehr schlicht und wirkt recht edel und zeitlos. So finden wir weder auf dem Deckel noch an der Unterseite eine Beleuchtung, abstrakte Formgebungen oder sonstige Muster. Alle Flächen sind glatt gestaltet. Lediglich das silbern glänzende Herstellerlogo sticht optisch etwas heraus, fügt sich aber gut in das Gesamtbild ein.

Auch die Materialauswahl ist für ein Gerät dieser Preisklasse sehr beeindruckend. So bestehen der Displaydeckel und der Gehäuseboden aus Aluminium. Dadurch fühlt sich der Laptop generell hochwertig an und sieht optisch sehr ansprechend aus. Der Bereich um die Tastatur herum sowie die Handballenauflage, der Rahmen um das Display und das Touchpad bestehen hingegen aus Kunststoff. Eine gewisse Farbdifferenz zwischen Kunststoff und Aluminium ist vorhanden, fällt aber nur bei genauerer Betrachtung auf. Die Haptik des Kunststoffs ist aus unserer Sicht gut und er fühlt sich nicht billig an.

Die Verbindung zwischen Displaydeckel und dem Gehäuse erfolgt über ein großes, einzelnes Scharnier. Dieses ist recht fest, weshalb sich der Displaydeckel nicht mit einer Hand öffnen lässt. Dadurch wippt das Display beim Tippen und Bewegen des Laptops aber deutlich weniger nach und kann mit einer guten Stabilität überzeugen.

Das Gehäuse läuft nach vorne hin leicht keilförmig zu und ist mit seinen Abmessungen von 350 x 220 x 16 mm sowie einem Gewicht von lediglich 1,7 Kilogramm für ein 15,6″-Gerät recht kompakt geschnitten und verhältnismäßig leicht. Dadurch eignet es sich sehr gut als mobiler Begleiter. Dazu müssen neben der Optik aber auch die weiteren Eigenschaften passen.

Ausstattung und Wartung

Das ACEMAGIC AX15 kommt in nur einer Ausstattungsvariante und kann nicht anders konfiguriert werden. Als Prozessor setzt der Hersteller beim AX15 auf den Intel Alder Lake N95, der durch eine TDP von 15 Watt besonders effizient zu Werke geht. Erreicht wird das durch die vier verbauten E-Cores mit einem maximalen Takt von 3,4 GHz. Hyper-Threading bietet der Intel N95 nicht.

Beim Arbeitsspeicher verbaut ACEMAGIC einen einzelnen SO-DIMM-DDR4-Riegel mit einer Kapazität von 16GB und einer Taktrate von 2666 MHz. Ein zweiter RAM-Riegel kann leider nicht verbaut werden, da es keinen zweiten Slot gibt und der Intel N95 sowieso nur einen RAM-Channel unterstützt. 16GB sind zudem die maximal unterstütze Kapazität des Prozessors.

Als SSD kommt eine 512 GB große m.2 SATA SSD zum Einsatz. Im Vergleich zu aktuellen SSDs ist die S1000 von CYX jedoch eher langsam, da sie beim Lesen etwa 500 MB/s und beim Schreiben ungefähr 470 MB/s erreicht. Das ist insgesamt etwas schade, da dass AX15 auch schnellere SSDs unterstützt und eine, zu Testzwecken verbaute, Samsung 970 Evo Plus 1TB sehr nah an ihre maximalen Schreib- und Leseraten kam. Für typische Alltagsaufgaben wie z.B. Surfen oder Office reicht die CYX S1000 zwar aus, Leistungswunder sind aber nicht zu erwarten.

Die Lautsprecher platziert der Hersteller am linken bzw. rechten unteren Rand des Laptop-Gehäuses. Töne werden dabei in Richtung des Untergrunds abgegeben. Die vermeintlichen Lautsprechergitter neben der Tastatur sind mehr oder weniger Fake, da diese größtenteils einfach aufgedruckt sind. Lediglich die unteren 36 Löcher sind auf beiden Seiten wirkliche Öffnungen, welche aber von den Lautsprechern recht weit entfernt sind. Die Soundqualität ist für ein Gerät dieser Preisklasse in Ordnung und zudem sind die Lautsprecher verhältnismäßig laut. Bei hoher Lautstärke wirkt das Sound aber irgendwann etwas blechern bzw. scheppert.

