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ASUS ROG Claymore II – Die neue High-End-Tastatur im Test

Als Upgrade zur ASUS ROG Strix Scope RX, welche wir bereits auf unserer Seite vorgestellt haben, bietet ASUS eine neue High-End-Gaming-Tastatur in ihrem Portfolio an. Die ASUS ROG Claymore II bringt dabei wieder mal optisch-mechanische Switches, die sogenannten ROG-RX-Switches mit. Dazu kommen noch weitere Neuheiten wie eine modulare TKL-80%- oder 100%-Tastatur-Funktion, kabelgebundenen und kabellosen 2,4G-Modi, extra anpassbaren Klick-Hotkeys, Lautstärkeregler und die bekannte Aura-Synchronisierung. Wie gut sich die Claymore II im Vergleich zur Strix Scope RX schlägt, erfährt ihn nun im folgenden Test!

Spezifikationen

Switches Optisch-mechanische ROG-RX-Switches (RED)
Größe (LxBxH)
462 x 155 x 39 mm
Gewicht Ca. 1156g (ohne Kabel)
Gehäuse Gebürstetes schwarzes Aluminium
Anschluss
USB 2.0
HF 2,4 GHz
Software Armoury Crate
Beleuchtung RGB-LEDs – eine LED pro Switch, Beleuchtetes ROG-Logo mit Akku-Anzeige
Makrotasten Alle Tasten programmierbare
On-the-Fly-Aufnahmeunterstützung
Makro-Hotkeys On-the-Fly Makroaufnahme:
Schritt 1: Fn + L-ALT um die Aufnahme zu starten
Schritt 2: Fn + L-ALT um die Aufnahme zu beenden
Schritt 3: Neue Makrotaste zuweisen
Medien-Hotkeys Play / Pause
Stopp
Rückwärts
Vorwärts
Lauter
Leiser
Ton aus / Ton
Inhalt 1 x ROG Claymore II Tastatur
1 x ROG Claymore II Nummernblock
1 x USB Typ-C zu Typ-C Kabel
1 x USB Wireless Dongle
1 x Wireless Dongle Extender
1 x USB Typ-C zu Typ-A Adapter
1 x Magnetische Kunstleder-Handballenauflage
1 x Dankeskarte
1 x ROG-Aufkleber
1 x Garantieheft
1 x Kurzanleitung
1 x Transparente Referenzkarte
Preis € 269,90*

Verpackung & Lieferumfang

Geliefert wird die Claymore II in einer typisch aussehenden ASUS-ROG-Verpackung. Aus dem schwarzroten Design hebt sich die Tastatur mit Aura-RGB-Farben im Vordergrund ab. Sowohl auf der Vorder- als auch Rückseite der Verpackung befinden sich die wichtigsten Informationen rund um die Tastatur wieder.

Öffnet man die schwarze innere Verpackung, sieht man eine Tastatur, die sehr schön verpackt wurde. Die Tastatur selbst wurde hierbei in schwarzen Stoffbeuteln mit einem roten ROG-Logo verpackt. Diese sehen sehr hochwertig aus und machen das Auspacken schon förmlich zu einem Erlebnis. Außerdem erfüllen sie auch nach dem Auspacken noch ihren Zweck, da sie als Staubschutz oder zum Schutz von Kratzern beim Transport dienen können. Natürlich befindet sich nicht nur die Claymore II samt Numpad in der Verpackung, sonders zudem noch ein USB-C-Kabel zum Laden, dafür zwei USB-Adapter, ein kleiner Umschlag mit Bedienungsanleitung plus Stickern und schließlich noch die Handballenauflage.

Design & Verarbeitung

Im ersten Schritt werfen wir einen Blick auf die ersten 80 % der Claymore II. Optisch sieht sie nach dem ersten betrachten sehr edel und hochwertig aus und weist zudem keine Kratzer auf. Die für Kratzer anfälligen Stellen wurden zusätzlich mit Plastikfolien geschützt. Ihre am oberen Rand in die Länge gestreckte Form mit abgewinkelten Ecken erzeugt ein modernes Erscheinungsbild. Das Standardlayout der Keycaps im ROG-Design passt sehr gut dazu. Am oberen linken Rand befindet sich ein ROG-Logo und daneben ein Balkenstapel, welcher zu Anzeige des Akkustandes dient. Etwas weiter rechts sind die Status-LEDs, die mit einer Gravur im Gehäuse gegenzeichnet sind.