Die 720p-Webcam ist, wie zu erwarten, nicht gerade das gelbe vom Ei. Die Bildqualität reicht gerade so, um ab und zu mal an einer Videokonferenz teilzunehmen. Aufgrund der geringen Auflösung wirkt das Bild, je nach Lichtverhältnis, sehr verwaschen und krisselig. Die Aufnahmequalität des Mikrofons ist ebenfalls eher im unteren Bereich anzusiedeln. So klingen Aufnahmen häufig sehr gedämpft, als hätte man die ganze Zeit ein Taschentuch vor dem Mund. Wer täglich mit Freunden, Kunden oder Arbeitskollegen telefonieren muss, der sollte sich eine separate Webcam und ein Mikrofon oder ein gutes Headset zulegen.

Pluspunkte kann das ACEMAGIC AX15 hingegen im Bereich der Wartung sammeln. Nach der Entfernung von 10 kleinen Kreuzschlitzschrauben lässt sich der Boden ganz einfach abnehmen und man erhält einen freien Blick auf alle Bauteile. So kann man problemlos den CPU-Kühler ausbauen und reinigen und auch das RAM-Modul, die SSD sowie die WLAN-Karte können getauscht werden. Zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten wie z.B. einen Slot für eine zweite SSD, bietet das AX15 leider nicht.

ACEMAGIC AX15 Test: Die Anschlüsse

Typisch für ein schmales Notebook gibt es nur an der rechten sowie linken Seite Anschlüsse. An der rechten Seite platziert ACEMAGIC zwei USB-A-Ports (1x USB-A 3.0, 1x USB-A 2.0), einen HD-Audio Comboport für ein Headset oder Mikrofon sowie einen Slot für microSD-Speicherkarten. Letzterer ist jedoch nur mit USB 2.0 angebunden und deshalb eher langsam. Dennoch ist es löblich, dass ACEMAGIC einen integrierten Kartenleser zum Einsatz bringt.

An der linken Seite verbaut der Hersteller drei USB-Ports. Davon besitzen zwei das USB-C-Format (1x Laden+Daten, 1x Daten) und einer den USB-A 3.0 Standard. Zuletzt finden wir hier noch einen vollwertigen HDMI-Anschluss, über dessen Standard ACEMAGIC aber leider keine Angaben macht. Der Anschluss eines 1440p-Monitors mit 75Hz-Panel war aber problemlos möglich. Zuletzt finden sich hier noch eine blaue Power-LED sowie eine orangene Lade-LED.

Eine gewisse Schwachstelle ist beim AX15 das WLAN-/Bluetooth-Modul. Der verbaute Adapter (Realtek 8821CE) gehört eher zum alten Eisen und unterstützt nur WiFi 5 und Bluetooth 5.0. Je nach Internetanschluss und eingesetzter Netzwerkhardware muss man also mit Performanceeinbußen bei der Übertragung rechnen, da der Realtek-Chip nicht so hohe Geschwindigkeiten unterstützt. In Kombination mit einer Fritz!Box 7490 und einem DSL-Anschluss mit lediglich 50 Mbit/s konnten wir jedoch keine Geschwindigkeitsprobleme feststellen. Die Empfangsqualität war für eine normale 3-Zimmer Wohnung in Ordnung. Reichweitenrekorde bricht der Realtek-Chip aber nicht. Auf eine vollwertige LAN-Buchse muss man beim ACEMAGIC AX15 zudem komplett verzichten.

Tastatur und Touchpad

Ähnlich wie das Display sind auch die Eingabegeräte beim einem Laptop besonders wichtig, da diese in den meisten Fällen nicht ausgetauscht werden können. Umso wichtiger ist es also, das diese gut funktionieren.

Das 6,1 Zoll große Touchpad besitzt eine Kunststoffoberfläche, zwei im unteren Bereich eingearbeitete Maustasten (links, rechts) und ist recht kontaktfreudig. So kam es beim Scrollen mit zwei Fingern vereinzelt vor, dass stattdessen etwas angeklickt wurde. Nach einer gewissen Eingewöhnung konnte man den Laptop per Touchpad aber gut steuern und zudem werden klassische Multitouch-Gesten unterstützt. Bedenkt man den Kaufpreis des AX15, ist das Touchpad mehr als in Ordnung.

Zu Gunsten weniger Varianten und eines dadurch geringen Preises verbaut ACEMAGIC AX15 generell nur eine unbeleuchtete QWERTY-Tastatur mit einfachen Chiclet-Tasten. Auch hier erachten wir das Tippgefühl für ein Gerät dieser Preisklasse als gut. Die Tasten wirken recht straff und haben einen spürbaren Druckpunkt. Zudem ist der Anschlag nur leicht gedämpft, was ein schwammiges Tippgefühl verhindert. Des Weiteren muss man als Käufer auch nicht auf einen Nummernblock verzichten. Dieser fällt jedoch etwas kleiner aus und verfügt nicht über eine dedizierte Enter-Taste.

Um das AX15 auf ein anderes Tastatur-Layout anpassen zu können, legt der Hersteller vier Silikonmatten mit unterschiedlichen Layouts ins Zubehörpaket. Diese können einfach über die Chiclet-Tastatur gelegt werden. Wie zu erwarten, verschlechtert sich das Tippgefühl dadurch leider spürbar und alles wirkt deutlich schwammiger. Wir würden empfehlen die Tastatur ohne Matte oder eine externe Tastatur zu verwenden.

Das Display des ACEMAGIC AX15

Überraschend für ein Gerät dieser Preisklasse stattet ACEMAGIC das AX15 mit einem 15,6 Zoll großen IPS-Display aus, welches über eine matte Oberfläche verfügt. Es kommt mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und besitzt somit ein Seitenverhältnis von 16:9. Die Bilderwiederholrate liegt bei lediglich 60 Hertz und die erzeugte Helligkeit des Displays ist gut. Für Arbeiten im Büro mehr als ausreichend und auch im Freien kann man mit dem AX15 arbeiten, solange man sich im Schatten befindet. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es deutlich schwerer Dinge auf dem Display zu erkennen.

Besonders praktisch ist hingegen, dass der Displaydeckel um fast 180 Grad aufgeklappt werden kann. Dadurch erhält man selbst in den absurdesten Positionen immer einen guten Blick auf den Bildschirm. Hinzu kommt die durch das IPS-Panel gute Blickwinkelstabilität. Lediglich die Farben verblassen bei besonders extremen Winkeln deutlich. Ansonsten ist die Darstellung der Farben für einen Office-Laptop ausreichend, als Gerät zur Bild- oder Videobearbeitung fehlt aber einiges an Farbtreue. Zudem hat das Panel mit vereinzelten Lichthöfen zu kämpfen.

ACEMAGIC AX15 Test: Praxiseindrücke

Nach all der Technik und Vorstellung des Geräts, kommen wir nun zum Praxistest. Die initiale Einrichtung war einfach und schnell abgeschlossen. ACEMAGIC installiert auf dem AX15 eine aktivierte Version von Windows 11 Pro, die nur noch final eingerichtet werden muss. Dazu gehören Dinge wie die OS-Sprache, das Tastatur-Layout, die Datenschutzoptionen oder die Wahl zwischen einem lokalen (wenn man das WLAN vorher nicht verbindet) oder Microsoft-Konto. Diese Einrichtung dauert nur wenige Minuten und wäre auch bei jedem anderen Laptop notwendig.

Hat man eine WLAN-Verbindung hergestellt, dann muss man erstmal etwas Zeit mitbringen. Der Grund dafür sind die vermutlich verfügbaren Windows Updates, deren Download und Installation den Intel N95 und die SATA-SSD doch ganz gut auslasten. 20 bis 30 Minuten sollte man dafür einberechnen. Danach ist das Gerät aber startklar und voll einsatzbereit. Ungewollte Bloatware (Browser, Anti-Virus, Spiele etc.) findet man auf AX15 glücklicherweise nicht und auch ein vollständiger Malware-Scan mit Trend Micro Apex One hat glücklicherweise keine ungebetenen Gäste gefunden.