Die Rückseite der Claymore II ist schräg von links unten nach rechts oben geriffelt und hebt sich optisch mit einem großen, glänzenden ROG-Logo ab. An den vier Ecken und am unteren Ende der Tastatur befinden sich die üblichen Anti-Rutsch-Pads. Erwähnenswert sind zudem die Standfüße – auf beiden steht in einem glänzenden Schwarz „ROG“ als Schriftzug. Wenn man die Tastatur dann nutzt, wird man dies zwar nicht mehr sehen, dennoch ein kleines Detail welches das optisch ansprechende Gesamtpaket abrundet. Ausgeklappt sind die beiden Standfüße sehr stabil und erfüllen in allen Maßen ihren Zweck. Einstellen lassen sie sich nur in einer Stufe. Schaut man dann von der Seite auf die gesamte Höhe, ist diese mehr als ausreichend um für eine angenehme Ergonomie zu sorgen.

Wenn wir schon bei den Seiten sind – hier gibt es eines der ersten besonderen Features der Claymore II. An beiden äußeren Seiten lässt sich eine kleine Plastikkappe abnehmen, die mit Magneten am Gehäuse gehalten werden. Da drunter verbirgt sich ein goldener Kontakt an dem das separate Numpad die Verbindung zur Tastatur bekommt. Dieses schiebt man dann ganz einfach von oben nach unten in die Schiene und hat dann eine 100%-Layout-Tastatur. Insgesamt geht diese Modularität sehr einfach von der Hand, wobei wir uns an der Schiene etwas mehr halt gewünscht hätten, da sie recht stark nach unten hängt, wenn man die Tastatur in die Luft hebt oder drauf drückt.

Das Numpad lässt sich nicht nur an beiden Seiten der Claymore II befestigen, sondern bringt zudem seine eigenen Features mit. Der obere Rand ist mit einem großen und länglichen Lautstärkerad und darunter vier Makrotasten bestückt. Wobei letztere nicht wie klassische Tasten aussehen, eher wie Klappen unter denen sich Tasten befinden. Anpassen lassen sich diese dann schließlich je nach den eigenen Wünschen in der Software.

Ein weiteres Extra ist dann noch die hochwertig gestaltete Handballenauflage. Diese ist mit einem weichen Schaumstoff und darüber mit glänzendem schwarzen Kunstleder bezogen. Das Kunstleder hat am rechten Ende wieder eine ROG-Logo-Prägung und passt sich somit optisch an. Mit insgesamt sechs Anti-Rutsch-Pads bleibt sie an der Tischplatte standhaft. Grundlegend bekommt sie ihren Halt an der Claymore II durch die kleine untere abgesenkte Kante mit Magneten – somit muss man sich nie Gedanken machen, ob die Entfernung der Handballenauflage stimmt, da man sie individuell anpassen kann.

Als Letztes wollen wir noch mal ein Auge auf die Anschlüsse werfen, welche sich in einer Einkerbung mittig am Ende der Tastatur befinden. Mittig ist hier ein kleiner Schalter zum An- und Ausschalten. An der jeweils linken und rechten Seite befinden sich ein USB-A-Port und ein USB-C-Port zum Laden oder direkten Verbinden der Tastatur mit dem PC. Etwas weiter abschüssig ist nochmals ein kleines Loch, in der sich der Wireless-USB-Adapter befindet. Durch einen einfachen Push-Mechanismus bekommt man den Adapter aus seiner Position gelöst.

Software & RGB-Beleuchtung

Um individuelle Anpassungen an der RGB-Beleuchtung und den Makros vorzunehmen, wird die Armoury Crate Software genutzt, wie es auch schon bei der ASUS ROG Strix Scope RX der Fall war. Diese lässt sich einfach über den Windows-Store oder auf der Website downloaden. Optisch wurde sie, im Vergleich zum letzten Mal, etwas angepasst und hat nun einen eintönigeren schwarzgrauen Stil. Auf der linken Seite befindet sich dann eine Leiste, bei der man zwischen den einzelnen Anpassungsmöglichkeiten wechseln kann.

Armoury Crate

Für die Aura-Sync-Beleuchtung gibt es grundsätzlich zwei Varianten. Hat man mehrere kompatible Geräte an seinem PC angeschlossen, kann man diese alle in der Beleuchtung synchronisieren. Zudem besteht die Möglichkeit auch einzeln Anpassungen vorzunehmen. Zur Auswahl stehen die typischen Beleuchtungsmodi. Vom klassischen farbwechselnden Regenbogen, statischen Farben über adaptive Beleuchtung ist alles dabei. Falls man sich trotzdem nicht für einen dieser Modi entscheiden möchte, besteht die Möglichkeit seinen eigenen zu erstellen. Dafür kann man sich den „Aura Creator“ downloaden und hier dann seine Effekte erweitern.