Klassische Aufgaben wie die Bearbeitung von Textdokumenten, das Abspielen von Videos und Filmen über die üblichen Streaming-Plattformen oder normales Browsen im Internet erledigt das ACEMAGIC AX15 anstandslos und zügig. Der Intel N95, die 16 GB Arbeitsspeicher und die SATA-SSD erweisen sich hier also grundsätzlich als eine sinnvolle Kombination für einen Office-Laptop. Für andere Anwendungsgebiete wie z.B. Bild- und Videobearbeitung oder Gaming sollte man sich aber nach einem anderen Gerät umsehen.

In Bezug auf die Lautstärke gehört das AX15, wohl auch aufgrund der sparsamen CPU, zu den leiseren Laptops. Der Lüfter ist im Idle und bei leichter Last wie z.B. Filme, Videos oder Browsing überwiegend aus. Er springt nur gelegentlich an und agiert dabei eher zurückhaltend. Bei absoluter Volllast ist der Lüfter des AX15 gut hörbar und wirkt durch hochfrequentes Lüftergeräusch noch etwas lauter. Diese Drehzahlen werden aber im Normalbetrieb nahezu nie erreicht und deshalb ist das AX15 insgesamt als ein leises Laptop zu bezeichnen.

Zuletzt haben wir das AX15 noch mit zwei unterschiedlichen Linux-Distributionen (Linux Mint, ZorinOS) getestet. Auch hier verliefen Installation, Einrichtung und Betrieb ohne nennenswerte Probleme. Problematisch war hingegen die anschließende Neuinstallation von Windows 11. Trotz aller Windows-Updates fehlten am Ende nämlich zahlreiche Treiber und selbst das Touchpad funktionierte nicht mehr. Auf der eigenen Homepage bietet ACEMAGIC, zumindest zum Zeitpunkt des Reviews, keine passenden Treiber an. Abhilfe schafft aber dieser Thread im Minipcunion-Forum.

Benchmark: Produktivität, System, SSD und Gaming

Um eine Vergleichbarkeit mit anderen Geräten zu erhalten, musste sich auch das ACEMAGIC AX15 im Rahmen des Tests wieder in verschiedenen Benchmarks beweisen. Besonders interessant war dabei, welche Leistung der sparsame Intel N95 bringt.

Die Produktivitäts- und Systemleistung messen wir mit PCMark 10 und Cinebench R23. PCMark 10 simuliert bei Durchführung des Benchmarks unterschiedliche Workflows, die Textverarbeitung, Surfen im Internet und Tabellenkalkulationen miteinbeziehen. Cinebench hingegen misst die Geschwindigkeit der CPU-Kerne einzeln, sowie im Multi-Core-Betrieb.

Da ACEMAGIC das AX15 nicht als Gaming-Laptop bewirbt, verzichten wir an dieser Stelle auf ausgiebige Spiele-Benchmarks. Um jedoch einen gewissen Eindruck zu erhalten, haben wir das AX15 mit 3DMark Fire Strike und Time Spy getestet.

SSD-Benchmark: AS-SSD

Die verbaute CYX S1000 verfügt leider nur über den m.2 SATA-Standard und ist damit nach heutigen Standards eine recht langsame SSD. Beim sequenziellen Lesen erreicht sie etwa 500 MB/s und beim Schreiben kommt sie auf rund 460 MB/s. Für klassische Office-Arbeiten reicht das zwar aus und jede herkömmliche Festplatte wird klar geschlagen, im Vergleich zu moderneren SSDs sind die erreichten Geschwindigkeiten aber enttäuschend. Gerade wenn man bedenkt, dass das AX15 grundsätzlich auch SSDs mit dem NVMe-Standard mit Geschwindigkeiten von bis zu 3000 MB/s unterstützt.

Cinebench R23 und PCMark 10

Der Intel N95 ist insgesamt keine Hochleistungs-CPUs und fokussiert sich eher auf einen sparsamen Betrieb. Das merkt man auch im Cinebech R23. So erreicht der Intel N95 2781 Punkte im Multicore- und 925 Punkte im Singlecore-Benchmark. Um diese Werte in Relation zu setzen: ein i5-3570K oder ein i5-8350U erreichen im Multicore ähnliche Werte. Der Singlecore-Score liegt auf dem Wert eines Ryzen 7 2700 oder i7-4790. Alle genannten CPUs verbrauchen dabei aber deutlich mehr Strom.

Anders als bei Cinebench, hat bei PCMark 10 auch die SSD einen Einfluss auf die Benchmark-Ergebnisse. Auch hier sind wir bei den erzielten Ergebnissen von Höchstleistungen weit entfernt. Das liegt vor allem an der Kombination Intel N95, Single-Channel RAM und der SATA-SSD. In Bezug auf den Kaufpreis von rund € 1,00 * ist das aber erstmal nicht so schlimm, da der Praxistest gezeigt hat, dass ein normales Arbeiten mit dem Gerät problemlos möglich ist. Ein Hochleistungsgerät erhält man mit dem ACEMAGIC AX15 aber offensichtlich nicht.

Benchmark Ergebnis
Cinebench R23 Multi Core 2781 Pkt.
Cinebench R23 Single Core 925 Pkt.
PCMark 10 Gesamtwert 3.089 Pkt.
PCMark 10 Essentials 6687 Pkt.
PCMark 10 Productivity 4.727 Pkt.
PCMark 10 Digital Content Creation 2.536 Pkt.

Grafikleistung: 3DMark Fire Strike und Time Spy

Wie eingangs bereits erwähnt, bewirbt ACEMAGIC das AX15 keineswegs als Gaming-System und das zeigt sich auch, wenn man die Ergebnisse von 3DMark Fire Strike und Time Spy betrachtet. 1006 Punkte im Fire Strike Benchmark und 355 Time Spy sind mehr als unspektakulär. Neue Spiele sollte man gar nicht erst probieren, bei deutlich älteren und anspruchsloseren Spielen sowie Indie-Games könnte man aber einen Versuch wagen.

Akkulaufzeit: Solide aber nicht überragend

ACEMAGIC stattet das AX15 mit einem recht kleinen Akku aus. Die Gesamtkapazität von 38-Wh ist im Vergleich zur Konkurrenz aber doch eher mau. Ein Vorteil ist dabei jedoch die sparsame CPU. Der verbaute Intel N95 mit einer TDP von lediglich 15 Watt sorgt trotz der geringen Akkukapazität für eine solide Laufzeit. So erreichten wir mit dem AX15 beim Schauen von YouTube-Videos bzw. Surfen im Web, je nach Display-Helligkeit, etwa 5 bis 6 Stunden. Die vom Hersteller angegebenen 8 Stunden erreichte unser Testgerät nur bei niedrigster Displayhelligkeit und ohne große Belastung oder Netzwerkkonnektivität.

Um das AX15 wieder aufzuladen, legt ACEMAGIC dem Lieferumfang ein Ladegerät mit USB-C-Anschluss und einer Ladeleistung von 40 Watt bei. Der Ladevorgang von 9% bis 75% hat circa 60 Minuten gedauert. Bis zur 100%-Marke vergingen dann nochmal 60 weitere Minuten. Im Verhältnis zur eher niedrigen Gesamtkapazität des Akkus dauert der vollständige Ladeprozess also doch recht lange.

ACEMAGIC AX15 Test: Fazit

Kommen wir nun zum Fazit dieses Reviews. Für ein so günstiges Gerät macht ACEMAGIC mit dem AX15 vieles gut und richtig. Zunächst ist hier die sehr gute Verarbeitung und Materialauswahl zu erwähnen. So besteht das Gehäuse größtenteils aus einem grauen Aluminium und lediglich die Handballenauflage besteht aus Kunststoff, welches aber ebenfalls über eine vernünftige Haptik verfügt. Zu Gunsten einer besseren Bildqualität verzichtet der Hersteller zudem auf ein TN-Panel und verbaut stattdessen ein IPS-Display mit Full-HD-Auflösung.