Insgesamt stimmt die Beleuchtung der Claymore II und macht einen super Eindruck, wie es auch bei der Strix Scope RX schon zu begutachten war. Die Farbverläufe sind sehr präzise und flüssig, die Farben sind an jedem einzelnen Switch eindeutig und kräftig. Das einzige, was man beachten sollte, ist die Helligkeit – im Wireless-Modus ist die Claymore II deutlich dunkler, als wenn sie per Kabel angeschlossen ist. Hierdurch verliert man etwas an Leuchtkraft.

Ergonomie & Praxis

Für einen etwas flexibleren Schreibtisch im Alltag, eignet sich die Claymore II wahrhaftig als Allrounder. Für lange und anstrengende Gaming-Sessions wird die Tastatur mit USB-C direkt verbunden und die vollen 100% samt Handballenauflage genutzt, für Texte schreiben mit ein bisschen mehr Freiraum das 80%-Layout mit Handballenauflage und schlussendlich kann man auf die Notebook-Tastatur verzichten, indem man die Claymore II mitnehmt. Die Modularität erweist klar ihre Vorteile im Alltag! Mit einer Akkugröße von 4.000 mAh voll aufgeladen, hat die Claymore II im 100%-Layout mit aktivierter Beleuchtung eine Laufzeit von etwa 43 Stunden. Im unserem Test haben wir teilweise auf die Beleuchtung verzichtet und konnten etwa 130 Stunden problemlos nutzen.

Zusätzlich enthält sie eine Schnellladefunktion, bei der die Tastatur innerhalb den nächsten 30 Minuten voll geladen wird. Der aktuellen Ladestand lässt sich über die Software oder direkt von der Tastatur ablesen. Dafür befindet sich, wie schon im vorherigen Kapitel erwähnt, an der oberen linken Seite ein Ladebalken. Dieser ist in insgesamt vier Abschnitte aufgeteilt und leuchtet je nach Akkustand blau oder rot. Leider lassen sich diese Farben nicht ändern.

Das Tippen auf der Claymore II geht einfach von der Hand. Die Anschläge fühlen sich sanft an und haben dabei einen eher leisen, dumpfen Ton. Am Ende des Rückwegs hört man die Feder etwas lauter metallisch einrasten. Egal wo man den Finger auf der ABS-Kappe legt, das Drücken fühlt sich immer gleich an. Das liegt an den Switches, welche mit ihrem untypischen quadratischen Aufbau für einen wackelfreien Tastenanschlag sorgen. In der Praxis merkt man dank dem 2,4-GHz-Wireless-Modus in Kombination mit den Switches nahezu keine Verzögerung – laut ROG liegt die Verzögerung bei etwa 1 Millisekunde mithilfe der neusten optisch-mechanischen ROG-Switches. Außerdem beweisen die Multimedia-Tasten als auch die Makrotasten ihre Funktionalität im Alltag.

Die Claymore II

Fazit

Die ASUS ROG Claymore II ist ein gewaltiges Gesamtpaket, mit vielen einzelnen Features. Angefangen bei der einfach bedienbaren Modularität mit einer ordentlichen Qualität bei der Verarbeitung und endend bei einer schnellen 2,4-GHz-Wireless-Verbindung zum PC. Bei einem Preis von 279,90 Euro (aktuell: € 269,90*) kann man einiges erwarten, und man bekommt auch einiges für sein Geld geboten. Die Akkulaufzeit ist mehr als lang genug, die Tastatur kann dauerhaft für rund 43 Stunden leuchten und ist mit nur einer Millisekunde Verzögerung super schnell.

Für etwas weniger Geld bekommt man die zum Vergleich hergezogene ASUS ROG Strix Scope RX für aktuell € 192,43*. Diese ist zwar nicht kabellos nutzbar und hat auch keine modularen Funktionen, dafür jedoch die identischen Switches und das gleiche Tipperlebnis wie bei der Claymore II.

ASUS ROG Claymore II

Verarbeitung
Ausstattung
Ergonomie
Software
Preis-Leistungs-Verhältnis

91/100

Modularität, Wireless-Modus, schnelle Reaktionszeit und eine hochwertige Optik bekommt man bei der ASUS ROG Claymore II geboten.

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Tobias Lidzba

Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Beruflich bedingt bin ich somit immer auf den neusten Stand bei IT-Themen. Gaming ist außerdem ein großer Bestandteil in meinen Leben.

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