Dazu gesellen sich eine solides und großes Touchpad sowie eine recht ordentliche Tastatur, die ab Werk jedoch nur über ein US-Layout verfügt. Die gebotene Ausstattung ist mit einem Intel N95, 16GB RAM und einer 512GB SATA-SSD für den Preisbereich angemessen und bietet genug Leistung für einen Office-Laptop. Des Weiteren sind die einfachen Wartungs- und Reinigungsmöglichkeiten als positive Aspekt zu bewerten. Zuletzt sei noch das vorinstallierte und aktivierte Windows 11 Pro erwähnt, welches das Gesamtpaket abrundet.

Dass bei einem Laptop zwischen €300 und €350 nicht alles gut sein kann und Abstriche gemacht werden müssen, sollte eigentlich klar sein. Zurückstecken muss man beim AX15 vor allem bei der Qualität der verbauten Webcam bzw. des verbauten Mikrofons. Diese sollte man wirklich nur in Notfällen nutzen. Das größte Problem ist aus unserer Sicht aber das US-Layout der ansonsten guten Tastatur, die durch die Silikonmatten mit anderen Layouts deutlich schwammiger wird und nicht mehr so gut zu benutzen ist. Andere Eigenschaften wie ein wenig farbtreues aber ansonsten recht ordentliches IPS-Display, durchschnittliche Lautsprecher oder die schwache Leistung bei komplexeren Aufgaben (Bild- und Videobearbeitung, Gaming etc.) sind war durchaus negative Aspekte, bei einem Gerät dieser Preisklasse aber keineswegs unüblich oder ein K.O.-Kriterium.

Alles in allem bietet das ACEMAGIC AX15 für einen Preis von € 1,00 * (teilweise durch Gutscheine auch unter 300€) aber ein gutes Gesamtpaket. Ist man auf der Suche nach einem günstigen und kompakten Office-Gerät oder einem Laptop für Netflix und Co., dann könnte das AX15 ein guter Kandidat sein, wenn man mit den negativen Aspekten und vor allem mit der „Layoutproblematik“ der Tastatur bzw. dem Workaround über die Silikonmatten leben kann.

ACEMAGIC AX15

Design & Verarbeitung
Display
Ausstattung
Leistung
Akku
Preis-Leistungs-Verhältnis

82/100

Das ACEMAGIC AX15 ist ein sehr gut verarbeiteter und kompakter Office-Laptop, welcher in Bezug auf den seinen günstigen Kaufpreis mit einer überwiegend guten Ausstattung überzeugen kann. Klare Defizite gibt es jedoch bei Webcam, Mikrofon und der ansonsten guten Tastatur, die aber nur über ein US-Layout verfügt.

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Jonas

Ich bin Redakteur für diesen Blog und habe ein großes Interesse an PC-Hardware und PC-Basteleien aller Art. Mein Hauptfokus liegt derzeit jedoch im Bereich der PC-Gehäuse. Auch hauptberuflich bin ich im IT-Bereich unterwegs und wohne in Osnabrück

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Der Hersteller ACEMagician wurde 2013 geründet und war bisher nur als Marke für sehr kompakte Mini-PCs bekannt. Im Sommer 2023 wurde mit dem ACEMAGIC ‎AX15 jedoch der erste Laptop ins Portfolio mit aufgenommen. Anschließend kamen eine weitere 16-Zoll-Variante (AX16) sowie eine AMD-Variante (AX 16 Pro) dazu. Das günstige ACEMAGIC AX15 haben wir heute im Test. Laut Hersteller zeichnet sich das ACEMAGIC AX15 durch viele Features aus. Dazu gehört unter anderem die Ausstattung mit einem sparsamen Intel N95 Prozessor, 16GB Arbeitsspeicher und einer 512GB SSD. Dazu gesellen sich ein Gehäuse, das zu großen Teilen aus Aluminium besteht, der USB-C-Lademöglichkeit sowie ein … (Weiterlesen...)

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